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Konzeption und Gestaltung (Fach) / U3: Mikrotypografie (Lektion)

AP 2018

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  • Wie ist das Vier-Liniensystem aufgebaut? Schrifthöhe besteht aus Versalhöhe, Oberlänge, Mittellänge (x-Höhe) und Unterlänge Rundungen sind leicht über der Schriftgrundlinie, damit alle Buchstaben gleich groß erscheinen
  • Wie heißen die Teile und Merkmale eines Buchstaben? Grundstrich (Stamm): dickere Strich des Buchstabenbildes Haarstrich (Aufstrich): dünnere Teil des Buchstabenbildes Serifen : Befinden sich bei den Versalien am Fuß und am Kopf und bei den Gemeinen nur am Fuß Kehlung: gerundete Übergang der Serifen zum Grund- oder Haarstrich Halbserifen Anstrich: schräger oder waagrechter Strich an den Oberlängen Endstrich: schräger oder gerundeter Strich am ende des Buchstabenbildes Auslaufpunkt: z.B. Tropfen bei kleinem „a“ Achse der runden Buchstaben: sind je nach Schriftart verschieden geneigt Querstrich des „e“: liegt waagrecht oder schräg Punzen: die ganz oder teilweise umschlossene unbedruckte Fläche eines Buchstaben
  • Was ist beim Schriftschnitt zu beachten? am besten lesbar Regular und Romanschnitte Grauwert sollte bei 30 - 40 % liegen Kursiv / Kapitälchen: Hervorhebungen, Auszeichnungen, Bildunterschriften Bold: Überschriften, Subheadlines, Zwischenüberschriften Heavy: Plakat, Displays
  • Schriftart gut lesbar sind Schriften mit eindeutigem Buchstabenformen, wechselnden Strichstärken und einem guten Proportionsverhältnis zwischen x-Höhe, Versalhöhe und Oberlängen Serifen von Antiqua Schriften zeigen zum nächsten Buchstaben, so entsteht ein gutes Zeilenband Grotesk-Schriften mit einem dynamischen Duktus sind besser lesbar, da die Buchstaben besser mit einander verbunden sind
  • Zeilenbreite optimal sind 8-10 Wörter pro Zeile = 55-65 Buchstabenanschläge bei kurzen Zeilen kein Blocksatz, ab 35 BA Flattersatz möglich
  • Wie viel mm hat ein pt? 1 pt = 0,353 mm
  • Schriftgröße Abstand zwischen Unterlänge und Oberlänge hängt vom Verwendungzweck ab Lesegrößen im Print: 9-12pt, Screen: 12-16px Konsultationgröße: 6-8pt Schau- und Auszeichnungsgröße: ab 14-48pt Plakat- und Displaygröße: ab 48pt
  • Zeilenabstand Abstand von Schriftlinie zu Schriftlinie ist abhängig vom Schriftgrad und der Länge der Zeile es sollte immer genügend Weißraum zwischen den Zeilen sein, damit das Auge vom Ende der Zeile gut an den Anfang der nächsten Zeile springen kann (Rückschwung) mindestens 130 % des Schriftgrads ist empfehlenswert Je länger die Zeile, desto größer der Zeilenabstand
  • Was ist die Dickte? Breite des Buchstabenbildes und die Vor- und Nachbreite
  • Laufweite Gesamtheit der Dickten und die Wortabstände orientiert sich an der Punzenbreite des kleinen „n“ des jeweiligen Schnittes und sollte nie weiter als dieser gesperrt werden Bei größeren Schriftgraden und Bold-Schnitten darf unterschnitten werden bei kleineren Schriftgraden ab 8 pt und Light-Schnitten darf gesperrt werden
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  • Was ist Kerning? ein Verfahren, mit dem man den Abstand zwischen bestimmten Zeichenpaaren vergrößern / verkleinern kann metrisches Kerning wendet die im Font enthaltenen Unterschneidungspaare an beim optischen Kerning wird der Abstand zwischen der benachbarten Zeichen auf Grundlage der Zeichenform bestimmt
  • Was ist der Unterschied zwischen Sperren und Unterschneiden? Sperren oder auch Spationieren ist die Vergrößerung der Laufweite Beim Unterschneiden wird der Buchstabe an den ihm vorausgehenden Buchstaben herangerückt
  • Was ist eine Ligatur? Zeichen, die aus mehreren verbundenen Buchstaben bestehen, um störende Lücken zu vermeiden und eine gute Lesbarkeit zu gewähren bei einem Wort, dass aus zusammengesetzten Wörtern besteht, wird keine Ligatur angewendet (Bespiel: Schiff - Ligatur, Schifffahrt - keine Ligatur zwischen Schiff und fahrt)
  • Was ist der Unterschied zwischen Mediävalziffern und Versalziffern? Mediävalziffern haben Ober- und Unterlängen und eigenen sich vorallem für Fließtext Versalziffern sind so hoch wie die Großbuchstaben der Schirft und eigenen sich für Tabellen und Visitenkarten
  • Was sind die drei Grundregeln bei der Schriftmischung? Keine Schriften mit der gleichen Schriftklassifikation mischen. Schriften müssen den gleichen Duktus haben. Die Schriftmischung sollte einen typografischen Kontrast erzeugen