29

Leistungs- und Ernährungsphysiologie (Fach) / Ernährungsphysiologie (Lektion)

SS18

Diese Lektion wurde von roschr erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Definition Verdauung Summe mechanischer und chemischer Vorgänge im Magen-Darm-Trakt
  • Funktion von Speichel in Wiederkäuern Regulation des Pansen-pHSekretion von Phosphat, Bicarbonat und Harnstoff
  • Magen Funktionen -Speicherfunktion: diskontinuierlicheNahrungsaufnahme möglich - Verdauungsfunktion   - Sekretion bestimmter Enzyme   - HCl-Sekretion - Mikrobielle Aktivität   - Nachgewiesen bei Schwein und Pferd   - pH-Wert im proximalen Teil relativ hoch (pH 4-6)   - Bildung von flüchtigen Fettsäuren und Milchsäure
  • Dünndarm Funktionen Sekretion von Schleim und Bicarbonat- Schutz der Schleimhaut vor saurem Mageninhalt,   Proteasen, Bakterien, Viren und Parasiten  Gewisse Verflüssigung des Darminhalts findet statt  Exokrines Pankreas und Gallenblase/Leber:- Mündung der Ausführungsgänge ins Doudenum- Peptidasen, Nucleasen, Amylase, Lipasen (Pankreas)- Gallensäuren (Galle bzw. Leber beim Pferd)  Bildung von Enzymen im Dünndarmepithel selbst
  • Kohlenhydratverdauung Amylase- Aus Pankreassaft (Bauchspeichel)- Spaltet Stärke in Maltose, Maltotriose und α-DextrineDi- und Oligosaccharidasen- Gebildet vom Dünndarmepithel, bürstensaumständig- Glucoamylase, Saccharase, LactaseStrukturkohlenhydrate können im Dünndarm nichtverdaut werden!
  • Ablauf Proteinverdauung Magen:  Denaturierung und Pepsin Werden an der Bürstensaummembran von Enzymen von Oligo- zu Di- und Tripeptiden sowie Aminosäuren gespalten
  • Ruminale Mikroorganismen  Bakterien, Archaea (=Methanogene), Protozoen, Pilze
  • Fettverdauung Triglyceride Triglyceride sind aus Glycerin und 3Fettsäuren aufgebaut- Gesättigte und ungesättigte Fettsäuren,unterschiedliche Kettenlängen- bestimmt Eigenschaften des Fettes Dünndarm  - Pankreaslipase → Spaltet Fette nach derEmulgierung durch Gallensäuren  - Monoglyceride, Fettsäuren, Glycerin  - Bildung von Micellen (Monoglyceride,Fettsäuren und Gallensäuren)
  • Decarboxylierung - Biogene Amine entstehen bei der Decarboxylierungvon Aminosäuren- Coenzym ist Pyridoxalphosphat- Viele biogene Amine haben spezifische Funktionen Sehr vereinfacht: unter Abspaltung von CO2 entsteht aus Pyruvat Acetyl CoA
  • Transaminierung - Wichtigste Reaktion beim Abbau aller Aminosäuren- Die Aminogruppe einer Aminosäure wird auf eineα-Ketosäure übertragen- Dadurch entstehen eine andere Aminosäure (meist Aspoder Glu) und eine andere α-Ketosäure
  • Anzeige
  • Harnstoffzyklus - Der Harnstoffzyklus ermöglicht, dass der Stickstoff ausüberschüssigen Aminosäuren ausgeschieden werden kann- Das Kohlenstoffskelett der Aminosäuren wird weiterenStoffwechselprozessen unterworfen- Die Harnstoffsynthese ist stark endergonisch- Möglich durch energiereiche Zwischenstufen- Die wichtigste ist das Carbamoylphosphat:NH4+ + CO2 + 2ATP → Carbamoylphosphat + 2 ADP + Pi- Rezeptor für das Carbamoylphosphat ist Ornithin- Über Citrullin und Arginin kommt es zur Bildung vonHarnstoff
  • Fettsäuresynthese - Aus Acetyl-CoA wird Malonyl-CoA gebildet- Butyryl-CoA (oder Acetyl-CoA) wird an denFettsäuresynthase-Komplex gebunden- Malonyl-CoA und Butyryl-CoA reagieren unterAbspaltung von CO2- Verlängerung der Kette am Enzymkomplex um 2 C-Atome- Nach 8 bis 9 Umläufen ist eine Kettenlänge von 16oder 18 C-Atomen erreicht (Palmitin- und Sterainäure)- Als Reduktionsäquivalent wird NADPH + H+ benötigt
  • Aminosäurenkreislauf Aufnahme v. Protein/Aminosäure Verdauung Absorption von AS, Di- und Tripeptiden // Ausscheidung unverdauter Anteile im Kot Pool freier Aminosäuren Synthese/ Abbau von Proteinen (Körper/ Produkte) Desaminierung Ausscheidung (N-Haltige Verbindungen) durch Harn
  • Oxidative Desaminierung Katalysiert Bildung und Bindung von Ammoniak
  • Transport von Fettsäuren In der Darmwand Resynthese von Triglyceriden aus Monoglyceriden und Fettsäuren  Transportfähig gemacht durch Zusammenlagerung mit Cholesterolestern, Phospho- lipiden und Proteinen → Chylomikronen  Über Lymphe zunächst in venöses Blutsystem Fettsäuren mit bis zu 10 C-Atomen gelangen über das Pfortaderblut in die Leber (direkt) 
  • Was passiert in der β-Oxidation? Bei der β-Oxidation werden FADH2 und NADH+H+ gebildet
  • Ketogenese Ablauf Energiedefizit: (Fettgewebe) Lipolyse, β-Oxidation von Fettsäuren (Acetyl CoA entsteht, dann Citratzyklus, über Oxalacetat zu Glukoneogenese..)-->Energiegewinnung
  • Maßnahmen zur Ketoseprophylaxe Vermeiden von Überkonditionierung  Förderung der Futteraufnahme – Trockenmasseaufnahme rund um die Geburt und danach maximieren Glucoplastische Substanzen  Pansenschleimhaut vorbereiten
  • Spurenelemente Zur Aktivierung von Enzymen, überwiegend im Dünndarm absorbiert (aktiver Transport, passive Diffusion)
  • Eisen befindet sich überwiegend im Hämoglobin Aktivator von Enyzmen für Citratzyklus und Fettsäureabbau
  • Kupfer Leber, Knochen, Muskulatur, Haut Melaninbildung aus Tyrosin, Abbau von Neurotransmittern Schafe sind Mangelempfindlich
  • Zink Augen, Hoden, Leber, Pankreas, Knochen, Haaren bzw. Federn Proteinbestandteil
  • Vitaminstoffwechsel Absorption im Dünndarm Freier Transport im Blut, an Plasmaproteine gebunden Ausscheidung über Harn, Galle, Milch, Eier, Plazenta Besonderheit Wiederkäuer: Synthese meister Vitamine im Vormagen, nur A, D und E Aufnahme 
  • Vitamin A Zellwachstum, Differenzierung, Embrionalentwicklung, Retinolsynthese (sehen)
  • Vitamin K Blutgerinnung
  • Thiamin Bildung energiereicher Substanzen
  • B2/ Riboflavin Coenyzm in  Fettsäuresynthese  ß-Oxidation  Aminosäurenoxidation  Glutathionreduktion
  • Vitamin C Übertragung H+Elektronen Eisenaufnahme Kollagensynthese
  • Vitamin E Biomembranbestandteil Antioxidant