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Psychologie (Fach) / Kapitel 6.3 (Lektion)

Operantes Konditionieren

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  • Was war Edward L. Thorndikes Beitrag zur Erforschung des Lernens? er beobachtete Katzen beim Entkommen aus sogenannten Puzzleboxen nachdem durch zufällige Bewegungen der Mechanismus des Öffnens der Box erlernt wurde, prägte sich diese Bewegung durch die entstandene Freude stärker ein als andere Impulse, die ebenfalls stattgefunden hatten
  • Was ist eine Reiz-Reaktionsverbindung? auch S-R-Verbindung genannt Verbindung aus Reizen der Situation und erlernten Reaktionen z.B. Katzen lernen Katzen, die in einer Box eingesperrt sind welche Bewegungen sie befreien können
  • Was ist das Gesetz des Effekts? Prinzip der Verstärkung positive Verstärker (z.B. befriedigende Effekte) sorgen dafür, dass Handlungen beim nächsten Mal mit höherer Wahrscheinlichkeit gezeigt werden als Handlungen, die negative Erlebnisse produziert haben
  • Wie unterscheidet sich die Herangehensweise von Theoretikern und Empirikern bei der Verhaltensvorhersage und Verhaltensableitung? Theoretiker top-down-Ansatz von Theorien geleitet Empiriker bottom-up-Ansatz Sammlung von Daten und Beurteilung dieser in einem Experiment
  • Wann gilt ein Verhalten als operant? es wird von einem Organismus gezeigt es kann anhand seiner Effekte auf die Umwelt des Organismus beschrieben werden
  • Wie funktioniert operantes Konditionieren? Veränderung der Wahrscheinlichkeit unterschiedlicher Arten operanten Verhaltens in Folge von Umweltkonsequenzen dieses Verhaltens
  • Was ist eine Skinnerbox? wenn die Ratte das gewünschte Verhalten zeigt, kann sie durch das Drücken eines Hebels eine Futterpille erhalten
  • Was sind Kontingenzen bei der Verstärkung? zuverlässige Beziehungen zwischen Reaktion und den durch diese hervorgerufenen Veränderungen in der Umwelt
  • In welcher Form muss die Kontingenz der Verstärkung gestaltet sein, damit sie ausschließlich eine bestimmte Verhaltensänderung hervorruft? die Verstärkung muss ausschließlich kontingent zur gewünschten Reaktion sein, nicht zu anderen Reaktionen
  • Was ist ein Verstärker? ein Stimulus wenn er kontingent zum gewünschten Verhalten dargeboten wird, zeigt sich dieses Verhalten in Zukunft häufiger
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  • Was ist eine positive Verstärkung? wenn auf ein Verhalten ein angenehmer Reiz erfolgt
  • Was ist negative Verstärkung? wenn auf ein Verhalten die Entfernung eines aversiven Reizes erfolgt, zum Beispiel nachlassender Schmerz
  • Was ist eine Fluchtkonditionierung? Tiere lernen, dass ein bestimmtes Verhalten (eine bestimmte Reaktion) ihnen ermöglicht einem aversiven Stimulus zu entkommen
  • Was ist eine Vermeidungskonditionierung? Tiere lernen, dass bestimmte Reaktionen (bestimmtes Verhalten) ihnen ermöglicht aversiven Stimuli zu entkommen bevor diese einsetzen
  • Wie wirkt sich positive und negative Verstärkung jeweils auf die Wahrscheinlichkeit einer bestimmten Reaktion aus? beide erhöhen die Wahrscheinlichkeit positive Verstärkung indem sie einen angenehmen Reiz gibt negative Verstärkung indem sie einen unangenehmen Reiz nimmt
  • Was ist operante Löschung und wann tritt sie ein? Wenn ein Verhalten keine vorhersagbaren Konsequenzen hat, geht es auf das Ursprungsniveau zurück
  • Gibt es Spontanremission bei der operanten Konditionierung? einmal konditionierte Reaktionen können auch nach der Löschung noch wieder auftreten wenn die selben Bedingungen erneut dargeboten werden
  • Wie wirken sich positive und negative Bestrafung jeweils auf die Häufigkeit einer Reaktion bzw. eines Verhaltens aus? beide senken die Wahrscheinlichkeit positive Bestrafung (Bestrafung 1. Art) gibt einen unangenehmen Reiz negative Bestrafung (Bestrafung 2. Art) nimmt einen angenehmen Reiz
  • Was sind diskriminative Reize? Reize, die anzeigen wann ein bestimmtes Verhalten zu positiver Verstärkung führt
  • Woraus besteht die Dreifachkontingenz? diskriminativer Hinweisreiz (z.B. Automat) Verhalten/Reaktion (z.B. Münzen einwerfen) Konsequenz/Stimulus (z.B. Cola bekommen)
  • Welchen Einfluss haben diskriminative Hinweisreize auf das Verhalten? sie geben dem Organismus die Möglichkeit zu erkennen wann ein bestimmtes Verhalten eine bestimmte Konsequenz haben wird, sodass die Konsequenz nur erfolgt wenn neben dem Verhalten auch der diskriminative Reiz vorhanden ist
  • Was ist Generalisierung bei diskriminativen Stimuli? Organismen verallgemeinern ihr Verhalten als Reaktion auf diskriminative Stimuli auf ähnliche Reize, z.B. von grünem Licht auf dunkelgrünes Licht
  • Wie kann man steuern welches Verhalten ein Organismus verstärken oder löschen soll? Zielverhalten muss genau bekannt sein Verstärkung darf nur zu diesem Zielverhalten kontingent sein Beispiel: Kinder nur für gute Leistungen loben, nicht für schlechte!
  • Wie kann man steuern in welchen Kontexten ein Organismus ein Verhalten zeigt? genau definieren in welchen Kontexten ein Verhalten auftauchen soll diskriminative Reize definieren + ermitteln auf welche Reize generalisiert wird
  • Was besagt das Modell der Nötigung (coercion model)? Kinder sind gefährdet antisoziales Verhalten zu entwickeln, wenn Eltern auf kleine Fehlverhalten nur Drohungen aussprechen, diese aber nicht wahr machen. Wenn dann plötzlich doch eine Bestrafung erfolgt, lernen Kinder, dass starkes und nötigendes Verhalten notwendig ist, um ein Ziel zu erreichen. 
  • Was ist eine bessere Methode, um das Verhalten von Kindern zu beeinflussen als sie zu bestrafen? alternatives und inkompatibles Verhalten verstärken zum Beispiel für positives Verhalten loben, statt für negatives Verhalten schelten Beispiel: für ruhiges Sitzen loben, statt für Herumlaufen bestrafen
  • Wie funktioniert ein Timeout? Welche sechs Kriterien gibt es für einen effektiven Timeout? Kinder lernen, Fehlverhalten mit dem Verlust belohnender Stimuli zu verbinden (eine Form der Bestrafung) Interaktion mit den Eltern muss vom Kind als Belohnung erlebt werden das Kind sollte 3-7 Jahre alt sein der Timeout sollte 1-5 Minuten dauern der Grund für den Timeout muss genau erklärt werden die Eltern entscheiden wann ein Timeout beendet ist Timeouts dürfen nicht dazu dienen sich vor unangenehmen Aufgaben zu drücken
  • Wie unterscheiden sich primäre und sekundäre Verstärker? primäre Verstärker sind biologisch determiniert (z.B. Nahrung, Wasser) sekundäre Verstärker sind konditionierte Verstärker, sie wurden von neutralen Stimuli zu Verstärkern durch Assoziation mit einem primären Verstärker sekundäre Verstärker können zum Selbstzweck werden
  • Welche 4 Vorteile haben konditionierte Verstärker gegenüber primären Verstärkern? Konditionierte Verstärker sind überall und jederzeit verfügbar man kann sie schnell geben sie sind transportabel ihr Verstärkereffekt kann schneller zum Tragen kommen, da sie nicht von biologischen Prozessen abhängen
  • Wozu dienen Tokensysteme in psychatrischen Einrichtungen? "Belohnung" für positives Sozialverhalten und andere wünschenswerte Verhaltensweisen bei Patienten Tokens können gegen Privilegien und echte Belohnungen eingetauscht werden
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  • Was besagt die Theorie des Reaktionsentzugs? (response deprivation theory) Verhaltensweisen werden dann bevorzugt und zum Verstärker, wenn ein Organismus an ihrer Ausübung gehindert wird Beispiel: "Nach den Hausaufgaben darfst Du Videospiele spielen" Entzug des Videospiels Erledigung der Hausaufgaben (erwünschtes Verhalten) Verstärkung durch Möglichkeit zur Ausübung des Verhaltens: Videospiel spielen
  • Was ist partielle Verstärkung? der Organismus erhält nicht für jede erwünschte Reaktion eine Belohnung, sondern nur in bestimmten Abständen
  • Was sind Verstärkerpläne? Muster nach denen Verstärker gegeben und vorenthalten werden Fixierte Quotenpläne (FR) Variable Quotenpläne (VR) Fixierte Intervallpläne (FI) Variable Intervallpläne (VI)
  • Wie unterscheiden sich Quotenpläne und Intervallpläne bei den Verstärkerplänen? Quotenpläne: Verstärkung erfolgt nach festgelegter Anzahl von gewünschten Reaktionen Intervallpläne: Verstärkung erfolgt nach festgelegtem Zeitintervall
  • Was ist der Effekt partieller Verstärkung? Reaktionen, die mit Verstärkerplänen bzw. unterbrochener Verstärkung erlernt wurden, sind löschungsresistenter als solche, die mit kontinuierlicher Verstärkung erlernt wurden
  • Was kennzeichnet Fixierte Quotenpläne (FR)? fixed ratio Verstärkung erfolgt nach einer festgelegten Anzahl von Reaktionen produziert hohe Auftretenswahrscheinlichkeiten von Reaktionen
  • Was kennzeichnet Variable Quotenpläne (VR)? variable ratio VR-10 bedeutet, dass im Mittel alle 10 Reaktionen eine Verstärkung erfolgt, diese aber variabel verteilt sind produziren höchste Reaktionsrate + größten Löschungswiderstand
  • Was kennzeichnet Fixierte Intervallpläne (FI)? fixed interval Verstärkung erfolgt nach festgelegtem Zeitintervall unabhängig davon wie viele Reaktionen dazwischen gezeigt wurden infolgedessen nehmen die Reaktionen zwischen den Verstärkungen ab und kurz vor der nächsten Verstärkung zu Beispiel: Pizza aufwärmen in der Mikrowelle
  • Was kennzeichnet Variable Intervallpläne (VI) ? variable interval Verstärkung erfolgt im Mittel nach einem bestimmten Zeitintervall, die einzelnen Zeitabstände variieren jedoch produziert eine mäßige aber sehr stabile Verhaltensrate Löschung erfolgt langsamer als unter fixierten Intervallplänen
  • Was ist Shaping? durch schrittweise Annäherung können komplexe Verhaltensweisen, die der Organismus zuvor nicht gezeigt hat, erzeugt werden, indem Vorstufen des Verhaltens belohnt werden
  • Was entdeckten Keller Breland und Marion Breland im Hinblick auf das operante Konditionieren? Instinktverschiebung Tiere zeigen eine Verschiebung perfekt gelernter Verhaltensweisen in Richtung arttypischer Verhaltensweisen
  • Was ist Instinktverschiebung? Tiere verschieben perfekt gelerntes Verhalten langsam in Richtung arttypischer Verhaltensweisen
  • Wie beeinflussen die verschiedenen Arten von Verstärkung und Bestrafung die Wahrscheinlichkeit von Verhaltensweisen? positive Verstärkung: angenehmer Reiz wird gegeben negative Verstärkung: unangenehmer Reiz wird genommen positive Bestrafung: unangenehmer Reiz wird gegeben negative Bestrafung: angenehmer Reiz wird genommen