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Energie aus Rohstoffen der Land- und Forstwirtschaft (Fach) / ZuFa 21-30 (Lektion)
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- Verfahrenstechnik der Grünlandbewirtschaftung: Grünguternte Ernteketten Ernteketten mit...1) Kurzschnittladewagen-> 40m³ Fassungsvermögen-> 45 Messer-> auf 34 mm2) Häcksler3) Ballenkette
- Verfahrenstechnik der Grünlandbewirtschaftung: Grünguternte Halmgutbergung - Halmgutbergung historisch vom Pferdegespann -> Heckschiebesammler -> Fuderlader ->Frontlader -> Ladewagen *- Laden -> Transportieren -> Einlagern -> Auslagern/Füttern bei: 1) Langgut, 2) Kurzgut/Schnittgut, 3) Ballengut *Interpretation vielleicht: historisch von Pferdegespann zu Heckschiebesammler entwickelt, dann zum Fuderlader, dann Frontlader, dann Ladewagen
- Grüngutbergung Langgut (Langgut - Kurzgut - Ballengut) 1) Langgut (ursprünglicher Zustand – Heu)- Schneid- und Förderungsorgane für Ladewagen: Rechenkette, gesteuerte Förderschwingen, Fördertrommel- Schwadscanner scannt die Geometrie des Schwad und misst daraus die Menge -> Geschwindigkeit des Traktors, Drehmoment und Kratzbodenstellung kann für optimalen Leistungsbereich eingestellt werden
- Grüngutbergung Kurzgut/Schnittgut (Langgut - Kurzgut - Ballengut) 2) Kurzgut/Schnittgut (Zerschneiden beim Laden auf 4-8cm)Futter wird in definierte Länge gehäckselt, dies erleichtert die Silierung und Futteraufnahmeder TiereLeistungsbedarf dabei: 10% Fahrantrieb, 54% Häckseltrommel, 18% Gutaufbereitung*-> im Trommelfeldhäcksler:Beschleunigungstrommel, weil Häckseltrommel schlechte Wurfeigenschaft hatCorn Cracker, um ausreichenden Kornaufschluss zu erreichenMetallsensor in Vorpresswalze, zur Sicherung der Häckseltrommel-> Schwadgewichte sind abhängig von Pflanzenmasse und Schwadtechnik * also 18% verlust??
- Grüngutbergung Ballengut (Langgut - Kurzgut - Ballengut) 3) BallengutketteStroh oder Futterpflanzen zu Stückgut verdichtet -> befördert mit Hand (Kleinballen) oder Traktor (Großballen) -> Gut teilweise geschnitten- Verfahren: Rundballenpresse + Wickelmaschine ODER Press-Wickel-Kombination- Einteilung der Ballenpressen:… nach Veränderlichkeit der Presskammerkonstant -> Rollenpresse für Silage/Feuchtsilage, fixer Durchmesser – hoher Bröckelverlust 3% - erfordern Leistungsreserven wie Fahrgeschwindigkeitsreduktion gegen Ende des Pressvorgangs, weil Leistungsbedarf bei zunehmender Kammerfüllung bis zum Binden ansteigt, deswegen hoher Maximalbedarf an Leistungvariabel -> Bänderpresse für Dürrfutter/Stroh, Durchmesser zw 80 und 180 cm – niedriger Bröckelverlust 0.6%kombiniert -> Stabkettenpresse für beides, Durchmesser zw 80 und 180 cm – niedriger Bröckelverlust 0.6%… nach Presssystem (Stabkette, Bänder, Rollen, Kombi-Bänder-Rollen)- Durchmesser 1,25m oder 1,5m; Breite 1,2m- Ballendichte bei den 3 Systemen etwas unterschiedlich. Bei der Rollenpresse nimmt die Dichte innerhalb des Ballens hin zum Mantel zu.- dreidimensionales Wickeln, wegen Folieneinsparung und gleichmäßiger Lagenzahl- Schnittlänge hat Auswirkung auf Silierbarkeit, Verdichtbarkeit, Mischbarkeit, Energieverbrauch
- Anforderungen der Häckselqualität von Grüngut für den Biogasprozess: möglichst klein (theoretische Häcksellänge 5mm), keine Überlängen, hoher Feinanteil
- Ölhaltige Pflanzen = Speicher- und Reservestoffe als Öle oder Fette in Früchten und SamenRaps und Sonnenblume- Pflanzenölproduktion in Europa 2008: (13 Mio t)56% Raps, 25% Soja, 15% Sonnenblume- Pflanzenölverwendung in Europa 2008: (20 Mio t)39% Raps, 21% Palm, 15% Soja, 15% Sonnenblume, 6% Laurin
- Ölhaltige Pflanzen - Raps -Kreuzblüter-Eigenschaften:Ölgehalt ~40% (im Winter höher als Sommer)Zuchtziel geringer Glucosinulatgehalt um Schort/Kuchen als Tierfutter aufzuwerten-Standorte:Lehmbödenschwere, humose Böden mit hoher Nährstoffversorgung und viel/gleichmäßiger Niederschlagsverteilunggute Durchwurzelbarkeit (also keine leichten Böden)nicht flachgründig (bei Trockenheit kommt es zu Einbußen)-Nutzung:spröde und feuchte Stängel (Rapsstroh) -> bleibt als Humusanreicherung auf dem FeldKornertrag: ~ 3 t/ha.a, Winter höher als SommerÖlertrag ~ 1000 kg/ha.a bei Sommerraps-ökologische Aspekte:hoher N-Bedarf -> Nitrateintrag in Grundwasser, Emissionen, Eutrophierung bei DüngerKrankheits- und Schädlingsanfällig -> Pflanzenschutzmittelgünstig für Bodenfruchtbarkeit
- Ölhaltige Pflanzen - Sonnenblume -Korbblüter-Öl aus Archänen (Früchte)-Eigenschaften:Ölgehalt 35-52% mit Schale, 55-60% ohne Schaleauch als Ganzpflanze siliert und anaerob vergorenneu für Ernährung: Linolsäuregehalt von 70-80%-Standortansprüche und Anbau:lehmiger Sand bis toniger Lehm -> leichtere BödenDurchwurzelbarkeit und Tiefgründigkeitzu schwere Böden hemmen Jugendentwicklunghohe Temperaturansprüche -> 150 frostfreie Tage & bei Saat Mindestbodentemp. 7°-Nutzung und Ertrag:Ernte von Ende August bis Mitte September (an Gelbverfärbung/Blätterabsterben erkennbar)Kornerträge 3 t/ha.aÖlerträge 1500 kg/ha.aKorn:Stroh = 1:3,5Ganzpflanze Methan: 300 l/kg TM-ökologische Aspekte:wegen später Saat -> Erosion, Dichtlagerung, Nährstoffverlustbei Mais als Fruchtfolge für Substratbereitstellung -> Artenvielfalt-Spezial-Pflückvorsatz für Sonnenblumen: 12 Reihen, 9m
- Zuckerhaltige Pflanzen: -> Zuckerrüben in Mitteleuropa, Zuckerhirse theoretisch auch möglich
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- Zuckerhaltige Pflanzen Zuckerrübe = Gänsefußgewächs-Ertragsorgan = verdickte Primärwurzel und ein Teil des blättertragenden Kopfes-Eigenschaften:70-80% der TM ist Zuckerfür Zuckerextraktion oder anaerobe Vergärung-ökologische Aspekte:wegen spätem Bestandsschluss -> Erosionsrisiko, aber durch Mulchsaat vermindertHumusabbau durch häufiges HackenBodenstrukturschäden wenn bei Ernte in nassem WetterBlattfrüchte verbessern Bodengare-Standortansprüche und Anbau:warmes Klima -> 5° für Keimung benötigtJungpflanzen erfrieren bei -5°, reife Rüben bei -9°höchster Zuckergehalt bei 20°-23°höchste Ansprüche an Bodengüte: tiefgründige Böden mit gleichmäßiger Strukturlangsame Jugendentwicklung -> Unkrautbekämpfung wichtig!tierische Schädlinge durch zeitlichen Abstand zwischen Beständen-Nutzung und Ertrag:unwirtschaftlich für Biogasanlagen wegen hohen Kosten für Reinigung und AnbauRübenblätter silieren -> Futter oder Biogasanlagen oder organischer Dünger (liegen gelassenund später mit Ackerkrume eingearbeitet)Blatt:Rübe = 1:1,2Blattertrag 40 t/(ha a)Rübenertrag 58 t/(ha a)Zuckerertrag 9 t/(ha a)Ethanoläquivalent 5000 l/(ha a)
- Zuckerhaltige Pflanzen: Zuckerrübe -> Anbau und Ernte -Anbau in Österreich:45.000 haim Osten (alle außer Vb, Sb, Ti)72 t/ha18% Zuckergehaltdezentrales Lagersystem2 ZuckerfabrikenErnte mit selbstfahrenden Kopfrodebunker (6 Reihen)hoher Ernteverlust verglichen mit zB. Getreide (6x so viel in €, Getreide 25€/ha)- Anforderungen an Ernte:exaktes Köpfen, Blattgewinnung und Rodengeringe Ernteverluste und Schmutzanteilhohe Funktionssicherheit (witterungsunabhängig)Bodenverdichtung vermeidenhohe Schlagkraftverlustarme Lagerunggeringer Arbeits- und Kapitalaufwand-Köpfqualität: 1cm zu weit unten -> Verlust von 8%- Wurzelbruch: 5cm abgebrochen -> Verlust von 10%- Inhaltsstoffe so verteilt, dass 89% des Ertrags im Körper sind (Kopf+Hals=11%) -> Zuckergehalt im Kopf=6%, im Hals=10%, im Körper=78%, im Wurzelende=6%-Arbeitsqualitätsminderung durch:Ernteverluste (Rodeverlust, Wurzelbrüche, zu tief geköpft)KöpfqualitätGesamtabzugoberflächliche Beschädigung-Voraussetzungen:gleichmäßige Rübenkörperexakte Reihengeringe VerunkrautungRoden mit geringen Verdichtungen-Arbeitsgänge:Köpfen, Putzen (Blätter abtrennen)Roden (Herausnehmen)Reinigen (Erden entfernen)Sammeln (Rüben: Laden, Bunker / Blätter: Schwad, Bunker)Einphasige, zweiphasige, dreiphasige Verfahren
- Zuckerhaltige Pflanzen - Zuckerrübe, einphasiges Ernteverfahren -Einphasiges Verfahren:Exaktköpfer -> Putzschleuder -> Rodeschare -> Hubrad -> Stiebstern -> Schwadablageidealer Schnitt: im Epikotyl unterhalb der Blattstiele aber über den abgestorbenen Blättern(grüne Stängel verhindern, aber möglichst hoch)kein mechanisches Abdrücken -> mit hoher Geschwindigkeit-> je besser die Rüben stehen umso leichter ist das Köpfen und PutzenBunker-Köpf-Roder (gezogen 1-2 Reihen oder selbstfahrend 1-6 Reihen -> + durch Frontkabine gute Sicht, + hohe Saison-Ernteleistung+ überbetrieblicher Einsatz, + hohes Bunkerfassungsvermögen- hohes Gewicht, - Bodenschädenrisiko, - hoher Gesamtinvestitionsaufwand, - höhere Kosten der Arbeitserledigung als bei gezogenenKöpf-Rode-Lader+ hohe Arbeitsqualität, + schonende und saubere Blatternte - Zeitaufwand,- Wetterrisiko, - begrenzte Saison-Ernte-LeistungSelbstfahrer mit Anbaulader + hohe Saison-Ernte-Leistung+ gute Sicht,+ roden vor den hinteren Rädern+ geringes Gewicht+ Zwischenbunker als Zeitersparnis bei Wagenwechsel - hohe Gesamtinvestition, - teure Spezialmaschine für Rüben, - Organisation der Rübenabfuhr erforderlich)
- Zuckerhaltige Pflanzen: Zuckerrüben, zweiphasiges Ernteverfahren -Zweiphasiges Verfahren:Köpf-Rode-Schwader + Putz-Lader (3-6 Reihen)Bunker-Köpf-Lader + Bunker-Rode-Lader (6 Reihen)-> Bunker-Rode-Lader:+ Köpfer fronseitig gut überwachbar+ großes Fassungsvermögen, + bei zunehmender Befüllung steigt der Druck auf Triebräder und somit bessere Zugkraftübertragung- Traktor fährt durch geköpfte Rübenreihen- Spezialbereifung um Rüben nicht zu beschädigen, - Organisation der Rübenabfuhr
- Zuckerhaltige Pflanzen: Zuckerrübe, dreiphasiges Ernteverfahren -Dreiphasiges Verfahren:Köpf-Schwader + Rode-Schwader + Putzlader (6 Reihen)-> Blatt auf Längsschwad -> Rüben auf Längsschwad -> Abfuhr im Parallelbetrieb-Ernten:1) Schlegeln = trennen der Blätter vom Körper2) Köpfen -> Radtastköpfer / Kreiselköpfer / Schlegelköpfer3) Roden -> Polderschar / Doppelzinkenschar / Doppelrad-Rodeschar / Scheiben-Rodeschar
- Zuckerhaltige Pflanzen: Zuckerhirse Zuckerhirse:auch Futterhirse= einjähriges C4-Gras aus den Tropen= Süßgras-Eigenschaften:20% Zucker in TMAtmungsverluste nach der ErnteBagasse (= Rest nach Zuckersaftherstellung) besteht aus Zellulose, Hemizellulose, Ligninauch Ganzpflanze siliert für Biogasherstellung-Standortansprüche und Anbau:nicht auf extrem tonigen und sandigen Böden30° ist optimalUnkraut mechanisch oder mit Herbiziden entfernen-Nutzung und Ertrag:5-32 t/(ha a)Methanpotential der Silage 300 l/kg o TMZuckergehalt ~ 33%-ökologische Aspekte:effiziente Wassernutzungspäter Bestandsschluss -> Bodendichtlagerung, Erosion, Nährstoffverlustauch Ganzpflanze für anaerobe Vergärung (guter Ersatz für Mais)nützlich in Fruchtfolge
- Stärkehaltige Pflanzen: In Mitteleuropa Kartoffel und MaisMais 33% des Rohmaterials aber 47% der StärkeKartoffel 35% des Rohmaterials aber 16% der StärkeWeizen 32% des Rohmaterials aber 37% der Stärke
- Stärkehaltige Pflanzen: Kartoffel NachtschattengewächsErtragsorgan = Knolle, bildet sich an unterirdischen Ausläufern-Eigenschaften:80% Wasser, 2% Proteine, 18% Stärke (für Alkoholerzeugung)Stärkegrad beeinflusst durch: Lagerung, Reife, Klima, Sorte-Standortansprüche und Anbau:humose, lehmige Sande bis milde Lehmeleicht erwärmbare, lockere, gut durchlüftetet Böden mit guter WasserversorgungN-Düngung fördert Knollenertrag aber mildert StärkegehaltAnfällig für Virusbefall-Nutzung und Ertrag:5 Monate von Pflanzung bis Abreifefertig wenn Kraut abgestorben istKnollenertrag 40 t/(ha a)Stärkegehalt 18%Alkoholäquivalent 5000 l/(ha a)-ökologische Aspekte:später Bestandsschluss und häufige Bodenbearbeitung -> Erosion, Humusabbaukonzentrierter Anbau -> krankheitsanfällig-Ernte: Krauthäcksler Rodeeinheit (Dammwalze, Scheibensechs, Rodschar, Siebband -> Siebkette/Siebrost) Krauttrennung (engmaschige/weitmaschige Krautkette) Korbrad Trenneinrichtung oder Bürstensortierer (für Steine etc) Verlesetisch
- Stärkehaltige Pflanzen: Mais Stärkegehalt 62-65% -> hohe Alkoholausbeuteauch Ganzpflanze für anaerobe Vergärungauch Festbrennstoff -> spätere Ernte erhöht Qualität weil niedrigerer Wasser- und Aschegehalt-Eigenschaften:40 l Ethanol / 100kgMethan in Ganzpflanze: 350 l/kg TMMethan in Maiskorn: 400 l/kg TM-Standortansprüche und Anbauzum Keimen 0°-8°Jugendphase mind. -4°adulte mind. -1°Vegetationsdauer (bis Reife) 130-180 Tagein Fruchtfolge hintereinander verträglichheute: nur Hybridsortenlange Sonnenscheindauer -> ertragssteigerndniedriger Transpirationskoeffizient (200l/kgTM)Wasserbedarf: jung-gering / nach Blüte-hoch / Reife-niedrig-Nutzung und Ernteim Oktober nach GelbreifeKornertrag 7t/(ha a)Stärkeertrag 4,4t/(ha a)Ethanoläquivalent 3000 l/(ha a)Korn:Stroh = 1:1,3wenn Korn nicht am Stängel trocknet -> als Silage lagern -> Ethanol-ökologische Aspekte:ErosionsgefahrVerdichtungsrisiko bei schweren Maschinenfür Biogassubstrat viele Dauergrünlandschaften umgebrochenprägt Agrarlandschaftsbild und Akzeptanz sinkt-Ernte mit selbstfahrendem Feldhäcksler-> Durchsatzmessung mit: Presswalzenauslenkung / Volumenstrommessung / Massestrommessung-> Aufnahmeorgane: Maispflückvorsatz / Kombi-Vorsatz / Maisgebiss / Schneidvorsatz / Pickup / Grünfutter-Schneidwerk / Getreide-Schneidwerk-> Ernteverfahren für Silage: Umhängeverfahren oder Parallelverfahren
- Nebenprodukte, Rückstände, Reststoffe/Abfälle = Stoffe/Stoffströme organischer Herkunft, die bei der Herstellung eines bestimmten Produktes aus organischen, nachwachsenden Rohstoffen anfallen und zur Bioenergieherstellung nutzbar sind.-primäre stammen aus erstem Schritt, also Ernte der Rohstoffe-sekundäre fallen bei weiteren Verarbeitungsschritten an-tertiäre nach dem Endkonsum
- Holzartige Nebenprodukte, Rückstände, Reststoffe/Abfälle -holzartige: Landschaftspflegeholz. Baumschnitt aus Parks/Anlagen/Friedhöfen (meist kompostiert, selten Energieerzeugung). Baumschnitt aus Obstplantagen/Streuobstwiesen/Rebflächen (bleibt meist als Mulch liegen)
- Halmartig/krautartige Nebenprodukte, Rückstände, Reststoffe/Abfälle . Stroh (bei Strohentnahme muss Humusgehalt sichergestellt sein, momentan nur bei Getreidestroh -> nicht bei Ölsaat, Mais, Körnerleguminosen). Halmgüter aus Landschaftspflege (Nutzung: thermochemisch-Feststoff oder biochemisch-Biogas; Biomassefraktionen: Grasschnitt v. Straßen/Parks, Anlagen, Friedhöfen/ Naturschutzgebiete). weitere Erntereste aus LW (bei Feldgemüse und Hackfrüchten: wegen hohem Wassergehalt siliert und nur für Biogasanlagen geeignet -> Achtung Humus- und Nährstoffgehalt)
- Sonstige Nebenprodukte, Rückstände, Reststoffe/Abfälle . Exkremente bei Nutztierhaltung (Kot+Harn+Einstreumaterial, für Wirtschaftsdünger oder Biogassubstrat). Siedlungsabfall (Deponierung organischer verboten -> 90% Kompostierung und 10% Vergärung, organischer Anteil im Restmüll wird z.B. verbrannt) . organisch belastete Abfälle/Abwässer: in Haushalt/Gewerbe/Industrie, Behandlung mit aeroben oder anaeroben biologischen Prozessen, Klärschlamm mit organisch belastetem Schlamm in Faulturm anaerob vergoren -> Klärgas entsteht, das energetisch genutzt werden kann. produktionsspezifisch (Industrie und Gewerbe viel! Meistens als Futter) -> aus Getreideverarbeitung, Obst-/Gemüse-/Kartoffelverarbeitung, Zuckerherstellung, Planzenölhers., Biodieselhers., Bierhers., Weinhers., Brennerei und Bioethanolhers., Milchverarbeitung, Fleischv., Zellstoff- und Papierindustrie, Altspeisefette
- Mechanische Aufbereitung von Biomasse Zerkleinerung - Klassierung - Pressung
- Mechanische Aufbereitung von Biomasse: 1. Schritt Zerkleinerung Zerkleinerungin Schüttgutverfahrenstechnik -> 2 Gruppen:1) Brecher -> auf einige cm groß (Altholzschredder und langsame Zerspaner)o Schredder -> Brechen und Zertrümmern (Schlagwerkzeuge + Brechplatte)o Zerspaner (Trommelreißer) -> Eindringen von scharfen Werkzeugen in ungeordnetes Material2) Mühlen -> Ziel = weniger als 1 cm (meist aber bis 2,5cm) => Mahlzerkleinerung für unverdichtete Biomasse-Rohstoffe:- Schneidmühlen (Schneidwerkzeug auf rotierender Welle, auch für Fasern geeignet)- Prallzerkleinerungsmühlen -> Malgut prallt auf Malwerkzeuge (wegen hohemGeschwindigkeitsunterschied zerkleinert)Außerdem: Ballenauflöser -> Zusammenhalt rückgängig machen -> dosierfähige Form -> unterschiedliche Materialbeanspruchungen:Druck / Zug / Scherung / Knickung / Schlag / Prall / Schneiden / Reiben / Druckentlastung
- Mechanische Aufbereitung: 2. Schritt Klassierung Klassierung= Trennen eines dispersen Feststoffgemischeso Metallabschneider (nach Materialart trennen) -> zum Schutz nachgelagerter Aggregate; mechanische Separierung/Druckluftseparierungo Windsichter (nach Dichte trennen) -> nachgelagerte Aggregate vor schweren Objekten schützen; vertikaler/horizontaler Luftstromo Siebverfahren (nach Korngröße trennen) -> flache Siebböden / trommelförmige Siebböden / Siebebenen aus rotierenden Wellen
- Mechanische Aufbereitung: 3. Schritt Pressen Pressung= mit Pressagglomeration hergestellt, gemahlener Feststoff mit Druck im Presskanal verdichtet-> Feststoffbrücke, Flüssigkeitsbrücke, Adsorptionsschicht, formschlüssige BindungVorteile:-hohe Energiedichte-günstige Fließ- und Dosiereigenschaften-geringer Wassergehalt-einfache Verwendung von Zuschlagstoffen-geringe Staubentwicklung-hohe Brennstoffhomogenitäto Pelletierung = mit oder ohne Bindemittel, meist Schüttgut, zylindrisch mit Durchmesser 6mm-> längste Tradition haben Futtermittelpellets, in Europa wird 80% der weltweiten Energieholz-Pellets verbraucht-Südeuropa: Einzelfeuerstätten zur Wärmeerzeugung-Mitteleuropa: automatisch beschickte Zentralheizungsanlagen-Nord- und Westeuropa: industriell oder in Kraftwerken=> Kollergangverfahren (am meisten): kombiniert kontinuierliches Walzenverfahren mit diskontinuierlichem Strangpressverfahren zu kontinuierlichem Verfahren;mit Flachmatrize oder Ringmatrize möglich=> Zahnradpresseo Brikettierung = mit oder ohne Bindemittel, meist Stückgut, zylindrisch oder quaderförmig, fast ausschließlich Holz, Halmgutbriketts in häuslichen Verbrennungsanlagengefährlich wegen Schlackebildung
- Energie aus Forstwirtschaft Ökostromverordnung 2008-> Einspeisetarife: billig bis teueraus Zellulose-/Papier-/Pappeabfällen – Spanplattenabfällen – Rinde/Sägespänen – Waldhackgut/Stroh Hackgutfeuerungen in Österreich bis 2009 steigend (peak) danach abnehmend;Energieholzbedarf steigend;Österreichs Wald: 67% Nadelholz, 24% Laubholz;Holzeinschlag in Österreich 2008 peak und viel mehr Brennholz als Nutzholz;*Holzvorrat in Österreich seit 1970 steigend;Holzbereitstellung 2011: 14 Mio Erntefestmeter (Efm) Sägerundholz und Industrieholz; 8 Mio Efm Energieholz* [** ??? Ist das ein aber? Also hat sich die Holzbereitstellung von 2008 bis 2001 so verändert?]
- Biomasse aus Forstwirtschaft Nutzungsstrategien bei:-Nadelholz:Wipfel ab einem Durchmesser <8 cm i. R. (in Rinde)gesamtes Astmaterial ohne NadelnHolz minderwertiger Qualitäten (Faserholz, Sekunda)Sortimente von 8 cm Zopf bis 15 cmMittendurchmesser i.R. mit einer Mindestlänge von 2 mBäume geringer Dimension (BHD <10cm)-Laubholz:Schaftholz mit einem MDM <25 cm i.R. der Baumarten Buche, Eiche, Esche, AhornGesamtes Schaftholz aller anderen BaumartenKronenholz Restriktionen für Biomassenutzung:-Nutzung im Ertragswald (also Wirtschaftswald/Schutzwald im Ertrag)-nicht bei sensitiven Standorten (Rendsina, Ranker, Moore, Gründigkeit <30cm) Potentiale-nach Aufkommensart:85% Nadelholz (v.A. Äste/Wipfel und 8-15cm Sortimente)15% Laubholz-nach Eigentum und Bedarf:70% Betriebe <200ha30% Betriebe >200ha57% Gelände nicht befahrbar43% Gelände befahrbar
- Forstwirtschaft Betriebsarten -Niederwälder:v.A. Laubbäume (Hainbuche, Eiche, Bergahorn, Robinie, Edelkastanie, Schwarzerle) -> Ausschlagverjüngung-Mittelwald: Ausschlag- und Kernwuchsverjüngung-Nieder- und Mittelwald: Brennholzin Österreich 2,5% der WaldflächeVorrat 140 fm/haZuwachs 8 fm/Jahr/haNutzung 5 fm/Jahr/ha-Hochwald:Baumbestand entsteht auf generativem Weg (Kernwüchse, Naturverjüngung, Saat, Pflanzung)Säge- und Industrieholz Betriebsarten in Ö:82% Hochwald, Ertragswald12% Schutzwald, außer Ertrag2% Ausschlagwald, Ertragswald3% Holzbodenfläche, außer Ertrag