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Psychologie (Fach) / Methoden zum Verhaltensaufbau (Lektion)
Siegl und Reinecker
Diese Lektion wurde von Felicitaas erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
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- Shaping Schrittweise Ausformung des Verhaltens, bei dem zunächst erste Ansätze des Zielverhaltens positiv verstärkt werden (Verstärkung erster kleiner Schritte beim Erlernen der Entspannungsreaktion beim Biofeedback)
- Chaining Aufbau einer komplexen Verhaltensweise: das letzte Glied der Kette wird als Erstes verstärkt und die Verhaltenskette "von hinten" ausgeformt. Beispiel: Ein Kind soll lernen, sich selbständig anzuziehen. Es wird zuerst der letzte Schritt, das Anziehen der Schule, ausgeformt und sich dann über die einzelnen Kleidungsstücke so weit vorgearbeitet, dass das Kind am Ende alleine die Verhaltenskette des Anziehens bewältigen kann. Die Verstärkung erfolgt immer erst nach dem Schuheanziehen.
- Fading Schrittweises Ausblenden von verbalen, bildlichen oder verhaltensmäßigen Hilfsstimuli. Selbständige Ansätze werden konsequent verstärkt. Beispiel: Verlängerung der Sitzungsabstände im Rahmen der Generalisierung von Veränderungen in der Therapie. Dient der Stabilisierung des aufgebauten Verhaltens
- Prompting Verbale oder verhaltensmäßige Hilfestellung, die die Aufmerksamkeit der Person auf das gewünschte Verhalten lenkt. Beispiel: Der Therapeut gibt Instruktionen, nimmt das Kind an die Hand: " Jetzt möchte ich, dass du...machst!" Das erhöht die Wahrscheinlichkeit für das Zielverhalten, welches dann verstärkt werden kann.
- Token Economies Einsatz von Verstärkern, die man gegen etwas eintauschen kann (Belohnungsaufschub).
- Kohäsion Gruppenzusammenhalt durch das so genannte "Wir-Gefühl"
- Premack-Prinzip Das Premack-Prinzip besagt, dass ein unwahrscheinlicheres Verhalten durch ein wahrscheinlicheres verstärkt werden kann. Mit unwahrscheinlichem Verhalten ist dabei ein Verhalten gemeint, das die jeweilige Person aus verschiedenen Gründen seltener zeigt (z.B. weil sie die Aktivität nicht gerne tut). Wahrscheinliches Verhalten bedeutet genau das Gegenteil. Beispiel "Wenn du deine Hausaufgaben (unwahrscheinliches Verhalten) machst, darfst du später raus zum Spielen (wahrscheinliches Verhalten)"
- Verhaltensprävention Personenorientiert: Individueller Ansatz am Erleben und Verhalten des Einzelnen mit dem Ziel der Veränderung individuellen Verhaltens
- Verhältnisprävention Systemorientiert: Setting-Ansatz mit dem Ziel der Veränderung von Systembedigngungen (räumlich, sozial, ökologisch etc.) zur Verminderung von Krankheiten z.B. Entfernung aller Zigarettenautomaten
- Verhaltensdeterminanten: In jedem Verhalten sind folgende Ebenen zu unterscheiden: Alpha- Ebene: umfassen alle Einflüsse außerhalb der Person (Umgebungsreize wie z.B. Lärm)Beta-Ebene: umfasst alle gedanklichen Prozesse (z.B. bei dem Lärm kann doch keiner arbeiten)Gamma-Ebene: Sie beinhalten alle Einflüsse des genetischen und biologischen Systems, aber auch aktuelle körperliche Umstände wie Drogen- oder Medikamenteneinfluss. Kopfschmerzen kann determiniert sein durch Lärm (Alpha), gedankliche Prozesse (Beta) oder Alkoholkonsum am Abend (Gamma).
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- Was ist Checking? = graduierte Löschungdie Anzahl der Verstärker, die ein Verhalten aufrecht erhalten, wird schrittweise verringert (Schlaftraining Kind)
- Positive Verstärkung C+
- Bestrafung Typ II C+/
- Bestrafung Typ I C-
- Negative Verstärkung C-/
- Konstanter Intervallplan und variabler Intervallplan Konstanter Intervallplan = nach x-Minuten wird erste Reaktion verstärktVariabler Intervallplan = im Durchschnitt wird aller x Minuten verstärkt
- Konstanter Quotenplan und variabler Quotenplan Konstanter Quotenplan = jede x-te Reaktion wird verstärktVariabler Quotenplan = ein bestimmter %-Satz der gewünschten Reaktionen wird verstärkt
- Welche VT-Technik ist der klassischen Konditionierung zuzuordnen? Systematische Desensibilisierung - Graduiert - in sensu - Kopplung angstauslösender Reiz in Gedanken mit Entspannung
- Response Cost Verstärkerentzug (dient dem Abbau von Verhalten)
- Löschung welches C? C+/Entfernen des positiven Verstärkers, der das Problemverhalten aufrechterhält (z.B. Ausblenden der elterlichen Aufmerksamkeit bei problematischem Verhalten)
- Timeout Alle potenziellen Verstärker des unerwünschten Verhaltens werden unerreichbar gemacht (z.B. neutraler Raum)
- Sättigung Tritt mit der Zeit immer dann ein, wenn eine bestimmte Reaktion sehr häufig gezeigt wurde und immer der selbe Verstärker folgt
- Beschränkung Durch die physikalische Behinderung eines Verhaltens, kann dieses kurzfristig reduziert werden (z.B. Festhalten einer aggressiven Person)
- Verstärkung inkompatibler Verhaltensweisen Ein mit dem unerwünschten Verhalten unvereinbares Verhalten wird gestärkt (z.B. Reaktionsverhinderung bzw. habit reversal-training)
- Verdeckte Verfahren Kognitionen können nicht beobachtet werden und werden deshalb als "verdeckt" bezeichnet.
- Verdeckte positive und negative Verstärkung vorgestelltes oder tatsächliches Verhalten wird mit einer vorgestellten Verstärkung verknüpft
- Verdeckte Bestrafung unerwünschtes Verhalten wird mit Bestrafung vorgestellt
- Verdeckte Löschung auf ein vorgestelltes problematisches Verhalten folgen nicht die erwarteten Konsequenzen
- Verdeckte Sensibilisierung Vorstellung einer bisher angenehmen aber unerwünschten (Rauchen) mit einer aversiven Szene (Kotzen) bei gleichzeitigem Aufbau von Alternativverhalten Cautela (1967) hat das Verfahren „Sensibilisierung“ genannt, weil im Gegensatz zur systematischen Desensibilisierung nicht der Ab-, sondern der Aufbau einer Vermeidungsreaktion gegenüber dem unerwünschten Stimulus im Vordergrund steht. Bei der verdeckten Sensibilisierung erfolgt vor Beginn eine Entspannungsinstruktion. In dem Moment, in dem in der Vorstellung das Problemverhalten (z. B. Alkoholkomsum, Essattacke, sexuelle Vorstellung) beginnt, erfolgt eine abrupte Unterbrechung und der Betroffene stellt sich vor, wie stattdessen etwas furchtbar Unangenehmes und/oder Peinliches passiert (z. B. Erbrechen in der Öffentlichkeit, Würmer im Essen, Wespenschwarm). D.h. es handelt sich um eine Bestrafung des Annäherungsverhaltens i.S. der operanten Konditionierung. Auch dies soll sich der Betroffene detailliert vorstellen und z. T. auch übertreiben. Zum Schluss wird eine plötzliche Flucht aus der unangenehmen Situation imaginiert, durch die der Betroffene in eine herrlich angenehme Situation gelangt (negative Verstärkung des Abstinenzverhaltens).
- Verdecktes Gegenkonditionieren gewünschtes Verhalten mit angenehmer Vorstellung koppeln (Ins Kaufhaus gehen und letzter Urlaub)
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- Verdecktes Modelllernen Vorstellung, wie Modell sich so verhält, wie man sich selbst verhalten möchte (z.B. wie Heidi Klum die Fitnessübungen zu machen)
- Methode der Converant Control 1. verhaltensauslösender Reiz wird mit neg. Kognition gekoppelt (z.B. "Rauchen macht krank") 2. Erarbeiten einer pos. kognitiven Umdeutung als pos. Verstärkung ("wenn ich nicht rauche, bleibe ich gesund") 3. Alternativverhalten
- Indirekte Bestrafung mit Beispielen: Verstärker werden entzogen- response cost- timeout
- Priming Zuvor kodierte Informationen werden wieder aus dem Gedächtnis abgerufen
- Diskriminationslernen Der Organismus lernt nur auf spezifische Reize zu reagieren und diese von ähnlichen zu unterscheiden. Beispiel: bei der Behandlung von Regulationsstörungen wird das Zielverhalten in Gegenwart eines definierten Zielreizes (z.B. Schlafzimmer) verstärkt.