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Gesundheits- und Krankenpflegerin (Fach) / Anatomie Skelettapparat (Lektion)
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- Hirnschädel Neurocranium
- Halswirbel Vertebrae cervicales 7
- Brustwirbel Vertebrae thoracicase 12
- Lendenwirbel Vertebrae umbales 5
- Kreuzbein Os sacrum
- Schambeinfuge Os pubis
- Oberschenkelknochen Femur
- Schienbeinknochen Tibia
- Wadenbeinknochen Fibula
- Schultergürtel Schlüsselbein (Clavicula) Schulterblatt (Scapula)
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- Schlüsselbein Clavicula
- Schulterblatt Scalpula
- Oberarmknochen Humerus
- Speiche Radius
- Elle Ulna
- Gesichtsschädel Viscerocranium
- Brustbein Sternum
- Rippen Costae 12
- Steißbein Os coccygis
- Kniescheibe Patella
- Beckengürtel Pelvis
- Hüftbein Os coxae
- Grundtypen des Muskelgewebes Glatte Muskulatur (unwillkürliche Muskulatur innerer Hohlorgane) Herzmuskelgewebe (quergestreiftes unwillkürliches Myocard) Quergestreifte Skelettmuskeln
- Glatte Muskulatur Muskeln innerer Hohlorgane Unwillkürlich Immer etwas angespannt (Ruhetonus) Kleiner als Skelettmuskulatur Spindelförmige Fasern Jede Faser hat einen ovalen Kern Eng vernascht – kontinuierliches Netzwerk → Neuron aktiviert Faser → Erregung wird zu jeder Faser weiter geleitet → wellenförmige (peristalische) Kontraktionen benachbarter Fasern Kontraktion 5-500 Mal länger als bei Skelettmuskelfasern
- Herzmuskelgewebe Myocard Quergestreift Meist ein Zellkern, manchmal jedoch auch zwei bis drei Unregelmäßige Verzweigungen und End-zu-End-Verbindungen bilden Netzwerk Unwillkürliche Kontraktion durch Impulsbildung im Sinusknoten Hundertfach längere Refräkterzeit als bei SkellSkelettmuskulatur verhindert legale Dauererregung
- Aufbau des Skelettmuskelgewebes Endo-, Peri-, und Epimysium gehen am Muskelende in Sehne über, welche dann am Knochen ansetzt und aus straffen Kollagengewebe besteht Muskel wird von äußerer Gewebehülle umfasst, dem Epimysium Gemeinsam mit der ihr außen aufliegenden Muskelfaszie hält sie den Muskel in seiner Form Im Muskel sind mehrere Muskelfaserbündel, welche vom Perimysium umhüllt sind Die einzelnen Muskelfasern im Muskelfaserbündel sind von Endomysium umgeben Signale von Motoneuronen werden an einzelne Muskelfasern weitergeleitet (Axon mit Myelinscheide) deren Synapsen als Motorische Endplatte bezeichnet werden Umhüllt ist die Muskelfaser vom Sarkolemm Jede Muskelfaser besteht aus mehreren Myofibrillen, welche ein Bündel von Myofilamenten darstellen und vom netzartigen Kalziumspeicher dem Sarkoplasmatischem Retikulum umgeben sind Diese befinden sich in einem speziellen Zytoplasma, dem Sarkoplasma Umgeben sind sie von vielen Mitochondrien Myofilamente enthalten das Myosinfilament, Aktinfilament und das Titinfilament Durch Z-Streifen vertikal getrennt bilden die Myofilamente ein Sarkomer Myosinfilamente sind dicklich mit golfschlägerähnlichen Köpfchen und haben eine Bindungsstelle für ATP Zwischen den Myosinfilamenten sind die dünnen Aktinfilamente, welche mit den Z-Streifen verbunden sind und sich nicht in der Mitte berühren Das Ganze wird stabilisiert durch die Titinfilamente, welche steif am Myosin und elastisch zwischen Myosin und Z-Streifen ist Reversible Dehnbarkeit durch elastische Rückstellkraft und Stabilisierung des Sarkomers ist dadurch gegeben
- Agonist und Antagonist Agonist führt Bewegung aus (Spieler) und Antagonist führt Gegenbewegung aus (Gegenspieler) Muskel kann sowohl Agonist als auch Antagonist sein Isometrische Kontraktionen: gleichzeitige Kontraktion von Agonist und Antagonist → es kommt zu keiner Bewegung Synergist: gegenseitige Unterstützung
- Aufgaben der Skelettmuskeln Aktive Bewegung des Körpers Aufrechte Körperhaltung Wärmeproduktion Energieumsatz
- Grundeigenschaften der Skelettmuskeln Erregbarkeit (Reaktion auf Nervenreize) Kontraktil (Verkürzbarkeit gegeben) Dehnbar (Verlängerung gegeben) Elastisch (Rückkehr nach Dehnung und Ruhelage)
- Anatomische Richtungen Dorsal (am Rücken gelegen) Ventral (Bauchseits) Kranial (zum Schädel hin) Kaudal (zum Gesäß hin) Proximal (zum Körperzentrum hin) Distal (von Körperzentrum entfernt)
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- Sehnen-Muskelverbindung Ursprung meist kranial (Beine/Arme proximal) Ansatz ist kaudal/distal Muskelbauch = Muskelmasse dazwischen
- Definition Thrombose Vollständiger oder teilweiser Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel (Thrombus) im lebenden Organismus
- Thrombosearten Arterielle Thrombose Venöse Thrombose (Thromboplebitis [in den oberflächlichen Venen], Phlebothrombose [in den tiefen (Bein-)Venen auch TVT])
- Komplikationen TVT Lokalisierung: tiefe Bein und Beckenvenen Weg des Emolus: Vena Cava inferior → rechte Herzhälfte → kleiner Kreislauf Lokalisierung des Emolus: Lungenarterie (A. Pulmonalis) → Folge: Lungenembolie Symptome: Dyspnoe, Tachykardie, Zyanose, Brustschmerzen, Hämophysen (Bluthusten), Schwindel, Schweißausbrüche
- Komplikationen Arterielle Thrombose Lokalisierung: zumeist linkes Herz Weg des Embolus: Aorta → periphere Arterien → großer Kreislauf Lokalisierung des Embolus: periphere Arterien (Bein-, Darm-, Gehirnarterien) → Arterielle Thrombose Symptome: 30-35% aller Schlaganfälle durch Embolus
- Virchow'sches Trias Veränderungen der Hämodynamik: Veränderungen der Blutzusammensetzung: Blutfaktor, z.B.: Hyperkoagulabilität Veränderungen der Blutströmung: Kreislauffaktor, z.B.: Blutstau Veränderungen der Gefäßwand: Gefäßwandfaktor, z.B.: Endothelschäden
- Ziel der Thromboseprophylaxe Kreislauf: Muskelvenenpumpe aktivieren und stärken, venösen Rückfluss stärken, Kompression Wand: Beratung, kein Rauchen Blut: verstärke Wasserzufuhr Keine Tiefe-Venen-Trombose
- Symptome einer TVT Zyanose durch verlangsamte Blutzirkulation Schwellung durch Abflussbehinderung und daher Ödembildung (Waden messen an der dicksten Stelle) Lokale Überwärmung durch Blutfülle Subjektive Beschwerden wie: Schwere- oder Müdigkeitsgefühl, Kälte oder Hitze im betroffenen Bein, sowie ziehender oder krampfartiger Schmerz, Unwohlsein Druckschmerz an: Leiste, Oberschenkelinnenseite, Kniekehle, Fußknöchelinnenseite, Fußsohle Wadenschmerz wenn Fuß in Richtung Fußrücken gebeugt wird
- Indikation Thromboseprophylaxe Nikotin (KF, BF, WF) Tumor (BF, KF) Herz- und Kreislauferkrankungen (KF) Knochenmarksstörungen (Polyzythämie: BF) Besenreiser, Varizen, Varikosis (KF) Alter (WF, KF) Schwangerschaft (KF, WF) Operation und Verletzungen (WF, BF, KF) Verbrennungen (BF, KF) Immobilität (KF) Medikamente (Pille: BF, Diuretika: BF) Adipositas (WF, KF) Exsikkose (KF) Narkose (WF, KF, BF)
- Physiosklerose Natürliche mit dem Lebensalter fortschreitende Sklerose der Blutgefäße
- Sklerose Verhärtung von Organen Gewebe durch eine Vermehrung des Bindegewebes
- Arteriosklerose Ablagerung von Fett, Thrombosen, Bindegewebe und Kalk in den Blutgefäßen (bindegewebige Verhärtung der Schlagadern)
- Kontraindikationen Kompressionsstrümpfe Beinödeme Fieber Arterielle Durchblutungsstörungen Deformierte oder für die maßgefertigten Strümpfe nicht passende Beine Lungenödem bei Herzinsuffizienz Lokale Erkrankungen des Beines
- Maßnahmen zur Thromboseprophylaxe Postoperative Frühmobilisation (Venen-Muskel-Pumpe aktiviert, KF) Postoperative Lagerung (Strömungsgeschwindigkeit KF, Hochlagerung der unteren Extremitäten, ca. 20°, Oberkörper maximal 30° hoch, keine Beugung in Hüfte und Knie) Kontraindikation: Herzinsuffizienz, Mobilität, arterielle Durchblutungsstörung Ausstreichen der Venen (KF) Kontraindikation: hält nur kurz, Herzinsuffizienz, Thrombose, Schmerzen Fördernde Bewegungsübungen (KF) Kontraindikation: operativer Akutbereich, fehlende kardiale Belastbarkeit Thromboseprophylaxestrumpf, MTS (KF) Kompression nimmt kranial ab, Kontraindikation: 3-5Mal ca. 5 Minuten am Tag selbstständig laufen, Arterielle Durchblutungsstörung, Rechtsherzinsuffizienz, alle Beinerkrankungen Kompressionsverband (KF) wenn MTS nicht möglich, oder höhere Kompression
- Aufgabe der Knochen Stabiles Gerüst = Skelettsystem beeinflusst äußere Gestalt ermöglicht gemeinsam mit den Muskeln die Bewegung Schützfunktion für die inneren Organe Mineralspeicher für Kalzium und Phosphat Produktionsort für die meisten Blutzellen
- Skelettsystem Erwachsene haben mehr als 200 Knochen, Kinder mehr als 300 Teile verschmelzen im Wachstumsverlauf Männern: Knochen sind länger, schwerer, rauer und haben mehr Knochenvorsprünge Frauen haben ein breiteres Becken Einteilung in: obere und untere Extremitäten, Schulter- und Beckengürtel, knöcherner Brustkorb und Wirbelsäule, Schädel dynamisches Organ stabiles, aber nicht starres Gerüst für den Körper reduziertes Gewicht bei gleichzeitiger Stabilität Reaktionsfähigkeit auf unterschiedliche Bedürfnisse
- Knochentypen Röhrenknochen— Markenzeichen: langer, röhrenförmiger Schaft— außen sehr dcke Knochenschicht (Kompakta)— innen aufgelockerte Struktur (Spongiosa)— Beispiele: Oberarmknochen, Fingerknochen, Oberschenkelknochen kurze Knochen— meist Würfel oder Quaderförmig— Kompakta ist dünner als bei den Röhrenknochen— keine scharfe Abgrenzung zur Spongiosa— Beispiele: Handwurzelknochen flache, platte Knochen— flach und kompakt— zwischen zwei flachen Außenschichten befindet sich eine schmale spongiöse Innenschicht— Beispiele: Hirnschädel, Schulterblatt, Sternum, Rippen, Darmbeinschaufeln Sesambeine— in Sehnen eingelagerte Knochen— meist an Orten, an denen Sehnen besonderen Belastungen ausgesetzt sind— ändern den Sehnenfasernverlaf und erhöhen Muskelwirkung— Beispiel: Kniescheibe (Patella) unregelmäßige Knochen— sind unregelmäßig geformt— passen in keines der anderen Schemen— Beispiele: Wirbel und Schädelbasis— Ausnahme: lufthaltige Knochen— Knochen enthalten luftgefüllte Hohlräume— Beispiele: Stirnbein, Siebbein, Oberkiefer
- Röhrenknochen Markenzeichen: langer, röhrenförmiger Schaft außen sehr dicke Knochenschicht (Kompakta) innen aufgelockerte Struktur (Spongiosa) Beispiele: Oberarmknochen, Fingerknochen, Oberschenkelknochen
- Kurze Knochen — meist Würfel oder Quaderförmig— Kompakta ist dünner als bei den Röhrenknochen— keine scharfe Abgrenzung zur Spongiosa— Beispiele: Handwurzelknochen
- flache, platte Knochen — flach und kompakt— zwischen zwei flachen Außenschichten befindet sich eine schmale spongiöse Innenschicht— Beispiele: Hirnschädel, Schulterblatt, Sternum, Rippen, Darmbeinschaufeln