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Psychologie (Fach) / Kapitel 6.2 (Lektion)

Klassisches Konditionieren: Lernen vorhersagbarer Signale

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  • Wie läuft klassisches Konditionieren ab? Vor der Konditionierung löst der unkonditionierte Stimulus natürlicherweise die unkonditionierte Reaktion aus ein neutraler Stimulus löst keine Reaktion aus während des Konditionierens wird der neutrale Stimulus mit dem unkonditionierten Stimulus gepaart Durch die Kombination mit dem unkonditionierten Stimulus wird der neutrale Stimulus zum konditionierten Stimulus der konditionierte Stimulus löst eine konditionierte Reaktion aus, die der unkonditionierten Reaktion ähnlich ist
  • Was ist Löschung (Extinktion) beim klassischen Konditionieren? wenn der CS nicht mehr den UCS ankündigt, schwächt sich die CR immer weiter ab bis sie gelöscht ist
  • Was ist ein unkonditionierter Stimulus (UCS) ein Stimulus, der natürlicherweise eine unkonditionierte Reaktion hervorruft
  • Was ist eine unkonditionierte Reaktion? Reaktion auf einen unkonditionierten Stimulus, die nicht zuvor erlernt wurde
  • Was ist ein konditionierter Stimulus? ein zuvor neutraler Stimulus, der durch klassisches Konditionieren jetzt eine konditionierte Reaktion auslöst nachdem er mit einem unkonditionierten Stimulus gepaart wurde
  • Was ist eine konditionierte Reaktion? Reaktion auf einen konditionierten Stimulus dieser war zuvor ein neutraler Stimulus, der mit einem unkonditionierten Stimulus gepaart wurde
  • Was ist Reizgeneralisierung? die CR erfolgt auch auf Reize, die dem CS ähnlich sind
  • Was sind Beispiele für Reizgeneralisierung? Großer Hund beisst Kind Kind hat Angst, auch vor kleinem Hund
  • Was hat Iwan Pawlow entdeckt? das klassische Konditionieren genauer: die konditionierte Reaktion auf einen konditionierten Stimulus 
  • Wer entdeckte das klassische Konditionieren? Iwan Pawlow
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  • Was ist eine Orientierungsreaktion? Tier versucht Ursprung eines Stimulus auszumachen erste Reaktion auf einen neuen Stimulus
  • Was ist ein Reflex? Ungelernte Reaktion hervorgerufen durch spezifischen Stimulus mit biologischer Relevanz für den Organismus 
  • Wie wird aus einem neutralen Stimulus ein konditionierter Stimulus? durch Paarung des neutralen Stimulus mit einem unkonditionierten Stimulus und die darauf erfolgende Assoziierung beider Stimulus durch den Organismus
  • Welche Assoziation von Stimulus und Reaktion ist von der Natur bereits vorgegeben? ein unkonditionierter Stimulus löst eine unkonditionierte Reaktion aus (z.B. ein Reflex) -> ungelernte Kombinationen!
  • Welche Assoziation von Stimulus und Reaktion kann durch Lernen in Form klassischen Konditionierens erzeugt werden? konditionierter Stimulus löst konditionierte Reaktion aus -> gelernter Zusammenhang!
  • Wie oft müssen CS und UCS gepaart werden bevor der CS eine CR auslöst? in der Regel mehrmals bei Geschmacksaversionen reicht jedoch eine einzige Assoziation
  • Was ist der Erwerb beim klassischen Konditionieren? die Phase in der die konditionierte Reaktion erstmals auftaucht und zunehmend häufiger auftritt
  • Auf welche Arten können CS und UCS zeitlich angeordnet werden? verzögerte Konditionierung: erst CS, dann direkt UCS Spurenkonditionierung: erst CS, dann Pause, dann UCS Simultane Konditionierung: CS und UCS gleichzeitig Rückwärtskonditionierung: erst UCS, dann CS
  • Welches zeitliche Paradigma sorgt bei der klassischen Konditionierung für das effektivste Lernen? das verzögerte Konditionieren: erst CS, dann direkt UCS
  • Welche zeitlichen Paradigma der klassischen Konditionierung funktionieren eher schlecht? Simultane Konditionierung und Rückwärtskonditionierung
  • Was ist Kontingenz im klassischen Konditionieren? der CS muss eine zuverlässige Vorhersage des UCS zulassen
  • Was begünstigt die Effektivität einer Konditionierung im Bezug auf den Zusammenhang zwischen CS und UCS? zeitliche Kontiguität Kontingenz (zuverlässige Vorhersage) Informativität
  • Was ist Spontanremission in der klassischen Konditionierung? Wiederauftreten einer gelöschten konditionierten Reaktion nach einer Pause
  • Was ist Ersparnis im Kontext des Lernens? Nach der Löschung erfordert das Wiedererlernen weniger Zeit als das erste Lernen
  • Warum betonte die ursprüngliche Definition von Lernen den Unterschied zwischen Lernen und Leistung so sehr? Trotz Löschung bleibt etwas im Organismus, wie an Ersparnis und Spontanremission gesehen werden kann das bedeutet, dass Löschung die Leistung reduziert, nicht aber den Lernerfolg komplett zerstört
  • Was sind Generalisierungsgradienten? Wird die Stärke von Reaktionen auf Reize bestimmt, die entlang einer Dimension unähnlicher werden, erhält man Generalisierungsgradienten die Reaktion nimmt also ab.  Reizgeneralisierung ist also begrenzt!
  • Was ist Reizdiskrimination? Konditionierungsprozess Organismus lernt unterschiedlich auf Reize zu reagieren, die sich vom konditionierten Stimulus entlang einer Dimension unterscheiden
  • Wozu dienen Reizgeneralisierung und Reizdiskrimination? Reizgeneralisierung ermöglicht Erlernen von Reaktionen auch über die spezifische Situation hinaus. Reize treten immerhin selten in exakt gleicher Form auf. Reizdiskrimination ermöglicht die Vermeidung von unnötigen Reaktionen, die Ressourcen kosten. Reize sind immerhin teilweise ähnlich, haben aber eine vollkommen unterschiedliche Bedeutung.
  • Was ist zeitliche Kontiguität? CS und UCS müssen enger zeitlicher Abfolge aufeinander folgen, damit eine klassische Konditionierung möglich ist es gibt aber auch Ausnahmen!
  • Was ist Informativität beim klassischen Konditionieren? ein Stimulus muss sich stark von den Stimuli seines Umfelds abheben, um intensiv wahrgenommen zu werden und eine Mehrinformation bieten
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  • Was entdeckte Robert Rescorla? für klassisches Konditionieren muss nicht nur zeitliche Kontiguität gegeben sein, wie Pawlow es beschrieb, sondern es muss auch Kontingenz gegeben sein: das Tier muss anhand des CS den UCS vorhersagen können
  • Was ist Furchtkonditionierung? Klassische Konditionierung bei der ein neutraler Stimulus, der zuvor nicht negativ assoziiert wird, durch eine Assoziation mit einem UCS der negativ assoziiert wird gepaart wird und in Folge der neue CS eine Furchtreaktion auslöst
  • Wie konditionierten John Watson und Rosalie Rayner den kleinen Albert, sodass er Furcht vor kleinen pelzigen Objektiven entwickelte? Auftreten der kleinen pelzigen Objekte, dann lautes erschreckendes Geräusch mit der Zeit dehnte sich Alberts Furchtreaktion auch auf andere Objekte mit Fell und Haaren aus (Reizgeneralisierung)
  • Was entdeckte Shepard Siegel? Drogenkonsum ist ein unkonditionierter Stimulus zum Schutz bzw. um die Homöostase wiederherzustellen, schwächt der Körper die Reaktion der Droge ab. (unkonditionierte Reaktion) das Setting in dem die Droge genommen wird, ist aber auch ein konditionierter Stimulus die kompensatorische Reaktion wird mit der Zeit auch eine CR in Folge kann es sein dass eine niedrigere Dosis zu einer Überdosis führt, wenn sie in einer ungewohnten Umgebung injiziert wird
  • Wie machen Werber sich das klassische Konditionieren zunutze, um ihnen das Gefühl der "Leidenschaft" gegenüber ihrem Produkt zu erzeugen? erregende Inhalte in Werbung lösen als UCS eine UCR aus das Produkt als CS soll dann in Folge ebenfalls diese Leidenschaft erzeugen (als CR)
  • Wie funktioniert das Lernen durch Geschmacksaversion und wozu dient es? Geschmack der neuen Nahrung (CS) löst im Zweifelsfall eine Erkrankung (UCS) aus Organismen können so eine Vergiftung vermeiden
  • Wie unterscheidet sich die Geschmacksaversion von anderen Formen des klassischen Konditionierens? eine einzige Assoziation kann ausreichen und die daraus folgende Aversion als Lernerfolg ist sehr löschungsresistent
  • Was entdeckte John Garcia? das Lernen durch Geschmacksaversion und damit dass Organismen angeborene biologische Prädispositionen zum Erlernen bestimmter Dinge haben, die für ihr Überleben höchst relevant sind (z.B. Ratten die neue Nahrung erst probieren und dann abwarten ob sie krank werden)
  • Wie wurde das Wissen über die klassische Konditionierung der Geschmacksaversion genutzt, um Kojoten davon abzuhalten Schafe zu reißen? vergiftetes Fleisch wurde außerhalb der Schafsherden aufgehängt und löste bei Kojoten Übelkeit aus diese mieden daraufhin die Schafe
  • Wie beeinflusst klassische Konditionierung die Krebstherapie? Chemotherapie löst Übelkeit aus Patienten assoziieren Klinikräumlichkeiten und Weg dorthin mit Übelkeit (Reizgeneralisierung) diese Reizgeneralisierung überdauert und senkt die Lebensqualität auch nach der Therapie noch diese erlernten Reaktionen können mittels Medikamenten oder verhaltensbezogenen Therapien abgebaut oder verhindert werden
  • Welche Rolle spielen Reflexe in der klassischen Konditionierung? sie bilden die Basis als UCS-UCR auf der eine CS-CR aufgebaut werden kann
  • Welcher Unterschied besteht zwischen UCS und CS? ein UCS ist angeboren und nicht erlernt ein CS ist erlernt
  • Worin besteht die konditionierte Reaktion, wenn klassische Konditionierung eine Rolle bei der Drogenabhängigkeit spielt? die kompensatorische Reaktion des Körpers auf die Effekte der Droge
  • Wie funktioniert Diskriminationslernen? es verkleinert den Bereich von CS auf die ein Organismus reagiert