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  • Definition Excess Mortality= überhöhte Sterblichkeit laut WHO: höhere Sterblickeit als die auf Nicht-Krise-Sterblichkeitalso Sterblichkeit die den Konditionen der Krise zuzuordnen istausdrückbar als Rate = Differenz von observed and non-crisis mortality ratesoder als absolute Zahl von erhöhten Toden
  • Wodurch werden ernährungsbedingte überhöhte Sterblichkeiten meist ausgelöst? Warum sind ernährungsbedingte überhöhte Sterblichkeit oft schwer zu messen? oft in Zusammenhang mit Dürren und Hungerkatastrophen = Ausnahmesituationen oft schwer zu messen, da Unter/Mangelernährung häufig Auslöser für weitere Folgekrankheiten oder erhöhte Infektanfälligkeit sind und dadurch das Messen der Excess Mortality durch Unter/Mangelernährung erschwert > selten sterben Opfer einer Hungersnot direkt am Hunger
  • Life expectancy at birth Definition Warum vorsicht bei Statistiken mit Life expectancy at birth? WHO = Average number of years that a newborn is expected to live if current mortality rates continue to apply > reflects overall mortality level of a population vorsicht, da die Life expectancy at birth dort niedrig ist, wo es eine hohe Kindersterblichkeitsrate gibt, nicht unbedingt dort wo Leute nicht alt werden
  • Wie hängen Sterblichkeit und Lebenserwartung mit Unterernährung zusammen? Die Sterblichkeit wird höher, wenn Krankheit und Unterernährung auftreten
  • Wie sind Zahlen von Hungertoten zu deuten? sind meist höher als angegeben, da sie nicht Todesfälle durch andere Erkrankungen einschließt, die durch Mangelernährung begünstigt wurden
  • Auslöser von Hungersnöten Historische Beispiele Wettextreme, Unterentwicklung und Armut, Entlegene Gebiete ohne Infrastruktur, Kriege, Rechtlosigkeit vonGrupper oder gesamter Bevölkerung (Sozialdarvinismus, Kommunismus) Historisch: Vulkan>1600 in Peru > globale Kilma kühlt ab, Russland trifft es besonders hart > 1/3 der Pop stirbt Potato famine > Missernten zw. 1845-49 > 1 Mio Opfer (12% der Pop) > Emigrationswelle nach USA Holodomor > Hunger als genozidale Waffe 1932/33 in Ukraine und UdSSR > 2,4 - 7 Mio Bengalische Hungersnot: 1943/44 durch MIssernge, Kriegsinflation > 2 -4 Mio 1959/61Regierung Maos in China "Großer Sprung nach vorn" > neue Organisatitonsstrukturen die Bauern zwingen in industrielle Produktion zu arbeiten und erhöhter Export + schlecht Wetter > 30 Mio 1967/70 Biafra Krieg: geht u.a. um Ölvorräte im Nigerdelta > Biafra wird von Versorgung abgeschnitten > 1 Mio 2011 Hunger am Horn von Afrika > schwere Dürre, Preissteigerung von mehreren 100% > 12 Mio
  • kurz und langfristige Maßnahmen gegen Hungersnöte Kurzfristig: Frühwarnsysteme, Soforthilfe (zB WFP) Angebot von LM erhöhen (zB Importzölle aussetzen) Zielgerichtete Verteilungspolitik (Nahrungs- vs Geldhilfen) Stabilisierungsmaßnahmen: Lagerhaltung, Freihandel, soziale Sicherungssysteme Langfristig Demokratie (fast nie Hungersnot in demokratischen Ländern) Wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik, Investition in Infrastruktur
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