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Soziologie (Fach) / Einführung in die Allgemeine Soziologie (Lektion)

Vorlesung Poferl Sitzung 8 + 9 Ergänzung zu https://www.karteikarte.com/lesson/94823/einfuehrung-in-die-allgemeine-soziologie

Diese Lektion wurde von Persephone379 erstellt.

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  • Woraus besteht, im allgemeinsten Sinne, eine Struktur? Struktur = Relativ stabile, über die Zeit hinweg bestehende, aber auch veränderliche Ordnung Bestandteile von Struktur: Speziefische Elemente und Beziehungen zwischen diesen Elementen
  • Was besagt das Giddensche Konzept der "Strukturierung" bzw. "Dualität von Struktur"? Rekursivität und Nicht-Intentionalität diskursiver und praktischer Sinn 
  • Was ist eine Institution? Spezifische Strukturierungsweise, Komplex von Regelanweisungen bzw. Ordnungsmuster für menschliches Handeln, das ►  gesellschaftlich sehr weit oder sogar allgemein verbreitet ist, ►  den Menschen gegenüber als ‚objektiv‘ und ‚verdinglicht‘ erscheint und mit einem Anspruch auf Geltung/ Befolgung gegenübertritt, ►  Legitimation verknüpft ist (z.B. moralisch, normativ, rechtlich, fachlich, kulturell) Spezifik: abhängig vom historischen, gesellschaftlichen, thematischen Kontext und Gegenstandsbereich
  • Inwiefern haben Institutionen Entlastungsfunktion? Erläutern Sie dies anhand eines Beispiels. Einschränkung von Handlungsmöglichkeiten und Entscheidungszwängen Beispiel Beruf: Es ist vorgegeben wann ich auf der Arbeit sein muss Richtiges Beispiel?? 
  • Wodurch entsteht das Problem der Legitimierung? Problem der Legitimation entsteht mit der Weitergabe an Dritte Geltungsanspruch leitet sich aus Verknüpfung mit Rechtfertigung ab
  • Welche Formen der gesellschaftlichen Differenzierung werden unterschieden? Segmentäre Differenzierung: ‚horizontale’ Aufteilung in gleichartige und gleichrangige Einheiten Stratifikatorische Differenzierung: vertikale/ hierarchische Aufteilung in ungleichartige und ungleichrangige Einheiten Funktionale Differenzierung: Aufteilung von gesellschaftlichen Zusammenhängen in ungleichartige (nach spezifischen Funktionen unterschiedene, spezialisierte), aber gleichrangige - Einheiten bzw. „Systeme“
  • Die Theorie der reflexiven Modernisierung baut auf dem Argument der Selbstkonfrontation auf. Was ist damit gemeint? Moderne ist mit ‚eigenen‘ Grundlagen (Prämissen, Institutionen) und deren „Nebenfolgen“ konfrontiert
  • Was besagt der Begriff der "Nebenfolgen" gemäß der Theorie reflexiver Modernisierung? Konfrontation mit Nebenfolgen (nicht-intendierte Folgen gesellschaftlicher Entwicklung)→ Funktions- und Legitimationskrisen→ Selbst-Infragestellung der Moderne→ neue Herausforderungen und Problemstellungen, ‚Zwang‘ zur Selbstveränderung
  • Das Konzept der Kosmopolitisierung hat eine Doppeldeutung. Nennen Sie beide Bedeutungskomponenten. 1. empirisch-deskriptive Kategorie: Beschreibung der empirischen Veränderung sozialer Wirklichkeit, Kosmopolitisch-Werden der Wirklichkeit selbst (realgesellschaftliche Entwicklung, beschreibende und erklärende Funktion) 2. epistemologisch-methodologische Kategorie: Restrukturierung der Wahrnehmung, Entwicklung eines „kosmopolitischen Blicks“ bzw. „methodologischen Kosmopolitismus“ (Formulierung eines spezifischen Beobachterstandpunkts, beobachtungsanleitende Funktion) 
  • Welche Herausforderungen sind mit Prozessen der Kosmopolitiserung verbunden? Es gibt keinen per se privilegierten Standpunkt der Erkenntnis mehr (Gleichheit in Verschiedenheit) Unterscheidung zwischen Anerkennung in einem emphatischen und einem strukturell-pragmatischen Sinn wird notwendig Plädoyer für einen „rooted cosmopolitanism“ der Vermittlung von Globalem und Lokalem (Kontextualisierung)
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  • Was heißt "monologische Imagination" nach Beck? Nationale Perspektive ist eine monologische → Schließt Andersheit des Anderen aus
  • Was heißt „dialogische Imagination" nach Beck? Hauptdefinitionsmerkmal einer kosmopolitischen Perspektive ist dialogische Imagination Aufeinandertreffen von Kulturen und Rationalitäten innerhalb unseres eigenen Lebens  Dialogische Imagination meint das gleichzeitige Vorhandensein von konkurrierenden Lebenswegen innerhalb der individuellen Erfahrung