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Anästhesie (Fach) / Monitoring/Patientenbeobachtung (Lektion)
Definitionen, etc
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- Was bedeutet Monitoring? - Überbegriff für alle Arten der unmittelbaren systematischen Erfassung (Protokollierung), Beobachtung oder Überwachung eines Vorganges oder Prozesses mittels technischer Hilfsmittel oder anderer Beobachtungssysteme - wiederholende Durchführung zentrales Element der Untersuchungsprogramme, um Ergebnisse vergleichen zu können und Schlussfolgerungen zu ziehen - Funktion: bei einem beobachteten Ablauf bzw Prozess steuernd eunzugreifen, sofern dieser nicht den gewünschten Verlauf nimmt bzw bestimmte Schwellwerte unter- bzw überschritten sind - Sondertyp des Protokollierens
- Was ist ein Monitor im medizinischen Sinn? - Vitaldatenmonitor - Gerät/ Gerätekombination - Vitalparameter eines Lebewesens messen und überwachen
- Beschreibe die Bedeutung von Bewusstsein im medizinsichen Sinne? - Zusammenspiel aus dem Grad der Aufmerksamkeit, der Orientierung, dem Denken, der Erinnerung und dem Handeln - Schutzreflexe (z.B.: Husten) und Reaktion auf Schmerzen - Fähigkeit sich räumlich und zeitlich zu orientieren, auf Fragen gezielt und sachlich zu antworten, auf Reize zu reagieren, zu Denken, Bewegungsabläufe durchzuführen, über die Sinne die Umgebung wahr zu nehmen
- Welche unterschiedlichen Formen der Bewusstseinslage/ -störungen gibt es? - Koma: Bewusstlosigkeit, keine Reaktion auf stärkste Reize - Sopor: schläfriger Zustand, auf Ansprache nicht erweckbar, aber durch schmerzreize - keine spontanen Reaktionen, Orientierung und Erinnerung sind beeinträchtigt - Somnolenz: abnorme Schläfrigkeit, die Person kann aber noch durch Ansprache erweckt werden - verlangsamte Antworten - leichte Einschränkung von Orientierung/ Erinnerung - Benommenheit: verlangsamtes Denken und Handeln - erschwerte Orientierung - Herabsetzung der Wahrnehmung - Wortfindungsstörungen - verhangener Patient: Bewusstseinseintrübung - verlangsamte aber zielgerichtete Reaktionen - normale Virgulanz: bewusstseinsklar - normale Aufmerksamkeit
- Was ist die Glasgow-Coma-Scale? - maximale Punktzahl 15 (volles bewusstsein), min. 3 (Tod oder tiefes Koma) - bei <8 Punkten ist von einer sehr schweren Funktionsstörung des Gehirns auszugehen - Gefahr von lebensbedrohlichen Atmungsstörungen -> Sicherung der Atemwege durch Intubation erforderlich - Kriterien: Augenöffnung - verbale Reaktion - motorische Reaktion
- Beschreibe die Atmung! . Anfeuchtung, Reinigung, Erwärmung - Diffusion (Austausch von Kohlendioxid und Sauerstoff) & Perfusion (externe Atmung und interne Atmung) - Oxygenierung = Aufsättigung des Körpers mit Sauerstoff (min. 30%) - Ventilation = CO2-Elimination/ Abatmung
- Welche Aspekte sind für die klinische Beurteilung der Atmung wichtig? . Atemfrequenz (AF) = 10-12 pro Min - Atemtiefe (AZV) = 500-500 ml (6-7ml/kg) - Atemmechanik (In- und Exspiration): z.B.: Schonatmung oder nicht sonstiges: - SpO2 Messung = per Infrarot - Messung der Dichte an Sauerstoff im Blut - Körperhaltung (Sitzend, Arme aufgestützt,...) - Hautfarbe (blass, Zyanose) - Atemgeräusche (normal, abgeschwächt, Giemen/ Pfeifen, Rasselgeräusch (feinblasig,feucht), Pleurareiben, Knistern - Röntgenbild
- Beschreibe kurz den Vorgang der Atemmechanik! - Inspiration = Zwerchfell kontrahiert - Exspiration = elastische Lungenretraktion
- Beschreibe das Herz-kreislauf System! - Lungenkreislauf und Körperkreislauf - Hochdrucksystem = 30% Blutvolumen, 120/80 mmHg - Niederdrucksystem = 70% Blutvolumen - sauerstoffreiches (meist arteriell) und sauerstoffarmes (meist venös) Blut
- Was ist der Puls? - überwiegend qualitativ die mechanische Auswirkungen von Herzaktionen auf die direkte Umgebung oder deren Fortleitung in entferntere Regionen des Körpers durch das Gefäßsystem - Systole wird gespürt - Frequenz, Rhythmus und Qualität (z.B.: weicher, schwacher, schwirrender - Normofrequenz: 60-80 beim Erwachsenen - bei kondern funktioniert die Windkesselfunktion der Aorta noch nicht -> Kompensation durch Erhöhung der Herzfrequenz
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- Wan spricht man von einer Tachykardie bzw einer Bradykardie? - Tachykardie = Überschreitung der altersüblichen physiologischen HF, zB > 100 Schlägen pro Minute beim Erwachsenen - Bradykardie = Unterschreitung der altersüblichen physiologischen HF, zB < 60 Schläge pro Minute beim Erwachsenen
- Was ist der Pulsrhythmus? - wiederkehrende Abfolge der elektrischen, sowie der daraus resultierenden mechanischen Herzaktivität -> Depolarisation und Repolarisation -> Elektrophysiologie des Herzens -> Natrium und Kalium, Calzium für mechanische Umsetzung -> PEA = pulslose elektrische Aktivität
- Beschreibe die Pulsqualität? - die bei der manuellen Messung/ Tastung des Pulses erfühlte Beschaffenheit der Pulswelle - Messung von Spannung und Füllung des Pulses, sowie Widerstand der Pulswelle, beim Versuch sie wegzudrücken Spannung: weiche (Hypotonie, Herzinsuffizienz, leicht wegdrückbar) oder harte (Hypertonie, schwer wegdrückbar) Füllung: gute (fühlt sich voll an, leicht zu tasten) oder schlechte (fühlt sich schwach an, schlecht zu tasten)
- Nenne ein paar Arterien, die man gut zum Pulstasten benutzen kann! - A. temporalis, carotis communis, axillaris, brachialis, radialis, ulnaris, femoralis, poplitea, tibialis posterior, dorsalis pedis
- Wie wird der Puls manuell gemessen? - Zeigefinger - 60 sec oder 15 secx4 - nicht den Daumen
- Welche Möglichkeiten den Blutdruck zu messen gibt es? - manuell und automatisch -> indirekte, nicht invasive Messung, mit Blutdruckmanschette an einer Extremität - blutig arteriell -> direkte, invasive arterielle Druckmessung mittels eines Druckfühlers in einem Gefäß
- Beschreibe Hypertonus, Hypotonus und die hypertensive Krise! - Sollwert: 120/70 - Hypertonus = > 140/90 - Hypotonus = <100/60 - hypertensive Krise = Blutdruck über 180 (plötzlich ansteigend
- Was gehört zum Basischeck und welche Instrumente werden gebraucht? - Bewusstsein -> Ansprechbarkeit, Glasgow-Koma-Skale - Atmung (12-20 Atemzüge/ Min) -> klinische Beurteilung, Sauerstoffsättigung - Kreislauf (HF: 60-100 Schläge/Min, RR 120/80 mmHg) -> EKG, Pulse tasten, Blutdruck
- Nenne lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen! - ventrikuläres Flimmern (VF), schnell - ventrikuläre Tachykardie (VT), schnell - pulslose elektrische Aktivität, langsam - Asystolie, langsam --> gefährlich weil kein Blut mehr in die Kammern gefühlt wird, kein Auswurf oder zu langsam