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Latein Interpretationsbegriffe (Fach) / Begriffe (Lektion)
Interpretation der Sprache/Sprachgebrauchs
Diese Lektion wurde von JamesCohn erstellt.
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- Hendiadyoin (Eins durch zwei) Ein Gedanke wird durch zwei Vokabeln ausgedrückt, beide Vokabeln beinhalten nahezu dasselbe: ora vultusque bezeichnet alle Gesichter
- Geminatio/ Epanalépse Verdopplung, unmittelbare Wiederholung eines Satzgliedes (an beliebiger Stelle)
- Exclamatio Ausruf; v.a. in einen Ausruf verwandelte Aussagesätze-> Häufig Außdruck von Entrüstung
- Correctio Eine Korrektur von etwas bereits Gesagten
- Klimax Steigerung
- Ironie das Gegenteil des Gemeinten sagen, spöttisch
- pejorativ Das Adjektiv pejorativ bedeutet „abwertend“. Es wird insbesondere in der Sprachwissenschaft verwendet, um auszudrücken, dass Begriffe, Ausdrücke oder Redewendungen mit negativer Bedeutung behaftet sind. Synonyme zu pejorativ sind unter anderem „abfällig“, „abschätzig“, „abwertend“ oder „geringschätzig“
- Was kannst du hieraus ablesen: "Die Eröffnung des Angriffs (I,1)"? Die in diesemLernheft aufgeführten Textstellen sind mit dem Titel des Werkes angegeben. Die römischen Ziffern bezeichnen die Kapitel, die, weil sie in der Antike als Schriftrollen vorlagen, auch Buch genannt werden. Die Abschnitte eines Kapitels werden mit arabischen Ziffern gekennzeichnet.
- L i t o t e s Die „Litotes“ ist ein Stilmittel. Eine „Litotes“ liegt vor, wenn der Autor statt eines gewöhnlichen Ausdrucks eine Verneinung des Gegenteils dieses Ausdrucks verwendet, um den Inhalt scheinbar abzuschwächen, in Wirklichkeit aber zu steigern. Oft ist eine ironische Untertreibung beabsichtigt. ÷ homō nōn fortissimus -> nicht der tapferste Mann (= ein Feigling)÷ nōn īgnōtus -> nicht unbekannt (= wohlbekannt)
- E l l i p s e Die „Ellipse“ ist ein Stilmittel. Unter „Ellipse“ versteht man die Auslassung eines oder mehrerer für die Satzkonstruktion notwendiger Wörter, ohne dass diese aus dem Zusammenhang ergänzt werden können. (1) esse Am häufigsten werden bestimmte Formen des Verbs esse sein weggelassen, und zwar esse, est, sunt. Z.B.: ÷ Summum iūs summa iniūria [est]. Das höchste (d.h. auf die Spitze getriebene) Recht ist das höchste Unrecht. (Cicero: De officiis 1:33)
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- Trikolon Ein Trikolon, (Neutrum: das T.) (griechisch τρι- tri- „drei“ und„Glied“, Plural: die Trikola) oder eine Dreierfigur ist ein aus drei Kola (=die rhythmische Elementareinheit von einem oder mehreren Wörtern) zusammengesetztes Satzgefüge oder mit anderen Worten ein dreigliedriger Satz, etwa „Ich kam, ich sah, ich siegte“, im Lateinischen „Veni, vidi, vici“. Immer wenn Sie in Texten auf ein Trikolon stoßen, müssen Sie abklären, ob darin eine Steigerung oder eine Abschwächung enthalten ist. Die Abschwächung wird mit dem Fachterminus -> Antiklimax bezeichnet. In dne meisten Fällen beinhaltet das Trikolon eine der beiden Gedankenfiguren.
- Antithese Die „Antithese“ ist ein Stilmittel. Eine „Antithese“ liegt vor, wenn der Textautor Sätze oder Satzteile gegensätzlichen Inhalts gezielt zusammenstellt, wobei er oft den inhaltlichen Gegensatz durch einen Parallelismus oder Chiasmus besonders hervortreten lässt. Beachte: Oft wird als „Antithese“ jede Art von inhaltlichem Gegensatz in einem Text bezeichnet. Von einem Stilmittel kann man jedoch nur dann sprechen, wenn eine besondere Gestaltungsabsicht des Autors vorliegt. Wenn sich also die Erwähnung des Gegensatzes von selbst aus der Sache ergibt, über die der Autor sprechen will, und der Autor den Gegensatz auch nicht in auffälliger Form hervorhebt, handelt es sich nicht um eine Antithese. Beispiele ÷ In māximā fortūnā minima licentia est. Im größten Glückszustand herrscht die kleinste Freiheit.
- Was musst du dir merken bei "sunt,qui" gängige Formulierung "sunt,qui"-> im Relaticsatz steht dann immer der Konjunktiv
- Anapher ein- oder mehrfache Wiederholung desselben Wortes oder Wortgruppe. Die A. soll die Eindringlichkeit hervorrufen oder eine Periode übersichtlich machen. Nihilne te nocturnum praesidium Palatii, nihil urbis vigiliae, nihil timor populi, nihil… [Cic. in Cat. I, 1]
- Polyptoton oder Traductio Wiederholung desselben Wortes innerhalb eines Satzes in anderer Flexionsform zur Erzielung von Klangwirkung und Wortspiel. iunge tuum lateri qua potes usque latus [Ovid, ars amat. I, 140]
- Epimone und Tautologie Epimone: Gedankenwiederholung: Verweilen bei einem Gedanken durch Wiederholung in anderer (synonymer) Formulierung (z.B. positiv - negativ) [z.B. Anfang von Cic.Catil.1,1: quousque tandem..., quamdiu..., quem ad finem...] Tautologie: Gedankenwiederholung ohne jeden neuen Aspekt
- Stakkato Abfolge kurzer, abgehackter Geräusche/Töne
- Polyptoton Das Polyptoton ist ein rhetorisches Stilmittel, das in literarischen Gattungen aller Art auftaucht. Das Polyptoton ist die Wiederholung eines Wortes in verschiedenen Flexionsformen (Beugungsformen). Das bedeutet, dass der Wortstamm des Wortes wiederholt wird, aber die angehängten Endungen verändert werden. Die Figur ähnelt demzufolge der Figura etymologica.
- Figura etymologica Eine Figura etymologica ist ein Stilmittel bei der Wörter mit gleichem Wortstamm, die verschiedenen Wortarten angehören, verbunden werden (z.B misera von dem Adj. miser und miseranda als Gerundivum des Deponens miserari). Oft sind dies Verb und Substantiv. Durch das Wiederholen erreicht die Figura etymologica Nachdrücklichkeit und aktiviert den vollen Bedeutungsgehalt einer Aussage, wodurch diese verstärkt wird.
- Asyndeton Definition Das „Asyndeton“ ist eine Aneinanderreihung (Aufzählung) syntaktisch gleichwertiger Ausdrücke ohne Konjunktionen. In den Fällen, wo sie unüblich oder ungrammatisch ist, kann sie als Stilmittel eingesetzt werden. Erläuterungen: • Als Stilmittel kann man es insofern betrachten, als es eine Abwechslung zwischen verschiedenen Aufzählungstypen ermöglicht (Variation) und bevorzugt wird, wo eine prägnante Kürze des Ausdrucks gewünscht ist. ÷ Vēnī, vīdī, vīcī. Ich kam, ich sah, ich siegte. (zugleich eine Alliteration) (Ausspruch Cäsars nach einer Schlacht, berichtet von Plutarch) ÷ Avāritia superbiam, crūdēlitātem, deōs neglegere, omnia vēnālia habēre ēdocuit. Die Habgier lehrte Hochmut, Grausamkeit, die Götter zu vernachlässigen, alles für Geld anzubieten. (Sallust: Dē coniūrātiōne Catilīnae 10)
- asyndetisch / Asyndeton Als Asyndeton bezeichnet man in der Linguistik eine unverbundene Aufzählung. Hierbei wird die eigentlich zu erwartende Konjunktion weggelassen. Die ohne Konjunktion aufgereihten Wörter oder Satzteile sind grammatikalisch und inhaltlich gleichgestellt und nicht gesteigert.
- syndetisch, Syndese In dem Satz „Peter spielt Schach, aber Inge spielt lieber Mühle“ sind die beiden Teilsätze syndetisch aneinandergereiht, da sie durch „aber“ aufeinander bezogen sind. heißt in der Sprachwissenschaft eine durch syntaktische Funktionswörter (Konjunktionen) hergestellte Verkettung sprachlicher Ausdrücke derselben grammatischen Kategorie,
- Anakoluth Abbruch einer angefangenen syntaktischen Struktur si, ut Graeci dicunt, omnes aut Graios esse aut barbaros... (statt: Grai sunt aut barbari) [Cic. de re p. I, 37, 58]
- Polyptoton Wiederholung desselben Wortes innerhalb eines Satzes in anderer Flexionsform zur Erzielung von Klangwirkung und Wortspiel. iunge tuum lateri qua potes usque latus [Ovid, ars amat. I, 140]
- Hyperbaton Das „Hyperbaton“ ist ein Stilmittel. Ein „Hyperbaton“ liegt vor, wenn Wörter, die sich grammatisch direkt aufeinander beziehen, durch ein oder mehrere andere Wörter getrennt sind. Das Hyperbaton ist das mit Abstand häufigste Stilmittel des Lateinischen. Es kommt z.B. bei Cicero in fast jedem Satz mindestens einmal vor. Damit ist es so häufig, dass man es schon als schlechten lateinischen Stil betrachten muss, wenn es selten oder gar nicht verwendet wird. Beachte also beim Übersetzen lateinischer Sätze, dass zusammengehörige Wörter zwar meist nebeneinander, sehr oft aber auch getrennt voneinander stehen. ÷ omnium inventor artium der Erfinder aller Künste ÷ Magnā nūper laetitiā affectus sum. Neulich wurde ich von einer großen Fröhlichkeit ergriffen.
- Chiasmus Der „Chiasmus“ ist ein Stilmittel. Ein „Chiasmus“ liegt vor, wenn sich im Text eine bestimmte Satzstruktur unmittelbar danach wiederholt, jedoch mit umgekehrter Reihenfolge der Bestandteile. Hinweis: Das Gegenteil von Chiasmus ist Parallelismus. Eng ist die Welt und das Gehirn ist weit.(Schiller) Der Buchstabe X entspricht dem griechischen Chi. Ein Chiasmus bezeichnet die über Kreuz angeordnete Stellung von Wörtern oder Wortgruppen. Das gegenteilige Stilmittel zum Chiasmus ist der Parallelismus.