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Grundlagen der Landwirtschaft (Fach) / ZuFa 21-30 (Lektion)
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- Körnerleguminosen - Futterhülsenfrüchte (Ackerbohne, Erbse, Lupine, Wicke)- Speisehülsenfrüchte (Sojabohne, Erbsen, Speisebohne, Linsen)
- Ölpflanzen - Sojabohne- Raps- Sonnenblume- Lein- Ölkürbis- Hanf- Etc.
- Wurzel und Knollenfrüchte - Zuckerrübe- Kohlrüben- Kartoffel- Karotte- Zichorie- Tobinampur
- Zwischenfrüchte Gelbsenf, Phacelia, Grünroggen, Wicke - Erosionsschutz vor Wind und Wasser- Förderung der biologischen Aktivität- Verringerung der Nitratauswaschung- Ev. Futternutzung- Ev. Biologische Schaderregerbekämpfung
- Produktionstechnische Maßnahmen, die Einfluss auf Pflanzenbau nehmen - Fruchtfolge- Bodenbearbeitung- Sortenwahl- Saat- Wirkstoffe- Pflanzenschutz- Ernte- Nacherntetechnologien
- Fruchtfolge – Zielsetzung Effektive Nutzung des Bodens – hohe Biomasseproduktion.Bestmögliche Nutzung von Vor- und Fruchtfolgewirkungen.Verhinderung der Anreicherung von (bodengebundenen) Krankheitserregern und (am Standort überwinternden) Schädlingen.Verhinderung der Selektion von Problemunkräutern (unterschiedliche Bodenbearbeitungs- und Bodenbedeckungsperioden).Keine Akkumulation von einseitigen Abbauprodukten der Pflanzen.Keine Akkumulation von Wirkstoffen.Bodenaktivität kann gefördert werden (unterschiedliche Durchwurzelung der Arten..) Risikoverteilung, Arbeitsverteilung.
- Bodenbearbeitungsmaßnahmen - Unterkrumenlockerung – Grobes Aufbrechen 50cm bis 1m tiefe- Grundboden Bearbeitung – Gesamte Krume – 30cm- Stoppel Bearbeitung – Einarbeiten von Ernterückständen – 20cm- Saatbeet Bereitung – Vorbereitung des Saatbeetes – 10cm- Mechanische Pflanzenpflege – Mechanische Unkrautregulierung – 5cm
- Bodenbearbeitungs und Bestellsysteme - Pflugwirtschaft – Sehr Intensiv für Boden – Konventionelle Bearbeitung- Pfluglose Bewirtschaftung – Mittel intensiv für Boden – Konservierende Bearbeitung- Direktsaat – Am schonendsten für Boden - DirektsaatDrillsaat: Getreide, Raps, GräserEinzelkornsaat: Mais, Sojabohnen, Zuckerrübe – exakte Ablage
- Zusammensetzung der Trockenmasse C O H - >90%N P K CA Mg S FE MN Zn etc. - 5-10%Nährstoffentzug am höchsten bei N und K (150kg/ha), bei P (75kg/ha)
- Mineralstofftheorie Pflanzen benötigen für ihre normale Entwicklung Mineralstoffe, die sie als Nährstoffe mit ihren Wurzeln aus dem Boden aufnehmen.Der Boden bleibt nur fruchtbar, wenn die ihm entzogenen, mineralischen Pflanzennährstoffe vollständig ersetzt werden.Der Bedarf an mineralischen Nährstoffen ist (begrenzt) artverschieden.Die Nährstoffe können sich nicht gegenseitig vertreten.Gesetz vom Minimum. Der jeweils in relativ geringster Menge vorhandene Nährstoff bestimmt die Höhe des Pflanzenertrags.
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- Landwirtschaftliche Verfahrenstechnik Input: technische, chemische, biologische Produktionsmittel, Energie, InformationOutput: LWD Produkte und Nebenprodukte, EnergieUmwelteinflüsse: ökologisch, ökonomisch, standortspezifisch, institutionelle-> Umweltauswirkungen
- Ziele der Landtechnik - Entlastung des Menschen- Steigerung der Arbeitsproduktivität=DIENENDE TECHNIKErweiterung auf:- Sicherstellung der Personensicherheit- Umweltschutz- AutomatisierungAnsprüche an die Technik- Hohe Flächenleistung- Geringe Verfahrenskosten- Bodenschonung
- Ausgewählte Bereiche zur Grünlandmechanisierung Futterkonservierung- Haltbarmachen und Lagern von wirtschaftseigenem Futter für die WinterperiodeKonservierungsarten von Halmgut- Anwelksilage ca. 65% Feuchte- Belüftungsheu ca. 40% Feuchte- Bodentrocknungsheu ca. 20% FeuchteQualitätsbestimmende Faktoren bei Silagebereitung- Pflanzenbestand (Gräser 60%-70%, Kräuter 15%-20%, Leguminosen 15%-20%)- Schnittzeitpunkt
- Mähwerksysteme Oszillierende Mähwerke: mit Gegenschneide -> Scherenschnitt- Fingermähwerk – Messergeschwindigkeit 2,5 m/s- Doppelmessermähwerk – Messergeschwindigkeit 3m/sRotierende Mähwerke- Scheibenmähwerk- Trommelmähwerk- Schlegelmähwerk
- Mähaufbereiter - Verfahren zur Erhöhung der Erntesicherheit Ziel: Beschleunigung der Feldtrocknung bzw. Anwelkzeit, Verringerung der Atmungsverluste, Erhöhung der spezifischen OberflächeErzielte Wirkungen durch den Einsatz von Mähaufbereiter:=> Beschleunigung der Feldtrocknung=> Reduzierung von nachfolgenden Verfahrensschritten (Zetten und Wenden) erlaubt eine gezielte Nutzung verfügbarer Maschinenkapazitäten=> Bessere Verdichtbarkeit=> Verbesserung der Gärqualität (rascherer pH-Wertabsenkung)Systeme:Zinken-MähaufbereiterWalzen-Mähaufbereiter
- Zinken- Mähaufbearbeiter (bewegliche Stahl- und Kunststoffzinken) Aufbereitungsintensität ist abhängig:- Umdrehungsdrehzahl der Welle- Zinkenform und Zahl- Stellung von Leitblech, Zinkenkamm oder Riffelblech
- Stand und Technik beim Zetten und Wenden Zetten: gleichmäßiges Verteilen des Mähgutes nach dem Mähen- KreiselzettwenderWenden: nachfolgende Arbeitsgänge zur Beschleunigung des Abtrocknens- Sternradrechwender- Schubrechwender- BandrechwenderSchwaden: Reihenförmig zusammengerechtes Erntegut- Kreiselschwader- Mittelschwader- Seitenschwader- Vierkreiselschwader
- Aufbau eines Ladewagens Deichsel Zapfwelle Pick Up Förderorgan Schneidvorrichtung Kratzboden Vorratsbehälter Fahrwerk Verteileinrichtung
- Häcksler - Schreibenradhäcksler- Trommelfeldhäcksler
- Lagerung des Schnittugutes in Flachsilo + Kapitalsparend+ Einfache Befüllung und Entnahme-Zusätzliche Arbeitskraft für Walzen-Hoher Platzbedarf-Große Oberfläche
- Ausgewählte Bereiche zur Technik in der Bodenbearbeitung Ziel der Bodenbearbeitung: Optimale Voraussetzungen für den Pflanzenbau schaffen.- Optimale Bodenstruktur für Feldaufgang, Wurzelwachstum, Wasser- und Nährstoffaufnahme- Maßnahme zur Ertragsbildung- Vermeidung von Bodenerosion- Ausformen der Bodenoberfläche – Voraussetzung für Saat-, Pflege- und Erntetechnik- Einmischen von Ernteresten und Dünger- Beseitigung von unerwünschten Wildpflanzen durch Verschütten, Vergraben, Abschneiden, Ausreißen und Quetschen der Pflanzen
- Bodenbearbeitungsmaßnahmen - Stoppelbearbeitung: mitteltiefes Bearbeiten der abgeernteten Felder (vor allem Getreide und andere Druschfrüchte), zugleich Einarbeiten von Ernterückständen.- Grundbodenbearbeitung (Primär-Bodenbearbeitung): Bearbeiten des Bodens auf volle Krumentiefe; in der Regel zur Hauptfrucht durchgeführt.**- Saatbettbereitung (Sekundär-Bearbeitung, Oberflächen-Nachbearbeitung): Vorbereiten des Saatbettes für die Kulturpflanzen; Nachbearbeiten des tiefer gelockerten Bodens in einen flachen Horizont, der etwa der Saatgut- Ablagetiefe entspricht.- Aussaat- Unterbodenlockerung: Boden verbessernde Maßnahme, die nur in längeren zeitlichen Abständen durchgeführt wird; grobes Aufbrechen des Bodens unterhalb der Krume. **[meine Interpretation: zur hauptfrucht heißt wenn die hauptfrucht in der Fruchtfolge dran ist -> also prim.bo.be. zur Vorbereitung auf die saat der hauptfrucht]
- Durchmischungsvorgänge im Boden - Bioturbation: durch wühlende Bodentiere- Hydroturbation (Peloturbation): durch Wasserzufuhr und –entzug bei wechselfeuchtem Klima in tonreichen Böden mit hohem Gehalt an quellbaren Tonmineralen.- Kryoturbation: bei Wechsel von Frieren und Tauen in wassergesättigten Böden.- Technoturbation: mechanische Bodenlockerung durch technischen Energieeinsatz
- Grundbodenbearbeitung mit Pflug Vorteile:„Reiner Tisch“Mechanische UnkrautbekämpfungNachteile:Hoher Leistungsbedarf (15 – 25 kW/m Arbeitsbreite) und hohe KostenVerringerung der Aggregatstabilität durch beschleunigten Abbau der organischen SubstanzPflugsohlenverdichtungÜberlockerung – Rückverfestigung ist notwendig
- Konservierende Bodenbearbeitung Vorteile: Einsparung von Arbeitszeit und Kosten (z. B.: Kraftstoff) Förderung des Bodenlebens (Schichtung der mikrobiellen Aktivität, höhere Regenwurm-dichte) Verbesserung des Infiltrationsvermögens Erhöhte Wurzellängendichte und bessere Erschließbarkeit des Unterbodens durch Wurzeln für Wasser und Nährstoffe Verhinderung von Verschlämmung und Erosion Verminderung des Nitrat- und Pestizidaustrags in Oberflächengewässer Höhere Tragfähigkeit der Böden Nachteile Große Mengen an makroorg. Substanz erschweren z. T. die Sähtechnik Veränderter N – Bereitstellungszyklus (z.T. reduzierte Erträge) Unkraut – insbesondere einjährige Bodenbürtige Krankheiten (z.B. Fusarium) werden gefördert Nährstoffanreicherung in oberen Bodenhorizonten
- Maßnahmen nicht chemischer Unkrautregulierung Indirekte Methode:- Hygiene- Fruchtfolgegestaltung- Bodenbearbeitung und Saat- Erhöhung der Konkurrenzkraft der KulturpflanzenDirekte Methoden- Physikalische Verfahren- Mechanische Verfahren- Thermische Verfahren- Elektrische Verfahren- Biologische Verfahren
- 1cm tiefer Pflügen bewirkt: 0,5 – 1,5l/ha mehr TreibstoffverbrauchZusätzliche Bodenbewegung – 100m3/ha oder 150t/ha
- Mechanische Unkrautregulierung - Flache Bearbeitung des Bodens um Unkräuter zu schädigen, entwurzeln oder verschütten.Reihenunabhängige Verfahren der mechanischen Unkrautregulierung- Striegel mit Federzinken- NetzeggeReihenabhängige Verfahren der mechanischen Unkrautregulierung- Sternhacke- Fingerhacke- Einzelparallelogrammhacke- Annaburger Unihacke- Parallelogrammhacke
- Einzelkornsaat pneumatisch Saugluftprinzip: Körner vom Saugluftstrom an Lochbohrungen angesaugt, Vereinzelung durch verstellbare Zackenleiste.Druckluftprinzip: konische Zellen füllen sich mit mehreren Körnern, Druckluftdüse spült überzählige Körner heraus.
- Prinzip der Drillsaat - Ablage der Körner in schmale Saatfurchen- bei Normal-Drillmaschinen Säschare in 2 Reihen hintereinander angeordnet, geringst möglicher Reihenabstand ca. 10 cm, sonst Verstopfungsgefahr- Kornabstand in der Reihe bei 400 Körnern/m2 ca. 2 - 2,5 cm- Mechanische Drillmaschine- Pneumatische Drillmaschine
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- Konservierende Bodenbearbeitung Mulchsaat: Säen in eingemischte oder aufliegende PflanzenrückständeDirektsaat: Saatgut wird direkt in einen schmalen Schlitz des unbearbeiteten Bodens abgelegt. Aussaat in Stoppeln der Vorfrucht (auch Zwischenfrucht), „agriculture de couverture du sol“, permanente Bodenbedeckung
- GPS Anwendung in der Landwirtschaft DefinitionenPrecision Agriculture: im angelsächischen Sprachraum die übliche Bezeichnung der ldw. Pflanzenproduktion mit Hilfe von Sensoren, GPS- Ortung, geografischer Informationssysteme oder ComputersteuerungPrecision Farming: stellt Gesamtheit aller Erkenntnisse, Methoden und technischen Entwicklungen dar, die in ihrem praktischen Einsatz der ackerbaulichen Pflanzenproduktion als „Teilflächenwirtschaft“ zusammengefasst werden kann.60 % der Aufmerksamkeit des Fahrers werden durch das Lenken der Maschine beansprucht.
- Gründe für Wandel im landw. Bauwesen - Strukturwandel (Zunahme der Betriebsgrößen)- Neue Arbeitsverfahren- Neue Baustoffe- Neue Konstruktionen- Funktionstrennung (Melkraum, Futterbehälter)
- Anforderungen an das Betriebsgebäude: Schutzfunktion: Witterung ( Kälte, Wärme, Regen, Sonneneinstrahlung, Blitz usw.)Arbeitsfunktion: Optimale Arbeitsbedingungen (Inneneinrichtung, Gebäudezuordnung, Raumordnung, Türen, Belichtung, Stützen).Aufgaben des BetriebsgebäudesHauptaufgabeno Unterbringung von Tiereno Lagerung von Futtervorräten und Verkaufsprodukteno Unterstellung von Maschineno Lagerung von WirtschaftsdüngerPotentielle Nebenaufgaben:o Green Care, Urlaub am Bauernhof, Direktvermarktung: Räume für Besucher, Gäste und Vermarktung von Produkteno Flächen zur Energieproduktion (Dächer, Außenwände)
- Ausführungsanforderungen an Gebäude: - Kostengünstig- Leistungsbereitschaft der Tiere herstellen- Witterungsschutz- Attraktivität für Gäste und Direktvermarktung- Energieeffizienz und ausbeute- Einfügen in die LandschaftWarmstall, Kaltstall, Außenklimastall, Kombinationen, Reithalle, MaschinenhalleAnforderungen: Bauzeit, Preis, Haltbarkeit,Einteilung der Bauweisen nach:Konstruktiven GrundsätzenArt der HerstellungNutzung
- Bauweisen von Stallgebäuden Konventionell 45°:- Ziegelmauerwerk, Massivbau- Dachstuhl in Zimmermannskonstruktion 45°- Dachraum nutzbar- Dachneigung bis 45°Fertigbau:- Meist Vorfertigung- Dachneigung bis 25°- Skelettbauweise (Skelett wird verkleidet)- Tafelbauweise - 25° (Fertigung Werk)(Produktion in Serie, Kostensparend, jedoch keine Individualität)Leichtbau- Starrahmenbauweise – 25°- + selber baubar- - seitlich keine Einfahrt möglich- Gute Wärmedämmung, Ungünstige Wärmespeicherung Ständerkonstruktion- Preiswert- Stützen dürfen nicht störenKastenträger oder Leimbinder- Stützenfrei- KostspieligerPultdachhalle- Dachneigung – 20°- Kantholzkonstruktion- Rundholzkonstruktion- Hallenbreite 6,5m – 8m- Gut für Eigenbau
- Lasten Auftretende Laste müssen berechnet werdenElementarlasten- Schnee und Eislasten (Einflussfaktoren: Standort + lokale Klimazone, topographische Höhe, teilweise große Unterschiede in der Regelschneelast)- Windlasten und ErbebenkräfteRuhende Lasten- Raum und Lagergewichte- Werte erhöhen sich bei Feuchtigkeit- Werte verringern sich bei Lagerung in Säcken und FässernBaustoffeStändige Lasten – Eigengewicht der BauteileNutzlasten – Lasten aus bestimmungsgemäßer NutzungVerkehrslasten
- Wärmeschutz - Rinder: Schutz gegen Hitze, weniger gegen Kälte- Schweine und Hühner: Schutz gegen Hitze und Kälte