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Emotionspsychologie (Fach) / 07. kognititve Emotionstheorie Anarold und Lazarus (Lektion)

7.

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  • Die Überlegungen von Magda Arnold: Bei Arnold erfolgt eine Betonung der Kognitiven Voraussetzungen von Emotionen.1. Glaubensannahmen oder Überzeugungen über den Sachverhalt: APPRAISAL (dt. am besten:Bewertung, Einschätzung).2. Die Art des „Appraisals“ bestimmt Qualität und Intensität der erlebten Emotionen.[Dies ein wichtiger Unterschied zu den 2-Faktoren-Theorien]3. Zwei Arten von Kognitionen/Appraisals sind zu unterscheiden:1. Faktische Kognitionen = Tatsachenüberzeugungen2. Evaluative Kognitionen = Wertüberzeugungen
  • Die Überlegungen von Magda Arnold: 1. Faktische Überzeugungen:„Etwas wahrzunehmen oder zu erkennen, wie es als Objekt beschaffen ist, unabhängig vonder Auswirkung auf mich.“2. Wertüberzeugungen:„… die Einschätzung, dass etwas mich auf irgendeine Art betrifft, mich als Individuum mitmeinen besonderen Erfahrungen und Zielen … also beispielsweise als… erwünscht,unerwünscht, wertvoll oder schädlich …“ In anderen Worten: Wünsche oder (Handlungs-) Impulse werden als Gefühle erlebt.Hier also als Zwischenbilanz: Die Ideen von Arnold enthalten Komponenten der TheorienJames und der von Meinong, und haben zudem Bezüge zur Feldtheorie von Kurt Lewin.
  • Die Funktion der Emotionen: Arnold • Hinweis auf evolutionäre Vorteile, …• große Ähnlichkeit zu den Überlegungen McDougall's, …• mit einem Unterschied: Arnold glaubt, dass die meisten Emotionen heute nichtmehr adaptiv sind … (wir greifen diesen Gedanken später wieder auf).
  • Die Entstehung der Emotionen: Arnold 1. Tatsachenüberzeugung2. Wertüberzeugung3. Handlungsimpuls = erlebte Emotion4. Physiologische Reaktionen und Mimik5. Emotionale Handlung (à dieser Aspekt geht über Meinongs Ideen hinaus …)
  • Die Natur der Einschätzung / des kognitiven Appraisals Arnold Der Regelfall: Automatische Einschätzungsprozesse• nicht introspektiv zugänglich• ohne willentliches Zutun• oftmals gegen den eigenen Willen• sehr schnellDer unübliche Fall: Nicht automatische EinschätzungsprozesseDies geschieht bei unklaren oder besonders wichtigen Situationen, wobei auch eineerneute Bewertung der spontanen Bewertung folgen kann (Re-Appraisal)
  • Die Natur der Einschätzung / des kognitiven Appraisals; Arnold hier unterscheidet Arnold 3 Arten der Bewertung:Bewertung positiv oder negativAnwesenheit Abwesenheit oder Anwesenheit"Bewältigbarkeit" Zu bewältigen oder nicht zu bewältigen
  • Fazit Arnold Dagegen werden die jeweiligen Einschätzungen ("appraisals") in Beziehung zueinandergesetztEs wird überhaupt erstmals deutlich, wie wichtig es für meine Emotionen (mein Wohlbefinden)ist, ob und wie ich etwas kontrollieren (in Arnolds Worten: bewältigen) kann.Hier nun tritt Richard Lazarus auf den Plan
  • Die Überlegungen von Richard Lazarus: Ursprung der Theorie:Unzulänglichkeiten einer behavioristisch orientierten STRESS-Forschung in den 40erJahren.Befund:Identische Stresssituationen resultieren in ganz unterschiedlichen Emotionen undVerhaltensweisen (Beispiele hierfür gibt es zuhauf).Resultat:… eine „Kognitiv-phänomenologische Emotionstheorie
  • Richard Lazarus, Eine Theorie der (so genannten) STRESS-Emotionen Primary Appraisals (bei Arnold: „Bewertung“ & „Anwesenheit“):Wir beantworten hierbei die folgenden Fragen: Ist ein Stimulus oder eine Situation …• motiv-relevant (= betrifft es überdauernde Interessen der Person),• günstig-positiv (= ist es hilfreich in Bezug auf diese Interessen),• bedrohlich (... für diese Interessen),• betrifft es Schaden oder Verlust, oder …• hat es den Charakter einer Herausforderung?
  • Eine Theorie der (so genannten) STRESS-Emotionen Secondary Appraisal (bei Arnold: „Bewältigbarkeit“):Welche Möglichkeiten habe ich, die Situation oder das Auftreten des Ereignisses zubewältigen?Anmerkung: Diese beiden ersten Einschätzungsdimensionen bei Lazarus (primary undsecondary) entsprechen bei näherer Betrachtung genau den von Arnold postuliertenEinschätzungsdimensionen:„Bewältigbarkeit“ à Secondary AppraisalKombination von „Bewertung“ und "Anwesenheit“ à Primary Appraisal
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  • Die Überlegungen von Richard Lazarus: Die Natur der Emotionen.Eine Emotion ist ein so genanntes …Reaktionssyndrom …… dieses besteht aus einem organisierten Muster aus psychischen und physischenReaktionen:• Kognitive Komponente• Erlebenskomponente• Konative Komponente• Physiologische KomponenteDie Situationseinschätzung ist hier nicht mehr URSACHE für eine Emotion, sondern ein TEILdes “Reaktionssysndroms Emotion“.
  • Die Überlegungen von Richard Lazarus:Die Funktion von Emotionen. Eine Emotion ist …• evolutionär entstanden,• ist eine Strategie …• diese Strategie dient der Bewältigung von Situationen, …• die „motivrelevant“ sind
  • Die Überlegungen von Richard Lazarus, Der Prozess der Emotionsentstehung. 1. Personfaktoren (zum Beispiel Wünsche, Wissen, Meinungen …)2. Primary Appraisals3. Secondary Appraisals4. Handlungstendenzen4.1Bewältigungshandlungen4.1.1 à problemorientierter Art4.1.2 à emotionsrelevanter Art4.2à physiologische Reaktionen
  • Die Überlegungen von Richard Lazarus:Beispiele für Stress-Emotionen 1. Furcht Unsicherheit, ob ich etwas Negatives verhindern kann2. Ärger Zuversicht, eine Bedrohung beseitigen zu können(z. B. durch „Gegenangriff“).3. Hoffnungslosigkeit Überzeugung, einem antizipierten negativen Ereignis nichtentgehen zu können.
  • Die Überlegungen von Richard Lazarus, Anwendungen der Stress-Theorie: 1. Konzentration auf den Prozess des „Secondary Appraisal“ …2. … Literatur zu „Coping“ …3. Konstruktion eines Fragebogens: „Ways of Coping“ …… mit zwei grundlegenden „Coping“-Dimensionen:3.1 Problemorientiertes Coping3.2 Emotionsorientiertes Coping4. Stand der Forschung: Kritik an diesem – zu generellen – Konzept.