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Gesprächsführung (Fach) / Rogers (Lektion)

Klientzentrierte Gesprächsführung nach Rogers

Diese Lektion wurde von AnnaCy erstellt.

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  • Was beschreibt das humanistische Menschenbild • Ganzheitlich->Wir betrachten den Menschen als Ganzes (mehr als die Summe seiner Teile), nicht als nurStörung oder nur Problem-> Mensch = autopoietisches System • Beziehungsgebunden-> Der Mensch ist in ein System von Beziehungen eingebunden, die sein Handeln beeinflussen. • Entwicklungsorientiert->Der Mensch hat eine angeborenes Bedürfnis nach Entwicklung in RichtungSelbstverwirklichung.->Der Mensch ist fähig und bestrebt, sein Leben selbst zu bestimmen in Richtung Autonomie. • Positiv und kreativ->Wir sehen den Menschen positiv (= grundsätzlich gut) und fördern den kreativenProblemlöseprozess.
  • Gehen Sie auf die therapeutische Grundhaltung ein Wir verstehen uns als Partner in der Therapie„Begleiter“ statt „Experten“Die Beziehung zwischen uns und dem Klienten istvon wesentlicher Bedeutung.Wir bieten „Hilfe zur Selbsthilfe“
  • Erklären Sie die 3 therapeutischen Basisvariablen 1. Echtheit• Kongruenz Fühlen = Sprechen = Denken; Verbal = Nonverbal = Paraverbal • Auch bei unangenehmen Gesprächssituationen lassen wirden Klienten an unserer Gefühlswelt teilhaben, ohne ihn zuüberfluten, wenn es zu den Behandlungszielen passt, wennwir es vorsichtig und gewählt tun. • Transparenz• Unsere Handlungen sind für den Klienten zu jedemZeitpunkt verständlich, einzelne Therapieschritte sindnachvollziehbar, die Therapieziele klar 2. Empathie (Einfühlung)• Bezugssystem des Klienten so präzise wie möglicherfassen• unter Wahrung einer inneren kritischen Distanzzum Erlebten des Klienten• Sonst Mitfühlung, Sich-Eins-Fühlen, Gefühlsansteckung,Identifikation 3. Akzeptanz• emotionale Wärme, bedingungsfreie Wertschätzung• Merkmal einer entwicklungsfördernden Umwelt!
  • Was sagt Rogers zur Persönlichkeitsentwicklung? • Subjektive Realität->Jede Person hat eine nur für sie gültige, subjektive Realität • Aktualisierungstendenz->das elementare Bedürfnis, sich zu erhalten, selbst zuverwirklichen und unabhängig zu werden->Kreativer Wachstumsprozess•->Kann durch Umwelt gefördert oder gehemmt werden • Selbstkonzept->Erfahrungen ->Selbstkonzept->Erfahrungen + Aktualisierungstendenz -> Stabilität d.Selbstkonzepts • Erfahrungen werden symbolisiert->Erfahrungen sind unwichtig -> ignorieren->Erfahrungen sind wichtig und passen zum Selbstkonzept ->integrieren->Erfahrungen sind wichtig und unpassend zum Selbstkonzept ->leugnen oder verzerrt symbolisieren -> Inkongruenz • Achtung!->Für den Klienten unwichtige Erfahrungen können für uns sehrwichtig sein!->Verzerrte Symbolisierung kann uns auch in der Behandlungbegegnen!
  • Beschreiben Sie die therapeutische Beziehung Therapeut (Gesprächspsychotherapeut, therapeutisches Beziehungsangebot) -> Empathie -> bedingungsfreie positive Betrachtung -> Kongruenz -> Empathie Patient -> wahrgenommene INkongruenz (Symptome) -> Ansprechbarkeit für das gesprächspsychotherapeutische Beziehungsangebot Therapeut <-> Patient
  • Gehen Sie auf die Methoden nach Rogers ein • Aktives Zuhören• Blickkontakt halten, andere Handlungen unterbrechen, sichzuwenden• das Gesagte auf sich wirken lassen• Sich der eigenen Gefühle dabei bewusst werden • offene und konkretisierende Fragen• Wiederholungen • Paraphrasieren• „Habe ich das richtig verstanden, dass Sie…?“, „Sie sind also derAnsicht, dass…?“ • Verbalisieren• Dinge, die „im Raum stehen“, ansprechen• 1. Regel: neben Inhalten auch Gefühle dazu benennen• 2. Regel: inneren Bezugsrahmen des Klienten mit einbeziehen• 3. Regel (bei hoher Selbstexplorations-Fähigkeit): möglichstgenau und spezifisch• 4. Regel (bei niedriger Selbstexplorationsfähigkeit): das im Hierund Jetzt am stärksten wirkende ansprechen• Adäquat: Klient bestätigt, kommt ins Gefühl, Selbstexploration• Nicht adäquat: Klient verstummt, wendet sich ab, ist gekränkt• Dieses Gefühl verbalisieren statt neue Verbalisation zu versuchen
  • Geben Sie ein Beispiel wie ein Therapeut adäquat antworten würde Patient: ich weiß nciht warum aber ich muss nur an meinen Vater denken und schon bin ich wütend Therapeut 1: Schon der erste Gedanke an Ihren Vater frustriert Sie. Therapeut 2: Irgendie macht es Sie ein Stück weit ärgerlich, wenn Sie an Ihren Vater denken? Therapeut 3: Ist das ein alter Konflikt, den Sie da mit ihren Vater haben? Diese Reaktionen sind für Therapeuten nicht untypisch, aber keiner entspricht der o.g Grundregel. Therapeut 1 benennt nicht ein Gefühl, sondern übersetzt das Wort Wut in einen unspezifischen Fachausdruck. Therapeut 2 verharmlost das vom Patienten genannte Gefühl und Therapeut 3 geht überhaupt nicht auf das Gefühl ein. Therapeut 4: Es macht Sie ziemlich ratlos, wenn Sie merken, dass Sie wütend auf Ihren Vater sind und nicht wissen warum? Therapeut 4 antwortet regelkonformer: Hier werden die Gefühle, mit denen der Patient befasst ist, vom Therapeuten klar benannt.
  • Gehen Sie auf weitere Methoden anch Rogers ein • Nicht-direktiv• Klient bestimmt Thema, Tempo, Richtung etc. derBeratung/ Behandlung• Therapeut schlägt keine Themen, Übungen,Rollenspiele o.Ä. vor• Therapeut hält eigene Stellungnahmen undMeinungen zurück (Belehrungen, Trost, eigeneErfahrungen, …)• Ausnahme: Aufrechterhaltung eigener Kongruenz-> in Formulierung darauf achten, d.h. Ich-Botschaften undVerbalisieren der eigenen Wahrnehmung statt Interpretation • Zentrierung auf Experiencing• = kontinuierlicher Prozess des Fühlens und Spürens(Wiltschko 2003, zitiert nach Eckert et al., 2012)• Körperempfindungen, Gefühle, Vorstellungen,Gedanken, Worte• Gefühlte Bedeutung• Wird erreicht mittels -> Focusing • Focusing• Fokussieren bestimmter Aspekte des Gesagten desKlienten (Klient selbst, Umwelt/Umgebung, beteiligtePersonen, Problemlage, …)
  • Gehen Sie auf die Beraterfertigkeiten der Anfangsphase ein - Gespräch eröffnen -Ratsuchende ermutigen, ihr Anliegen vorzubringen; nicht festgelegte Aufforderung - Reflektierende Berateräußerungen -> Wiederholen, Paraphrasieren, Zusammenfassen, Nonverbales Verhalten ansprechen - Sondierende, informationsorientierte Berateräußerungen -> offene Fragen stellen -> Akzentuieren, Feststellungen machen -> Gezielt fragen - Anregungen zur Konkretisierung und Spezifierung von Problemen, Erlebnissen, Verhaltensweisen - Unterstützung bei der Ermittlung von Problemfokus und Beratungsziel
  • Gehen Sie auf herausfordernde Interventionen in der Beratung ein - Emotionale Erfahrung und Lebensraum strukturiert explorieren - Erzählung fokussieren - Feedback geben - Schweigen -Informieren - Übungen und Rollenspiele anleiten - Konfrontieren - Metaphern und Erzählungen aufnehmen und einführen - Selbstmitteilungen des Beraters - Metakommunikation zur Beratungs- und Beziehungserfahrung
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