Nahrungsmittelsubventionen und -hilfen

Diese Lektion wurde von vanbeeka erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

  • Gründe für Nahrungsmittelsubventionen und -hilfen? und woraus können diese bestehen? bestehen aus Politiken, die heimischen Preis für bestimmte Nahrungsmittel beeinflussen sollen (niedriger als Marktpreis oder festgelegter Höchstpreis und stabiler als Marktpreis) Verteilung von LM an Bedürftige (als Naturalien oder über LM-Marken oder andere Erwerbsberechtigungen) Gründe: Wirtschaftswachstum und landwirtschaftliche Produktivitätssteigerung sind langfristig am wirksamsten, brauchen viel Zeit zum wirken, aber Hunger ist akutes Problem Gruppen in Geberländern profitieren bei LM-Hilfe an Arme gegenüber Geldtransfers (Landwirte, LM-Industrie, Inputliferanten, Transportunternehmen, Betreiber von Getreidespeichern, Hilfsorganisationen), daher politischen Interesse an der Schaffungund am Fortbestand solcher Programme
  • Beispiele für Nahrungsmittelsubvention und -hilfen in Asien und Afrika Sri Lanka: Subventionierung und Rationierung von Reis (mit sehr hohen Staatskosten verbunden Bangladesh: komplexes System aus LM-Rationierung, food-for-work, Preisstabilisierung durch Regierungskäufe und Importkontrollen >> Evaluation zeigte: 70% der subventionierten LM gingen an Nichtbedürftige  Ägypten > Tradition des Eingreifens in LM-Märkte, Kosten für LM-Subvention 17% der Staatsausgaben, zusätzliche Kosten werden durch Nordamerika und Europa getragen, große Mengen an LM unter Marktpreis bereitgestellt>schlechtes targeting (=wenig auf bedürftige Zielgruppen orientiert) SSA: Subventionierung von Mais (Kosten des Systems enorm) > Nach beendigung der Subventionen SANK Anteil der Unterernährten, kompensiert durch neue Möglichkeiten für privaten Handel mit Maismehl)
  • Was ist das Problem von allgemeinen Subventionen und wie helfen gezielte ("targetet") Subventionen? Problem: Ineffizienz (Korruption und Misswirtschaft), hohe Kosten (weil alle Zugang haben/profitieren), Nichterreichen der eigentlichen Zielgruppe >> Subventionen auf Zielgruppe begrenzen (Targeting) : wichtig für Effizient der aufgewendeten Ressourcen>zB Festsetzung von Einkommens- oder Vermögensgrenzen>zB Identifizierung von Dörfern /HH die von Unterernährung bedroht sind
  • Arten gezielter Subventionen self-targeting> Hilfen die nur von Bedürftigen in Anspruch genommen werden (zB Subventionierung inferiorer Güter = Güter mit negativer Einkommenselastizität (Cassava,Yams, Mais...))>food-for-work (spricht Bedürftige an, da diese meist Unterbeschäftigt, eventuell problematisch ist ansteigender Teil von Frauen (Kinderfürsorge könnte darunter leiden)>>spart administative Kosten ein direkte Verteilung an Bedürftige>zB über Schulessen oder Suppenküchen>oft nicht 100% effektiv, da nicht ausreichendes targeting oder anderswo eingespart Rationierung (für Bedürftige)>möglichkeit bestimmte LM zu bestimmter Zeit zu einem geringeren Preis als dem Marktwert zu erhalten (nicht verschenkt!)>benötigt eigenes Handelssystem, welches überwacht werden muss, um Betrug zu vehindern; Ist aber effektiv>kosteneffektiver, falls genaues Targeting, Kooperation mit vorhandenen bürokratischen Strukturen, bestehene Verkaufsstellen genutzt werden können>besser in städtischen als in ländlichen da dort die Partizipation wahrscheinlicher Lebensmittelmarken (für Bedürftige)>können für verschiedene LM zum Marktwert eingesetzt werden>>keine Kosten für paralleles Handelssystem wie bei Rationierung>Preis richtet sich nach Einkommen, "Wert" der Marken nach LM-Bedarf des HH
  • Wohin gehen Internationale Nahrungsmittelhilfen? und sind sie effektiv? größerer Anteil der Nahrungsmittelhilfen gehen mittlerweile an die ärmsten Länder der Welt sind teuer und oft nicht kosteneffektiv v.a. wenn aus Ausland (zB Guatemala, Food aid aus USA, Transaktionskosten (für Transport, Verwaltung etc) beträgt fast die Hälfte der Kosten der verschifften LM) langfristige Lösungen können nur entstehen wenn ursächliche Probleme angegangen werden
  • Arten der internationalen Lebensmittelhilfe emergency (im Notfall)>direkte, freie LM-Verteilung Program>LM-Transfer in bedürftiges Land als wirtschaftliche Unterstützung (teils Spende, teils vergünstigte Bedingungen), häufig genutzt zur Entsorgung von Überschüssen Project>direkte Unterstützung (zB Food for work)>als Zuschüsse für Katastrophenhilfe, Entwicklungshilfe, Ernährungsprogramme Übergänge zwischen Kategorien fließend
Anzeige