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Sozialpsychologie (Fach) / Sozialer Einfluss (Lektion)

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  • Definition sozialer Einfluss -----> Versteht man die Wirkung einer Person oder einer Personengruppe auf die Gefühle, Gedanken und das Verhalten  einer anderen Person oder Personengruppe. -----> Die Wirkungsquelle kann eine tatsächlich anwesende, eine implizit anwesende oder eine vorgestellte Person sein. Je nach Art des zugrundeliegenden Motivs unterteilt man in normativen und informativen solzialen Einfluss ------> Veränderungen von Einstellungen, Meinungen, Überzeugungen, Werten bzw. Verhaltensweisen infolge der Tatsache, das man mit Einstellungen, Meinungen, Überzeugungen, Werten bzw. Verhaltensweisen anderer Menschen konfrontiert ist.
  • Normativer sozialer Einfluss Person schließt sich den Meinungen und Verhaltensweisen der Mehrheit an, um dadurch einen guten Eindruck bei der Gruppe zu hinterlassen. normativ= Orientierung an der Gruppennorm zentral, bzw vermeiden von dieser abzuweichen und negativ aufzufallen.
  • Informativer sozialer Einfluss Orientierung an anderen, um korrekte Informationen zu sammeln Mehrheit der Gruppe dient als Informationsquelle man unterstellt, das die Gruppe richtig liegt
  • Definition und Funktion Normen Definition: Überzeugungssysteme, wie man sich verhalten soll bzw. nicht verhalten soll. Sie steuern unser Verhalten, ohne die Kraft von Gesetzen. Audruck der gemeinsamen Erwartungen von Gruppenmitgliedern hinsichtlich typischer oder erwünschten Aktivitäten. Funktion: verringern die Unsicherheit darüber, wie man sich angemessen verhält koordiniert individuelles Verhalten gerechte Handlungsergebnisse verteilen ---->Normen beinhalten bewertende Komponenten. Verletzung einer Norm führt oft zu negativen Reaktionen.
  • Konformität - Mehrheitseinfluss Solomons Asch Versuch Studien zeigen, dass Gruppengröße, Einstimmigkeit, soziale Unterstützung und Kultur das Ausmaß der Konformität beeinflussen Gründe für Konformität: normativer EInfluss: Bedürfnis gemocht zu werden----> Konformität größer, wenn Menschen glauben Teil einer Gruppe zu sein informationeller Einfluss: Bedürfnis, Recht zu haben----> Konformität geringer, wenn Glaubwürdigkeit der Mehrheit als gültige Informationsquelle erschüttert wird
  • Sherif-Studien Autokinetische Effekt: Optische Täuschung, die immer dann auftritt, wenn das menschliche Auge keinen zweiten visuellen Referenzpunkt hat. ----> Aufgrund der Unsicherheit bezüglich des eigenen Urteils in der ersten Einzelphase, diente die Gruppe in der zweiten Phase als Informationsquelle----> informativer sozialer EInfluss. Die dabei entwickelten Gruppennormen wurden verinnerlicht (private Akzeptanz) und das abschließende Individualurteil wurde an dasjenige der Gruppe angeglichen. Kritik an der Studie: Gruppe bestand nur aus 3 Personen, sie haben sich deshalb nicht wirklich als Gruppe wahrgenommen. Es gab keine richtigen oder falschen Antworten, es war eine mehrdeutige Aufgabe und Sherif sagte den Versuchspersonen, dass er den Lichtpunkt bewegen würde-----> Könnte sein das sie deswegen eher ihre Meinung ändern würden
  • Einfluss von Minderheiten Soziale Einflussnahme kann auch von Minderheiten auf Mehrheiten stattfinden! Moscovici: Mehrheit bewirkt nur eine oberflächliche Verhaltensanpassung (öffentliche Compliance) Minderheit bewirkt eine echte Einstellungsänderung (private Akzeptanz)
  • Konversionstheorie Moscovici und Personnaz (1980) argumentieren, dass – wenn Minderheiten über eine längere Zeitspanne hinweg auf ihrer Meinung beharren (persistieren) – Personen noch ein zweites Mal über bestimmte Probleme nachdenken („think twice“) Ursache: Kognitiver Konflikt: Man fragt sich, ob das Urteil der Minderheit nicht doch einen wahren Kern hat, da diese ja sehr konsistent in ihrer Meinung ist. ----> wird Validierungsprozess bezeichnet.-----> führt zu einer tieferen kognitiven Verarbeitung der jeweiligen Entscheidungs und Urteilsprobleme. ! Erfolgt nach dem Validierungsprozess tatsächlich eine Einstellungsänderung in Richtung der Minderheit kommt es zur Konversion!
  • Verhaltensstile Minderheit Verhaltensstil der Minderheit ist ausschlaggebend! 5 Verhaltensstile: Autonomie: Formulierung eigenständiger Überzeugungen keine Beeinflussung durch Gruppendruck Fairness: Rückstellen der eigenen Person Akzeptanz anderer Meinungen sachliche Argumentation Investition: hohes persönliches Opfer hohes Risiko Rigidität: sture, unveränderte Beibehaltung der eigenen Position flexibler, angepasster Verhandlungsstil Konsistenz: widerspruchsfreie Äußerungen stringende Argumentation eigener Linie treu bleiben
  • Entrapment Beschreibt das Phänomen, dass eigene Verhaltensweisen häufig nicht beendet werden obwohl deutlich wird, dass diese nicht mehr gewinnbringend sind bzw. sogar zu eigenen Nachteilen führen. Kontext Milgram-Experiment: Personen fühlten sich immer stärker der Autorität zugezogen, nur weil man davor ihr immer horchte.
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  • Milgram Experiment --> Bereitschaft normaler Menschen, sich einer Autorität zu beugen und offensichtlich unmenschliche Anweisungen zu befolgen--> Versuch Mann im Kittel zwingt Versuchperson bei falscher Antwort Elektroschocks zu verteilen bis hin zu lebensgefährlichen Schocks. --> Ergenbis schockierend, mehr als 60 Prozent verteilten lebensgefährliche Schocks Grund:  Kein Charakterfehler der Versuchspersonen, sondern der  Druck der Versuchssituation brachte die Menschen sowas zu machen. -->Einfluss Situation: Bei individuellen Verhalten müssen auch immer hoch situationsspezifische Aspekte zur Erklärung berücksichtigt werden.---> Eine spezifische Situation kann unser Verhalten extrem beeinflussen und auch gegen unserer Überzeugung und Einstellung ändern.
  • Sozialisierung zu Gehorsam --> Für Gehorsam werden wir gelobt - Ungehorsam bestraft
  • Expertenheuristik ---> Experten haben immer Recht und man kann ihnen vertrauen. Kontext Milgram Experiment: Wenn Wissenschaftler was befiehlt, muss es einen Sinn haben. Rechtfertigung für eigenes Verhalten wird dadurch gefunden und die Verantwortung wird geschoben auf den Wissenschaftler
  • Standford Prison Experiment Versuch: Per Zufall wurde ein Teil der Menschen mit als Wachpersonal ausgewählt, der andere Teil der Menschen als Gefangener mit all dem passenden Zubehör( Kleidung, Knüppel usw.). Sie sollten 2 Wochen Gefägnis "spielen" in ihren Rollen. Doch nach 2 Tagen schon kam es zu Erniedrigungen de Wärter an den Gefangenen. Nach 6 Tagen wurde das Experiment abgebrochen, da Gefangene zusammengebrochen sind. ----> jeweilige Rollenübernahme wurde in kurzester Zeit ins Extremste gelebt----> Sie überlagerte die Einstellung der Teilnehmer
  • Einflussfaktoren und Erklärung Standford- Prison Experiment Zimbardo erklärte Verhaltensweisen mit starken sozialen Kräften Anonymität und Deindividuation: Tragen gleicher Uniform, Nummern anstelle von Namen Macht der Regeln und Vorschriften: Wärter rechtferigen Misshandlungen mit Hinweis auf Vorschriften Rollen und Verantwortung: Menschen neigen dazu ihre Rolle zu verinnerlichen Kognitive Dissonanz: kognitive Re-Intepretation um Spannung abzubauen Bedürfnis sozialer Billigung: Konformitätsdruck ist Auslöser für Veränderung des Verhaltens oder der Einstellung von Personen innerhalb einer überbestimmten Gruppe. Personen passen ihr Verhalten an die Gruppennormen an, die oftmals als Bedingung der Mitgliedschaft gilt. --->Menschen sind nicht gut oder böse, sondern die Macht der Situation hat einen erheblichen Einfluss. Dass Sysem dass einen Menschen umgibt, hat einen größeren Einfluss auf Entscheidungen als Persönlichkeitsmerkmale, die er in seinem bisherigen Leben per Erziehung oder Sozialisation gelernt hat
  • Compliance -->Die Zielperson eines Einflussversuchs gibt einer entsprechenden Bitte nach. Begriff bezeichnet auch häufig Verhalten, das eine Norm erfüllt, ohne dass es mit einer privaten Einstellungsänderung einhergeht. Die Bitte kann implizit oder explizit sein
  • Door-in-the-Face-Technik - reziproken Konzessionen --> Der Bitsteller stellt zunächst eine extreme Bitte, die fast immer abgewiesen wird, und sich dann auf einer maßvolleren Bitte zurückzieht, die er von Anfang an stellen wollte. Erklärung: Wenn jemand ein Entgegenkommen zeigt ist es normativ für den anderen. Sich reziprok verhalten, indem er auf das Entgegenkommen reagiert.
  • Foot-in-the-Door-Technik --> Bitsteller bittet zuerst um einen kleinen Gefallen, der ihn fast immer gewährt wird, und setzt der Bitte dann einen drauf und bittet dann um einen größeren zusammenhängenden Gefallen Erklärung: Idee der Konsistenz
  • Denn Ball flach halten --> Gegenüber einen anfänglichen Einflussversuchs erfolgt eine kostspieligere und weniger vorteilhafte Variante der gleichen Bitte Erklärung: Zielperson soll eine nicht eingelöste Verpflichtung gegenüber den Bitsteller empfinden. Erfolg: Wenn sie von einem einzelnen bittenden eingesetzt wird und wenn die Zielperson die ursprüngliche Verpflichtung freiwillig eingegagen ist.