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MMAR (Fach) / MMAR01 - Lektion 10-12 (Lektion)

MMAR01 - Lektion 10-12

Diese Lektion wurde von Raizzek erstellt.

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  • Messen strukturtreue Zuordnung von Zahlen zu Objekten nach vorher festgesetzten Regeln strukturtreu = eine Variable definiert eine Beziehung/Relation zwischen den Objekten
  • Operationalisierung "greifbar machen" Umsetzung des theoretischen Konstrukts in eine empirische Dimension
  • Konzept & Indikator Merkmale, die nicht direkt beobachtbar sind = Konzept/Konstrukt empirisch messbare, beobachtbare Größen, anhand derer die Konzepte erfasst werden sollen = Indikatoren
  • Skalenniveau auch: Messniveau bestimmt die mathematischen Operationen, die mit einer Variablen zulässig sind (alle Operationen die für ein bestimmtes Niveau zulässig sind, sind auch für Variablen höherer Skalenniveaus zulässig) bestimmt welche Informationen das Merkmal liefert und welche Interpretationen die Ausprägung zulässt
  • Nominalskala qualitative Daten werden klassifiziert, so dass die Daten qualitativ von einander unterschieden werden können innerhalb der Klassen besteht Gleichheit keine quantitativen Beziehungen zwischen den Werten die Reihenfolge der Klassen ist bedeutungslos und die Klassen sind untereinander austauschbar Beispiele: Geschlecht, Haarfarbe
  • Ordinalskala ermöglicht Rangfolge von Tatbeständen durch ganzzahlige Werte auf einem Kontinuum ermöglicht Aussage über Größenrelationen, aber nicht über Größenunterschiede liefert Rangordnung, hat keinen absoluten Nullpunkt, zwischen den einzelnen Zahlenwerten bestehen unterschiedliche Distanzen Beispiel: Schulnoten
  • Intervallskala metrische Skala ohne echten Nullpunkt (entweder überhaupt keinen oder einen willkürlichen) besteht aus einem Kontinuum mit gleich großen Abständen (Intervallen) Beispiel: Temperaturskala in Grad Celsius
  • Verhältnisskala konstante und identische Abstände zwischen den Items (wie bei Intervallskala) hat einen natürlichen Nullpunkt, dem tatsächlich die Zahl 0 als Skalenwert zugeordnet wird, d.h. Aussagen über die Werte einer Verhältnisskala können in sinnvolle Vergleichsbeziehungen zueinander gesetzt werden Beispiele: Einkommen, Lebensalter, Körpergröße
  • Objektivität die Ergebnisse eines Versuchs sind unabhängig vom Einfluss des Versuchsleiters verschiedene Faktoren: Durchführungsobjektivität = bezieht sich auf Verhalten des Versuchsleiters während der Durchführung; umso standardisierter, desto geringer der Versuchsleitereffekt Auswertungsobjektivität = vorgegebene Auswertungsregeln Interpretationsobjektivität = verschiedene Interpreten müssen zu der gleichen Schlussfolgerung kommen
  • Reliabilität beschreibt die Zuverlässigkeit des Testergebnisses steigt wenn Fehlerwert sinkt ein reliabler Test führt bei den gleichen Testpersonen zu identischen Ergebnissen (beim Messen von zeitstabilen Merkmalen)
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  • Arten der Reliabilität gleiche Person erhält denselben Test ein zweites Mal = Retest-Reliabilität zwei Testversionen existieren für das gleiche Konstrukt = Paralleltest-Reliabilität Test wird halbiert; die Testhälften werden miteinander korreliert = Testhalbierungs-Reliabilität der gesamte Test wird in seine einzelnen Teile zerlegt, die jeweils als eigenständiger Test gelten; anschließende Korrelation = interne Konsistenz (Weiterentwicklung Testhalbierung)
  • Validität gibt Auskunft darüber, ob ein Test das misst, was er tatsächlich messen soll bzw. was zu messen beabsichtigt war kann nicht direkt gemessen werden, sondern nur indirekt durch Methoden, Daten und Ergebnisse
  • interne Validität liegt vor, wenn sich die empirischen Ergebnisse mit der untersuchten Hypothese erklären lassen hoch, wenn eine Kontrolle der Störvariablen möglich ist bei Laborforschung eher hoch, bei Feldforschung eher niedrig
  • externe Validität gibt Auskunft, inwieweit die Ergebnisse des Test auf Personen, Situationen etc. außerhalb der untersuchten Stichprobe übertragen werden können hoch bei Feldforschung, niedrig bei Laborforschung (Untersuchungsbedingungen eher unnatürlich)
  • reaktive und nichtreaktive Messverfahren reaktiv = der Befragte weiß, dass er sich ein einer Befragungssituation befindet und richtet sein Verhalten demnach aus nichtreaktiv = der Befragte weiß nicht, dass er sich in einer Befragungssituation befindet
  • schriftliche Befragungen den Befragten liegt ein ausgedruckter Fragebogen vor nur sinnvoll wenn Befragter postalich gut erreichbar und die Versandkosten das Budget nicht übersteigen hat deutlich an Relevanz verloren z.B. Evaluationen von Lehrveranstaltungen oder Tagungen
  • Online-Umfragen zählen ebenfalls zu den schriftlichen Befragungen zusätzlich die Möglichkeit andere Medien (z.B. Bilder) in die Umfrage zu integrieren schnell und kostengünstig z.B. Evaluation von Printanzeigen oder Werbespots
  • Feldphase kurz: Feld Phase, in der die Daten erhoben werden
  • Mobile Befragung Form der schriftlichen Befragung in Anlehnung an Online-Befragungen durch das Touchpad können Fragestellungen anders umgesetzt werden entscheidender Vorteil: Ort an dem der Fragebogen ausgefüllt wird, kann in die Analyse mit einbezogen werden z.B. POS-Befragungen
  • mündliche Befragungen können telefonisch (CATI) oder Face-to-Face (klassische Interviewsituation) durchgeführt werden bei CATI Befragungen deutlich größere Filterung der Befragten möglich (meist aber nicht repräsentativ) Ergebnisse stehen sofort zur Verfügung
  • Grad der Strukturierung Anteil der festgesetzten und vorab definierten Frageformulierungen und Antwortoptionen in einem Fragebogen u.a. auch Festlegung des Wortlauts und Reihenfolge der Fragen
  • Sozialform einer Befragung Befragung eines Einzelnen oder Gruppenbefragung
  • Vor- und Nachteile von schriftlichen Befragungen + Kosten sind relativ niedrig + Befragung von vielen Personen gleichzeitig möglich + Auswertung i.d.R. objektiv möglich + Interviewer kann befragte Person (meistens) nicht beeinflussen - sehr geringe Rücklaufquoten - fehlende Transparenz, wer den Fragebogen tatsächlich ausgefüllt hat - Missverständnisse im Fragebogen können nicht geklärt werden - eher geringe Reliabilität
  • Vor- und Nachteile von mündlichen Befragungen (nur CATI) + i.d.R. hohe Antwortquoten + niedrige Kosten und wenig zeitintensiv +ggf. zusätzlich Informationen durch Reaktionen der Befragten + schnelle Auswertung möglich - dürfen nur sehr kurz sein und liefern somit nur wenige relevante Infos - Befragungssituation nur schwer kontrollierbar - Befragte könnten sich genervt fühlen - immer geringer werdende Erreichbarkeit
  • Makroplanung übergeordnete Gestaltung des Fragebogens in Bezug auf die Spannungskurve und die Fragebogendauer Spannungsbogen hängt auch von der der Thematik, dem Abwechslungsreichtum und dem Einsatz von Hilfsmitteln zur Aktivierung ab Verlauf der Spannungskurve ähnelt dem einer Normalkurve - mit dem Höhepunkt im mittleren Drittel
  • Mikroplanung detaillierte Gestaltung des Fragebogens in Bezug auf die Reihenfolge der Fragen (Reihenfolgeeffekt) und die Vermeidung des Ausstrahlungseffekts (Halo-Effekt) Halo-Effekt = Verzerrung der Antworten aufgrund vorheriger Fragen im Fragebogen Reihenfolgeeffekt = Befragte bevorzugen bestimmte Listenpositionen (meist die erste und letzte) - Vermeidung durch Rotation der Fragen
  • soziale Erwünschtheit Verzerrung bei Fragebögen es werden Antworten gegeben, die als gesellschaftlich erwünscht erachtet werden
  • Beobachtung neben der Befragung eine der wichtigsten Datenerhebungsmethoden bezieht sich auf Verhaltens-, Handlungs- und Interaktionsformen, also auf sichtbare, klare Phänomene systematisches Verfahren, welches festen Regeln unterliegt können nach dem Grad der Strukturierung unterteilt werden
  • Grad der Einbindung nichtteilnehmende Beobachtung = Forscher ist selbst nicht Bestandteil des Beobachtungsfeldes teilnehmende Beobachtung = Forschung ist selbst Bestandteil des Beobachtungsfeldes Beobachtungsfeld = der soziale Bereich, der beobachtet wird
  • Going Native Problem der teilnehmenden Beobachtung tritt auf wenn der Forscher zu stark eingebunden ist und es dadurch zu massiven Verzerrungen oder einer verminderten Beobachtungsleistung kommt
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  • strukturierte Beobachtung Beobachtung nach vorher genau festgelegten Beobachtungskriterien ermöglicht hohen Grad an Kontrollierbarkeit
  • Inter- und Intra-Rater-Reliabilität Vergleich der Leistungen der Beobachter anhand verschiedener Merkmale (inter) und wiederholter Bewertung gleicher Merkmale (intra)
  • unstrukturierte Beobachtung liefert einen geringen Grad an Kontrolliertbarkeit durch wenig vorab festgelegte Beobachtungskriterien sinnvoll zunächst eine unstrukturierte Beobachtung durchzuführen, um mit diesen Ergebnissen die Kriterien für eine strukturierte Beobachtung festlegen zu können
  • offene und verdeckte Beobachtung offen = Beobachter tritt offen als Forscher auf verdeckt = der Beobachter gibt sich nicht als Forscher zu erkennen
  • direkte und indirekte Beobachtung direkt = Beobachtungsgegenstand wird zum Zeitpunkt der Beobachtung analysiert indirekt = es werden entweder Verhaltensspuren analysiert oder aber es werden mit Hilfsmitteln im Nachhinein psychologische Profile erstellt
  • Vor- und Nachteile von Beobachtungen + Verhalten von Personen ist direkt beobachtbar + Personen können in ihrer eigenen Umgebung studiert werden (bei Feldforschung) + Videoaufnahmen können beliebig oft angesehen und analysiert werden - Meinungen, Absichten und Emotionen sind nicht bzw. nur sehr schlecht und subjektiv beobachtbar - i.d.R. tauchen während der Beobachtung Fragen auf, die dann noch zusätzlich beantwortet werden müssen - Objektivität und Reliabilität ist gering
  • Experimente prüfen universelle Hypothesen der Forscher greit aktiv und gezielt in das Forschungsgeschehen ein, indem er systematisch mindestens eine Variable ändert und analysiert welche Wirkung diese Veränderung verursacht zudem verhindert er die Wirkung von anderen Variablen (Störvariablen)
  • unabhängige und abhängige Variablen unabhängig = wird vom Forscher verändert abhängig = wird in Abhängigkeit von der unabhängigen Variable untersucht
  • MAX-KON-MIN-Regel = Maximierung der Wirkung der unabhängigen Variable auf die abhängige = Kontrolle der Einflüsse von unerwünschten, systematischen Störvariablen auf die abhängigen Variablen = Minimierung der Effekte von unsystematischen Zufallsvariablen
  • Unterteilung von Experimenten Unterteilung nach Ziel des Experiments: Prüfexperiment = Ziel der Hypothesenprüfung Erkundungsexperiment = Sammlung von Daten, um eine neue Hypothese aufzustellen Vorexperiment = wird während der Planung eines Experiments durchgeführt (Erprobung und Verbesserung des Hauptexperiments)
  • Unterteilung von Experimenten nach Anzahl der Variablen einfaktoriell = eine unabhängige Variable mehrfaktoriell = mehrere unabhängige Variablen univariat = eine abhängige Variable multivariat = mehrere abhängige Variablen
  • Quasiexperiment Störvariablen können vom Forscher nicht kontrolliert werden
  • Vor- und Nachteile von Experimenten + kann kausale Zusammenhänge nachweisen + versetzt Forscher in die Lage sich für oder gegen eine vorher angenommene Hypothese entscheiden zu können - häufig viele Alternativerklärungen möglich - fragliche Verallgemeinerung der Ergebnisse - bestimmte Variablen können nicht beeinflusst werden