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Arbeits- und Organisationspsychologie (Fach) / VL2_5: Personalführung (Lektion)

Personal motivieren und entwickeln

Diese Lektion wurde von lenimhs erstellt.

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  • Definition Führung Führung ist die bewusste und zielbezogene Einflussnahme auf Menschen (Rosenstiel, 2009) 􏰀 Führung wird in Organisationen durch Strukturen (Führungssubstitute) und Personen (Vorgesetzte) ausgeübt 􏰀 Führung soll zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Neben Unternehmenszielen sollten aber auch immer Humanziele verfolgt werden 􏰀 Führungserfolg zeigt sich auch an der Leistung der Mitarbeiter
  • Beschreibung von Führungsverhalten 􏰀  Der Arbeitstag der typischen Führungskraft ist aus sehr vielen kurzen Episoden zusammengesetzt 􏰀  Vorgesetzte kommunizieren überwiegend mündlich 􏰀  Kontakte mit Untergebenen spielen zwar eine wichtige, aber bei weitem nicht die alleinige Rolle 􏰀  Führungskräfte haben keinen „festen“ Arbeitsplatz 􏰀  Der Arbeitstag eines Vorgesetzten ist voll unvorhergesehener bzw. ungeplanter Kontakte und Ereignisse 􏰀  In Selbstberichten von Vorgesetzten über ihren Arbeitstag ist die Kodierung oft unzuverlässig 􏰀  Es besteht eine hohe Schwankungsbreite der pro Tag berichteten Episoden
  • Dispositionen erfolgreicher Führungskräfte Charisma 􏰀 Intelligenz korreliert moderat mit Führungserfolg (p=.27, Metaanalyse Judge, Colbert & Ilies, 2004) 􏰀 Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit (Metaanalyse nach Judge et al, 2002):1 Neurotizismus: -.24; Extraversion: .31; Offenheit für Erfahrungen: .24; Verträglichkeit: .08; Gewissenhaftigkeit: .28) 􏰀 Politische Fertigkeiten (soziale Fertigkeiten in Organisationen): sozialer Scharfsinn (Bedürfnisse anderer erkennen), Handlungsflexibilität, soziale Fertigkeiten, interpersonelle Einflussnahme (andere bewegen kurzfristig eigene Vorteile für das Wohl der Gruppe hintenanzustellen)
  • 2 Hauptdimensionen des Führungsverhaltens 1. Mitarbeiterorientiertes Führungsverhalten􏰀 Berücksichtigung der Bedürfnisse der Mitarbeiter􏰀 Auf Wohlergehen der Mitarbeiter bedacht2. Aufgabenorientiertes Führungsverhalten􏰀 Erreichung organisatorischer Ziele im Vordergrund --> beruht auf den Ohio Studien
  • Transaktionale Führung Transaktionale Führung beruht auf dem lerntheoretischen Prinzip der Verstärkung:􏰀  Erfolg wird belohnt, Zielverfehlung bestraft􏰀  „Management by Exception": Führungskraft schreitet erst in die Arbeit ein, wenn Ausnahmen vorliegen
  • Transformationale Führung Transformationale Führung setzt bei der normalen Anstrengung der Mitarbeiter an und erhöht – d. h. transformiert – sie zu einer Extra-Anstrengung. 􏰀 Zielt darauf ab, den Mitarbeitern Sinn in der Arbeit zu vermitteln􏰀 4-I-Modell
  • Eigenschaften transformationaler Führung: Vier I's Idealisierter Einfluss: Führungskraft vermittelt den Mitarbeitern erreichbare Missionen und                                  stimulierende Visionen, so dass diese Vertrauen fassen und diesen                                  nacheifernInspirierende Motivierung: Symbole und emotionale Appelle steigern das Bewusstsein für die                                  angestrebten ZieleIntellektuelle Stimulierung: Mitarbeiter werden unterstützt Werte, Überzeugungen und                                  Erwartungen infrage zu stellenIndividualisierte Behandlung: Bedürfnisse der Mitarbeiter werden berücksichtigt um berufliche                                  Herausforderungen zu bewältigen
  • Zentrale Befunde zu transformationaler Führung 􏰀 Zusammenhang zwischen transformationaler Führung und Leistung zwischen .26 und .35. (Felfe, 2009) 􏰀 Metaanalyse von Judge und Piccolo (2004): mittlerer Zusammenhang zwischen transformationaler Führung und Erfolgskriterien bei .44 􏰀 Transformationales Führungsverhalten korreliert konsistent mit dem Persönlichkeitsmerkmal Extraversion (Bono & Judge, 2004) 􏰀 Die Elemente transaktionaler und transformationaler Führung können mit dem„Multifactor Leadership Questionnaire“ (MLQ; Bass & Avolio, 1990) erfasst werden
  • Symbolische Führung Führungsverhalten symbolisiert die Werte und Überzeugungen des Unternehmens. Wird diese Tatsache gezielt bei der Führung von Mitarbeitern beachtet, handelt es sich um symbolische Führung (vgl. Neuberger, 2002). 􏰀 Bei der Führung von Mitarbeitern spielt es eine große Rolle wie geführt wird. 􏰀 Alles, was im Unternehmen passiert, ist immer auch symbolisch 􏰀 Geführte versuchen den Sinn hinter den Handlungen herauszufinden (bringen Gesten und Handlungen der Führungskraft in Zusammenhang) --> 􏰁Geführte ziehen aus dem Verhalten des Vorgesetzten Rückschlüsse auf dessen Werte und Zielsetzungen
  • Feindseliges Führungsverhalten 􏰀 Führungsverhalten ermutigt die Mitarbeiter zu fragwürdigem Verhalten 􏰀 Einsatz fragwürdiger Methoden, um die Mitarbeiter im eigenen Sinne zu beeinflussen Erklärungsansätze: Theorie der verschobenen Aggression (Tepper, 2007) Theorie der moralischen Exklusion (Tepper et al., 2011)
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  • Meta-Analyse Judge et. al. 2004 Vergleich Mitarbeiterorientierte Führung und Aufgabenorientierte Führung hinsichtlich Mitarbeiterzufriedenheit und Leistung  --> Leistung ungefähr gleich, Mitarbeiterzufriedenheit bei Mitarbeiterorientierter Führung deutlich besser Kritik: 􏰁 Überwiegend Feldstudien mit ungeklärtem kausalen Zusammenhang 􏰁 Keine Überlegenheit eines Führungsstils hinsichtlich der Erfolgswirksamkeit􏰁  Suche nach Einflussgrößen, die den Zusammenhang moderieren
  • Rahmenmodell der Führung 􏰁 s. Folie 8 Führungserfolg folglich als Resultat von Person, Situation und Verhalten􏰁  Merkmale der Situation (Bedingungen, Struktur, Machtmittel) wirken als Moderatoren