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Labormedizin (Fach) / Proteine (Lektion)

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Diese Lektion wurde von hiller erstellt.

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  • Wie zeigt sich ein nephrotisches Syndrom? Welche Ursachen gibt es für ein nephrotisches Syndrom? Proteinurie >3-3,5 g/d Hypoproteiämie, Albumin < 60 g/l Elektrophorese: Albumin und y-Globulin erniedrigt, Zunahme a2- und ß-Globuline Antithrombin (AT) erniedrigt Ödeme Hyperlipoproteinämie Ursachen: Glomerulonephritis. Bei Kindern häugiste ist die Minimal-Change-GN und bei Erwachsenen die Membranöse GN, dann die Minimal-Change-GN und die Fokal segmentale GN.
  • Creatinin-Clearance Formel? = Creatinin Urin x Urinvolumen / Crea Serum x Körperoberfläche
  • Erklären sie die enzymatische Creatininbestimmung im Vergleich zur Jaffe-Methode. Was sind die Unterschiede? Gibt es Störfaktoren? Jaffe-Methode: Creatinin + Pikrinsäure im alkalischen Milieu ergibt einen Komplex mit orangeroter Farbe. Photometrische Messung  CAVE: Es können auch Nichtkreatininchromogene gebildet werden. Enzymatische Methode: Creatinin + H2O -> Creatinase -> Creatin + H2O -> Creatinase -> Sarcosin + Harnstoff Sarcosin + H2O -> Sarcosinoxidase -> Formaldehyd + Glycin + H2O2 H2O2 + 4 Aminophenazon + HTIB -> Peroxidase -> Farbstoff + H2O Photometrische Messung
  • Wie ist der Grenzwert der Mikroalbuminurie? Lässt sich die Mikroalbuminurie mit einem Teststreifen nachweisen? KDIGO Leitlinie 2012: CKD Stadium A1: <20 mg/l oder <30 mg/g Crea oder <30 mg/d CKD Stadium A2: 20 mg/l oder 30 mg/g Crea oder 30 mg/d CKD Stadium A3: 200 mg/l oder 300 mg/g Crea oder 300 mg/d Bestätigung innerhalb von 2 Monaten 2 x bestätigen aus 1. Morgenurin. Teststriefen: Nur eine Albuminurie >200 mg/l kann sicher erkannt werden. Es gibt aber auch Albumin spezifische Teststreifen die eine Albuminurie >10 mg/l erkennen.
  • Was ist a1-Mikroglobulin? Wird in der Leber gebildet, bindet und baut den Häm-Anteil des Hbs ab. Bei intakten Tubuli wird a1-Mikroglobulin tubulär rückresorbiert. Bei tubulären Schädigungen wird a1-Mikroglobulin vermehrt im Urin ausgeschieden. Bei glomerulären schäden mit verminderter glomerulären Filtration kann es bei Überschreitung der Resorptionsfähigkeit ausgeschieden werden.
  • Welche Bedeutung hat Transferrin? Transferrin ist das Transportprotein für Eisen im Blut. In der Elpho läuft Transferrin in der ß1-Fraktion. Transferrinsättigung liegt normalerweise bei 25-30%. Eisenmangel bei <16% (CAVE in der Schwangerschaft erhöht). Eisenüberladung, chronische Entzündungen, Tumorerkrankungen >55%.
  • Was versteht man unter SDS-Page? SDS-Polyacralymidgel-Elektrophorese: Proteine durch Molekülgröße aufgetrennt. Verwendung zur Differenzierung zwischen tubulären und glomerulären Niernschädigunen. HEUTE: Markerproteine im Urin.
  • Die Präanalytik ist in der Urinanalytik von großer Relevanz. An welchen präanalytischen Fehler denken Sie sofort, wenn Sie im Urinsediment zahlreiche Plattenepithelien finden? Kontamination aus der distalen Urethra oder Vagina. Kein Mittelstrahlurin.
  • Sie werden nach den Vorteilen und Nachteilen von Cystatin C gefragt. Welche Auskunft geben Sie? Vorteile: Im Gegesatz zu Creatinin nicht durch Muskelmasse oder Ernährung beeinflusst. Steigt bereits bei kleinen Einschränkungen der glomerulären Filtrationsleistung an (<80 ml/min). Kein Sammelurin notwendig. Nachteil: 10-fach höherer Preis.
  • Sie wollen einen 60-jährigen Patienten mit Vancomycin behandeln. Er hat eine deutlich eingeschränkte Nierenfunktion (Serum Creatinin: 2,0 mg/dl). Wie müssen Sie die Medikamentendosierung anpassen? Startdosis weiter 1g. Dann Dosisintervall verlängern und Talspiegel messen.
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  • Bei der Beurteilung der Einzelproteine im Urin ist der Bezug mg-Protein / g-Creatinin bevorzugt. Wo liegt der Vorteil gegenüber der üblichen Einheit mg-Protein/l? Keine Sammelmenge benötigt. Es kann Spontanurin verwendet werden.
  • Was ist a1-Antitrypsin? Welche Symptome liegen beim Mangel vor? Proteaseinhibitor, in der Leber synthetisiert. Hemmt u.a. Elastase, Trypsin, Chymotrypsin, Plasmin und Thrombin. Durch fehlende Elastase-Hemmung: Husten, progrediente Dyspnoe, Atemwegsobstruktion, Lungenemphysem Leberbeteiligung (10-20%): Inflammation und Zirrhose. Cholestatischer Ikterus, erhöhte Leberenzyme, Hepatomegalie.
  • Beschreiben Sie den endogenen und exogenen Lipidstoffwechsel Exogen: Nahrungsfette werden durch Pankreaslipase gespalten und über die Darmwand aufgenommen. Kurz- und mittelkettige Fettsäuren gelangen über die Pfortader direkt in die Leber. Langkettige Fettsäuren und Glycerin werden als Triglycerdie zusammen mit Cholesterin in Chylomikronen überführt. Sie gelangen Über die Lymphe (ductus thoracicus) unter Umgehung der Leber direkt ins Blut wo sie durch die LPL (Lipoproteinlipase) im Gefäßendothel des Fettwegewebs und der Muskulatur lipolytisch Abgebaut werden (Freisetzung der Fettsäuren zur Energiegewinnugn und Speicherung). Es bleiben Cholesterin Remnants übrig die von der Leber aufgenommen und verstoffwechselt werden. Endogen: Das von der Leber stammende VLDL (Triglyceride, Cholesterin Phospholipide) wird im Blut über die LPL zu VLDL-Remnants bzw IDL abgebaut. Sie werden von der Leber resorbiert oder direkt in LDL umgewandelt. LDL versorgt das periphere Gewebe über den LDL-Rezeptor mit Cholesterin. Bei einem Überangebot wird der LDL-Rezeptor herunterreguliert. HDL stimuliert die Zellen zur Cholesterinabgabe und transportiert es zur Leber wo es gespeichert oder über die Galle als Cholesterin oder Gallensäure im Stuhl ausgeschieden wird.
  • Funktion der LPL und Apolipoprotein CII? LPL wird in der Leber synthetisiert und katalysiert die Aufspaltung der Triglyceride aus Lipoproteinen zu freien Fettsäuren. Sie wird stimuliert durch Insulin und Apolipoprotein CII (Lipoprotein der Chylomikronen und VLDL).
  • Wie funktioniert die Ultrazentrifugation? Die Lipoproteine werden nach Dichtegradient getrennt. Chylomikronen haben die geringste Dichte und schwimmen oben. Durch Zugabe von Kaliumbromid wird die Plasmadichte schrittweise erhöht, so dass nacheinander alle Lipoproteine nach oben gelangen und getrennt abpipettiert werden können.
  • Homogener Test für LDL- und HDL-Cholesterin? Homogene Tests benötigen weder geräteexterne Vorbereitung noch Zentrifugationsschritte. Direkte Bestimmung von LDL bzw. HDL-Cholesterin. Andere Lipoproteinpartikel werden mit einem Hilfsreagenz komplexiert oder unter Schutz der zu Messenden Substanz schon vorher Enzymatisch umgesetzt. Dann wird selektiv LDL- bzw. HDL-Cholesterin enzymatisch bestimmt.
  • Wie ist das Funktionsprinzip der Lipidelektrophorese? Elektrophorese auf alkalischen Agarosegelen ( pH 9,1 ) mit anschließender spezifischer Färbung und densitometrischer Auswertung (Anhand Cholesterin- und Triglyceridwerte). Chylomikronen bleiben an der Auftragsstelle liegen, dann kommt HDL, VLDL/IDL  und LDL.
  • Wie ist die Klassifikation der Hyperlipoproteinämie nach Fredrickson? Die Einteilung ist eine phänotypische Beschreibung und hat heute keine klinische Bedeutung. I (selten) Chylomikronen erhöht, geringes Arterioskleroserisiko (fettinduzierte Hypertriglyceridämie) IIa (10%) LDL erhöht, sehr hohes Arterioskleroserisiko (familiäre Hypercholesterinämie) IIb LDL und VLDL erhöht, serh hohes Arterioskleroserisiko (familiäre gemischte Hyperlipidämie) III (selten) VLDL und ß-Liporotein erhöht, hohes Arterioskleroserisiko IV (60%) VLDL erhöhte, hohes Arterioskleroserisiko (endogene familiäre Hypertriglyceridämie) V (5-20%) VLDL und Chylomikronen erhöht, geringes Arterioskleroserisiko (endogen-exogene Hypertriglyceridämie)
  • Welche Funktion haben die HDL-Partikel? Welche Rolle spielt Apolipoprotein A-I und die Lecithin-Cholesterin-Acyltransferase (LCAT)? Transport von Cholesterin aus den extrahepatischen Zellen und Gefäßwänden in die Leber. Dort wird Cholesterin gespeichert oder abgebaut und ausgeschieden. Apolipoprotein A-I dienst als Aktivator der LCAT über die Cholesterin in den HDL-Partikeln verestert wird.
  • Was sind Lipoproteine bzw. Apolipoproteine? Lipoproteine sind Partikel mit einem unpolarem hydrophoben Kern aus Triglyceriden und Cholesterinester und einer hydrophilen Hülle aus Proteinen, Phospholipiden und unverestertem Cholesterin. Apolipoproteine sind der Proteinanteil der Lipoproteine und Bilden mit Phospholipiden ihre Oberfläche. Sie werden in der Leber und Dünndarm produziert.
  • Welche Apolipoproteine sind am wichtigsten bzw. welche Funktion haben Sie? Apolipoprotein A-I: Aktivator der LCAT (Lecithin-Cholesterin-Acyltransferase). Kommt in HDL und Chylomikronen vor. Apolipoprotein B48: Strukturprotein von Chylomikronen Apolipoprotein B-100: Strukturprotein von VLDL und LDL. Ligand für die Aufnahme von Triglyceriden in Endothelzellen. Apolipoprotein (a): Risikofaktor für KHK, Vorkommen in Lipoprotein (a)
  • Beurteilung des individuellen Atheroskleroserisikos? Risiko-Scores die aus großen Studien wie PROCAM (Münster Arbeitsmedizin) oder Framingham abgeleitet sind. PROCAM: Geschlecht, Lenensalter, LDL, Raucherstatus, HDL, systolischer Blutdruck, frühzeitige Herzinfarkte in der Familie, Diabetes mellitus, Triglyceride. niedriges Risiko (<10%): Lenbensstiländerung. Kontrolle in 5 Jahren erhöhtes Risiko (10-20%): Lebensstiländerung. Kontrolle in 2 Jahren hohes risiko (>20%): Lebensstiländerung + gezielte Therapie der Risikofaktoren. Kontrolle alle 3-6 Monate. Therapie sinnvoll unabhängig vom Score: starker Nikotinabusus, LDL >190 mg/dl, Blutdruck >140/90 mmHg, BMI >=30.
  • Im Nüchternserum weisen Sie Chylomikronen nach. Durch welches klinische Ereignis sind Patienten mit einer Chylomikronämie gefährdet? Welche pathologische Störung vermuten Sie? Hohe Triglyceride, vor allem Chylomikronen, erhöhen das Risiko für eine Pankreatitis (>1000 mg/dl)! Außerdem sind eruptive Xanthome und Hepatomegalie häufig. Familiäre Chylomikronämie-Syndrom (Typ I nach Fredrickson): Lipoproteinlipase Mangel. Oder kombinierte Hypertriglyzeridämie (Typ V nach Fredrickson) ohne einheitlichen Defekt.
  • Die Friedewald-Formel liefert zuverlässige Ergebnisse des LDL-Cholesterins und wird in der Routinediagnostik eingesetzt. Wann darf die Friedewald-Formel nicht eingesetzt werden? Bei Triglyceriden >400 und Chylomikronen darf die Friedewald-Formel nicht eingesetzt werden. Formel: LDL = Cholesterin - HDL + (Triglyceride / 5)
  • Was ist der pathobiochemische Grund dafür, dass freies Cholesterin aus dem Cholesterinrücktransport durch das Enzym LCAT verestert werden muss? Durch reversible Veresterung entsteht ein lipophiler Cholesterinester, der gut gespeichert und transportiert werden kann.
  • Ein 9-jähreiges Kind hat ein LDL Cholesterin von 850 mg/dl. Welches Krankheitsbild denken Sie? Ist eine Behandlung des Kindes notwendig? Normal bei Kindern: Cholesterin <200 mg/dl und LDL-Cholesterin <130 mg/dl Familiäre Hypercholesterinämie. Am häufigsten ist die Funktion den LDL-Rezeptors beeinträchtigt. Therapie mit Statinen (HMG-CoA-Reduktasehemmer). Ggf. LDL-Apherese.
  • Welche Parameter untersuchen Sie als Basis-Diagnostik für Fettstoffwechselstörungen? Was ist präanalytisch zu beachten? Cholesterin, LDL, HDL, Triglyceride. Nüchtern (12h). Insbesondere für Triglyceridmessung wichtig! Keine vorherige Diät, starke körperliche Belastung, etc.
  • Welche Normwerte für LDL gelten bei Risikogruppen? European Society of Cardiology: Sehr hohes Risiko: <70 mg/dl oder Absenkung des Ausgangswertes um >50%.  Hohes Risiko: <100 mg/dl.  Moderates Risiko: <115 mg/dl
  • Benennen Sie Ursachen die zum Auftreten einer Hyperlipoproteinämie Typ IV nach Fredrickson führen. Typ IV: Hypertriglyceridämie Kein einheitlicher Defekt, polygenetisch. Stoffwechselstörung: DM, Gicht, Hypothyreose, M. Cushing, Akromegalie, Fehlernährung (Anorexia nervosa, Adipositas, Alkoholismus), Niereninsuffizienz, nephrotisches Syndrom, Lupus erythematodes, Medikamente (Glukokortikoide, Hormone)
  • Apolipoprotein A, Apolipoprotein B? Apolipoprotein A-I ist Hauptbestandteil des HDLs. Es aktiviert die Lecithin-Cholesterin-Acyltransferase, welche die Veresterung von Cholesterin katalysiert. Reverser Cholesterintransport. Apolipoprotein B: Hauptbestandteil des LDLs. Bindung an den LDL-Rezeptor. Hohe Apoplipoprotein B Spiegel gelten als Risiko für Atherosklerose. Apolipoprotein A-1/B Quotient >0,7 steh für eine erhöhtes Atherioskleroserisiko.
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  • Was ist wichtig bei Typ IV nach Fredickson? Nahrungskarenz bei Blutentnahme beachten! Alkoholkarenz Verzicht auf Zucker körperliche Aktivität Reduktion von Übergewicht Ggf. Therapie mit Statinen oder Fibraten
  • Was passiert bei einem Infekt? Schneller Anstieg der Akute-Phase-Proteine mit Zunahme der a1- und a2-Fraktion in der Eiweißelektrophorese. Klassische Veränderungen: Fieber, Leukozytose, erhöhte BSG, erhöhtes CRP Neue Entzündungsmarker: TNF-a, IL-6, IL2R-a, Neopterin, PCT.
  • Wie sieht eine chronische Entzündung in der Serumeiweißelektrophorese aus? Breitbasige Erhöhung der y-Globulin Fraktion (IgG/M) und Übergang ß-/y-Fraktion (IgA) durch polyklonale Antikörpersynthese.
  • Wie weist man Interleukine nach? Interleukine liegen nur in geringer Konzentration vor, daher benötigt man empfindliche Teste (ELISA, ECLIA).
  • Unter welchen Oberbegriff fällt das CRP? Wo wird es synthetisiert? Wann und wie schnell steigt es an? Akute-Phase-Proteine. Entzündungsmarker. Synthese in der Leber. Anstieg 4-6 Std. nach Infektion. Maximalwert nach 24 Std. und HWZ 24 Std.
  • Bitte erklären Sie die Technik und Methode der Serumeiweißelektrophorese. Welche Spannung wird benötigt? Auf Agarosegel in alkalischen Puffer (PH 8,6) sind die Proteine negativ geladen und wandern durch Anlegen einer Gleichspannung zur Anode (+) und werden aufgetrennt. Die Banden werden gefärbt und densitometrisch gemessen. Spannung 220V Bei der Kapillar-Elektrophorese wandern die Proteine Richtung Minus-Pol, obwohl sie negativ geladen sind. Der Grund ist der bei der Kapillar-Elektrophorese übermächtige elektro-osmotische Fluss (EOF). Der EOF geht Richtung Minus-Pol. Die Proteine wollen zwar Richtung Plus-Pol wandern, der EOF reißt sie aber zum Minus-Pol mit. Gamma-Globuline kommen als erste zum Detektor. Vorteile: schneller, bessere Sensitivität, ß-Fraktion wird aufgetrennt. Spannung 30.000 V
  • Kurve mit Peak in y Fraktion. Weitere Abklärung? Welche Proteine sind in welcher Frakton enthalten? M-Gradient oder Paraprotein. Muss mittels Immunfixation und freie Leichtketten im Serum abgeklärt werden. Albuminpeak a1-Globuline:    a1-Antitrypsin, a-1 Glykoprotein a2-Globuline:    Haptoglobin, Coeruloplasmin ß1-Globuline:    Transferrin, Hämopexin ß2-Globuline:    C3-Komplement y-Globuline:      IgG und IgM Antikörper, IgA sind am Übergang von ß2 zu y.
  • Elpho mit Peak zwischen ß- und y-Fraktion. Was liegt hier vor? M-Gradient (IgA?) DD Fibrinogenpeak durch Verwendung von Plsama!
  • Ursache der Bisalbuminämie? Bedeutung? Kongenitale Bisalbuminämie (autosomal dominant) Pseudobisalbuminämie z.B. durch Medikamente wie Penicillin i.v. Keine klinische Relevanz
  • Was ist eine monoklonale Gammopathie? Ursachen? Unkontrollierte Vermehrung eines B-Lymphozyten/Plasmazelle mit Vermehrung von monoklonalen Immunglobulinen oder deren Teile (Leichtketten oder Schwerketten). Ursachen: MGUS, Multiples Myelom/Plasmozytom, M. Waldenström, Leukämien, Amyloidose
  • Wie diagnostizieren sie eine monoklonale Gammopathie? Immunfixation ist das sensitivste Verfahren. Zuammen mit freien Leichtketten im Serum. Eiweißelektrophorese ist nicht sensitiv genug!
  • Wie sieht ein a-1 Antitrypsinmangel in der Elektrophorese aus? Was ist a1-Antitrypsin? Klinik des a-1 Antitrypsinmangels? a1-Fraktion fehlt fast vollständig. a1-Antitrypsin ist ein Proteaseinhibitor und Akute-Phase-Protein. Es hemmt u.a. Elastase, Trypsin, Chymotrypsin, Plasmin und Thrombin. Klinik: Husten, progrediente Dyspnoe, Atemobstruktion, Lungenemphysem 10-20% Leberbeteiligung (Cholestase, Transaminasenerhöhung, Hepatomegalie) mit anschließender Zirrhose.
  • Wie sieht eine Leberzirrhose in der Serumeiweißelektrophorese aus? Niedriger Albuminpeak (verminderte Albuminsynthese) Erhöhung der y-Globulinfraktion mit "ß/y-bridging"
  • Wie sieht ein M-Gradient in der Serumeiweißelektrophorese aus? IgA-Kappa - wie häufig ist das? Schmalbasiger peak, häufig in der y-Fraktion durch IgG und IgM, seltener in der ß/y Fraktion durch IgA. Häufig sind IgG-Kappa (34%) und IgG-Lambda (18%). Gefolgt von IgA-Kappa (13%) und IgA-Lambda (8%). Leichtketten Kappa (9%) und Leichtketten Lambda (7%) IgM Kapp und Lambda sind selten (0,5%).
  • Wie sieht Fibrinogen in der Serumeiweißelektrophorese aus? Bande zwischen ß- und y-Fraktion.
  • Nephrotisches Syndrom. Wie sieht die Serumeiweißelektrophorese aus? Kompensation des Proteinverlustes. Niedrige Albuminfraktion Erhöhte a2-Fraktion: a2-Makroglobulin wird vermehrt gebildet. Ist zu groß um glomerulär filtriet zu werden.
  • Wie sind die Stadieneinteilung des Multiplen Myeloms? Früher Salmon und Durie. Jetzt Internationales Staging System (ISS): Stadium I: ß2-Mikroglobulin <3,5 mg/l und Zytogenetik hohes Risiko und Albumin >= 35 g/l und LDH normal Stadium II: weder I noch III Stadium III: ß2-Mikroglobulin >= 5,5 mg/l und Zytogenetik hohes Risiko oder LDH erhöht
  • Wie ist die klinische Wertigkeit der relativen Fraktion in Prozent der Elpho ohne Kenntnis des Gesamteiweiß? Wenig aussagekräftig, da bei Hypoalbuminämie die anderen Fraktionen prozentual erhöht sind.
  • Erklären sie die Technik der Immunfixation. Erklären sie die Technik der Immunelektrophorese. Wo wird das Patientenserum aufgetragen? Serumproteine werden im Agarosegel elektrophoretisch unter anlegen eines Gleichstroms aufgetrennt. Dann wird mit monospezifischen Antiseren und Fixierlösung getränkte Zelluloseacetatstreifen auf das Gel gelegt. Nach der Präzipitatbildung werden die im Gel entstandenen Immunkomplexe gefärbt. Kombination aus Eiweßelektrophorese und der Immunpräzipitation. Zunächst erfolgt die elektrophoretische Auftrennung. Anschließend wird senkrecht zur Trennrichtung Antiserum aufgetragen. Da wo sich AK und AG treffen bilden sich scharfe Präzipitationslinien. Das Patientenserum wird kathodenseitig (-) aufgetragen (Wanderung zur Anode +)
  • Folie Immunfixation im Urin mit freien Leichtketten von Lambda Typ. Was ist das? Was sind die Indikationen zur Bestimmung von IgD und IgE? Bence-Jones-Protein vom Typ Lambda. 80% der Multiplen Myelome führen zu einer Bence-Jones-Proteinurie. Durch Ablagerung führt dies zu einem progredienten Nierenversagen. IgD und IgE sollten bestimmt werden bei Leichtketten in der Immunfixation ohne zuordenbare Schwerkettenkomponente und ohne Nachweis von freien Leichtketten.