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Sonderpädagogik (Fach) / Teil 2 (Lektion)

Historische Entstehung des deutschen Schulsystems, Hilfsschulen, Sonderschullehrerausbildung, KMK-Empfehlungen

Diese Lektion wurde von LeonieBalke erstellt.

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  • • Begriffliche Abfolge  1. Heilpädagogik älteste Begriff, Ursprung: christliche Ethik heil = ganz werden Heilpädagogik soll geistige und körperlich verkümmerte Kinder erziehen Nähe zur MedizinKritik: medizinische Orientierung
  •  2. Sonderpädagogik Erstmals im Nationalsozialismus 1960 verstärkter Ausbau von SonderschulenKritik: Andersartigkeit, sorgt für Kategorisierung und Separierung
  •  3. Behindertenpädagogik Behinderung als AusgangspunktAllg. integrative Behindertenpädagogik soll Trennung zwischen allg. und Sonderpädagogik aufheben
  •  4. Rehabilitationspädagogik In der DDR verwendetAugenmerk auf Rehabilitation: Zweckgerichtete Tätigkeit zur Erhaltung und Pflege der geschädigten Menschen aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen
  •  5. Förderpädagogik Förderschule ist der FörderschwerpunktAlternative zum Begriff der SonderschuleKritik: Jede Pädagogik hat einen Förderauftrag
  •  6. integrative Pädagogik Kritik an den bisherigen Begriffen (Aussonderung behinderter Kinder)Jede besondere Pädagogik steht der integrativen im WegeZielt auf Integration von Menschen mit Behinderung abUmsetzung: Gemischter Unterricht, unterstützende Beschäftigungen
  •  7. inklusive Pädagogik Soziale Partizipation AllerFeste Verankerung von besonderer Unterstützung in allen Schulformen
  • Gegenüberstellung von Förderschule und Regelschule  Förderschule  Bestmögliche Förderung Schonraum   Spezialisierte Lehrkräfte  Regelschule Teilhabe  Höhere Bildungschancen Anregendes Lernumfeld
  • Index Inklusion (Dreieck) A: Inklusive Kulturen schaffenB: Inklusive Strukturen etablierenC: Inklusive Praktiken entwickeln
  • Gelingensbedingungen Inklusion  Inklusive Schulidentität unterstützende Schulleitung  Gemeinschaftlichen problemlösen Effiziertes Classroommanagement Effektive Unterrichtsverfahren z.B. kooperatives Lernen
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  • Pädagogische Prinzipien integrativen Unterrichts  Akzeptanz Heterogenität Öffnung des Unterrichtes für Bedürfnisse Interesse des Einzelnen Individualisierung der Lernangebote für alle Kinder Bewusste Herstellung von Gemeinsamkeit Ressourcenorientierung statt Defizitorientierung Kooperation der Erwachsenen
  • Entwicklung der Hilfschule  1881 – Gründung erste Hilfsschule (Stölzner)Neue Schulform unterhalb der Volksschule -> Schwachsinnskonzept  1917 – weitere Ausdifferenzierung -> Sammelklassen für SuS die auch in Hilfsschulen versagenVerbindliche Normen in den Lehrplänen -> dadurch Bewertung der Kinder der Lernentwicklung  Reformpädagogik – Gründung alternativer EinrichtungenPeter Petersens (1884-1952)Janusz Korcak (1878-1942)  1920 – 1932 – Hochblüte der Heilpädagogik Entlastung der GrundschuleWirtschaftliche Brauchbarmachung Vermeidung von Fürsorgeleistung  1933 – 1945 – „medizinisch fundiertes Schwachsinnskonzept“Gesetz zur Verhütung Erbkranken NachwuchsBrauchbarmachung 1938 Umordnung der Hilfsschule zur Leistungsschule Ermordung nicht brauchbarer Kinder
  • Entwicklung der Hilfsschule -> Nachkriegszeit bis heute  Restauration des Schulsystems (nach 1945)Ausbau der Sonderschule in BRD und DDR  Reformphase des Bildungswesens (1960er)Konzeption der Gesamtschule, Einführung dynamischen Begabungsbegriffs   Perspektiven der Integration und Inklusion (Anfang der 1970er Jahre)Kritik am bestehenden Sonderschulsystem Thematisierung und erste Umsetzung des Integrationsgedankens  Inklusion (2009)UN -BehindertenrechtskonventionUmsetzung eines inklusiven Schulsystems