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Umweltschutz (Fach) / Umweltgifte (Lektion)

Krebs, Immunabwehr, Toxizität

Diese Lektion wurde von vivienhae erstellt.

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  • Polychlorierte Biphenyle giftig? keine akute Giftigkeit (reaktionsträge) -> aber Anreicherung im Fettgewebe möglich, Verdacht auf Verminderung der Fruchtbarkeit bei Männern
  • Seveso-Dioxin beim Menschen hohe Letaldosis -> keine akut tödliche Vergiftung
  • Seveso-Dioxin krebsauslösend? bindet nicht an DNA -> löst keinen Krebs aus
  • Seveso-Dioxin fruchtschädigend? nein, nicht teratogen
  • Seveso-Dioxin Wirkung beim Mensch jahrelange Chlorakne der Haut
  • warum Nagetiere für Tierversuche? (4) preiswert, hohe Reproduktionsrate, schnelle Generationenfolge (Vererbung), bei Tumoren ähnliches Verhalten wie Menschen
  • Methoden bei Tierversuchen (2) Beobachtung , Ermittlung der maximalen tolerierbaren Dosis
  • Beobachtung größerer Population wird über gesamte Lebensdauer (3 Jahre) mäßige Dosis des Stoffes verabreicht -> langwierig und teuer
  • Ermittlung der MTD maximal tolerable Dosis: Erhöhung der Zufuhr der Testsubstanz bis 10% Gewichtsverlust auftritt -> schnell und billig
  • Nachteil des MTD-Verfahrens bei 10% Gewichtsabnahme liegt schwere Vergiftung mit Stoffwechselentgleisung, Reizung- und Entzündungserscheinungen vor -> nicht mehr unterscheidbar, ob Substanz Krebs Initiator oder Promotor war -> Hälfte aller Substanzen muss als krebsverdächtig eingestuft werden
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  • peinlichster Fehlalarm des MTD-Verfahrens künstlicher Süßstoff Saccharin -> Blasenkrebs -> weil das ausgeschiedene Saccharin in der Blase kristallisierte und die Kristalle die Blasenwand reizten
  • Mutagenität Fähigkeit eines chemischen Stoffes, Genmutationen auszulösen -> Erbgutveränderung
  • Schnelltest auf Mutagenität Ames-Test
  • Ames-Test man stellt fest, ob die Testsubstanz bei einer speziellen Salmonellenart zu vermehrten Mutationen führt
  • Zuverlässigkeit des Ames-Test bei 90% der Stoffe, die auch im Tierversuch Krebs auslösten, positives Ergebnis, bei Nicht-Karzinogenen nur bei 13% positives (falsches) Ergebnis
  • epidemiologische Untersuchungen man versucht aus Krankenstatistiken Rückschlüsse auf die Ursachen der Krankheiten zu finden
  • Vorteil epidemiologische Untersuchungen Untersuchung bezieht sich auf normal lebende Menschen, nicht auf Tiere in Extremsituationen
  • Nachteil epidemiologische aus der Auswertung von Statistiken lassen sich nur Vermutungen ableiten -> ergänzende Ursachenforschung notwendig
  • Fachbegriff Fruchtschädigungsvermögen Teratogenität
  • wieso sind Forschungen zur Teratogenität schwierig? Nagetiere reagieren anders als der Mensch, Beispiel: Thalidomid (Contergan) (schädlich für Mensch), Aspirin (schädlich für Ratte)
  • Hauptrisikofaktor für Krebs? persönlicher Lebensstil (Essen, Rauchen, Sex, Beruf, Saufen)
  • Aufgabe des Immunsystems schützt den Körper vor Fremdstoffen, insbesondere Fremd-Eiweiß und schädliche Mikroorganismen
  • Hauptbestandteile des Immunsystems Blutzellen, Leukozyten (weiße), von diesen produzierte Proteine (Immunglobuline)
  • Leukozytentypen, die bei Elimination fremder Zellen mitwirken (2) Killerzellen, Makrophagen (Fresszellen)
  • Killerzellen heften sich an die mit Antikörpern markierten Fremdzellen an und perforieren sie
  • Makrophagen verspeisen die Reste der Fremdzelle
  • woran erkennen Killerzellen, an welche Zellen sie sich anheften sollen? Fremdzellen werden mit Antikörpern (Markierungen) versehen
  • Antikörper gehören zu den Immunglobulinen vom Typ G (IgG)
  • Antikörper Form y-förmig, V-Teil (variable): für jedes Fremdeiweiß eine andere, genau passende Form, Schwanz (Fc-Region)
  • Funktion V-Teil Antikörper heftet sich an das passende Eiweiß der Fremdzelle
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  • Funktion Schwanz Antikörper verleitet die Killerzellen zum Anbeißen
  • Antikörperproduktion: Stammzellen produzieren T- und B-Zellen
  • T-Zellen werden im Thymus trainiert, Fremdeiweiße zu erkennen
  • B-Zellen reifen zu vielseitigen Antikörperfabriken heran -> werden in Plasmazellen umgewandelt -> Antikörperproduktion
  • Aktivierung einer T-Zelle durch (2) Fremdeiweiß und Notsignalstoff, den sterbende Zellen produzieren
  • T-Zelle nach Aktivierung (4) produziert auf dieses Eiweiß spezialisierte Helferzellen, Killerzellen, Supressorzellen und Gedächtniszellen
  • Helferzellen programmieren die B-Zellen -> können mit Produktion der Antikörper beginnen
  • Supressorzellen hemmen die Aktivität der T- und B-Zellen nach Abwehr des Angriffs wieder (unterdrücken Immunsystem)
  • Gedächtniszellen, die von T- und B-Zellen übrig bleiben sind auf die Bekämpfung des Fremdeiweißes spezialisiert und sorgen bei erneuter Infektion mit dem gleichen Eiweiß für eine blitzartige Immunantwort
  • wie viele T- und B-Zellen produziert das Immunsystem pro Minute? ca. 10 Millionen
  • Nachteile der gewöhnlichen Immunantwort T-Zellen Aktivierung bis zur Umwandlung der B-Zellen in Plasmazellen und Antikörperproduktion kostet Zeit
  • Bekämpfung besonders großer Fremdeiweiße (Antigene) Immunfeuerwehr
  • Immunfeuerwehr durch Immunglobuline IgE setzen sich mit Fc-Ende auf Mastzellen (Feuerlöscher)
  • wenn Fremdeiweiß (Antigen) zwei IgE gleichzeitig aktivieren kann wird Mastzelle aktiviert -> spuckt Histamin, Serotonin, Bradykinin -> massive Entzündung und Alarmierung der gesamten Körperabwehr
  • für welchen Einsatz ist die Immunfeuerwehr gedacht? Sofortantwort des Immunsystems als Schutz gegen Parasiten
  • Allergie = übertriebene Immunantwort, die Leben und Gesundheit gefährden kann
  • Allergie Typ 1 Anaphylaktische Sofortreaktion, z.B. Heuschnupfen, Hausstaubmilbenkot, Tierhaare, Pilze, Nahrungsmittel -> Erhöhte Bildung von IgE Antikörpern
  • Allergie Typ 2 bei Blutübertragungen (Rhesus-Imkompartibilitäten)
  • Allergie Typ 4 Immunreaktion vom verzögerten Typ (1/2-2 Tage), z.B. Abstoßung von Transplantaten, Nickel, Teer -> keine Antikörper (IgE)
  • gegen welche Allergietypen kann man etwas unternehmen? nur Typ 1 -> Immunsystem muss lernen, mit Eiweißstoffen der Umgebung korrekt umzugehen