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Wettbewerbspolitik (Fach) / A) Statisches Modell: Vollständige Konkurrenz und Monopol (Lektion)

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  • Definition Industrieökonomie = Zweig der VWL befasst sich mit der Analyse von Unternehmensverhalten, Marktstruktur und Marktergebnis 2
  • Definition Wettbewerbspolitik Bereich der Wirtschaftspolitik zur Verhinderung wohlfahrtsschädigender Wettbewerbsbeschränkungen 2
  • Komparative Statik - 2 statische Situationen (zB Monopol und vollkommene Konkurrenz) werden zu einem bestimmten Zeitpunkt verglichen - es gibt einen Vergleichsmaßstab (zB Wohlfahrt), mit dem die Situationen verglichen werden 10
  • Konsumentenrente: Berechnung und Formeln CS Nachfragefunktion: qD = D(p) = q(p)inverse Nachfragefunktion (Zahlungsbereitschaft): pD = D-1(q) = p(q) CS(p*, pmax) = ∫p*pmax q(x)dxCS(p*, pmax) = (∫0q(p*) p(x)dx) - p*q(p*) CS bei linearer Nachfragefunktion: CS(q,p) = (pmax - p*)0,5q*G für Grafik siehe Folie 11
  • Produzentenrente - Formel und Berechnung PS??Produzentenrente =|= Gewinn (bei Produzentenrente fehlen die Fixkosten, da es c(q) und nicht C(q) ist (laut Luisa, mal in Übung nachfragen)?? Angebotsfunktion: qs = S(p)Angebotskurve: c(q) = S-1(p) PS(p*) = p*q(p*) - ∫0q(p*) c(x)dxPS      = Umsatz - var. Kosten 12
  • Wohlfahrt - Formel und Berechnung Wohlfahrt = Konsumentenrente + Produzentenrente W(p*) = CS(p*) + PS(p*) = CS(p*) + π = CS(p*) + p*q* - c(q*)          = ∫0q(p*) p(x)-c(x)dx Wohlfahrtsmaximum:GG-Bedingung: p(q) =!= c(q) (Preis = Grenzkosten) (wird im GG bei vollkommener Konkurrenz erreicht, bei Monopol nicht?? denke ich)= allokativ (pareto)effizient (kein Marktteilnehmer kann sich durch eine Veränderung der Güterallokation besser stellen, ohne einen anderen Marktteilnehmer schlechter zu stellen) für Grafik siehe F. 1313 und 14
  • Unterschied Abnehmer und Konsument Konsument: kauft und konsumiert ein Produkt/Gut Abnehmer: kauft ein Produkt/Gut aber konsumiert es nicht (zB Kiosk) (11)
  • Prohibitivpreis Definition Preis, der so hoch ist, dass die Nachfrager genau 0 Mengeneinheiten nachfragen (11)
  • Wettbewerb - Definition und Auswirkungen Definition: Form der Rivalität, die entsteht, wenn mindestens 2 Marktteilnehmer etwas erstreben, das die Gesamtheit der Marktteilnehmer nicht erhalten kann (alle wollen etwas aber nur einer oder wenige können es haben) Auswirkung: Unternehmen haben Angst, ihre Produkte nicht zu verkaufen (da der Markt/die Nachfrage irgendwann gesättigt ist) und das ihren Bankrott/ihre Insolvenz bedeuten würde -> der Preis wird durch den Wettbewerb gesenkt 15
  • Annahmen der vollkommenen Konkurrenz - sehr viele kleine Marktteilnehmer (sehr viele kleine Anbieter und sehr viele kleine Nachfrager, Atomizität)- homogene Güter (meist nicht so, sondern Produktdifferenzierung für Wettbewerbsvorteile)- vollständige Information- Freier Zugang: zur nötigen Produktionstechnologie, zu Absatz- und Beschaffungsmärkten--> wenn alles gegeben: allokativ effiziente Situation, aber in Realität nicht oft der Fall 15
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  • Gewinnmaximierung - vollkommene Konkurrenz Gewinn = Umsatz - Kostenπi(qi)     = p*qi       - ∫0qi ci(x)dx - Fi maxqi {πi(qi)} -> Ableitung von πi(qi) nach qi = Ableitung von p*qi nach qi - Ableitung von Ci(qi) nach qi   =!= 0p = ci(qi,opt) allokativ effizientes Gewinnmaximum:kurzfristig: p(q) = c(q)    (Preis = Grenzerlös)langfristig: p(q) = AC(q)                   AC = Average Cost = Kosten/Menge = C(q)/q siehe F. 16 für Formeln
  • kurzfristige allokative Effizienz versus langfristige allokative Effizienz siehe Folie 17 für Grafik Kurzfristig:p(q) = c(q)Anzahl der Unternehmen variiert nichtUnternehmen können ökonomische Gewinne erzielenq(p*) = q1(p*) + q2(p*) + .... Langfristig:p(q) = c(q) = AC(q)qs = S(p,n) = ∑in qi(p)  AngebotsmengeUnternehmenseintritte aufgrund von Gewinnaussichten (aggregierte Angebotskurve) so lange bis Aussicht auf positiven ökonomischen Gewinn nicht mehr existiert (= ökonomischer Nullgewinn)πi(qi) = Ri(qi) - Ci(qi) = 0        p = AC = Ci(qi)/qiProduktion im DurchschnittskostenminimumHorizontale Angebotskurve (Preis bleibt unabhängig von der angebotenen Menge immer gleich, da Unternehmen Preis nicht variieren können (würden sofort Kunden verlieren), sondern Preisnehmer sind) 17, 18, 19
  • economies of scale siehe Folie 19 economies of scale: Je höher die Produktionsmenge, desto niedriger die Durchschnittskosten (bis zu minimum efficient scale MES, danach steigen die Durchschnittskosten wieder (dis-economies of scale) im Minimum der Durchschnittskostenkurve schneiden sich Durchschnittskostenkurve und Grenzkostenkurve wenn mehr Unternehmen im Markt sind, ist die Menge im MES niedrigerwenn weniger Unternehmen im Markt sind, ist die Menge im MES höher (da die Fixkosten höher sind, muss die Menge auch höher sein)
  • ökonomischer Gewinn und Nullgewinn - Definition ökonomischer Gewinn: Gewinn, der die Abnutzung des eingesetzten Kapitals anhand von risikoadäquater Kapitalverzinsung (Eigenkapitalkostensatz) berücksichtigtökonomischer Gewinn = betriebliches Ergebnis - Kapitalkostenökonomischer Gewinn ist meist niedriger als Rechnungslegungsgewinn (da die ökonomischen Kosten meist höher als die Aufwendungen in der GuV sind) ökonomischer Nullgewinn: nach Zahlung der Kapitalzinsen ist Gewinn = 0ökonomischer Nullgewinn: EK-Geber erhalten risikoadäquaten Zins (>0) 21
  • Unterschied Firma und Unternehmen Firma ist der Name eines Unternehmens (die Firma xy) Unternehmen ist allgemeiner 20
  • Monopol - Wortherkunft und Annahmen des Modells Monopol: monos (allein) und polein (verkaufen) Annahmen:- ausschließlich 1 Anbieter eines Gutes- kein Markteintritt möglich- fallende Nachfragekurve- keine Preisdiskriminierung (jeder Abnehmer bezahlt denselben Preis, es gibt keine Preisunterschiede oder Rabatte für bestimmte Personen(gruppen)) 22
  • Gewinnmaximierung im Monopol siehe Folie 23 für Formeln π(q) = R(q) - C(q)        = p(q)•q -  ∫0q c(x)dx - F max {π(q)} -> (Ableitung von p(q) nach q)  •q + p(q)) - c(q) =!= 0  Ableitung von R(q) nach q     - Ableitung von C(q) nach q  = 0 (Grenzerlös - Grenzkosten = 0)  Ableitung von R(q) nach q = c(q)
  • Grenzerlös- und Grenzkostenkurve im Monopol siehe Folie 24 Grenzerlös- und Grenzkostenkurve schneiden sich -> optimale Angebotsmenge Monopolist kann nicht frei über den Preis entscheiden, da die verkaufte Menge sinkt, je höher der Preis ist (Preis über p1 ist nicht sinnvoll; p1: Preis bei optimaler Angebotsmenge) (aufgrund sinkender Nachfragekurve sinkt Grenzerlös bei höherer Menge) Amoroso-Robinson-Relation:Beziehung zwischen dem Grenzerlös eines Gutes und seiner PreiselastizitätAmoroso-Robinson-Bedingung: (p(q)-c(q))/p(q) = - (Ableitung von p(q) nach q) * (q/p(q))                                                                            = 1/η
  • Monopolprobleme und Politik Wenn ein Unternehmen seine "marktbeherrschende Stellung"/seine Marktmacht missbraucht, greifen das Bundeskartellamt und die EU-Kommission ein (wie bei Facebook mit den missachteten Datenschutzregeln und bei Google, das seine Preisvergleichsdienste bei den Suchergebnissen über den Vergleichsdiensten der Wettbewerber platziert hat) Eingriff in die Wirtschaft, um Monopol-/Machtstellung aufzuweichen und den Wettbewerb anzufachen/anzukurbeln 25
  • Wohlfahrt im Monopol siehe Folie 26 Wohlfahrt im Monopol ist niedriger als Wohlfahrt im vollkommenen Wettbewerb (existierender Dead Weight Loss) pareto-ineffizienter Zustand: eine Preisdiskriminierung würde die Besserstellung von neuen Konsumenten ohne Schlechterstellung des Monopolisten oder der alten Konsumenten ermöglichen "Rent-Seeking reduziert die Wohlfahrt ggf. noch stärker" (??? rent-seeking?)
  • Gründe für bestehende Monopole - Kostenvorteile (zB natürliche Monopole wie deutsche Bahn mit ihrem Schienennetz)- (scheinbare) Qualitätsvorteile (zB auch Reputation und Markenbekanntheit wie bei Apple)- Netzwerkeffekte (zB Facebook, Whatsapp)- Technischer Vorsprung (durch Innovation) (zB Apple: erstes Smartphone) - reine Monopole sind selten; meist gibt es Quasi-Monopole (marktbeherrschende Unternehmen) mit wenigen, unbedeutenden Wettbewerbern 27
  • 4 Gründe für gewinnmaximierendes Verhalten - gewinnmaximierendes Verhalten trotz Trennung von ownership und control (Unternehmen gehört Manager nicht aber er hat gewinnmaximierendes Verhalten) 1) Anreizverträge: Manager wird durch Aufsichtsrat kontrolliert; Manager wird am Gewinn beteiligt2) Manager, die den Gewinn/Shareholder Value nicht maximieren, haben schlechtere Jobchancen am Arbeitsmarkt3) Unternehmen, die ihren Gewinn nicht maximieren, werden durch Wettbewerber vom Produktmarkt verdrängt4) Unternehmen, die ihren Gewinn nicht maximieren, sind am Kapitalmarkt unterbewertet und werden übernommen 28