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Organisationspsychologie (Fach) / Macht vs. Führung (1) (Lektion)
1. Deduktiver Ansatz: Machtbasen 2. Induktiver Ansatz: Machtstrategien 3. Abgrenzung Führung und Macht 4. Führung im Kontext der Menschenbilder
Diese Lektion wurde von Julia_W erstellt.
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- Definition Max Weber (1947): Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf dieses Chance beruht.
- Deduktiver Ansatz: Machtbasen (6) Belohnungsmacht = Geld, Lob, Status Bestrafungsmacht = Kündigung, Überstunden Legitimationsmacht = internalisierte Werte z.B. "ich chef, du nix, Trump Identifikationsmacht = Machthaber als Bezugssystem z.B. Gandhi Expertenmacht = überlegenes Wissen Informationsmacht = Verfügbarkeit & Kontrolle
- Persönliche vs. positionsgebundene Macht Positionsgebundene Macht •Belohnungsmacht • Bestrafungsmacht •Positionsmacht • Informationsmacht Persönliche Macht Expertenmacht Identifikationsmacht
- Induktiver Ansatz: Machtstrategien Rational argumentieren (8) Rationales Argumentieren • Entwicklung von Expertisen • Androhung von Sanktionen, Zwang/Nachdruck • Blockieren des Gegners • Kontrolle des Zugangs zu Informationen • Verschaffen von Vorteilen, Belohnung •Einschüchterung • Bestechung
- Induktiver Ansatz: Machtstrategien: Selbstvermarktung (6) •Selbstvermarktung, persönliche Anziehungskraft • Idealisierung, Ideologisierung • Koalitionsbildung • Strategische Stellenbesetzung • Einschalten höherer Autoritäten • Andere ausspielen
- Mikropolitik Definition „Alle Handlungen und Einflussversuche von Individuen oder Gruppen, die darauf ausgerichtet sind, die eigenen Interessen zu fördern und zu schützen“
- Abgrenzung: Macht vs. Führung (4) •Autorität = Einfluss bedingt durch Position innerhalb der Organisationshierarchie •Dominanz = personengebundenes Merkmal; ein Attribut •Macht = intentionale soziale Einflussnahme •Führung = intentionale soziale Einflussnahme (als Einflussnahme im Einklang mit den Interessen der/des Geführten)
- Führung: Definition „Führung ist zu verstehen als eine bewusste und zielbezogene Einflussnahme auf Menschen“ (von Rosenstiel, 2003). personale Führung im Arbeitskontext einer Organisation
- Definition Führung Konsens Führung ist ein Gruppenphänomen Führung als intentionale soziale Einflussnahme Führung dient der Zielerreichung durch Kommunikation Führung kann abhängige Variable oder unabhängige Variable sein
- Führung und Menschenbild -> Wissenschaftliche Betriebsführung nach Taylor Ford + Hawthorne-Studien Menschenbild: Economic Man (verantwortungsscheu, handelt nach Maxime des größten Gewinns) Führung: finanzielle Anreize und Kontrolle (Austauschbarkeit der Arbeitenden) Menschenbild: Social Man (Betonung informaler sozialer Beziehungen, Bedeutung sozialer Gruppennormen) Führung: Zusammenarbeit, KOmmunikation und Loyalität zw. Vorgesetztem und Mitarbeiter; Arbeitsgestaltung
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- Führung und Menschenbild -> Bedürfnis nach Selbstverwirklichung; Bedürfnis nach Selbstverwirklichung: Menschenbild: Self-actualizing Man (sinnvolle Nutzung von Potentialen und Fähigkeiten, Bedeutung des Arbeitsinhalts. Führung: vollständige Aufgaben, MOtivation, KOmpetenzerweiterung, Delegation teilautonomer Arbeitsgruppen
- Führungserfolg Führung -> •Leistung der Mitarbeiter •Zufriedenheit •Wohlbefinden -> Erfolg des Unternehmens Erfolg: Karriereentwicklung der FK Effektivität: Indikatoren der MA (Zufriedenheit, Commitment, Leistung) Kontamination: Kriterium wird von vielen Faktoren beeinflusst (z.B. Gesundheit) Defizienz: Kriterium ist nicht Hauptaufgabe der FK – als Erfolgskriterium unzureichend.
- Eigenschaftsansatz und Persönlichkeit: Persönlichkeit erfolgreicher Führungskräfte: Charisma -> Außergewöhnliche, übernatürliche Ausstrahlung -> Folgschaft
- Menschenbild und Führung: Wirklichkeit durch bisherige Menschenbilder verkürzt dargestellt Wirklichkeit durch bisherige Menschenbilder verkürzt dargestellt Menschenbild: Complex Man (Bedürfnisse und Motive inter- und intraindividuell verschieden, komplexe Motivationsmuster, interagierende Ziele und Werte) Führung: keine allgemeine erfolgriche Frührungsstrategie -> individuelle Abstimmung der Führung auf Situation und Person, variierend