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Allgemeine Psychologie C (Fach) / Standortbestimmung (Lektion)

Kognitionspsychologie, Vorläufer der Kognitionspsychologie, Methoden der Kognitionspsychologie, Informationsverarbeitung und Modularität des Geistes, Verbindung zu anderen Disziplinen

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  • Was ist Kognitionspsychologie? Kognition: Sammelbegriff für höhere geistige Tätigkeiten Befasst sich damit wie Menschen denken oder die Welt wahrnehmen Kognitionspsychologie: Wie Forscher denken, dass der Mensch denkt Gegenstandbereiche der Kognitionspsychologie: Aufmerksamkeit, Vorstellung, Wahrnehmung, Handeln (Psychomotorik), Gedächtnis, Denken (Schlussfolgern, Problemlösen, Entscheiden)
  • Ursprünge/ Vorläufer der Kognitionspsychologie: Rationalismus Rationalisten: Vernunft als einzige Quelle des Wissens Berühmter Rationalist: Platon (427 - 347 v. Chr.) Platon glaubt, dass jeder Mensch mit einer angeborenen Idee der Welt geboren wird, die unabhängig von jeder Erfahrung existiert Ideenwelt und Sinneswelt: Ideenwelt laut Platon wirklicher und nur sie kann sicheres Wissen liefern, da die Sinneswelt unvollkommen ist Höhlengleichnis Gottesbeweis: Da Gott vorstellbar ist muss er/sie/es auch existieren Descartes (1596 - 1650) Zweifelte in radikalster Form an allem Erfahrbaren, zweifelte selbst seine eigene Existenz an ("cogito ergo sum") Wahr ist, was logisch gefolgert werden kann Descartes Leib-Seele Dualismus: Trennung zwischen denkender Substanz (res cogitans, Geist) und ausgedehnter Substanz (res extensa, Körper)
  • Urspünge der Kognitionspsychologie: Empirismus Gegenbewegung zum Rationalismus Ideen von Dingen basiert auf Erfahrungen von bzw. mit diesen Solange noch keine Erfahrung gemacht wurde kann noch nichts exisitent sein Aristoteles: "Nichts ist im Bewusstsein was vorher nicht in den Sinnen existierte" Lock(1632 - 1704): unterscheidet zwischen einfach und zusammengesetzten Vorstellungen Tabula rasa: Wir kommen ohne jegliche Vorstellungen auf dei Welt Die Idee eines Apfels entsteht durch die Verknüpfung einzelner Sinneserfahrungen weitere Vertreter des englsichen Empirismus: Berkely, Hume
  • Urspünge der Kognitionspsychologie: Kantismus Kant (1724 - 18040) war Professor für Philosophie in Königsberg Rationalisten und Empiristen haben beide zum Teil recht und machen beide Fehler Bemühung einer Synthese der beiden philosophischer Richtungen Kant: alles ist erfahrbar und alles muss durch Erfahrung erworben werden bis auf die Vernunft selbst. Diese sei angeboren und bestimmt wie wir die Welt auffassen Kant sieht Raum und Zeit als Basiskategorien des Denkens. Diese seien vor jeglicher Erfahrung existent, was der Idee von Platon widerspricht.
  • Ursprünge der Kognitionspsychologie: Hegel Hegel (1770 - 1831) wurde in Stuttgart geboren und studierte Philosophie in Tübingen Ein Gedanke löst immer einen gedanken aus, der dem erstem widerspricht                         ⇒ dialektsicher Prozess von These, Antithese und Synthese Betrachtet daher Wissen als nicht zeitlos Denken: Erkennen und Auflösen von Gegensätzen
  • Ursprünge der Kognitionspsychologie: Assoziationspsychologie Assoziationspsychologie: Anfang bis Ende des 19 Jhd. Ausgangspunkt stellt die Wirkung von Locke und Aristoteles dar Beschäftigt sich mit der Verknüpfung von Gedächtnisinhalten. Diese werden nach bestimmten Assoziationsregeln (Ähnlichkeit, Kontrast, Kontiguität) Suche nach den Regeln dieser Verknüpfungen: Herbart (1776 - 1841),                  Ebbinghaus (1850 - 1909) und Thorndike (1874 - 1949)
  • Ursprünge der Kognitionspsychologie: Strukturalismus Strukturalismus wirkete vornehmlich in Deutschland ab der Mitte des 19 Jhd. bis Anfang des 20. Jhd. Hauptvertreter: Wilhelm Wundt (1832 - 1920) gründete 1879 das erste psychologische Labor in Leipzig; Hauptwerk "Grundzüge der physiologsichen Psychologie" (1893); sehr viele Publikationen (mehr Quantitätsehrgeiz als Qualitätsehrgeiz) Der menschliche Geist besteht aus der Konfiguration von verknüpften Elementen Idee wurde stark vom damals entdeckten Periodensystem beeinflusst Struktur dieser Elemente sollte mithilfe der Introspektionsmethode ergründet werden Introspektionsmethode: Selbstbeobachtung, nicht sehr wissenschaftlich Weiterer Vertreter: Edward Tichener (1867 - 1927)
  • Urspünge der Kognitionspsychologie: Funktionalismus Starke Gegenbewegung zum Strukturalismus, vor allem in den USA Mitte des 19 Jhd. bis Anfag des 20 Jhd. Gründer und Hauptvertreter: William James (1842 - 1910) Hauptfrage: "Was machen Menshcen und warum amchen sie es?" (vgl. zu Strukturalsimus "Wie ist die Strukter des menschl. Geistes beschaffen?" Hauptwerk von James: Principles of psychology (1890), beruhte ebenfalls auf reiner Introspektion James bemängelte die Inkonstenz von Wundt: "Wenn Wundt ein Wurm wäre und man ihn in Stücke zerschneiden würde so würde jedes Stück in eine andere Richtung laufen" War mit Wundts Theorien nicht einverstanden Dynamische Prozesse und ihre Funktion zur Anpassung an dei Umgebung seien wichtiger als "statische" Struktur des Geistes
  • Ursprung der Kognitionspsychologie: Behaviorismus Anfang bis Mitte des 19 Jhd. Ausgangspunkt war der Wiener Kreis (regelmäßiges Treffen von Physikern und Philosophendie gemeinsam Ideen entwickelten) Psychologie dürfe sich als Wissenschaft nicht auf Spekulationen über interne Prozesse und Struktur einlassen ("back box") Positivismus: alle Therme einer Theorie müssen beobachtbar sein rein Verhaltensorientierte Forschung: Klassische Konditionierung wurde als Beispiel für fundierte psychologische Forschung betrachtet ("Little Albert") Konzentration auf Reiz-Reaktions Verknüpfungen Vertreter: Skinner (1904 - 1990), Watson (1878 - 1958)
  • Ursprung der Kognitionspsychologie: Gestaltpsychologie ca. 1910 bis 1960 Gegenreaktion auf Strukturalismus und Behaviorismus Strukturalismus begriff die Realität als die Summe seiner Einzelteile, während die Gestaltpsycholgie dies ablehnte ( H2O hat ganz andere Qualtität als seine Einzelteile        H und O ⇒ Die Realität ist demnach mehr als die Summe seiner Einzelteile) Gegenstände der Gestaltpsychologie: Wahrnehmung, Denken, Problemlösung Hauptvertreter: Köhler (1887 - 1967), erforschte Problemlösestratgien von Affen und Wertheimer (1880 - 1967) Gestaltgesetze: Gesetz der Nähe, Gesetz der Ähnlichkeit, Gesetz der Verbundenheit
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  • Ursprung der Kognitionspsychologie: Kognitive Wende Kognitive Wende als Reaktion auf den Behaviorismus, der stark kritisiert wird Das Überprüfen von rein Erfahrbarem bringt die Psychologie nicht weiter, der Einblick in metnale Vorgänge fehlt. Umwelteinflüsse werden durch den Fokus auf das Erfahrbare überbewertet Psychobiologische Grundlagen wurden ignoriert Idee der künstlichen Intelligenz führte dazu, die Kognition beim Menschen besser verstehen zu wollen Erste Buch der kognitiven Psychologie: Ulric Neisser - "Cognitive Psychology" (1967)
  • Methoden der Kognitionspsychologie Laborexperimente Feldstudien Psychophysiologie Bildgebende Verfahren Einzelfallstudien (Neuropsychologie) Computersimulationen & Mathematische Modelle
  • "Modularität des Geistes" Grundidee der Kognition: Man vermutet unterschiedliche Module im Gehirn, deren genaues Funktionieren noch weitestgehend unbekannt ist. Die Module sind auf unterschiedliche Weise miteinander verschaltet Abgrenzung zur Phrenologie: Gehirn lässt sich in unterschiedliche Bereiche aufteilen, die für bestimmte Dinge zuständig sind (zum Beispiel ein Areal für Kinderliebe). Aus dieser Idee entstanden Gehirnatlanten die totaler Humbuk sind. Man meinte, dass die Maße des Schädels Auskunft über die Persönlichkeit eines Menschen geben könnten.
  • Informationsverarbeitung Modelle zur Erklärung der Informationsverarbeitungen sind nur Vermutungen, da nicht beobachtbar ist wie Umweltreize verarbeitet werden Annahme: Verarbeitung geschieht in vielen kleinen Arbeitsschritten Information wird dazu in Einzelteile zerlegt und die Module zur Verarbeitung der Einzelteile sind sowohl seriell als parallel miteinander verschaltet Kantowitz & Sorkin: Algorithmen im Gehirn laufen die Module ab und führen zu Verhalten (Diagramm Wecker klingelt) Informationverarbeitung nach Broadbent (1958):                                                                 Stimulus → Sinne → KZG → Selektive Filter → Begrenzter Kapazitäts Kanal → Store of conditional propabilities of past events ODER outputvariierendes System bis Input gesichert ist → Effektoren → Reaktionen
  • Kognitive Neurowissenschaft: Psychoanatomie Bildgebende Verfahren der Biopsychologie werden dafür genutzt um Informationsverarbeitung und die einzelnen Module zu lokalisieren Welches Hirnareal ist bei welcher Aufgabe aktiv? Problem: Aktivierungsschwelle ist relativ willkürlich gesetzt
  • Gedankenexperiment von Ulrich Löst ein Computer Rechenaufgaben wie ein Gehirn?  → Comuter Analogie (Software und Hardware Wenn man einen Computer durch eine Wärmebildkamera betrachten würde, würde man sehen welche Bereiche beim Rechnen einer Aufgabe aktiv sind, könnte aber trotzdem keine Rückschlüsse ziehen, wie die Aufgabe berechnet wird.                                   Software und Kausalzusammenhänge nicht bekannt. → Analog beim Gehirnund Neurostudien, es bedarf einer Theorie