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Arbeits- und Organisationspsychologie (Fach) / VL 1_4: Software-Ergonomie und Bildschirmarbeitsplätze (Lektion)

Arbeitsplatz & Arbeitsmittel

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  • Nach ISO 6385: 2004 ist die Ergonomie eine wissenschaftliche Disziplin, die sich mit dem Verständnis der Wechselwirkung zwischen menschlichen und anderen Elementen eines Systems befasst mit dem Ziel, das Wohlbefinden des Menschen und die Leistung des Gesamtsystems zu optimieren.
  • Bereiche Ergonomischer Gestaltung Arbeitsplatz Arbeitsmittel Arbeitsumgebung (physikalisch) Arbeitszeit Arbeitsstruktur
  • Die Bildschirmarbeitsverordnung Pflichten des Arbeitgebers EU-Richtlinie zur Arbeit an Bildschirmgeräten  Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit an Bildschirmgeräten  Pflichten des Arbeitgebers: Beurteilung aller Systemelemente Ermittlung der Arbeitsbedingungen Beurteilung einer möglichen Gefährdung  --> Arbeitsplatzanalyse ist vorgeschrieben
  • Ein Sitzarbeitsplatz ist ergonomisch, wenn: 1. ein höhenveränderlicher Arbeitsstuhl zur Verfügung steht, bei dessen Benutzung in der Ausgangsposition2. sich die Arbeitsebene in einer solchen Höhe befindet, dass3. bei locker aufgerichtetem Oberkörper (Körperneigung < 10°, Kopfneigung etwa 30°)die Oberarme etwa parallel zum Oberkörper hängen und4. die Ellenbogengelenke etwa 90 bis 110° gebeugt sind,5. die Hüftgelenke, die Kniegelenke und die Sprunggelenke etwa einen rechten Winkel bilden, 6. wenn die Füße mit der ganzen Sohle flach auf dem Boden stehen,7. wenn  unter dem Tisch genügend Beinraum  vorhanden ist,8. keine Seitwärtsneigung des Körpers erfolgen muss und9. alle wesentlichen Orte im "physiologischen Greifraum" liegen,
  • Die Normreihe DIN EN ISO 9241 Europäische Norm Beschreibt Anforderungen an die Arbeitsumgebung, Hardware und Software Ziel der Richtlinie ist es, gesundheitliche Schäden beim Arbeiten am Bildschirm zu vermeiden und dem Benutzer die Ausführung seiner Aufgaben zu erleichtern  Gilt nach EU-Rechtsprechung als Standard zur Bewertung der Forderung nach Benutzerfreundlichkeit aus der Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) Sie setzt sich aus min. 17 Teilen zusammen 
  • Gebrauchtstauglichkeit (Usability) der DIN EN ISO 9241 Die Gebrauchstauglichkeit (Usability) ist das Ausmaß, in dem ein Produkt von einem bestimmten Benutzter verwendet werden kann, um bestimmte Ziele in einem bestimmten Nutzungskontext effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen. s. Folie 15
  • Anforderungen an die Usability – Leitsätze nach ISO 9241-110 1. Zur Bedienung sind keine oder nur geringe Kenntnisse erforderlich 2. Die Benutzbarkeit soll ohne fremde menschliche Hilfe und möglichst ohne Studium umfangreicher Benutzerhandbücher gewährleistet sein 3. Die Software muss vom Benutzer akzeptiert werden.  4. Die Dauer des Erlernens der benötigten Software-Funktionen soll möglichst kurz sein 5. Die Gestaltung der Benutzungsoberfläche soll so erfolgen, dass ein problemloser Wechsel zwischen verschiedenen Software-Systemen möglich wird 6. Die bisherigen Fähigkeiten der Benutzer sollen in der Regel Verwendung finden 7. Die Software soll an die individuellen Wünsche der Benutzer adaptierbar sein 8. Über- bzw. Unterforderung durch künstlich vom Software-System geschaffene Belastungssituation sollten vermieden werden
  • Oberflächeneigenschaften einer Benutzer- schnittstelle nach DIN EN ISO 9241-12 Grundsätze der Informationsdarstellung   Erkennbarkeit   Lesbarkeit   Klarheit   Konsistenz   Unterscheidbarkeit   Prägnanz (Gestaltpsychologisches Gesetz des „Hervorgehobenseins“ oder der „Auffälligkeit“ 
  • Methoden zur Usability Untersuchung Blickbewegungsverfolgung  Aufnahme der Augenbewegungen eines Benutzers Ermittlung der Blicksequenz in einem optischen Feld Rückschlüsse auf Blickbewegungsmuster, Verharrungsdauer, Fokussierung, Aufmerksamkeit usf. Funktionsweise   Infrarotkamera wird über dem Display montiert   Kamera sendet infrarotes Licht, welches das Auge leichter verfolgbar macht   Software identifiziert Auge und dessen Elemente über Kamera und ermittelt daraus die Blickrichtung 
  • Der Bildschirmarbeitsplatz s. Folie 9
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