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Sozialpsychologie (Fach) / 10, Einstellungen und Einstellungsänderungen (Lektion)

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Diese Lektion wurde von SarahMeissner erstellt.

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  • Definition Einstellung =Gesamtbewertung eines Stimulusobjekts (Jonas et al, 2014) =psychische Tendenz, die dadurch zum Ausdruck kommt, wie man ein bestimmtes Objekt mit einem gewissen Grad an Zuneigung oder Abneigung bewertet (Eagly & CHaiken, 1993) -Einstellungen unterscheiden sich in Valenz (wertigkeit) und Stärke -beeinflussen, wie wir Welt wahrnehmen und uns Verhalten
  • Mehrkomponentenmodell (Inhalt von Einstellungen) Zanna & Rempel, 1988 = Einstellungen erheben sich aus kogitiven, affektiven und verhaltensbezogenen Merkmalen ergeben Kognitionen: Salienz Gedanken, Überzeugungen, Merkmale Affektive Informationen:   evaluative und operante Konditionierung, Mere Exposure (bloße Darbietung von Stimuli beeinflusst Einstellung) Gefühle, Emotionen Verhaltensbezogene Informationen: Selbstwahrnehmung, kognitive Dissonanz (Verhalten entgegen der eigenen Überzeugung), Persuasion frühere Verhaltensweisen 
  • Studie von Krosnick, Betz, Jussim, Lynn, 1992 evaluative Konditionierung Hintergrund: -kopplung positiver vs. negativer Infromationen mit Einstelungsobjekt führt zu positiver vs. negativer Einstellung Methode: UV: Vpns wurde affektiertes Bild einer unbeksnnten Person dargeboten, anschließend entweder "positive" oder "negative" Bilder AV: Vpns mussten physische Attrativität und Persönlichkeitsmerkmale einschätzen Ergebnis: Vpns mochten unbekannte Person mehr und schätzen sie ttraktiver ein wenn subliminal positive Bilder dargeboten werden
  • Struktur von Einstellungen Eindimensionale Sichtweise  (Zeitstrahl, nur x-Achse) -positive und negative Elemente auf entgegengesetzer Dimension abgespeichert -Empfnden gegenüber Objekten bezieht sich entweder auf einen Extrempunkt odder auf eine Position dazwischen ! Einstellungen können aus vielen positiven und wenig negativen aber auch aus wenig positiven und wenig negativen (neutrale Position) bestehen !Einstellungsambivalenz nicht möglich Zweidimensionale Sichtweise (Koordinatensystem, y- und x-Achse) -positive und negative Einstellungen auf unterschiedlichen DImensionen gespeichert -eine Dimension gibt wieder, ob Objekt viele oder wenig ositive Merkmale hat -die andere Dimesion gibt an, ob Objekt viele oder wenige positive Merkmale hat ! Menschen können auf jede Kombination von + und - zurückgreifen !EInstellungsambivalenz möglich (=Person mag und mag Einstellungsobjekt nicht)  !  Fazit: (laut Jonas, Stroebe, Hewstone, Buch Sozialpsychologie)  Zeidimensionale Sichtweise ist vorteilhaft, da sie Einstellungsambivalenz berücksichtigt
  • Funktion von Einstellungen -Einschätzungsfunktion (wenn Einstellungen als energiesparende Hillfsmittel zur Einschätzung von Einstellungsobjekten) -Soziale Anpassungsfunktion (Einstellungen dienen zur Identifikation mit sympatischen anderen) -Selbstüberwachungsfunktion (Persönlichkeitsmerkmal - Verhalten an soziale Situation anpassen, ausgeprägt bei starker Selbstüberwachung) -Wertausdrucksfunktion (Einstellung trägt dazu bei, Ausdruck von Wertvorstellungen zu zeigen) -utilitaristische Funktion ( Einstellungen tragen dazu bei, Belohnung zu maximieren und Kosten zu minimieren) -Ich-Verteidigungsfunktion (wenn Einstellungen dazu beitragen, Selbstwertgefühl zu schützen) ! grundsätzliche Unterscheidug in instrumentelle Einstellungen und Wertausdruckseinstellungen
  • explizite vs. implizierte Einstellungsmessung explizit = direkt ; implizit = indirekt explizite Einstellungsmessung + +  starke Verbreitung, hohe Testgüte, leichte Handhabung und Auswertung ---  Art und Weise der Itempräsentation/-formulierung beeinflusst Ergebnis sozial erwünschtes Antwortverhalten => Ergebnisverzerrung Einstellung zum Einstellungsobjekt muss zugänglich/bewusst ein implizierte Einstellungsmessung (reaktionszeitbasiert, spontane Assoziationen ohne verbale Angaben) +  +  bessere Vorhersage als explizite Maße bei geringer Kontrollmöglichkeiten des Verhaltens, hohe Konvergente und präfikative Validität, derzeit bester Zugang zu nicht bewussten Prozessen ---    nicht immun gegenüber absichtlicher Verfälschung und Verzerrung durch sozial Erwünschtes Antwortverhalten => aber besser als bei explizierter Methode komplexe Handhabung und Auswertung !!! explizit: bessere Vorhersage bei überlegten Verhalten !!! implizit: bessere Vorhersage bei spontanem Verhalten
  • Zusammenhang von Einstellung und Verhalten -in der Vergangenheit unterschiedliche Befunde (mal Korrelation, mal nicht) -> Warum? neue Methoden, neue Maße für Einstellung und Verhalten besseres Wissen um Experimentalbedingungen => methodologische Ansätze und Verfahren kritisch prüfen, kritische Eiflussfaktoen überprüfen Studie von Holland, Verplanken und Knippenberg, 2002 ! starke Einstellung sagt Verhalten voraus, schwache Einstellung nicht ! schwache Einstllungen von Verhalten beeinflusst, starke nicht -Theorie des überlegten Handelns Verhalten durch Verhaltensintention indiziert Verhaltensntention wird durch Einstellung zum Verhalten und subjektiver Norm bestimmt -Theorie des geplanten Handelns wie Theorie des überlegten Handelns, nur Ergänzung um wahrgenommene Verhaltenskontrolle -MODE-Modell (Fazio, 1990) Motivation and Opportunityas Determinants of Behavior (=Motivation und Gelegenheit als Determinanten für Verhalten) Überlegtes Verhalten bei ausreichender Motivation spontanes Verhalten wenn Motivation und Gelegenheit, ENtscheidung zu fällen gering ist -Reflective-Impulsive Modell Verhalten wird dzrch Zwei-prozess Modell gesteuert beide Systeme arbeiten parallel impulsives System: immer aktiv (z.B. bei spontanem Verhalten) reflexives System: arbeitet bei Bedarf (z.B. bei überlegtem Verhalten)
  • Möglichkeiten der Dissonanzreduktion DIREKT: -Änderung des Verhaltens (dissonanzerzeugendes Verhalten wird gelassen) -Änderung von Kognitionen Änderung der Wahrnehmung Änderung der Wahrnehmung des eigenen Verhaltens Subtraktion dissonanter Kognitionen Minimierung der Wichtigkeit des Konflikts Reduzierung der wahrgenommenen Wahlfreiheit -Hinzufügen konsonanter Kognitionen Addition konstanter Kognitionen (Post)-Rationalisierung INDIREKT: -Selbstbestätigung
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