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Umweltschutz (Fach) / Wasser (Lektion)

Gewässer, Kläranlage

Diese Lektion wurde von vivienhae erstellt.

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  • wie gelangen Schadstoffe ins Trinkwasser? über Oberflächenwasser ins Grundwasser ins Trinkwasser
  • Schadstoffklassen (6) organische Stoffe, chlorierte organische Verbindungen, Schwermetalle, Stickstoff, Phosphor, Salze aus Kalibergwerken
  • zu welchen Stoffen oxidieren/(bauen) Aerobier organische Schadstoffe (ab)? zu CO2 + H2O
  • Quellen organischer Schadstoffe, die durch Bakterien abgebaut werden (4) Klärwerke, Papierfabriken, Zuckerfabriken, Textilveredlung
  • Quellen halogenierte (chlorierte) organische Verbindungen (3) chemische Industrie, Klärwerke, Raffinerie
  • Dioxine 2 Benzolringe mit Sauerstoffbrücke
  • Furane Fünfring mit O drin und 2 Doppelbindungen
  • Beispiele für Schwermetalle (3) Quecksilber Hg, Cadmium Cd, Blei Pb
  • Quellen Schwermetalle (4) Klärwerke, Chemiewerke, Textilverarbeitungsindustrie (Färberei), Müllverbrennung
  • Quellen Stickstoff (2) Landwirtschaft, (Kläranlagen)
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  • Beispiele Salze aus dem Kalibergwerk NaCl, KCl, MgCl2, CaCl2 (Chloride), Na2SO4, MgSO4 (Sulfate)
  • Quellen Salze aus Kalibergwerk (2) Düngemittelindustrie, Landwirtschaft
  • welcher Stoff prägte lange Zeit die Umweltdiskussion über den Gewässerschutz? Phosphor -> phosphatfreie Waschmittel benötigt
  • Quellen Phosphor Landwirtschaft (Düngemittel), Kläranlagen, Waschmittel Entwicklung
  • Ursprung Phosphat in Oberflächengewässern 1975: 40% aus Waschmitteln, heute: 90% aus Kläranlagen, Landwirtschaft
  • Entwicklung weltweiter Phosphatumsatz Phosphatanteil aus menschlichen/tierischen Exkrementen: proportionales Wachstum, Phosphatverbrauch durch Düngemittel: ca. 4-5x so schnell (überproportional)
  • Funktionsweise von Waschmittel Waschmittelmoleküle besetzen die Oberfläche von nicht wasserlöslichen Schmutzteilchen + lösen sie von ihrer Unterlage
  • chemische Bezeichnung für Waschmittelmoleküle Tenside -> setzen Oberflächenspannung des Wassers herab
  • charakteristische Eigenschaft von Tensiden hydrophiles (polares) Ende: von H2O-Molekülen angezogen, hydrophobes (unpolar) Ende: dringt in fettige Schmutzteilchen ein
  • hydrophob = lipophil -> fettliebend
  • Arten von Tensiden (4) anionisch, kationisch, amphoter, Neotenside (neutral)
  • welche Tenside waschen besonders wirkungsvoll? anionische Tenside
  • anionische Tenside am hydrophilen Ende negativ geladen (Dissoziation) -> von ihnen besetzte Schmutzteilchen stoßen sich gegenseitig ab
  • Nachteil von anionischen Tensiden Ca(2+) und Mg(2+) können Tensidmoleküle miteinander verklumpen und unwirksam machen -> in hartem Leitungswasser enthalten (gelöstes CaCO3, MgCO3)
  • Härteempfindlichkeit der anionischen Tenside bekämpfen durch Enthärter, die Ca und Mg wegfangen, ohne dass wasserunlösliche Stoffe entstehen -> bestehen aus Phosphaten
  • wie bewirkt Phosphat eine Eutrophierung von Gewässern? Phosphor ist Minimumfaktor für Algenwachstum -> Zufuhr von P führt zu Algenblüte durch Überdüngung
  • Eutrophierung Düngung des Gewässers mit Phosphat
  • Folgen der Eutrophierung für ein Gewässer Algenblüte -> Vermehrung der Algenfresser (Zooplankton) -> Leichen sinken zu Boden -> von Bakterien abgebaut (ernähren sich)
  • genug O2 im H2O gelöst, welche Bakterien? Aerobier (sauerstoffverbrauchende Bakterien) -> produzieren aus organischem Abfall CO2 und H2O -> Fe(3+)PO4(3-) = wasserunlöslich -> P fällt zum Boden
  • Umkippen des Gewässers wann? wenn der O2 aufgebraucht ist
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  • zu wenig O2 im H2O gelöst, welche Bakterien? Anaerobier (kommen ohne O2 aus) -> produzieren aus organischem Abfall Methan (CH4) und H2S (Vergärung) -> Gärung setzt Phosphat wieder frei: Fe3(2+)(PO4)2(3-) = wasserlöslich -> neuer Eutrophierungs/Düngungsschub
  • Enthärterproblem enthalten Phosphate -> Eutrophierung
  • Enthärterproblem umgehen (2) nicht-ionische Tenside benutzen (geringere Waschkraft und dennoch Enthärter gegen Verkalkung benötigt), phosphatfreie Enthärter
  • Phosphatfreier Enthärter der am häufigsten verwendet wird Zeolith (Calgon) = Mineral mit käfigförmigen Molekülen (Na, Al, SiO2)
  • Wirkweise Zeolith tauscht Ca(2+) (rein) gegen Na(+) aus (raus)
  • Vorteile von Zeolith (2) völlig ungiftig, keine Anreicherung von Schwermetallen
  • Nachteile Zeolith (2) wasserunlöslich -> lagert sich auf Wäsche ab, setzt Abwasserrohre zu
  • Inhaltsstoffe Waschmittel (9) anionische Tenside, Niotenside, Gerüststoffe (Zeolith), Bleichmittel, Enzyme, Vergrauuungsinhibitoren, optische Aufheller, Stellmittel, Duftstoffe
  • Bleichmittel entfärben Schmutzstoffe, die sich nicht von der Faser lösen lassen -> optisch gereinigt (oxidiert Gewebe)
  • Beispiel Bleichmittel Natriumperborat -> schädigt Wasserpflanzen, Bleichmittelstabilisatoren binden Schwermetalle
  • Proteasen spalten Eiweiß, indem sie Aminosäuren abknabbern (auch Wollfasern)
  • Amylasen zerlegen Stärkemoleküle in Traubenzucker (wie im Darm)
  • Enzyme sind Katalysatoren -> man braucht nur winzige Mengen -> Gleichgewicht stellt sich schneller ein
  • Vergrauungsinhibitoren überziehen die gereinigte Faser mit einem Schutzlack, damit Schmutzpartikel sich nicht wieder ablagern können
  • optischer Aufheller Farbstoffe, die im UV Licht blau fluoreszieren -> vermischt mit dem Farbton vergilbter Weißwäsche ergibt sich strahlendes Weiß
  • Stellstoffe billige Salze, die Volumen und Gewicht der Waschmittelpackung vergrößern sollen (keine Funktion) -> fehlen in Kompaktwaschmitteln
  • Beispiel Stellstoffe Na2SO4 (Natriumsulfat)
  • bekanntester Duftstoff in Waschmitteln früher Moschusxylol = fettlöslicher Aromastoff, der biologisch nicht abbaubar ist -> 6000-fache Anreicherung in Fischen -> nicht mehr verwendet
  • Duftstoff in Waschmittel heute Terpen
  • Folgen des deutschen Reinlichkeitswahn (5) Wasserbelastung, Hautkrankheiten, Allergien, Neurosen, Waschzwang