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Psychologie SoSe 18 (Fach) / Einführung Psychologie (Lektion)

Reinhard Schneider

Diese Lektion wurde von Yannee erstellt.

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  • Was untersucht die Psychologie? Umwelt, Verhalten und Mentale Prozesse
  • Was versteht man unter Verhalten? Verhalten ist das Mittel, durch das sich der Organismus an die Umwelt anpasst.Der Gegenstand der Psychologie bezieht sich auf das beobachtbare Verhalten von Menschen und verschiedenen Tierarten (Lachen, Weinen, Rennen, Schlagen, Sprechen)
  • Was sind mentale Prozesse? Psychologen haben erkannt, dass es nicht möglich ist, menschliches Verhalten zu verstehen, ohne auch die mentalen Prozesse zu verstehen. Mentale Prozesse beziehen sich auf Aktivitäten wie denken, fühlen, planen, schlussfolgern, fantasieren oder träumen. Ggf. schließt Verhalten auch die kognitiven Prozesse mit ein. Diese Aktivitäten finden als private, innere Ereignisse statt.
  • Was untersucht die Soziologie? Die Soziologie untersucht menschliches Verhalten in Gruppen oder Institutionen
  • Was untersucht die Anthropologie Die Anthropologie bezieht sich auf den breiteren Kontext von Verhalten in unterschiedlichen Kulturen.
  • Was untersucht die Biowissenschaften? Die Biowissenschaften untersuchen Prozesse im Gehirn und die biochemischen Grundlagen des Verhaltens
  • Was sind die Ziele der Psychologie? Beschreiben, Erklären, Kontrollieren und Vorhersagen
  • Nenne die sieben aktuellen Perspektiven der Psychologie 1.Die psychodynamische Perspektive2.Die behavioristische Perspektive3.Die humanistische Perspektive4.Die kognitive Perspektive5.Die biologische Perspektive 6.Die evolutionäre Perspektive7.Die kulturvergleichende Perspektive
  • Grundannahmen der Psychodynamik und von wem die entwickelt wurde? Von Sigmund Freud (1856-1939) entwickelt im späten 19. und beginnenden 20. Jahrhundert •Freuds Ansatz entstand durch seine Arbeit mit psychisch gestörten Patientinnen. Er erkannte, dass die menschliche Natur nicht immer rational ist und das Handlungen durch Motive gesteuert sein können, die nicht immer bewusst sind. •Freud nahm an, dass sich unsere Persönlichkeit in der Kindheit ausbildet
  • Erkläre das Eisbergmodell in der Psychodynamik Verhalten wird durch starke innere Kräfte (Triebe) angetrieben(z.B. Selbsterhaltung, Sexualtrieb) --> ES•Die Triebe sind dem Bewusstsein nicht zugänglich•Unsere Handlungen entstehen durch ererbte Instinkte, biologischen Triebe und dem Versuch, Konflikte zwischen persönlichen Bedürfnissen und sozialen Normen zu lösen --> Über-Ich•Zweck von Handlungen besteht in der Reduktion von Spannungen
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  • Grundlegendes zum Behaviorismus und wer hat es entwickelt? Diese Perspektive wurde von John Watson (1878-1958) entwickelt, der davon ausging, dass psychologische Forschung nach Spezies übergreifenden, beobachtbaren Verhaltensmustern suchen sollte. •B.F. Skinner (1904-1990) dehnte seine Analyse auf die Konsequenzen von Verhaltensweisen aus. •Beide Forscher postulierten, dass die grundlegenden Prozesse, die sie an Tieren untersuchten, allgemeine Verhaltensprinzipien darstellen, die sich auch auf Menschen übertragen lassen.
  • Erkläre das Kernprinzip des Behaviorismus Hier wird untersucht, wie bestimmte Umweltstimuli bestimmte Arten von Verhalten determinieren.•Forscher untersuchen die Bedingungen, die dem Verhalten vorausgehen und die den Rahmen für einen Organismus kreieren, eine Reaktion entweder zu zeigen oder sie zurückzuhalten.•Dann betrachten sie die Verhaltensreaktion, die es zu verstehen, vorherzusagen und zu kontrollieren gibt. •Schließlich untersuchen sie die Konsequenzen, die auf eine bestimmte Reaktion folgen.
  • In welchen Bereichen war der Behaviorismus erfolgreich? Behavioristen betonten die Notwendigkeit des genauen Experimentierens und sorgfältig definierter Variablen. •Durch diesen Ansatz wurden bessere Ansätze der Kindererziehung entwickelt, weil die Wichtigkeit von positiver Verstärkung an Stelle von Bestrafung erkannt wurde. •Außerdem wurden bessere Therapien zur Veränderung von Verhaltensstörungen entwickelt.
  • Grundannahmen der humanistischen Perspektive? Ab 1950er Jahren entwickelt •Menschen werden nicht durch instinktive Kräfte angetrieben oder durch die Umgebung manipuliert•Menschen sind aktive Geschöpfe, die von Grund aus gut sind und über die Freiheit der Wahl verfügen•Humanistische Psychologen versuchen in der Biographie der Menschen bestimmte Verhaltensmuster zu identifizieren, die die positive Weiterentwicklung verhindern
  • Wer hat den Humanismus mit entwickelt? Nenne die Ebenen der Bedürfnispyramide! Carl Rogers (1902-1987) ging davon aus, dass Menschen die natürliche Tendenz haben, sich weiterzuentwickeln.•Abraham Maslow (1908-1970) entwickelte das Konzept der self-actualization (Selbstverwirklichung) •Humanistische Psychologen praktizierten einen holistischen Umgang der Psychologie. •Die humanistische Perspektive hatte einen starken Einfluss auf die Entwicklung neuer Ansätze in der Psychotherapie. (Personenzentrierte Gesprächsführung, nichtdirektive Therapie Selbstverwirklichung Individualbedürfnisse Soziale Bedürfnisse Sicherheitsbedürfnisse Physiologische Bedürfnisse
  • Grundsätze der kognitiven Perspektive? Menschen handeln weil sie denken.•Fokus: menschliches Denken & wissensbasierte Prozesse•Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Gedächtnis, Sprache, Problemlösen, Entscheiden •Verhalten ist nur zum Teil durch vorangegangene Umweltereignisse und Konsequenzen zu erklären, durch das Denken ergeben sich völlig neue Wege
  • Zentrale Annahme der kognitiven Perspektive? Gedanken sind Ursache und Ergebnis von Verhalten.•Menschen reagieren auf die äußere Welt, wie sie sich in der subjektiven Realität der inneren Welt der Gedanken und Vorstellungen darstellt. Denken befähigt Individuen sich Optionen vorzustellen, die die aktuellen Umstände der Realität transzendiert
  • Erkläre die biologische Perspektive Dieser Ansatz betrachtet die Ursache des Verhaltens in der Funktionsweise der Gene, des Gehirns und des Nervensystems.•Verhalten und Erfahrung wird vor allem als Ergebnis chemischer Prozesse und elektrischer Aktivitäten, die zwischen Nervenzellen stattfinden, gesehen. •Psychische und soziale Phänomene können letztlich auf biochemische Prozesse zurückgeführt werden•Viele Psychologen, die diesem Ansatz folgen, arbeiten im multidisziplinären Feld der verhaltensbezogenen Neurowissenschaften.
  • Grundannahmen der evolutionären Perspektive und wer es entwickelt hat Die evolutionäre Perspektive•Ausgehend von Charles Darwins Evolutionstheorie.•Geistige und körperliche Fähigkeiten haben sich über Millionen von Jahren entwickelt, um spezifischen Anpassungsforderungen gerecht zu werden. •Untersuchung der Umweltbedingungen unter denen sich das menschliche Gehirn entwickelt hat.•Die Menschen verbrachten 99% ihrer Evolutionsgeschichte als Jäger und Sammler. Die evolutionäre Psychologie versucht Schlussfolgerungen über die Arten geistiger Mechanismen und Anpassungen zu ziehen, die die Menschen zur Lösung ihrer damaligen Probleme entwickelt hatten.
  • Erklärung der kulturvergleichenden Perspektive Kulturvergleichende Psychologen untersuchen, ob die psychologischen Theorien auf alle Menschen oder nur auf bestimmte Populationen zutreffen. •Ein großer Teil der psychologischen Forschung basiert auf einer westlichen Konzeption der menschlichen Natur, weil sie als Untersuchungspopulation oft weiße Angehörige der Mittelklasse heranzog (Gergen et al., 1996). •Diese Perspektive zeigt, dass zum Beispiel einige der universellen Behauptungen der psychodynamischen Perspektive so nicht zutreffen.