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Kommunikation und Persönlichkeit (Fach) / Kommunikation und Persönlichkeit (Lektion)
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- 4-Ebenen einer Botschaft (Schulz von Thun) 1. Sachebene (worüber spricht der Sender)2. Selbstoffenbarungsebene (was offenbart Sender dabei über sich?)3. Beziehungsebene (wie steht der Sender zum Empfänger)4. Appellebene (was will der Sender vom Empfänger)
- Big five "Big Five" der Persönlichkeit: 1. Neurotizismus / emotionale Labilität(z.B. nervös, ängstlich, traurig. unsicher)2. Extraversion(z.B. gesellig, impulsiv, herzlich, begeisterungsfähig, selbstbewusst)3. Offenheit für neue Erfahrungen(z.B. wissbegierig, kreativ, phantasievoll)4. Gewissenhaftigkeit(z.B. ordentlich, zuverlässig, pünktlich, Verantwortlichkeit, organisiert)5. Verträglichkeit(z.B. mitfühlend, verständisvoll, liebenswürdig, Wärme, hilfsbereit, Altruismus, Vertrauen)
- Biopsychosoziales Krankheitsmodell (populärstes Beispiel ist die Schizophrenie) von Engel Biologische, psychologische und soziale Faktoren sind für die Erklärung, Entstehung und Aufrechterhaltungen von Krankheiten verantwortlich
- Entstehung von Krankheit durch: - Biologische Disposition und oder - Lerngeschichtliche Disposition (beides ist die Vulnerabilität) - Umweltbedingten Stressoren So entstehen psychische Störungen Diathese-Stress-Modell (Vulnerabilitäts-Stress-Modell)
- Salutogenese-Modell von Antonovsky Als wichtig bei der Widerstandsfähigkeit krisenhafter Ereignisse benennt Antonovsky den "sense of coherence" (Kohärenzsinn):1. Verstehbarkeit (Erklärbarkeit)2. Handhabbarkeit (Vertrauen in Ressourcen)3. Bedeutsamkeit bzw. Sinnhaftigkeit
- Tendenz von Befragten, unabhängig vom Inhalt der Frage zuzustimmen Akquieszenz
- Recall-Effekt In der Erinnerung scheinen Dinge oftmals deutlich positiver oder negativer, als sie es während des Erlebens waren
- Versuchsteilnehmer ändern ihr natürliches Verhalten allein deswegen, weil sie unter Beobachtung stehen Hawthorne-Effekt
- Eigene Eigenschaften werden automatisch auch anderen zugeschrieben Ähnlichkeitsfehler
- Gemeinsame Kennzeichen von DSM-5 und ICD-10 Unterschiede? - Atheoretisch- Wissenschaftlich fundiert und therapieschulunabhängig- Kriteriumsbezogene oder operationalisierte Diagnose (mit Ein- und Ausschlusskriterium)- Deskriptiv-phänomenologische Störungsbeschreibung (d.h. an den Symptomen orientiert)- keine ätiologischen Annahmen bis auf wenige Ausnahmen (PTBS)- kein analytisches Neurosekonzept und kein Endogenitätsbegriff (da dieser zu ungenau ist) Unterschiede: - DSM-5 bezieht sich fast ausschließlich auf psychische Störungen, die ICD-10 soll alle Krankheiten erfassen- Das DSM-5 wurde federführend von amerikanischen Experten entwickelt, die ICD-10 von internationalen Expertenteams
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- Multiaxialität der ICD-10 Achse Ia: Klinisch-psychiatrisches SyndromAchse Ib: Somatische Diagnose nach anderen Kapiteln der ICD-10Achse II: Ausmaß der psychosozialen Einschränkung gemäß der WHOAchse III: Faktoren der sozialen Umgebung und der individuellen Lebensbewältigung gemäß Kapitel 21 der ICD-10 (Z-Diagnose)
- Multiaxiales Klassifikationsschema für psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters Achse I: Klinisch-psychiatrisches SyndromAchse II: Umschriebene EntwicklungsrückständeAchse III: IntelligenzniveauAchse IV: Körperliche SymptomatikAchse V: Assoziierte aktuelle abnorme psychosoziale UmständeAchse VI: Globale Beurteilung des psychosozialen Funktionsniveaus
- DSM-5 Erneuerungen - Aufgabe der Multiaxialität- Kapitel sind über Lebensspanne organisiert- Aufnahme von Schweregradcodierungen (leicht-mittel-schwer)- 157 Störungsbilder (15 weniger als im DSM-IV)Auf Störungsebene:- Trauerreaktion ist kein Ausschlußkriterium mehr für die Vergabe einer Major Depression- Agoraphobie ist eine eigenständige Diagnose- Panikattacken können als Zusatzkodierung vergeben werden- Paraphilien gelten nur dann als Störung, wenn sie Leiden verursachtNeu aufgenommene Störungen:- Störung durch Glücksspiel- Binge-Eating-Störung- Prämenstruelle Dysphorische Störung- Dysruptive Stimmungsdysregulationsstörung- Zwanghaftes Horten- Dermatillomanie- Koffeinentzug
- Kassenärztliche Vereinigung - Abrechnung der ärztlichen und therapeutischen Leistungen- Bestimmung über Recht der Kassenzulassung
- Gemeinsamer Bundesausschluss (G-BA) Bestimmung des Leistungskatalogs der GKV
- Medizinische Dienste der KK (MDK) Beratung der KK und Pflegekassen (keine Prüfung der Psychotherapieanträge, das macht Gutachter)
- Psychotherapeutengesetz (PsychThG) - Berufsausübung (Approbation, Ki-Ju bis 21. Lbj, Heilkunde nicht Beratung)- Wissenschaftlich anerkannte Verfahren werden nach Prüfung des Wissenschaftlichen Beirats festgesetzt Derzeit anerkannt:- Richtlinienverfahren- Systemische Therapie- Gesprächspsychotherapie
- Psychotherapeutenkammer - Überwachung der Rechte und Pflichten der Mitglieder- Regelung der Weiterbildung- Ausformulierung der Berufsordnung- Beratung staatlicher Organe- Einsichtsnahmerecht: (Patient benötigt keinen Grund, Recht auf Kopien, an KK nur für Anträge und Berichte notwendigen Daten weiterleiten) Es gibt eine Pflichtmitgliedschaft!
- Strukturqualität Ausbildung des PersonalsTechnische Ausstattung der PraxisRäumliche GegebenheitenAblauforganisation
- Prozessqualität Tatsächlicher Ablauf der Diagnostik und Behandlung
- Ergebnisqualität Erreichung des BehandlungszielesPatientenzufriedenheit in Bezug auf die Behandlung
- SGB V Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)
- SGB VII Gesetzliche Unfallversicherung
- Vorzeichen oder auch Frühsymptome einer Krankheit Prodromalstadium
- Bei ähnlichen Ausgangsbedingungen (z.B. Entwicklungsbedingungen, Risikokonstellationen) kommt man zu unterschiedlichen Entwicklungsausgängen Multifinalität
- Was bezeichnet das Haftenbleiben an zuvor gebrauchten Worten oder Angaben, die im aktuellen Zusammenhang nicht mehr sinnvoll sind. Es gehört zu den formalen Denkstörungen - Schädigung Frontalhirn Perseveration
- Benenne die vier ethischen Prinzipien, die als Ausgangspunkt für die Behandlung gelten: (Beauchamp und Childress) 1. Prinzip der Autonomie2. Nichtschädigung3. Fürsorge4. Gerechtigkeit
- Was ist eine Katamnese? Nacherhebung zur Abklärung der Wirksamkeit von therapeutischen Interventionen (z.B. nach 6 Monaten, einem Jahr, zwei Jahren, fünf Jahren)
- SORKC-Modell - wofür stehen die einzelnen Buchstaben: S (Stimulus) O (Organismusvariable - innere Verarbeitung und Wahrnehmungsprozess)R (Reaktion bzw. Verhalten) K (Kontingenz) bezeichnet die Regelmäßigkeit des Auftretens der Konsequenz nach der ReaktionC (Konsequenz)
- Modellvorstellung, daß auf bestimmte Reize, evolutionär bedingt, sofort mit Angst reagiert wird. Diese Angst ist an Situationen und Objekte geknüpft, die evolutionsbiologisch eine potentielle Gefahr für den Menschen darstellen (z.B. Spinnen aber nicht Steckdosen). Preparedness
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- Attributables Risiko Wie wahrscheinlich ist es mit Risikofaktor eine Erkrankung zu erhalten und wie oft kommt sie vor. Wird immer in Prozent angegeben!
- Relative Risiko Was sagt es aus und welche Werte nimmt es an? Kinder, die im Beobachtungszeitraum einem Schadstoff ausgesetzt sind, entwickelten 4 Mal häufiger Asthma als nicht exponierte Kinder. Wird als Faktor angegeben! Das relative Risiko nimmt Werte zwischen 0 und Unendlich an. -Ein Wert von 1 bedeutet, dass das Risiko in beiden Gruppen gleich ist. Es besteht dementsprechend kein Anhaltspunkt für einen Zusammenhang zwischen der untersuchten Erkrankung und dem Risikofaktor. -Wenn der Wert größer 1 ist, ist das ein Hinweis auf einen möglichen positiven Zusammenhang zwischen einem Risikofaktor wie beispielsweise Rauchen und einer Erkrankung. -Liegt das relative Risiko unter 1, hat die Exposition eine schützende (protektive) Wirkung, wie es beispielsweise bei Impfungen der Fall ist.
- Absolutes Risiko Das absolute Risiko gibt die Wahrscheinlichkeit wieder, mit der die Krankheit in einem bestimmten Zeitraum auftritt, ohne Risikofaktor. Es ist das Risiko einer Grundgesamtheit, eine bestimmte Krankheit zu bekommen, zu sterben oder eine Gesundheitsbeeinträchtigung zu erleiden. Inzidenzrate in %
- Sie dient der Erfassung von Regeln und Grundannahmen, die das Verhalten steuern. Weiterentwicklung der vertikalen Verhaltens- und Problemanalyse (Makroanalyse), soll aber schulenunabhängig sein. Plananalyse
- Was ist eine vertikale Verhaltensanalyse? Erfassung der Werte, Normen, Ziele des Patienten aus der O-Variable Makroanalyse
- Verhaltens- und Problemanalyse oder Horizontale Verhaltensanalyse SORKC-Modell (Mikroanalyse)
- Statistisch verzerrte Darstellung der Datenlage infolge einer bevorzugten Veröffentlichung von Studien mit „positiven“ bzw. signifikanten Ergebnissen. publication bias
- Katalog/Gesetz- bzw. Regelwerk, der Inhalt und Punktwert der Leistungen der GKV bestimmt Einheitlicher Bewertungsmaßstab (EBM)
- Trennschärfe Was besagt diese und zwischen welchen Zahlen liegt sie? Bezeichnet die Korrelation eines Items mit dem Gesamtwert eines Tests. Sie liegt zwischen -1 und +1
- Diskriminative Validität Wie gut kann ein Testverfahren zwischen tatsächlich positiven und negativen Fällen bzw. unterschiedlichen Ausprägungsgraden unterscheiden.
- Validität der statistischen Schlussfolgerung Das Treatment beeinflusst die abhängige Variable kausal
- Wie stellt sich der wissenschaftliche Beirat zusammen und welche Aufgabe hat er? - Bundespsychotherapeutenkammer (BPK) - Vertretung der ärztlichen Psychotherapeuten in der Bundesärztekammer (BÄK) Aufgabe:Die Erstellung von Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung von Psychotherapieverfahren
- Stressreaktion entsteht aufgrund eines Zusammenspiels aus situativen Anforderungen, subjektiven Bewertungen der situativen Stressoren und subjektiver Bewertung der eigenen Bewältigungsmöglichkeiten (Coping). Transaktionales Stressmodell von Lazarus (1984) 1. Primäre Bewertung- nicht stressend- stresserzeugend (Herausforderung, Bedrohung, Schädigung)2. Sekundäre Bewertung- Einschätzung der Bewältigbarkeit der Situation mit persönlichen Ressourcen- Problemorientiertes Coping- Emotionsorientiertes Coping3. Neubewertung
- Die Lehre von der Erscheinungsform / Klassifikation einer Krankheit Nosologie
- Hardiness eine personale Ressource, die in der Widerstandsfähigkeit einer Person gegenüber Gesundheitsgefährdungen liegt
- Primärprävention Primärprävention setzt vor Eintreten der Krankheit ein und zielt darauf ab, ein Neuauftreten einer Erkrankung zu verhindern. Die Primärprävention richtet sich an Risikogruppen, Gesunde und Personen ohne Krankheitssymptome. Maßnahmen: - Aufklärung, Erziehung, Information, politische AktionenHierzu gehört:- die Vermeidung von Risikofaktoren wie Alkohol- und Nikotinkonsum- Maßnahmen zum Nichtraucherschutz- gesundheitsbewusste Erziehungsmaßnahmen, die bei Kindern die Lust und Freude an gesunder Ernährung und körperlichen Aktivitäten wecken sollen Beispiele für Primärprävention sind Impfungen, schulische Maßnahmen zur Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung oder Suchtprävention.
- Wie nennt man den Fachbegriff für einen Risikofaktor, der nicht verändert werden kann (z.B. das Geschlecht) und somit als so genannter kausaler Risikofaktor ausscheidet? fester Marker
- Universelle, selektive und indizierte Prävention universell: populationsorientierte Programmeselektiv: zielgruppenrorientierte Programmeindiziert: Personengruppen, die bereits erste Störungssymptome haben
- Was ist der Unterschied zwischen efficacy, effectiveness und efficiency? Efficacy:- Wirksamkeit unter „Laborbedingungen“ interne ValiditätEffectiveness: Praxisbewährung- Wirksamkeit unter Praxisbedingungenexterne ValiditätEfficiency: - Relation: Ergebnis/Kosten-Nutzen
- 4 Wirkprinzipien erfolgreicher Psychotherapie nach Grawe 1. Problemaktualisierung2. Ressourcenaktivierung3. Problembewältigung4. Motivationale Klärung