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Instruments (Fach) / 1) Kostenrechnung - Grundlagen (Lektion)

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  • Aufgaben der Kosten- und Leistungsrechnung siehe Folie 3 interne Aufgaben:- institutionalisiert (Reporting): Kontrolle (Wirtschaftlichkeit, Erfolg, Vergütungssysteme)- situationsbezogen (Analysen): Planung (Beschaffung, Produktion, Absatz, Integration der Bereiche) externe Aufgaben:Dokumentation: Einzelrechnungslegung (Herstellungskosten), Konzernrechnungslegung (Verrechnungspreise), Selbstkostenermittlung für öffentliche Aufträge
  • Beispiel ab Seite 4-11 siehe Folien 4-11
  • variable Kosten - Kosten sind variabel, sie hängen von der Produktionsmenge ab (mehr produziert = mehr Kosten) - Kostenart: Einzelkosten (Kosten können einem Produkt unmittelbar (ohne Schlüsselung) zugeordnet werden - können bei der Kalkulation eindeutig berücksichtigt werden 5
  • Fixkosten - absolute Höhe ist unabhängig von Produktionsmenge (mehr Eis, gleiche Kosten; weniger Eis, gleiche Kosten) - Kostenart: Gemeinkosten (Kosten sind nicht unmittelbar (ohne Schlüsselung) einem Produkt zuordenbar - bei der Kalkulation uneindeutig berücksichtigbar (Kosten sind unterschiedlich je nachdem ob die Fixkosten einberechnet werden oder nicht) 5
  • Profitabilität - Berechnung anhand der Teilkostenrechnung oder der Vollkostenrechnung Teilkostenrechnung:- nur ein Teil der Kosten (die variablen Kosten) werden berücksichtigt für die Kosten- und Profitabilitätsberechnung- Profitabilität eindeutig bestimmbar- Berechnung anhand Preis, var Kosten und Produktionskoeffizient (Preis - var Kosten*Produktionskoeffizient = Stück-Deckungsbeitrag) Vollkostenrechnung:- alle Kosten (variable und fixe) werden (voll) berücksichtigt für die Kosten- und Profitabilitätsberechnung- Profitabilität nicht eindeutig bestimmbar, oft kein eindeutiges Ergebnis 7, 8, 9
  • Fallunterscheidung bei Knappheit Ressourcen (Zeit, Rohstoffe, Personal) oder Kunden als knappe Faktoren Ressourcen:- Das Gut herstellen, das den höchsten Stück-Deckungsbeitrag liefert- Entscheidung anhand relativem Stück-Deckungsbeitrag (= Stück-DB : Produktionskoeffizient) Kunden:- Kunden bedienen, der Produkt mit dem höheren Stück-Deckungsbeitrag kaufen möchte- Entscheidung anhand Stück-Deckungsbeitrag 10
  • Wertmäßige Kosten = kurzfristig relevanten Kosten; Preis, für den das Unternehmen das Gut an ein anderes Unternehmen verkaufen würde Pagatorische Kosten + Opportunitätskosten = wertmäßige Kosten Pagatorische Kosten: var Kosten (Kosten für das Gut)Opportunitätskosten: relativer DB (am Markt erzielbarer Gewinn)wertmäßige Kosten: Wert des Gutes für den Unternehmer 11
  • Produktionsprogrammplanung (Preisuntergrenze von Zusatzaufträgen) - unterschiedliche Voraussetzungen abhängig davon, ob Engpässe bestehen und wenn ja wie viele freie Kapazitäten:Produktion, falls Deckungsbeitrag > 0 1 Engpass:Produktion, falls DB > 0 + nach abnehmendem relativem DB geordnet (Produkte mit hohem relativen DB werden "zuerst" produziert) mehrere Engpässe:Produktion, falls DB > 0 + falls dominanter Engpass (ein Engpass wird immer früher erreicht): nach abnehmendem relativem DB ODER falls kein dominanter Engpass: lineare Programmierung 12
  • dominanter Engpass - es liegen mind. 2 Engpässe (Inputfaktoren haben insgesamt mind. 2 Kapazitätsgrenzen) vor - relative Kapazitätsbeanspruchung zur Bestimmung des dominanten Engpassesrel. Kapazitätsbeanspruchung = Produktionskoeffizient/(Kapazität des betrachteten Faktors) - Ressource, die immer zuerst ihre Kapazitätsgrenze erreicht, ist der einzig relevante, also dominante, Engpassfaktor 13, 14
  • Produktionsprogrammplanung - Vorgehen 1) Stück-DB der Produkte bestimmen (alles über 0 sollte produziert werden, alles unter 0 nicht) 2) Engpassprüfung der Produkte-> kein Engpass: alle Produkte mit DB>0 produzieren-> Engpass: Produkte in absteigender Reihenfolge des relativen DB produzieren 3) relative Stück-DB berechnen 4) Produktionsmengen festlegen 16
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  • Preisuntergrenze PUG gesamt = variable Kosten + Opportunitätskosten = Grenzausgaben + Grenzgewinn PUG pro Stück = PUG gesamt/Stückzahl 19
  • Beispiel ab F. 15-19 siehe Folien
  • Vollkostenrechnung siehe Folie 20 - Teil der Kosten- und Leistungsrechnung- besteht aus Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung und Kostenträgerrechnung Kostenartenrechnung:- Welche Kosten sind angefallen?- Erfassungsrechnung- Gemein- und Einzelkosten Kostenstellenrechnung:- Wo sind die Kosten angefallen?- Verteilungsrechnung- Gemeinkosten Kostenträgerrechnung:- Wofür sind die Kosten angefallen?- Kalkulationsrechnung- Gemein- und Einzelkosten
  • Teilkostenrechnung siehe Folie 20 - Teil der Kosten- und Leistungsrechnung- besteht aus Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung und Kostenträgerrechnung Kostenartenrechnung:- Welche Kosten sind angefallen?- Erfassungsrechnung- fixe und variable Gemeinkosten und Einzelkosten Kostenstellenrechnung:- Wo sind die Kosten angefallen?- Verteilungsrechnung- fixe und variable Gemeinkosten Kostenträgerrechnung:- Wofür sind die Kosten angefallen?- Kalkulationsrechnung- nur variable Gemeinkosten und Einzelkosten
  • Vollkostenrechnung: Kostenartenrechnung - Welche Kosten sind angefallen?- Erfassungsrechnung- Gemein- und Einzelkosten Kostenarten = Kosten, die die gleichen Merkmalsausprägungen im Bezug auf ein Kriterium haben Ziel:- Erfassung des betrieblich bedingten Güterverzehrs- Bewertung des Güterverzehrs Differenzierungsmöglichkeiten:- nach der Zurechenbarkeit zu einem Bezugsobjekt- nach der Art der verbrauchten Güter und Leistungen- nach dem Ort der Kostenentstehung (Kostenstelle)- nach dem Verhalten bei der Veränderung eines Kosteneinflussfaktors 22, 23
  • Vollkostenrechnung: Kostenartenrechnung: Differenzierung nach Zurechenbarkeit von Gemein- und Einzelkosten zu einem Bezugsobjekt siehe Folie 24 Zurechenbarkeit:EK: direkt den Bezugsobjekten zurechenbarGK: nur indirekt den Bezugsobjekten zurechenbar Zurechnungsprinzip:EK: per VerursachungsprinzipGK: per Durchschnittsprinzip Verrechnung:EK: werden direkt auf den Kostenträger verrechnet (ohne Kostenstellen zu beachten) ("Kostenträger-Einzelkosten)GK: über die Kostenstellen abgerechnet und mit Bezugs-/Schlüsselgrößen auf die Kostenträger verteilt ("Kostenträger-Gemeinkosten") Beispiele:EK: Materialkosten, Stuhlbeine für Stuhl, Spezialfall: Sondereinzelkosten (EK, die unregelmäßig in Höhe und zeitlichen Abständen anfallen)GK: Versicherungsprämien, Vorstandsgehälter Unechte Gemeinkosten:sind eig Einzelkosten, aber werden aus Wirtschaftlichkeitsgründen als Gemeinkosten behandelt (zB Nägel/Leim); werden ihren Kostenträgern nicht direkt zugeordnet
  • Zusammenhänge Einzelkosten, Gemeinkosten, fixe Kosten, variable Kosten siehe Folie 25 unechte Gemeinkosten und sprungfixe Kosten sind Ausnahmen (sprungfixe Kosten: bis zu einer bestimmten Produktionsmenge gleichbleibende Kosten, die sprunghaft ansteigen bei Erreichen der Produktionsmenge) GK + unechte GK + EK = fixe Kosten + variable Kosten EK: sind meist variabel (einzige Ausnahme: Sondereinzelkosten)GK: können variabel oder fix sein
  • Vollkostenrechnung: Kostenstellenrechnung siehe Folien 26, 27, 28, 29, 30 - Wo sind die Kosten angefallen?- Verteilungsrechnung - Berechnung/Zuordnung der Kosten per Betriebsabrechnungsbogen BAB (SIEHE FOLIE 27 FÜR BAB)- nur Gemeinkosten werden im BAB/in der Kostenstellenrechnung beachtet (da EK den Kostenträgern direkt zugeordnet werden)- Verrechnung der Kosten auf die Kostenträger über in der Kostenstellenrechnung berechnete Zuschlagssätze Kostenträger-GK:-> Kostenstellen-GK gehen geschlüsselt in die primären Kostenstellenkosten ein-> Kostenstellen-EK gehen unmittelbar in die primären Kostenstellenkosten ein1) primäre Kostenstellen werden per innerbetrieblichen Kostenverrechnung zu sekundären Kostenstellenkosten2) sekundäre Kostenstellenkosten werden per Kalkulationssätzen den Kostenträgern zugerechnet
  • Beispiele für die Berechnung von Kostenschlüsseln siehe Folie 29 Innerbetriebliche Leistungen = Leistungen, die in einem Unternehmen von einer Kostenstelle für eine andere Kostenstelle erbracht werden (abgebende Kostenstelle an empfangende Kostenstelle) Sekundärkostenverrechnung:- zur Verrechnung innerbetrieblicher Leistungen- Basis: primäre Gemeinkosten der (Vor)Kostenstellen; Leistungsbeziehungen zwischen den Kostenstellen Verfahren der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung:- Anbauverfahren/Blockverfahren- Stufenleiterverfahren/Treppenverfahren- Gleichungsverfahren (Kostenentlastung der leistenden Kostenstelle = primäre und sekundäre Kostenbelastung der leistenden Kostenstelle; p*x = Kp + ∑p*x)
  • Beispiel Gleichungsverfahren F. 31 Folie 31
  • Vollkostenrechnung: Kostenträgerrechnung - Wofür sind die Kosten angefallen?- Kalkulationsrechnung- Gemeinkosten + Einzelkosten Kostenträger = Objekte (Güter/Dienstleistungen), die die Kosten tragen müssen Aufgaben der Kostenträgerstückrechnung (Kalkulation):- Ermittlung der Kosten pro Stück/Auftrag (Herstellkosten bzw Selbstkosten)- Art des Produkts beeinflusst Wahl des Kalkulationsverfahrens- konkret: Produktionsprogramm, Preisuntergrenzen, Beschaffungsentscheidung ("make-or-buy"), produktbezogenes Benchmarking, Verrechnungspreise Aufgaben der Kostenträgerzeitrechnung (Erfolgsrechnung):- Ermittlung des kurzfristigen Periodenerfolgs- als Gesamt- oder Umsatzkostenverfahren dargestellt- konkret: Erfolgskontrolle, Kostenkontrolle (produktübergreifendes Benchmarking) 32
  • Vollkostenrechnung: Kalkulationsverfahren der Kostenträgerrechnung siehe Folie 34 Divisionskalkulationsverfahren:- bei Massenproduktion (Einproduktbetrieb) verwendet- Strom, Zement, Zucker Äquivalenzziffernkalkulationsverfahren:- Sortenfertigung und teilweise bei Serienfertigung- Stühle unterschiedlicher Qualität und teilweise Automobile Zuschlagskalkulationsverfahren:- Einzelfertigung und teilweise Serienfertigung- Automobile, Anlagenbau Kuppelkalkulationsverfahren:- Kuppelproduktion- Chemieanlagen
  • Vollkostenrechnung: Kostenträgerrechnung: Schema der differenzierten Zuschlagskalkulation siehe Folie 35!! Selbstkosten = Herstellkosten + Verwaltungs- und Vertriebskosten Herstellkosten = Materialkosten (EK und GK) + Fertigungskosten (EK und GK und Sonder-EK) Verwaltungs- und Vertriebskosten = Verwaltungs-GK + Vertriebs-GK + Forschungs- und Entwicklungs-GK + Sonder-EK des Vertriebs summarische Zuschlagskalkulation:- 1 Zuschlagssatz für die GK
  • !!Beispiel BAB als Vollkostenrechnung Folie 36!! F. 36-37 Schwer verständlich