14

Diagnostik (Fach) / Diagnostik VO5 (Lektion)

5.

Diese Lektion wurde von Shayuni erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Reliabilität Def.: Reliabel bzw. zuverlässig ist ein Instrument, wennes das, was es misst (was auch immer das ist!!) beiwiederholter Messung gleich misst. Das Konzept der „Wiederholung“ impliziert :-  ein gleichbleibendes Objekt-  gleiche Messbedingungen
  • ein gleichbleibendes Objekt Bestimmte Konstrukte sind durch nicht-gleichbleibendeAusprägungen gekennzeichnet (e.g. Stimmung). Hier ist derReliabilitätsansatz schwieriger umzusetzen (eg. durchInduktion von Stimmung o.ä.).
  • gleiche Messbedingungen Standardisierte Messumgebungen sollen diesen Aspektumsetzen!
  • Reliabilitätskoeffizient Wenn die Annahmen der KTT in Bezug auf den Messfehler,stimmen und zwei Messungen parallel sind (gleicher,Erwartungswert, gleiche Varianz!), dann- gibt der Reliabilitätskoeffizient (ρXX) den Anteil derMerkmalsvarianz (σ2 T; „wahre“ Varianz, stabil) an der Gesamtvarianz (σ2 X; Messfehlerbehaftet) der gemessenen Werte zweier paralleler Messungen an, also ρxx=σ2T /σ2X⟶ Heißt: der Reliabilitätskoeffizient als Maß für die Stabilitätder Messung gibt den Anteil der replizierbaren Varianz (nichtdurch Messfehler bedingt!) an der Gesamtvarianz an Schwankt zwischen: 0=inakzeptabel und 1=perfekt
  • vier etablierte Zugänge, um die Reliabilität (Stabilität über parallele Messungen) eines Testinstruments auf Basis empirischer Werte für ein Instrument zu schätzen Retestmethode Paralleltestmethode Testzerlegung-/Testhalbierungsmethode („split-half“) Interne Konsistenzanalyse
  • Retestmethode Die Testwiederholung zeigt, ob das Instrument auch beimehrmaliger Messung ein vergleichbares Ergebnis zeitigt(Korrelation der Messwerte).⟶ Voraussetzung: Stabilität von Merkmal und Kontext Problem?
  • Paralleltestmethode Liegt ein zweites Instrument mit gleichenMesseigenschaften (Äquivalenz der Instrumente), aberanderen Items vor, kann über die Korrelation beiderMesswerte die Reliabilität des Verfahrens geschätzt werden. Problem?
  • Testzerlegung-/Testhalbierungsmethode („split-half“) Testzerlegung oder -halbierung ist eigentlich eine Varianteder Paralleltestmethode, i.e. das Instrument wird in Teile(z.B. Hälften) aufgeteilt und deren Messergebnissekorreliert. Problem?
  • Interne Konsistenzanalyse Man kann auch jedes Item als ein eigenes Maß für dasMerkmal auffassen und die Korrelation aller Itemsmiteinander anschauen.⟶ Ein Parameter, der dies umsetzt, ist Cronbachs Alpha...
  • Cronbachs Alpha Cronbachs Alpha als Schätzer der internenKonsistenz eines Instruments- Es gilt die Faustregel: Cronbachs α von mindestens .7!- < .5 = nicht akzeptables Instrument- > .5 = schlecht- > .6 = problematisch- > .7 = akzeptables Instrument- > .8 gut- > .9 exzellente interne Konsistenz- Berechnungsformel:wobei:- N = Anzahl der Items- r-quer = durchschnittliche Korrelation zwischen Items (SIEHE FOTO VON FORMEL)
  • Anzeige
  • Objektivität Def.: Ein Instrument ist in dem Sinne objektiv, als es esvom Diagnostiker unabhängig – im Sinne vonunbeeinflusst bzw. unbeeinflussbar ist.- Wir unterscheiden dabei- Durchführungsobjektivität- Auswertungsobjektivität- Interpretationsobjektivität
  • Durchführungsobjektivität Ist gegeben, wenn der Ablauf der diagnostischen Erhebungvom Diagnostiker unabhängig ist.⟶ Standardisierte Instruktionen/Leitfäden, an die sich in derdiagnostischen Praxis gehalten werden sollte...(...dummerweise aber häufig nicht wird!)- Auswertungsobjektivität- Interpretationsobjektivität
  • Auswertungsobjektivität Ist gegeben, wenn es definierte Übersetzungsregeln fürVerhaltensäußerungen des diagnostischen Objektsin bspw. Scores (Testrohwerte) gibt.⟶ Bei standardisierten Verfahren typischerweise hoch(z.B. durch Schablonen etc.)
  • Interpretationsobjektivität Ist gegeben, wenn die Schlüsse, die der Diagnostiker ausdem beobachteten Verhalten zieht, unabhängig von ihmsind.⟶ Kein Problem, wenn bspw. Quoten-Kriterien gelten(z.B. Hochbegabung als das oberste Leistungsperzentil...)