11
Sozialpsychologie (Fach) / Soziale Wahrnehmung (Lektion)
.
Diese Lektion wurde von Bababossi17 erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Erster Eindruck Urteil ----> Gehirn braucht eine Zehntelsekunde, um ein Urteil über einen Unbekannten zu fällen ----> Zwei Schlüsseleigenschaften: Sympathie/Antipathie Status Gehirn verarbeitet automatisch alle verfügbaren Informationen über unbekannte, auch ohne bewusste Anstrengung Amygdala wird oft früher mit eingebunden als sonst intuititve Gefühl kommt zustande, lässt sich somit rational nicht genau begründen Im weiteren Verlauf des Kennenlernens verfeinern wir den ersten Eindruck, er wird aber eher bestätigt als verändert. Personen mit ähnlichen Merkmalen erhalten Sympathiebonus
- Erster Eindruck Meinung ---->Wir brauchen 90 Sekunden, um uns eine Meinung über einen Menschen zu bilden. Die Chance, dabei richtig zu liegen, ist hoch – ebenso unsere Beharrlichkeit, wenn wir uns mal geirrt haben. -----> beobachtbare Verhaltenstendenzen: Versuchen uns Bild auch von weniger offensichtlichen Eigenschaften zu machen. Ein gutes Verständnis anderer ist wichtig für die Orientierung im Alltag und die berufliche Praxis.
- Zentrales Persönlichkeitsmerkmal (central-trait Eine dispositionale, hervorstechende Eigenschaft, die von sozial Wahrnehmenden als integraler Bestandteil der Organisation der Persönlichkeit angesehen wird In Aschs Versuch waren es die Wörter warm oder kalt.
- Peripheres Persönlichkeitsmerkmal (peripheral-trait Ein Persönlichkeitsmerkmal, dessen wahrgenommenes Vorhandensein die Gesamtintepretation der Persönlichkeit einer Zielperson nicht in relevanter Weise verändert. Bei Aschs Versuch wären es die Wörter höflich oder ungehobelt
- Sympathie Was lässt eine Person sympathisch bzw. positiv erscheinen? Ähnlichkeit----> similar to me effect Vertrautheit-----> familiarity Assoziation mit Positiven Physische Attraktivität-----> beauty is good-Annahme
- Physische Attraktivität ist empirisch gut untersucht interindividuelle Unterschiede in physischer Attraktivität, wie stark jemand dem Schönheitsideal seiner Kultur entspricht Meisten Studien beziehen sich auf Schönheitsbeurteilungen des Gesichts mit neutralen Ausdruck ---> Vorallem zwei Merkmale werden ausführlich untersucht Durchschnittlichkeit-----> Nichtabweichung vom durchschnittlichen Gesicht der Population Symmetrie-----> Übereinstimmung zwischen linker und rechter Gesichtshälfte
- Physische Attraktivität: Objektivierbarkeit Schönheit lässt sich durch Aggregation über Beurteiler objektivieren. Gesichtsschönheit beruht u. a. auf Durchschnittlichkeit und Symmetrie. Unter den sonstigen Körpermerkmalen spielt bei Frauen das Taille-Hüfte- und bei Männern das Taille-Schulter-Verhältnis eine wichtige Rolle für den Attraktivitätseindruck. Als besonders schön empfundene Gesichter sind aber gerade nicht perfekt, durchschnittlich oder symmetrisch, sondern zeigen leichte Abweichungen von der Perfektion. Und interessant: Schöne Gesichter werden leichter vergessen … besser erinnert wird ein markantes Gesicht.
- Physische Attraktivität und Personalwahl Bewerber sollten darauf achten, dass ihr Äußeres zu der Stelle passt Auswählende sollten sich nich von physischer Attraktivität blenden lassen, aber auch genauso physische Attraktivität negativ werten ---->Physische Attraktivität spielt in der Personalwahl durchaus eine Rolle; dies sollten beide Parteien berücksichtigen, um ihre Chancen zu erhöhen bzw. Fehlentscheidungen aufgrund von Halo-Effekten zu minimieren. Halo-Effekt: Ein wahrgenommenes positives Merkmal färbt auf die Beurteilung anderer Merkmale derselben Person ab.!
- Verzerrungen in der Wahrnehmung Konnten in verschiedenen Bereichen nachgewiesen werden! Kindererziehung: Attraktive Babys erhalten mehr Aufmerksamkeit Leistungsbeurteilung: Kurzsätze werden besser bewertet, wenn sie von bekannten Autoren stammen Politik: Attraktive Kanditaten gewinnen eher eine Wahl als unattraktive Personalauswahl: aüßere Erscheinung kann wichtiger sein als berufliche Qualifikation Amerikanische Rechtsprechung: Attraktive Menschen werden weniger hart verurteilt
- Effekte der Eindrucksbildung Halo-Effekt: Das Wissen über eine bestimmte Eigenschaft einer Person dominiert den Gesamteindruck, andere Eigenschaften werden vernachlässigt oder ignoriert Primacy-Effekt: zuerst dargebotene Informationen haben einen überproportional großen Einfluss auf die Wahrnehmung und Eindrucksbildung Recency-Effekt: die zuletzt dargebotene Information hat einen überproportional großen Einfluss auf die Wahrnehmung und Eindrucksbildung Tendenz zur Beharrung: Erster Eindruck hat auch noch dann Einfluss auf die Zielperson auch wenn er sich nachfolgend als falsch herausgestellt hat Konfirmatorische Informationssuche: Menschen suchen gezielt nach Informationen, die ihre Eindrücke über andere Menschen bestätigen
- Anzeige
- Änderung der Eindrucksbildung möglich? -----> Verarbeitung inkonsistenter Informationen Inkonsistente Informationen gefährden die anfängliche Sicherheit der Einschätzung----> diese werden verdrängt und oder ignoriert -----> Motive zur Integration weiterer Informationen Aufgrund veränderter Umstände kann es wichtig werden, sich einen akkuraten Eindruck zu verschaffen -----> z.B Frau im Gang geht in das Zimmer, indem gleich das eigene Berwerbungsgespräch stattfindet