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VT (Verhaltenstherapie) (Fach) / Verhaltenstherapie (Lektion)
Verhaltenstherapie
Diese Lektion wurde von Felicitaas erstellt.
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- Die vier Ebenen des Verhaltens 1. affektiv-emotional z.B. Angst2. kognitiv-verbal z.B. "oh Gott, gleich kippe ich um"3. Physiologisch z.B. Herzklopfen4. Motorisch (beobachtbar) z.B. die Prüfung verlassen
- Welche Kombination zweier Variablen bezieht sich auf die klassische Konditionierung und welche auf die operante Konditionierung? Klassische Konditionierung: Stimulus - Reaktion Operante Konditionierung: Stimulus -> Verhalten -> Konsequenz
- Kontingenz (K) Kontiguität Kontingenz bezeichnet die Regelmäßigkeit des Auftretens der Konsequenz nach der Reaktion intermittierend vs. kontinuierlichKontiguität beschreibt die räumliche und zeitliche Nähe des Auftretens
- Es gibt eine biologische Prädisposition, wodurch wir auf bestimmte Reize besonders leicht eine stabile und konditionierte Reaktion entwickeln (Spinne vs. Steckdose) Preparedness (Seligman, 1970)
- Eine erlernte Konditionierung wird durch eine weitere Konditionierung neu konditioniert (Panik ersetzt durch Entspannung). Genau das passiert bei der systematischen Desensibilisierung. Gegenkonditionierung
- Der kleine Albert (Watson und Rayner) Reize lassen sich auch an emotional-motivationale Reaktionen koppeln
- Ausweiten der Angst auf andere Dinge Reizgeneralisierung
- Reaktion kann nur durch einen bestimmten Reiz und nicht durch einen anderen (ähnlichen) Reiz ausgelöst werden Reizdiskrimination
- Reize die dem CS ähnlich sind, können durch Generalisierung auch zu Auslösern der CR werden (z.B. Angst vor Ratten weitet sich auf Kaninchen aus) Reizgeneralisierung
- Konditionierung höherer Ordnung Ein neutraler Stimulus wird mit einem bereits konditioniertem Stimulus gepaart und wird somit auch zu einem konditionierten Stimulus
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- Operante Konditionierung (Skinner 1951/1953) Auftretenswahrscheinlichkeit wird durch Konsequenzen erhöht oder verringert. C-Variable im SORKC-Modell Stimulus - Konsequenz
- Welche Konsequenzen unterscheidet man bei der Operanten Konditionierung: Positive Verstärkung: C+ Bestrafung Typ II oder Indirekte Bestrafung: C+/ Bestrafung Typ I oder direkte Bestrafung: C- Negative Verstärkung: C-/
- Welche Verstärkerpläne gibt es: - Kontinuierliche Verstärkung: nach jedem erwünschten Verhalten wird verstärkt- Intermittierende Verstärkung: Verhalten wird nur teilweise verstärkt- fester Quotenplan: Konsequenz erfolgt nach bestimmter Quote (z.B. wenn Verhalten 3 Mal gezeigt wird)- variabler Quotenplan: z.B. zuerst nach 4 Mal, dann nach 6 Mal erfolgt Konsequenz- fester Intervallplan: Nachdem Verhalten gezeigt wurde, erfolgt in einem bestimmten Zeitraum die Konsequenz (z.B. immer nach 3 Minuten)- variabler Intervallplan: Nachdem Verhalten gezeigt wurde, erfolgt im Durchschnitt alle 3 Minuten Konsequenz z.B. zuerst nach einer Minute, dann nach 4 Minuten
- Welche Arten von Verstärkern gibt es (primär/sekundär) Primäre Verstärker: befriedigen physiologische Grundbedürfnisse (Wärme, Nahrung, Körperkontakt), wirken ohne Lernprozesse, aber nur wenn Bedürfnis bestehtSekundäre Verstärker: wirken erst durch Lernprozesse (z.B. Geld oder gute Noten)
- Premack-Prinzip Beliebte Aktivität für eine weniger beliebte Aktivität als Verstärker einsetzen
- Reiz, der auf die Angemessenheit und die wahrscheinliche Verstärkung einer Reaktion hinweist (z.B. Licht an signalisiert der Taube, dass das Picken auf eine Scheibe lohnend sein wird). Diskriminativer Hinweisreiz
- Zwei-Faktoren-Theorie der Angst (Mowrer 1960) Kombination von klassischer und operanter Konditionierung. 1. Angstentstehung durch klassische Konditionierung (z.B. Kopplung Panikattacke mit zunächst neutralem Stimulus "Kaufhaus")2. Aufrechterhaltung über operante Konditionierung. Durch Meiden des Kaufhauses ist keine gegenteilige Erfahrung mögich (negative Verstärkung und Vermeidungslernen). Erklärung für:- Angststörungen- Zwangsstörungen- soziale Phobie- PTBS
- Erlernte Hilflosigkeit (Seligmann 1967 und 1975) Zustand der entsteht, wenn in einer Situation weder Flucht, noch Vermeidungsverhalten gegenüber einem aversiven Reiz möglich ist. Die Theorie der erlernten Hilflosigkeit geht davon aus, dass vor allem Menschen, die Misserfolge internal, stabil und global attribuieren, anfällig für Depressionen sind. Sie haben einen pessimistischen Attributionsstil und laut Seligman fördert dieser die Entstehung von Depressionen.
- Vereinfacht kann das Modelllernen durch die nachfolgenden zwei Phasen bzw. den darin verankerten Prozessen dargestellt werden: (Bandura) 1. Aneignungsphase (Akquisition)Mit Aufmerksamkeits- und BehaltensprozessenDer Beobachter konzentriert seine Aufmerksamkeit auf das Modell und beobachtet es. Er schaut genau hin und nimmt das Modell bewusst wahr. Der Beobachter wählt dabei Verhaltensweisen aus, die ihn besonders interessieren. Ein beobachtetes Modellverhalten kann manchmal erst längere Zeit nach dem Beobachten gezeigt werden. Dazu ist das beobachtete Verhalten im Gedächtnis gespeichert worden. 2. Ausführungsphase (Performanz)Motorische Reproduktionsprozesse und Verstärkungs- und MotivationsprozesseDas beobachtete Verhalten wird nachgeahmt, indem der Beobachter sich an das gespeicherte Verhalten erinnert. Dieses Verhalten wird nachgeahmt, indem die Bewegungsabläufe wiederholt werden. Der Beobachter wird verstärkt, weil er den Erfolg seines eigenen Verhaltens sieht. Schon wenn der Beobachter erste Fortschritte sieht, wird sich diese Feststellung des erfolgreichen Verhaltens verstärkend auswirken.
- Was wird mit der Bobo Doll Study gezeigt? (Bandura) Wie Kinder aggressives Verhalten nachahmen.
- Was sind die Ziele der Plananalyse oder der vertikalen Verhaltensanalyse? (Caspar 1996) Ziel: - Erfassung der Motive eines Verhaltens- Strategie zur Erreichung der Bedürfnisse bzw. Pläne
- Was sind Pläne in der Plananalyse? Pläne:- zeitstabile Einstellungen, Meinungen, Haltungen, Werte, Erwartungen, Ansprüche, die sich auf soziale Interaktion auswirkt
- Grawe Konsistenzregulation als Grundprinzip des psych. Funktionierens Vereinbarkeit gleichzeitg ablaufender neuronaler und psychischer Prozesse 1. Ebene menschliche Grundbedürfnisse:- Orientierung / Kontrolle- Lustgewinn/Unlustvermeidung- Bindung- Selbstwerterhöhung/Selbstwertschutz 2. Ebene Annäherungs- und Vermeidungsziele: Annäherungsziele:- Intimität/Bindung-Geselligkeit- Anderen helfen- Hilfe bekommen- Anerkennung/Wertschätzungusw. Vermeidungsziele:- Alleinsein- Kritik- Hilflosigkeitusw.
- Welche Konflikte entstehen, wenn verschiedene Ziele untereinander oder mit den Erfahrungen des Menschen nicht übereinstimmen? - Inkongruenz (wenn Annäherungsziele und reale Erfahrungen nicht übereinstimmen)- Diskordanz (wenn Ziele/Schemata untereinander in Konflikt geraten)- Inkonsistenz (ergibt sich aus dem gemeinsamen Ausmaß von Inkongruenz und Diskordanz und gilt in der Konsistenztheorie Grawes als wesentlicher Faktor für die Entstehung psychischer Störungen)
- Wie nennt man es, wenn wesentliche Beziehungsmotive in einer Therapie vom Therapeuten befriedigt werden (wie z.B. Anerkennung, Solidarität etc.) Komplementäre Beziehungsgestaltung
- Wie nennt man Expo mit anschließender Beschreibung der Gedanken, Gefühle und gewünschtes Verhalten, damit der Therapeut Aufschluss über Befürchtungen, Automatismen und Verhaltenstendenzen erfährt? Verhaltenstest
- Beschreibe das 7-Phasen-Modell therapeutischer Veränderung (nach Kanfer et al. 2012) (1) Eingangsphase: Schaffung günstiger Ausgangsbedingungen(2) Aufbau von Änderungsmotivation & vorläufige Auswahl von Änderungsbereichen(3) Verhaltensanalyse und funktionales Bedingungsmodell(4) Vereinbaren therapeutischer Ziele(5) Planung, Auswahl und Durchführung spezieller Methoden(6) Evaluation therapeutischer Fortschritte(7) Endphase: Erfolgsoptimierung und Abschluss der Therapie
- Wie nennt man die Fragetechnik, in der der Patient durch geeignetes Fragen gezielt angeleitet wird, neue, zielführende Informationen selber zu entdecken? geleitetes Entdecken
- Reaktionsumkehr (sobald Impuls auftritt, soll Patient Gegenreaktion (inkompatibles Verhalten) zeigen Indikation: Tic-Störungen, Trichotillomanie, Daumenlutschen, Fingerknacken, nervöse Verhaltensgewohnheiten Z.B. statt Nägelkauen - Hände falten Habit-Reversal-Training
- Exposition - welche Konfrontationen gibt es? - Konfrontation in vivo (Darbietung des Angstreizes in der Realität)- Konfrontation in sensu (Darbietung des Angstreizes in der Vorstellung)- Massierte Konfrontation (Beginn mti dem am stärksten angstauslösenden Reiz)- Graduierte Konfrontation (schrittweise Annäherung des am stärksten angstbesetzten Stimuli) Massiert und in vivo = Flooding (Wirkmechanismus = Habituation)Graduiert und in sensu = systematische Desensibilisierung (Kopplung angstauslösender Reiz in Gedanken mit Entspannung)Graduiert in vivo = graduierte Expo (ohne Entspannung) Implosionstherapie = massiert in sensu
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- Kognitive Triade Depressiver (Beck) Kognitive Dysfunktionen werden ätiologisch als grundlegend für Depressionen angesehen Hiermit wird das typische Denken depressiv Erkrankter beschrieben:1. eine negative Sicht seiner selbst2. eine negative Sicht der Umwelt3. eine negative Sicht der Zukunft
- Denkfehler depressiver Menschen: ohne ausreichend Belege, oft sogar trotz gegenteiliger Erfahrung Willkürliches Schlussfolgern
- Denkfehler depressiver Menschen: Bezug von negativen Ereignissen auf eigene Person, auch ohne Beleg dafür Personalisierung
- Denkfehler depressiver Menschen: Bedeutung eines Ereignis wird über- oder unterschätzt Maximieren und minimieren
- Denkfehler depressiver Menschen: Einzelne Aspekte oder Erlebnisse werden ungerechtfertigt zu allgemeinen Aussagen generalisiert. Übergeneralisieren
- Denkfehler depressiver Menschen: Einzelinformationen werden überbewertet oder ausgeblendet Selektives Verallgemeinern/selektive Abstraktion
- Denkfehler depressiver Menschen: schwarz/weiß denken Dichotomes Denken
- Denkfehler depressiver Menschen: Überbewertung von möglichen Konsequenzen Katastrophisieren
- Denkfehler depressiver Menschen: Ich fühle es, also ist es wahr Emotionale Beweisführung
- Denkfehler depressiver Menschen: Aus einem Ereignis oder einer Handlung wird ein umfassender Sachverhalt gemacht. Es wird außer Acht gelassen, dass Menschen, die ein gleiches Merkmal haben, sich in anderen Punkten unterscheiden können, beispielsweise verschiedene Charaktere haben. Etikettierung
- Denkfehler depressiver Menschen: Die Überzeugung zu wissen, was jemand anderes denkt, ohne nachzufragen Gedankenlesen
- Denkfehler depressiver Menschen: Nur einen bestimmten Aspekt des gegenwärtigen Lebens sehen Tunnelblick - selektive Aufmerksamkeit
- Wofür steht das ABC in der ABC-Theorie von Ellis? A=activating event (auslösendes Ereignis)B=belief (Bewertung dessen)C=consequences (emotionale Reaktion und Verhaltensweisen, die auf A folgen)
- Zentrale Annahme in der ABC-Theorie: Wichtig: Nicht das Ereignis A löst die Konseqenz C aus, sondern die Bewertung B ist für C verantwortlich.
- Später hat Ellis das Schema um die Aspekte D und E ergänzt: A = „activating events“: das auslösende Ereignis; B = „beliefs“: die Gedanken zum Ereignis: Wahrnehmung und Bewertung des Ereignisses. C = „consequences“: Konsequenzen, die als Reaktion auf die Gedanken folgen. Das sind Prozesse wie Gefühle, Gedanken und Verhalten. D = „disputation“: Auseinandersetzen mit den irrationalen Gedanken. Hier wird auch die Therapie angesiedelt. Diese soll Beliefs und Consequences in Beziehung bringen und daraus alternative Modelle ermöglichen. E = „effect“: ersetzen der irrationalen Gedanken durch rationale Gedanken
- Symptomstress beim ABC-Schema Aus einem C (depressive Gefühlslage) kann ein neues A werden (es ist schrecklich an Depressionen zu leiden)
- Man selbst ist mit dem was man denkt und tut im Einklang. Man hat das Gefühl: „Ja, das bin ich.“ Ich-synton
- Das eigene Fühlen, Denken und Handeln erscheint einem fremd. Ich-dyston
- Kognitive Verhaltensmodifikation nach Meichenbaum (2010) Welche Trainingsarten unterscheidet man? - Selbstinstruktionstraining (Handlungsanweisungen an sich selbst)- Stressimpfungstraining (Ursprung: Zusammenhang problematischer Gefühlsreaktionen, Handlungen und Körperraktionen mit ungünstien Selbstverbalisationen)
- Kanfer unterscheidet 3 Stufen der kontrollierten Selbstregulation: 1. Selbstbeobachtung (z.B. Stimmungsprotokoll, Esstagebuch)2. Selbstbewertung 3. Selbstverstärkung