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Rechtspsychoogie (Fach) / Kapitel 3 (Lektion)
- Einleitung 2005: stetige Abnahme der Jugenddelinquenz, nur bei Gewaltkriminalität Ansteig bis 2007, aber seitdem um 41% weniger schwere Gewalt an Schulen die Ausnahme ständige Aufmerksamkeit auf Thema, da Jugendliche wohlmöglich am Anfang einer kriminellen Karriere steht, Fehlerhandlungen zu frühen Zeitpunkten leichter korrigierbar, Hinter dem Bild der stabilen Gesamtkriminalität verbergen sich durchaus bedeutsame Verschiebungen
- 3 Charakteristika der Jugenddelinquenz allgegenwärtig: 80-90% männl. Jugendlichen vorübergehend: Für die meisten Jugendlichen sind strafrechtlich relevante Normverstöße ein normales und episodenhaftes Phänomen nicht gleich verteilt: Etwa 3-7 % der Jugendlichen sind für 1 bis 2 Drittel der registrierten Straftaten in ihrer Altersklasse verantwortlich
- Alters-Kriminalitäts-Kurve (5) ▪ Kriminalitätsbelastung steigt im Jugendalte zunächst sehr schnell an ▪ Dann fällt es kontinuierlich, erst schnell, dann etwas langsamer ▪ Bei Mädchen / Frauen: Kurve sehr viel flacher ▪ A-K-K auch abhängig vom Delikttypus ▪ Jugendliche sind nicht nur als Täter, sondern auch als Opfer überrepräsentiert (Straftaten junger Menschen richten sich oft an junge Menschen)
- Formen der Jugenddelinquenz (4) o Häufig spontan und ohne größere Planungs- und Vorbereitungsanstrengung, oft Versuch erkennbar, Grenzen auszutesten o Großer Teil der Delikte aus der Gruppe heraus begangen, Häufigstes Motiv: Anerkennung in der Gruppe, danach ökonomische Ziele o Häufigsten Delikte: Diebstahl, Körperverletzung, Sachbeschädigung o Hohe Belastung der Jungen und jungen Männern: Gewalttaten & vandalistischen Handlungen aus der Gruppe begangen, bei Ladendiebstahl & Substanzmissbrauch: geringe Geschlechtsunterschiede
- Weibliche Jugenddelinquenz (4) Kriminalitätsbelastung nur bei einem Bruchteil der der Männer, Diebstahl, Betrugsdelikte, leichte Körperverletzung o Fallen im Bereich leichte Straftaten und Bagetelldelikten mehr als Männer auf o Im Dunkelfeld: Geschlechtsunterschiede teilweise noch geringer > besonders bei leichten Delikten (z.B.Schwarzfahren) o Prozentualer Zuwachs der weiblichen Tatverdächtigen > nach wie vor geringer Zuwachs der absoluten Zahlen
- Jugendliche Mehrfach- und Intensivtäter (3) Moffitt 1993, 2003: Modell aus vorliegenden Studien 2 Formen der Delinquenz: häufige Variante mit vorübergehender JD, bei wenigen jedoch in der Kindheit schon erkennbat und verfestigt sich zu dauerhafter form des dV bis in Erwachsenenalter Modell korrespondiert mit kriminalpolitischen Unterscheidung zwischen Jugendlichen mit vorübergehenden jugendtypischen Delinquenz und Mehrfach-/ Intensivtätern (MIT) in Praxis unterscheidung problematisch: Frühe Differenzierung gelingt nur unzureichend
- 3 prototypische Verläufe mit frühem Strafbeginn bei Jungaktiven entwickelt sich rasch eine hohe Deliktbelastung, die bereits vor dem Alter von 25 Gipfel erreicht hat – danach stetiges Abfallen altersbegrenzte Intensivtäter zeigte sich deutlich stärkere Deliktbelastung mit Gipfel am Ende des 3. Lebensjahrzentes – Mitte des 4. Lebensjahrzentes sinkt sie wieder persistenten Intesivttäter hatten höchste dauerhafte Deliktbelastung – für etwa ½ der schweren Gewalttaten verantwortlich
- Migration & Delinquenz Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen 2012 bei 24% tatsächlich sind unter den Tatverdächtigen überproportional viele nicht-deutsche Personen, aber dazu zählen auch Touristen, Stationierungskräfte, sich illegal aufhaltende Personen Bestimmte Delikte können nur von Ausländern begangen werden (z.B. Verstöße gegen das Asylverfahrensgesetz; ABER: auch dann noch) Konfundierungen* mit Geschlecht, Alter, & Wohnort (Stadt): mehr Jugendliche, mehr in Städten, dadurch höheres Risiko
- Interventionen (5) maßvoll und Erziehungsgedanken verfolgend bei Bagatelldelikten reicht informelle normverdeutlichende Raktion Opfer-Täter Ausgliech möglich repressive Maßnahmen oft in Frage gestellt: passanger, Stigmatisierung mäßig positiver Effekt, am besten KB + Multimodale Behandlungsmaßnahmen, mit abschreckendem Charakter (bootcamps) wenig Wirkung, negativer Effekt
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