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Naturschutz (Fach) / Zufa 11-20 (Lektion)
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- Umweltplanung bei Eingriffen Eingriff: (im ökol. Sinn) jede von außen kommende Wirkung auf ein Ökosystem, die dessen funktionales Gefüge verändertEingriff im Naturschutz: meistens negativ gesehen (=Veränderungen der Gestalt oder Nutzung von Grundflächen, die die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts oder das Landschaftsbild erheblich oder nachhaltig beeinträchtigen können)keine Eingriffe: land-, forst- und fischereiwirtschaftl. Bodennutzung
- Vermeidung und Ausgleich zunächst Vermeidbarkeit des Eingriffes prüfen (kann sich auf d. gesamte Maßnahme oder Teile davon erstrecken)entscheidend: Aufwendungen zur Vermeidung v. Beeinträchtigungen in angemessenem Verhältnis zu ihren Wirkungen wenn Beeinträchtigungen unvermeidbar: Ausgleichbarkeit prüfen (ob d. betroffenen Leistungen d. Naturhaushalts so wieder hergestellt werden können, dass keine erheblichen oder nachhaltigen Beeinträchtigungen zurückbleiben--> Ausgleichsmaßnahmen müssen in engem zeitl. & örtl. Bezug zum Eingriff stehen
- Ersatz (nach Ausgleich und Vermeidung) wenn Beeinträchtigungen nicht ausgleichbar ist Interessenabwägung (privat & öffentlich gegenüber dem Naturschutz) notwendigwenn Abwägung, dass der Naturschutz überwiegt --> Eingriff muss untersagt werdenwenn andere Belange überwiegen --> rechtl. Ersatzmaßnahmen zu leisten (diese müssen gleichwertig sein)im Idealfall = Maßnahmen sind möglichst gleichartiger Ersatz
- UVP ...sieht vor, mögl. Auswirkungen auf Landschaft zu prüfen, bevor der Eingriff erfolgt- zusätzl. ist darzustellen, welche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen gegebenenfalls getroffen werden können...muss nach Maßgabe des UVP-Gesetzes bei bestimmten Maßnahmen und Projekten durchgeführt werden, z.B:o Errichtung und Betreibung v. kerntechnischen Anlageno Abfallentsorgungsanlageno Abwasserbehandlungsanlageno Bundesfernstraßen/Bundeswasserstraßeno Eisenbahnstreckeno Flugplätze--> viele Städte und Gemeinden auf freiwilliger Basis "kommunale" UVP'sWas wird geprüft?Gegenstand der Betrachtungen einer gesetzl. UVP sind alle umweltrelevanten Schutzgützer:- Mensch, Tiere & Pflanzen, Boden, Wasser, Luft & Klima, Landschaft, Kultur & sonst. Sachgüter
- Öffentlichkeitsbeteiligung bei UVP UVP-Unterlagen müssen öffentlich zur Einsichtnahme ausgelegt werden Betroffene können Eiwendungen gegen das Vorhaben erheben Behörde prüft und entscheidet Abwägung neben umweltl. Belangen, auch soziale und wirtschaftl. Belangen UVP dient der Entscheidungsvorbereitung, nimmt dieser aber nicht vorweg
- Vorteile der UVP UVP führt zur einer umfassenden Aufbereitung und systematischen Auseinandersetzung mit den Umweltfolgen eines geplanten Projekts Umweltauswirkungen müssen als Ganzes und nicht als Einzelnes betrachtet werden UVP zwingt zu einer Versachlichung der Diskussion
- Aufgaben & Funktionen der UVP Bereitstellung umweltbezogener Information Sensibilisierung aller Beteiligten für Umweltbelange umweltbezogene Optimierung von geplanten Vorhaben Unterstützung bei der Entscheidungsfindung der Vorhabensträger Kontrolle der Vorhabensplanung im Rahmen v. Zulassungsverfahren
- SUP - Strategische Umweltprüfung durch SUP können Gesamtwirkungen und potenzielle Konflikte eines Projekts rechtzeitig erkannt und die UVP auf Projektstufe entlastet und beschleunigt werden
- Streuobst = Obstbäume als Hochstamm, die in Reihen in Gruppen verstreut......auf Grasland, Rainen, auf Äckern und an Wegen stehencharakteristisch: keine Spritz-, Schnitt- und Düngepläne kommen zur Anwendung Pflanzendichte ist gering (150-200 Obstbäume pro ha)
- Streuobstwiesen = besonderes Habitat Besonderheiten:- Hainartige Struktur- Bäume mit begrenztem Höhenwachstum- Halbschatten- kein Gehölzunterwuchs- Verbindung von Gehölzlebensräumen und Offenland- ältere Bestände weisen eine große Alters- und Strukturvielfalt auf
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- Geschichte d. Streuobstes Obstbau zählt zu den ältesten landwirtschaftl. Kulturen: Jungsteinzeit: Apfelkulturen belegt Neolithikum: Apfel, Birne, Südkirsche und Pflaume 200 n. Chr.: eigentlicher Beginn d. Obstbaus in Ö durch Römer, Veredelung, Import Fortführung der Tradition durch Klöster erste Baumschutzgesetze fördern Obstgärten seit etwa 700 n.Chr. bis ins 17 Jhdt.- Bedeutung für die Versorgung, insb. in den Nach- und Zwischenkriegszeiten- bis in 60er Jahre stabile Bestände- hohe Bedeutung d. Selbstversorgeranbau- weite Verbreitung v.a. in Realteilungsgebiete
- Positive Effekte von Streuobstwiesen Windbremsung, positive Wirkung auf das Kleinklima Boden und Wasserschutz Wasserschutz durch extensive Bewirtschaftung Langsamere Wasserabgabe an die Umgebung, wichtig in niederschlagsarmen Jahren Landschaftsbild: wichtiges Element beim Begriff Heimat und landschaftliche Eigenart
- Nutzung d. Obstes Obst wurde im Verkauf und Eigenverbrauch traditionell folgendermaßen genutzt:- als Tafelobst- zur Most-, Saft-, Wein-, Essigherstellung- zur Schnapsherstellung (Äpfel, Zwetschgen, Birnen u. Kirschen)- als Dörrobst- als Kompott, Marmelade- Verkauf an Bäckereien- Verfütterung an das Vieh (nur Kernobst)
- Gefährdung durch Nutzungswidmungen Umwandlung von Streuobstbeständen in Garten/Kleingartengrundstücke mit folg. Effekten: o Einzäunung (neue Einwanderhindernisse, z.B. Igel) o Intensivierung der Nutzung (Streuwiese fast vollständig Wiese, Garten zu 50% Rasen) o Zunahme der Versiegelung und der Einbauten o alte Hochstämme nehmen ab o intensivere Bearbeitung, Schnitt, Düngung, Pflanzenschutzmittel o Versiegelung für Infrastruktur Folgen: Verdrängung störungsempfindliche Vogelarten Verschlechterung der Nahrungssituation Einschränkungen durch schlechtere Zugangsmöglichkeiten geringere Habitatvielfalt
- Bedrohung durch verändertes Verbraucherverhalten und wirtschaftl. Rahmenbedingungen (von Streuobstwiesen) keine Wertschätzung mehr von eigenem Obst, nicht so makellos keine Wertschätzung der Sortenvielfalt mangelnde Nachfrage nach Streuobstproduktion durch veränderte Konsumgewohnheiten der Verbraucher Preisniveau für wirtschafts- und Mostobst geringes Interesse der Verwertungsindustrie Haushaltsgrößen und Verwertungsmengen, Lagerung hohe Erntekosten hohe Alkoholsteuer im Brennereibereich zurückgehender Eigenbedarf
- Standortvoraussetzungen charakteristische Streuobstlandschaften Bevorzugung warmer sonnseitiger Hanglagen mit rascher Erwärmung im Frühjahr und geringem Spätfrostrisiko ungeeignet: Lagen mit starker Spätfrostgefahr, Tallagen häufig auch in Grenzertragslagen zu finden, Steillagen Böden: breites Spektrum, optimal frische, basen- und nährstoffreiche Standorte
- Obstbaumarten meist Mischung aus Apfel und Birne viele lokaltypische Sorten Zusammensetzung der Bestände regionaltypisch, je nach Absatzmärkten verschieden Kultursorten (wie Grafensteiner Apfel, Gute Graue...) auf starkwachsener Unterlage (Sämling) unterschiedl. Schnittbedüftigkeit einzelner Arten
- Apfel (Malus domestica) selbstunfruchtbar starke Alternanz (d.h. Ertragsschankungen) Flachwurzler bis zu 15m hoch breit ausladende Kronen häufige Erhaltungsschnitte Lebensdauer auf Sämlingunterlage 45-70 Jahre viele klimaangepasste lokale Sorten (Mostäpfel), große ökol. Anbaubreite ideal sind alte Bäume für Hohlenbrüter ansichtswarte für Singvögel, die im untersten Luftraum jagen gute Bienenweide
- Birne (Pyrus communis var. domestica) selbstunfruchtbar mäßige Alternanz Tiefwurzler bis zu 20m hoch Pyramidale, hohe Krone gelegentlicher Instandhaltungsschnitt Lebensdauer auf Sämlingsunterlage 60-80 Jahre, 25-30 J. auf Quitte, Mostbirnen bis 200 J. viele klimaangepasste lokale Sorten, mehr wärmebedürftig als Äpfel, ideal für trockene Standorte (Mostbirnen frosthart bis zu 1200 Höhenmeter) ideal sind alte Bäume für Höhlenbrüter (Höhlenbildung langsamer als beim Apfel ideal wegen Höhenwachstum an Straßen und Wegen sehr einzigartig und gesund: Pöllauer Hirschbirne = Kulturpflanze
- Süßkirsche (Prunus avium) Süßkirsche (Prunus avium) Selbstunfruchtbar geringe Alternanz tiefes breites Wurzelsystem 15-25m Höhe große ausladene Kronen geringe Schnittbedürftigkeit bis 600m Höhe Lebensdauer auf Vogelkirschsämling 45-69 Jahre gute Bodendurchlüftung wichtig, kalkhaltige Böden hohe Spätfrostempfindlichkeit Gefahr von Stammrissen bei Strahlungswetterlagen und Schneedecke in windstillen Lagen Befall der Kirschfruchtfliege gute Bienenweide
- Pflaume und Zwetschge (Prunus domestica) fruchtbare und selbst unfruchtbare Sorten von Pflaumen (Vermehrung auch aus Kernen) größte Ausbreitung: Hauszwetschge kleine Kronen 8-10m wirtschaftl. Lebensdauer 30-40 Jahre sehr gute ökol. Anpassungsfähigkeit und Frosthärte wenig Höhlenbildung gut als Hecke geeignet oder Gebüsch wegen Stockausschag gute Bienenweide
- Vielfalt der Obstsorten angepasst an d. lokalen Klima- und Standortverhältnisse angepasst an charakteristische Nutzungen:- Koch-, Back und Tafeläpfel- Mostäpfel, Soß- und Gärmost (Apfelwein)- Schnaps viele lokale Sorten nur begrenzt vorkommend wichtiges Genpotenzial 1240 Apfel. und Birnensorten in Bayern und Ö 1986 Rückgang dieser Sortenvielfalt und des Genpotenzials
- Sonstige Gehölze, Vegetation unter den Bäumen und Vegetation auf den Bäumen Sonstige GehölzeEsskastanie, Walnuss, Wildobstbäume, Vogelkrische, Kirschpflaume, Schlehe, Vogelbeere,Spierling, Elsbeere, Hollunder Vegetation unter d. Bäumen meist ein- bis zweischürige Mähwiese selten Weidenutzung (Schafe, Rinder, Pferde) Vegetation auf Bäumen Laubholz Mistel v.a. auf Apfel bei alten Bäumen über 50 J., schädigen den Baum nicht Flechten besonders auf Birne- viele seltene Flechtenarten, v.a. Artem, die empfindich sind gegen Luftverschmutzung
- Tierwelt Unterscheidung von sog. Straten: Stockwerke innerhalb d. Lebensraumes Stamm:- Bewohner von Rinden, Moos und Flechten, z.B. Rindenrisse als Eiablageort fürHeuschreckenarten, Jagdbereich für Ameisen, Spinnen...) Baumhöhle:- Fäulnishöhle- Spechthöhle (bauen Fäulnishöhle weiter aus)- bis zu 5 Höhlen pro Baum- wichtig: Apfelbäume, Birne & Zwetschge (xxxKirsche???)- Nutzung der Höhlen als: Übernachtungsplatz für Vögel außerhalb der Brutsaison Übertagungsplatz und Vorratskammer f. d. Steinkauz Kinderstube für Ohrwürmer Brutplatz (z.B. für Hornissen) Unterschlupf für Kleinsäuger
- Bindung v. Tierarten an den Lebensraumtyp Streuobst wichtig wegen Grenzlinienreichtum wichtig wegen dem Nahrungsangebot direkt und indirekt Insektenfresser wichtig für Arten, die auf Baumhöhlen und Totholz angewiesen sind Rückzug in relativ extensiv bewirtschafteten ungestörten Lebensraum Blütenreiche Lebensräume
- Ausgewählte Arten: Fledermaus Baumhöhlen für Jungenaufzucht, als Sommer- oder Winterquartier und alsZwischenstation bei Höhlenangebot wichtiger Habitatbaustein Bsp.: kleiner Abendsegler, Bechsteinfeldermaus
- Vögel Schlüsselarten: Steinkauz: Kombination Brutbäume mit Baumhöhlen und kurzrasiger Unterwuchs Rotkopfwürger: bis Ende 1990, seither verschollen: Kombination lichte Obstbaumbestände mit niedriger Bodenvegetation Wendehals: Kombi alte höhlenreiche Obstbäume und kurzrasiger Unterwuchs Ortolan: Kombi locker stehende, hochstämmige Bäume und Ackerunternutzung
- Pflege & Entwicklung von Streuobstbeständen Baumschnitto einmaliger Pflanzschnitt, erleichtert das Anwachsen, ausgewogenes Verhältnis von Baumkrone und Wurzelbereicho Erziehungsschnitt in den ersten 5-7 Jahren:- Ziel lichte kräftige Krone- Entfernen von Konkurrenztrieben und zu dicht wachsender Triebeo Erhaltungs- oder Auslichtungsschnitto Verjüngungsschnitt/ Erneuerungsschnitt bei alten oder länger ungepflegten Obstbäumeno außer bei Kirschen ist der Spätwinter der optimale Zeitpunkt
- Mahd Mosaikartige Mahd: Mahd in kleinen Abschnitten Einmalige Mahd: nur selten, da meist nur bei Magerwiesen möglich (optimal ist späte Mahd --> Entwicklungszyklus der Wiesenpflanzen abgeschlossen, positiv auch für den Entwicklungszyklus der Insekten) Zweimalige Mahd: traditionelle Nutzung der Glatthaferwiesen, ideal nach dem 15. Juni, bodenbrütende Vogelarten und Schmetterlinge können bei früher Mahd betroffen sein; tdm zweimalige Mahd bietet vielen Insektenarten geeignete Lebensvoraussetzungen wovon viele Insektenfresser profitieren Drei- bis mehrmalige Mahd: Tendenz zur Verarmung, da Untergräser, klee und Rosettenpflanzen gefördert werdenReduktion der Blütenpflanzen, geringe Habitatstruktur (nur kleine Spinnen/ Käfer...)
- Beweidung und Mähweiden meist Schafe und Rinder, selten Pferde tw. artenreicher wenn Totholz liegenbleibt und es Störstellen und Stellen mit Stickstoffanreicherung gibt bei Rindern Gefahr der Störung/Beschädigung der Bäume, wenn die Tiere im Sommer Schatten suchen oder scheuern, Bäume müssen daher geschützt werden, Beweidung muss extensiv erfolgen bei Schafen, Einfluss durch selektiven Verbiss, bei Koppelhaltung Beeinträchtigung des Oberbodens und der Vegetation sowie intensive Düngung, besser Wanderschafthaltung bei Ziegen, nur bei Zurückdrängung der Verbuschung, Obstbäume müssen geschützt werden bei Pferden, selektiver Verbiss, wegen größerem Gewicht nur sehr extensive Beweidung möglich MähweidenBeweidung und danach erfolgt im Herbst oder Spätsommer ein Säuberungsschnitt
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- Nachpflanzen v. Obstbäumen positiv ist kontinuierliches Nachpflanzen von Jungbäumen f. d. Fauna ist dabei die Kombination versch. Obstbaumarten und Obstsorten vorteilhaft, da durch die versch. Blühtermine, versch. Rindenstrukturen die Strukturvielfalt gegenüber Pflanzungen mit nur wenigen Obstarten erhöht wird soweit möglich ist das Belassen von Teilen des Altbaumes und der Nachpflanzung eines Neuen positiv zu bewerten
- Streuobst als Pufferflächen Ideal in der Kulturlandschaft zw. naturnahen und intensiv bewirtschafteten Flächen:- Windfeldberuhigung- Abfangen konkurrierender Arten und deren Verbreitungseinheiten aus der intensiv genutzten Landschaft im Vorfeld hochspezialisierter Lebensgemeinschaften- Schutz empfindlicher Hangbiotope vor Erosionsmaterial- Verbundsystem und Erhaltung von Magersäumen Mindestflächengröße aus naturschutzfachlicher Sicht sollte nicht wesentlich unter einem Hektar sein, um eine eigene Faunengesellschaft auszubilden als Überlebensräume bei noch naturnahem Umfeld bei Streuobstbeständen ab 0,5 ha
- Wiederherstellung von Streuobstwiesen o vergreiste Kronen- Verjüngungs- und Auslichtungsschnitt, am besten nicht gleich radikal sondern in Etappeno brachgefallener Bestand- Schlegelmäher für Säuerungsschnitt oder Entfernen der Gehölze mit Motorsägen- Einzäunen der Obstbäume und Ziegenbeweidungo Lückiger Bestand- Nachpflanzen mit lokalen Sorten, Pflanzabstände 8-20m
- Neuanlage von Streuobstwiesen Ideale Räume für die Entwicklung- Acker bzw. Grünlandparzellen mit geringem Nährstoffeintrag- rasch extensivierbare Teile der Kulturlandschaft- Erhalten gebliebene Extensivwiesenreste innerhalb der intensiv genutzten Flur- Bereiche, die früher reich an Streuobstbeständen waren- Gebiete mit Biotopdefizit- Streuobstbestände als Pufferzonen im Umfeld von bestehenden Beständen- Seitenstreifen von 4m genügen z.B. entlang von Wegen -> Neuanlage auf Acker durch Sukzession und Heublumensaat, ggf. sog. kräuterreicheLandschaftsrasen-> Neuanlage auf Grünland: Aushagerungsmahd: 5 Jahre lang 2-3x pro Jahr mitgelegentlicher Frühmahd ab Juni-> Neuanlage erfüllt erst am 15-20 Jahren wieder gleichwertige Funktionen alte Bäumenach Möglichkeit stehen lassen)-> Erhalt geht daher vor Neuschaffung
- Arten- und Sortenauswahl Kriterien:- Habitus und Wuchsstärke- geringes Schnittbedürfnis- Widerstandsfähigkeit und lokale Anpassung- Lebensdauer und Regenerationsvermögen- Apfel und Birne sind für die Vogelwelt besonders gut
- Erziehungsschnitt 1. Planzschnitt Leitäste auswählenAbgangswinkel 45°-(90°), Streuung der Äste am Stamm , Konkurrenztrieb und überzählige Triebe entfernen, Leitäste formieren, Abspreizen oder Aufbinden, Rückschnitt der Leitäste, um 1/2-1/3 auf Knospe auf nächsthöhrere, nach innen oder seitwärts gerichtete Augen (Knospen) anschneidenTheorie der sog. Saftwaage besagt, dass die Leitäste alle auf die gleiche Höhe angeschnitten werden dadurch gleichmäßiger Austrieb aller Leitäste gewährleistetEinschränkung: sind die Leitäste ungleichmäßig entwickelt, so würde durch einen Schnitt aufSaftwaage das Ungleichgewicht nur noch weiter gefestigt, denn auf einen starken Rückschnitt erfolgt ein starker Austrieb und auf einen schwachen Rückschnitt ein schwacher Austrieb der schwächer entwickelte Leitast muss stärker zurückgeschnitten werden, der stärkere eher weniger bis gar nicht
- Meinungsbild und Konflikte bei der Erhaltung wird vielfach als- überkommene Kulturform angesehen- keine gleichbleibenden qualitativ hochwertigen Früchte untersch. Meinungen bei- der Bevölkerung- Streuobstbesitzer- Erwerbsobstbau- Verwertungsindustrie und- Wissenschaftler