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Sozialpsychologie (Fach) / Einstellungen und Einstellungsänderungen (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Bababossi17 erstellt.

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  • Definition Einstellung Gesamtbewertung eines Stimulusobjektes eine psychische Tendenz, die daruch zum Ausdruck kommt, dass man ein bestimmtes Objekt mit einem gewissen Grad an Zuneigung oder Abneigung bewertet Unterscheidung in Valenz ( positiv negativ) und Stärke 
  • Kognition Gedanken, Überzeugungen, Merkmale die mit Einstellungsobjekt verbunden sind (z.B. bestimmter Politiker ist intelligent und macht den Job gut) ----> Salienz :  Auffälligkeit, Reiz wird aus dem Kontext gezogen und dadurch besser zugänglich für das Bewusstsein als ein nichtsalienter Reiz
  • Affektive Informationen Gefühle , Emotionen die mit Einstellungsobjekt verbunden sind----> z.B Wahl der Partei, der der bestimmte Politiker werden gemocht Evulative Konditionierung: Kopplung positiver vs negativer affektiver Informationen mit EInstellungsobjekt führt zu positiver vs negativer EInstellung-----> Versuch: positive negative Bilder wurden zu Personen im Vorhinein gezeigt-----> Personen bei denen positive Bilder gezeigt wurden----> positiv bewertet. Bei negativen Bildern -----> Person wurde negativ bewertet Operante Konditionierung:  Versteht man die Veränderung der Auftretenshäufigkeit in Abhängigkeit von verstärkenden oder bestrafenden Verhaltenskonsequenzen ---->Beispiel: suchtartige Spielen an Automaten----> Mensch gewinnt, verstärker er spielt noch mehr----> Bei Automaten nur ab nund zu Gewinn versträrkt noch mehr das Spielverhalten Mere exposure Effect:   Tatsache, das allein die Wiederholte einer anfangs neutral beurteilten Sache ihre positivere Bewertung zur Folge hat.-----> umso häufiger wir uns mit einer Person umgeben, umso mehr mögen wir sie-----> allerdings muss man der Person neutral eingestellt sein 
  • Verhaltensbezogene Informationen Frühere Verhaltensweisen, die mit Einstellungsobjekt verbunden sind Selbstwahrnehmung Kognitive Dissonanz: Kognitionen sind Erkenntnisse des Individuums über die Realität. Einzelne Kognitionen können in einer Beziehung zueinander stehen. Kognitive Dissonanz entsteht, wenn zwei zugleich bei einer Person bestehende Kognitionen einander widersprechen oder ausschließen. ---> Ich habe mir neue Fussballschuhe gekauft, später aber merke ich das die anderen besser gewesen wären die ich als erstes probiert habe Persuasion= Überreden
  • Eindimensionale Sichtweise positiv/ negativ entlang Kontinuum abgespeichert  z.B ich mag Schokolade Einstellungsambivalenz nicht zulässig
  • zweidimensionale Sichtweise Positiv/negativ getrennt gespeichert z.B ich mag Schokolade, aber ich mag nicht die Auswirkungen auf meinen Taillenumfang Einstellungsambivalenz zulässig
  • Funktion von Einstellungen Ich-Verteidigungsfunktion  Selbstüberwachung Utilitarische Funktion  Einschätzungsfunktion Wertausdrucksfunktion Soziale Anpassungsfunktion
  • Einschätzungsfunktion Einstellungen helfen beim Energie Sparen---> kognitive Ressourcen Einschätzungsfunktion wird von leicht zugänglichen Einstellungen besser erfüllt Starke Bedürfnisse nach abschließenden Urteil bewirken stärkeres Bedürfnis Einstellungen zu bilden und aufrechtzuerhalten 
  • Selbstüberwachung Starke Selbstüberwachung: Orientierung an situativen Hinweisreizen, um Verhalten an Situation anzupassen  Schwache Selbstüberwachung: Verhalten im Einklang mit eigenen Werten und weniger Anpassung an Situation
  • Messung von Einstellungen Deliberativ (überlegt) und direkt : z.B direkte Frage nach Einstellung (mittels Skala) Deliberativ (überlegt) und indirekt:  z.B projektive Verfahren  Spontan und direkt : z.B Frage nach Einstellung unter Zeitdruck  Spontan und indirekt: z.B impliziter Assoziationstest  Direkt= Explizite Einstellungsmessung Indirekt= Implizite Einstellungsmessung
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  • Explizite Einstellungsmessung Eindimensional -----> Likert-Skalen  Biopolar----> Semantisches Differntial Stärken Starke Verbreitung, d.h. vielfältige validierte Skalen (z.B. ZPID, Gesis) Hohe Testgüte: Validität, Reliabilität, Objektivität Leichte Handhabung und Auswertung (im Vergleich zu impliziten Verfahren) Schwächen Einstellung zum Einstellungsobjekt muss zugänglich / bewusst sein  Art und Weise der Itempräsentation / Formulierung beeinflusst Ergebnis Ambivalente Einstellungen können mit eindimensionalen Skalen nur schwer abgebildet werden Gegensatzpaare des semantischen Differenzials können subjektiv unterschiedliche Bedeutungen hervorrufen  Sozial erwünschtes Antwortverhalten insbesondere bei sensiblen Themen z.B Rassenstereotype----> Ergebnisverzerrung Eher geringer Zusammenhang mit impliziter Einstellung
  • Implizite Einstellungsmessung Evaluatives Priming Einstellungen sind im Gedächnis gespeicherte Assoziationen mit unterschiedlicher Stärke und Zugänglichkeit----> je stärker, desto schneller zugänglich  Messung von Reaktionszeiten bei Kategorisierung der Adjektive (Target) nach subliminaler Darbietung von Prime ---> Prime aktiviert Assoziation Schnellere Antworten auf eng assoziierte Konzepte ---> schwarzes Gesicht negative Adjektive ---> Studienbefunde zeigen negativere Einstellung gegenüber Schwarzen  Stärken Vorhersage von wenig reflektierten impliziten Verhaltensanteilen möglich Reaktionsbasierte Maße zurzeit beste und überzeugendste Zugang zu nicht bewussten Prozessen  Bessere Vorhersage als explizite Maße bei geringeren Kontrollmöglichkeiten des Verhaltens ----> kognitiver Overload, starker affektiver Stimmung und großem Zeitdruck  Schwächen  Unklar welche mentalen Prozesse IAT-Effekt herbeiführen Wenig Forschung zur Zuverlässigkeit, da das Verfahren ziemlich neu ist Nicht immun gegenüber absichtlich gefälschtem und sozial erwünschtem Antwortverhalten ----> Trotzdem viel weniger betroffen als explizite Maße Komplexe Handhabung und Auswertung im Vergleich zu expliziten Verfahren -----> Expertenwissen und Erfahrung notwendig
  • Impliziter Assoziationstest Messung von Reaktionszeiten bei Kategorisierung und Zuordnung der Gesichter und Adjektive zu zwei verschiedenen Tasten Erst wird die Tastenzurodung gelernt, dann kommt es zur Messung der Stärke der Assoziationen ----> Effekt bei signifikant kürzerer Reakttionszeit----> z.B negativere Einstellung bei schwarzen Menschen 
  • Unterschiedliche Befunde Neue Forschung nutzt wahrscheinlich bessere Maße Neue Forschung nutzt wahrscheinlich bessere Verfahren  Besseres Wissen über mögliche Einflussfaktoren 
  • Welche Faktoren beeinflussen die Verhaltensvorhersage? Korrespondenz zwischen Einstellung und Verhaltensmaß Einstellungsstärke Verhaltensbereich  Persönlichkeitsvariablen
  • Greenpeace Experiment Annahme: Verhalten lässt sich besser voraussagen bei starken Einstellungen als bei schwachen und schwache Einstellungen ergeben sich eher aus einem Verhalten als starke Einstellungen Versuch: 1.Sitzung Fragebogegen zur Positivität der Einstellung und Einstellungsstärke zu Greenpeace ; 2.Sitzung : unabhängige Studie---> aber Belohung mit 5 Euro und Info dass man es Greenpeace spenden kann---> danach Fragebogen zur Einstellung zu Greenpeace ----->Starke Einstellung sagt Verhalten voraus, schwache Einstellung nicht ; Schwache Einstellung von Verhalten beeinflusst, starke Einstellung nicht 
  • Überlegtes Handeln vs geplantes Verhalten Überlegtes Handeln  Einstellung zum Verhalten+ subjektive Norm---->Verhaltensintention-----> Verhalten Geplantes Verhalten  Einstellung zum Verhalten+ subjektive Norm+ Wahrgenommene Verhaltenskontrolle ----> Verhaltensintention-----> Verhalten 
  • MODE-Modell vs Reflective-Impulsive Modell MODE-Modell Motivation und Gelegrnheit als Determinanten für Verhalten Nicht jedes Verhalten ist überlegt und geplant Überlegtes Verhalten---> bei ausreuchender Motivation und Gelegenheit zur Abwägung der verfügabren Informationen Spontanes Verhalten: Basis auf leicht zugänglichen Einstellungen, wenn Motivation oder Gelgenheit, überlegte Entscheidung zu fällen, gering ist Reflective-Impulsive Modell Verhalten wird von zwei miteinander agierenden Systemen gesteuert Beide Systeme arbeiten paralell-----> impulsive System operiert immer und das reflektive System bei Bedarf zum Einsatz kommt---> erfördert kognitive Ressouren  Überlegtes Verhalten: reflektives System lenkt und löst Verhalten durch überlegtes Abwälzen der verfügbaren Informationen aus Spontanes Verhalten: impulsives System lenkt und löst Verhalten durch automatische assoziative Verbindungen aus
  • Elaboration-Likelihood Modell duales Prozess-Modell der Informationsverarbeitung Grundannahme: Zwei Arten der Verabreitung von Informationen zentrale Route vs periphere Route 1. Information-----> Motivation ? Fähigkeit ? wenn eines mit NEIN beantwortet wird-------> Heuristische Verarbeitung-------> Periphere Hinweisreize wenn NEGATIV oder NEUTRAL-----> Einstellung wird beibehalten -------> wenn POSITIV ----->  (periphere) instabile Einstellungsänderung       PERIPHERE ROUTE 2. Information------> Motivation? Fähigkeit? wenn beides mit JA beantwortet wird-----> Kognitive Verarbeitung------> Argumente NEGATIV----> Einstellung wird beibehalten-------> Argumente POSITIV------> zentrale stabile Einstellungsänderung--------> Argumente NEUTRAL------> periphere Hinweisreize ZENTRALE ROUTE
  • Einstellungsveränderung als Funktion der Stimmung und Qualität der Argumente---> Versuch Annhame----> Personen in guter Stimmung bedienen sich eher der peripheren Route ------> Personen in schlechter Stimmung bedienen sich eher der zentralen (kognitiv aufwändigen) Route Versuch-----> 1.Teil= UV: Personen sollen zuerst über ein postives oder ein negatives Lebensereignis erzählen 2.Teil= UV: Personen hören über Ton schwache oder postive Argumente für Studiengebühren------> Danach Messung durch Befragung mit Skala zur Zustimmung zurErhöhung von Studiengebühren Ergebnis----> Qualität der Argumente beeinflusste nur Personen in negativer Stimmung-----> Indiz für Nutzung der zentralen Route.  Erklärung-----> gute Stimmung als Hinweis dafür, dass Umwelt sicher ist, wodurch Motivation zur genauen Verarbeitung gering ist. Auch möchte man die gute Stimmung beibehalten, deswegen Vermeidung intenstiver Verarbeitung
  • Möglichkeiten der Dissonanzreduktion----> kognitive Dissonanz Änderung des Verhaltens Änderung der Wahrnehmung Änderung der Wahrnehmung des eigenen Verhaltens Subtraktion dissonanter Kognitionen Minimierung der Wichtigkeit des Konflikts Reduzierung der wahrgenommenen Wahlfreiheit----> keine andere Wahl in der Situation Adition konsonanter Kognitionen---> postive Aspekte hinzufügen um Gegengewicht herzustellen Post-Rationalisierung---> Der Handlung wird im Nachhinein ein rationaler Sinn gegeben INDIREKT---> Selbstbestätigung: Person konzentriert sich auf gute Eigenschaften von sich selbst