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Arbeits- und Organisationspsychologie (Fach) / VL 1_8: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (Lektion)

Wirkung von Arbeit

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  • Aufgaben im psychologischen Arbeits- und Gesundheitsschutz Aufgabe der Psychologie des Arbeitsschutzes ist es, antizipatorisches und kompensatorisches Handeln im Arbeitsprozess zu ermitteln, zu erklären und gegebenenfalls durch geeignete Maßnahmen zu verändern. 1. Ermittlung und Analyse der Gefahren2. Ableitung und Festlegen von Schutzzielen3. Planung und Durchführung von Maßnahmen4. Erfolgskontrolle
  • Ermittlung und Analyse von Gefahren: Ziel, Verfahren, Betrachtungsebenen Ziel  Systematische Erkenntnisse über die Gefahrensituation und sicherheitsrelevante Aspekte der Arbeit erhalten  Ableiten von Zielen und Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit Verfahren  Einzelfalluntersuchung  Unfallschwerpunktermittlungen  Auswertung von Unfallstatistiken  Gefahrenanalysen Betrachtungsebenen  Ebene der Unfallursache  Ebene des Unfallhergangs  Ebene der Unfallfolgen
  • vier Formen der Unfallverhütung Beseitigung der Gefahr Trennung/Beseitigung der Gefährdung Abschirmen oder Verringerung der Gefährdung Anpassung an die Gefährdung (z.B. Verbesserung der Lesbarkeit von Skalen an Überwachungsgeräten, Information über Gefahren, Motivation zu sicherheitsgerechtem Verhalten
  • Definition Betriebliche Gesundheitsförderung Luxemburger Deklaration zur Betrieblichen Gesundheitsförderung in der EU (1997) zielt darauf ab, dass:  Krankheiten am Arbeitsplatz vorzubeugen (arbeitsbedingte Erkrankungen, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten, Stressoren)  Gesundheitspotenziale zu stärken und  Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu verbessern
  • Definition Gesundheitsschutz/ -förderung  Aufbau von individuellen Fähigkeiten sowie gesundheitsförderlichen Strukturen, um das Maß an Selbstbestimmung über die Gesundheit zu erhöhen --> Vom defizitorientierten Ansatz zum gesundheitsfördernden Ansatz 
  • Der salutogenetische Ansatz   Es stellt sich nicht mehr die Frage, welche Risikofaktoren Menschen krank machen (Pathogenese), sondern: Was hält den Menschen gesund?   Als Antwort darauf hat Antonovsky (1979) das Konzept der Salutogenese entwickelt   Die Salutogenese beschreibt personale und soziale Ressourcen, die zur Bewältigung von Belastungen dienen und die Gesundheit fördern
  • Maßnahmen zur Gesundheitsförderung Verhaltensorientierte Interventionen  Können sich auf einzelne Personen oder Gruppen beziehen Verhaltensänderung durch Stärkung der Selbstwirksamkeit, Erlernen von Problemlösetechniken usw. Verhältnisorientierte Interventionen  Setzen bei Strukturen und Prozessen der Lebensumwelt an Bsp: Gesundes Nahrungsmittelangebot, rauchfreie Arbeitsplätze, Lebensmittelhygiene usw. (Settingansatz)
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement  Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) baut auf dem Konzept der Salutogenese auf BGM wird verstanden als gesundheits- und betriebswirtschaftlich orientierte Überprüfung und Optimierung bestehender betrieblicher Strukturen und Prozesse Vermeidbare Belastungen sollen reduziert und gesundheitliche Ressourcen gefördert werden
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement: Gesundheitszirkel Berliner Ansatz   Auch auf die Beseitigung psychosozialer Belastungsfaktoren gerichtet  Umfassender, auf die Herstellung von Selbstbewusstsein bei den Mitarbeitern gerichtet  frühzeitigere kleine Umsetzungsinitiativen Düsseldorfer Ansatz   Stärker auf die Beseitigung physischer Belastungsfaktoren konzentriert  Basis: Arbeitssicherheitsgesetzes  Vorgesetztenbeteiligung verpflichtend
  • Erfolgskontrolle: Mess- und Bewertungs- instrumente  Questionnaire of Employee Attitudes to Safety (Cox & Cox, 1991)   Nordic Safety Climate Questionnaire (NOSACQ-50; Kines et al. 2011)   ASCOT-Leitlinien (IAEA, 1994)   Incident-Reporting-System (Rall & Oberfrank, 2013)
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  • Rahmenmodell zur Gesundheitsentwicklung s. Folie 15
  • Idealtypische Gegenüberstellung Betrieblicher Arbeitsschutz Betriebliche Gesundheitsförderung s. Folie 13