12
Strategische Unternehmensführung (Fach) / Ursprung und Wesen der Unternehmensführung (Lektion)
.
Diese Lektion wurde von Supiidoo erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Dimensionen des strategischen Managements 1) Unternehmens-Strategie („corporate level“)= Ebene des Gesamtunternehmens, z.B. DaimlerChrysler 2) Geschäftsfeld-Strategie („business level“)= Ebene der einzelnen strategischen GE; z.B. AEG, Mercedes-Benz 3) Funktionsbereich-Strategien („functional level“)= z.B. Beschaffungs- oder Absatzstrategien Die Musik spielt auf der Geschäftfeldebene
- Unternehmensphilosophie - Ganzheitliche Interpretation der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Funktion des Unternehmens und der daraus abzuleitenden Wertbezüge des Managements - wird selten explizit ausformuliert - oft eher eine implizite Richtschnur des Handelns im Unternehmen – und prägt somit die Führungs- und Unternehmenskultur - gelegentlich aber: schriftliche Niederlegung konkreter Verhaltensgrundsätze o Wichtig: keine Lippenbekenntnisse, sondern tatsächlich gelebte und verinnerlichte Handlungsgrundlage!
- Strategie o Strategie heißt: vorausdenken Funktion von Strategien: „strategos“ (griech.) = Heerführer „stratos“: Herr „agos“: Führer è Militärische und unternehmerische Strategien folgen weitgehend derselben Logik (und Sprache)! - Strategie ist Gebrauch des Gefechts zum Zwecke des Krieges (Carl von Clausewitz) o Strategie heißt also auch: schlüssige Handlungspakete schnüren
- Hauptaufgaben von Strategien > Richtungsvorgabe; aber auch: Scheuklappen-Effekt! > Kanalisierung des Instrumente-Einsatzes; aber auch: Gefahr der Inflexibilität! > Koordination; aber auch: überbetonte Innenorientierung
- Strategiefindung - Der strategische Prozess ist eine sequenzielle Abfolge klar definierter Phasen - Die Formulierung und Implemtierung von strategien ist ein aktiver, zielgerichteter Vorgang - Der Impuls geht vom Top-Management aus - Es existieren überhaupt Strategien, also konsistente Handlungsmuster („shared understanding“)
- Gründe für das Fehlen von Stratgegien o Management hat die Strategieformulierung sträflich unterlassen („negative concept“) o Übergangsphase: Strategien entstehen gerade neu (transitional concept“) Galeria Kaufhof o Management versucht, mehr Flexibilität und Schnelligkeit herzustellen („positive concept“) --> Hier dann eher: „strategische Manöver“
- Präskriptive Schulen -- Planungsschule; Designschule; Positionierungsschule
- Deskriptive Schule Konfigurationsschule, Umweltschule, Kulturschule, Lernschule, Kognitive Schule, Unternehmerische Schule,
- Prospector - Innovative Unternehmen, laufend neue Marktchancen suchend - agieren in dynamischen Märkten; breites, variables Angebotsprogramm - Organisationsstruktur i.d.R. divisional (verschiedene Bereiche) (= marktorientierte Sparten) - Organisationskultur kreativ; lernorientiert, fehlerorientiert - Kundenorientiert Bsp.: Sony Gründer Aquita: (erster) Walkman; Siemens; Google, Amazon
- Defender Defender: Wertschöpfung; kostenorientiert - Auf Verteidigung des bearbeiteten Marktauschnitts spezialisiert - konservative Unternehmen in stabilem Teilmarkt - enges Angebotsprogramm; Ziel: Kosteneffizienz (geringe Marktorientg.) - Organisationstruktur i.d.R. funktional (= sachorientierte Sparten) - Eher in einzelnen Bereichen Bsp.: Discounter; Nordzucker; EON; Allianz
- Anzeige
- Analyzer Analyzer - Zwischentyp: tätig teils in stabilen, teils in dynamischen Märkten - Besitzen Merkmale vom Prospector und Defender - Funktionsbereiche, Fachabteilungen Bsp.: VW; DB; McDonalds (Mc Cafe, innovativ, verschiedene Zielgruppen)
- Reactor - Keine konsistente Haltung; langfristig nicht überlebensfähig (?) - Keine Strategie??