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Sozialpsychologie (Fach) / 9, Heuristiken und Entscheiden (Lektion)

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Diese Lektion wurde von SarahMeissner erstellt.

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  • Urteilen und Entscheiden / Wie treffen wir Entscheidungen? -Wahrheitsmotivation: wir wollen richtige Entscheidungen treffen -Entscheidungssituation ist logisch nicht einfach zu lösen ! Was wir tun: Einschätzen von Wahrscheinlichkeiten und Abwerten von Erfahrungen ! verschiedene Strategien, die wir häufig nutzen ! Mindestanforderung an Heuristik: sie muss zu besserem Urteil führen, als es durch das Zufallsprinzip geht
  • Begriffserklärung: Heuristik Faustregeln / Eilverfahren, die eine schnelle, sparsame und hinreichend genaue Urteilsbildung ermöglichen ! Mindestanforderung an Heuristik: sie muss zu besserem Urteil führen, als es durch das Zufallsprinzip geht -Fehlschlüsse, die aus Heuristiken heraus geurteilt wurden: „Biases“
  • Gerd Gigerenzer Gingerenzers einfache Heuristiken für Alltagssituationen Drei Formen von heuristischen Prinzipien: 1.Suchregeln -> In welcher Reihenfolge wird nach Informationen gesucht (zufällige oder definierte Reihenfolge)?   2. Abbruchregeln             -> Welches Kriterium bewirkt Abbrechen der Suche?   3. Entscheidungsregeln             -> Auf welcher Grundlage wird eine Entscheidung getroffen?   Alle Punkte werden nacheinander abgearbeitet (eindeutiges Wissen der Information ausgeschlossen) -Rekognitionsheuristik             ->Entscheidungsgrundlage sind wiedererkannte Informationen             -> lässt sich nur bei Halbwissen anwenden             -> oft besser sich für bekannte Möglichkeit zu entscheiden             -> z.B.: San Diego und San Antonio Weniger-ist-mehr Effekt: wenn nur eine Stadt erkannt wird, wird Rekognitionsheuristik angewendet -Take-the-best Heuristik -> zwei Alternativen -> es werden Kriterien gesammelt, die die beiden unterscheiden (ähnlich zu pro und kontra Liste) -> wenn ein gutes Kriterium gefunden ist wird abgebrochen -> sequentielle Entscheidung = jeder einzelne Grund wird herangezogen uns abgewägt -Tanz-nicht-aus-der-Reihe-Heuristik: -> „Verhalte dich konform, wenn es eine Regel gibt, weiche nicht davon ab“ -> Menschen richten sich meist nach Vorgaberegeln, die bestimmte Institutionen vorgeben und möchten aktive Entscheidung möglichst vermeiden -> z.B. Organspende-Beispiel -> Motiv Mastery und Connectedness
  • Kahnemann, System 1 und System 2 -System 1: Automatischer Prozess: keine Absicht, geringer kognitiver Aufwand, „treiben lassen“ -weitgehend mühelos, ohne willentliche Steuerung   -System 2: Kontrollierter Prozess: absichtsgeleiteter Prozess, hoher kognitiver Aufwand, willentliche Kontrolle, aufwändig und bewusst -subjektives Erleben von Handlungsmacht, Entscheidungsfreiheit und Konzentration   ! Kahnemann hat gezeigt: in den meisten Fällen handeln und denken wir nach System 1!             -> wir sind viel mehr intuitiv als rational             -> „wir sind mehr Risiko-Vermeider“   ? Wann darf man intuitiv handeln?             -> wenn man sehr viel Erfahrung (know-how) in bestimmtem Bereich hat
  • Heuristiken nach Kahnemann & Tversky -Repräsentativheuristiken -das was bekannt ist, wird bevorzugt oder etwas das „typisch für eine Person, Handlung Stichprobe, etc ist“ -biases:-Basisratenmissachtung = Grundwahrscheinlichkeit bleibt unberücksichtigt -Vernachlässigung der Stichprobengröße = Unzuverlässigkeit kleiner Stichproben wird unterschätzt -Falsche Vorstellung von Zufallsmerkmalen  -nicht beachten der Regression zur Mitte = extreme Ausprägungen eines Zufallsprozesses werden unterschätzt -Konjunktionsfehler = Wahrscheinlichkeit zweier gemeinsam auftretender Ereignisse wird höher eingeschätzt als  diejenige eines der beiden Ergebnisse -wie können Fehlurteile verhindert werden? -Aufmerksamkeit durch Training lenken -kognitives System hat sich an Verarbeitung von Häufigkeiten – nicht an das von Wahrscheinlichkeiten angepasst Verfügbarkeitsheuristik -Entscheidung auf Basis von dem, was uns al erstes in den Sinn kommt ->Beispielstudie: Leichtigkeit des Abrufs ! wie schnell mir die Beispiele einfallen beeinflusst die danach einzuschätzende Selbstsicherheit ! Beispiel dafür, wie schnell wir uns in unserer Selbstsicherheit beeinflussen lassen   -biases: -Lebhaftigkeit = Schätzung wird durch Lebhaftigkeit der Vorstellung / Erinnerung verzerrt -Präsenz des Ereignisses = je häufiger man von etwas hört, desto höher fallen die Schätzungen aus, da der Abruf leichter ist -Ereignisverknüpfung = Häufigkeit des gemeinsamen Auftretens wird überschätzt   ? Wie können Fehlurteile vermieden werden?  Förderung einer systematischen/kontrollierten (im Gegensatz zu einer heuristischen/automatischen) Informationsverarbeitung Verdeutlichen der Irrelevanz der Leichtigkeitsempfindung für das aktuelle Urteil (z.B. Rothman & Schwarz, 1998; Schwarz & Vaughn, 2002)  • Diagnostizieren der Gründe für die Leichtigkeit des Abrufs (Situationseinflüsse, Expertenwissen, Urteilsgewohnheit) -Ankerheuristiken -eine zufällig in Kontext auftauchende Information wird als Basis für eine Schätzung genommen ! „die ist auch echt crass, einige der bekanntesten“             ! Anker muss keinen sachlogischen Bezug zur Fragestellung haben -biases: -Fehleinschätzung numerischer Größen -Verzerrung von Erinnerung -fehlerhafte oder unzureichende Vorstellung -wo treten sie auf? -Gerichtsurteile, Leistungsbeurteilungen, Selbsteinschätzung, Schätzaufgaben, Verhandlungsergebnisse   -wodurch können Fehlurteile vermieden werden? -meist immun gegenüber aktiven Gegenmaßnahmen -„Gegengewicht“ suchen = Inhalte, die dem Anker widersprechen
  • Erkäre die Representativ Heuristik nach Kahnemann & Tversky -Repräsentativheuristiken -das was bekannt ist, wird bevorzugt oder etwas das „typisch für eine Person, Handlung Stichprobe, etc ist“ -biases:-Basisratenmissachtung = Grundwahrscheinlichkeit bleibt unberücksichtigt -Vernachlässigung der Stichprobengröße = Unzuverlässigkeit kleiner Stichproben wird unterschätzt -Falsche Vorstellung von Zufallsmerkmalen  -nicht beachten der Regression zur Mitte = extreme Ausprägungen eines Zufallsprozesses werden unterschätzt -Konjunktionsfehler = Wahrscheinlichkeit zweier gemeinsam auftretender Ereignisse wird höher eingeschätzt als  diejenige eines der beiden Ergebnisse -wie können Fehlurteile verhindert werden? -Aufmerksamkeit durch Training lenken -kognitives System hat sich an Verarbeitung von Häufigkeiten – nicht an das von Wahrscheinlichkeiten angepasst
  • Verfügbarkeitsheuristiken nach Kahnemann und Tversky -Entscheidung auf Basis von dem, was uns al erstes in den Sinn kommt ->Beispielstudie: Leichtigkeit des Abrufs ! wie schnell mir die Beispiele einfallen beeinflusst die danach einzuschätzende Selbstsicherheit ! Beispiel dafür, wie schnell wir uns in unserer Selbstsicherheit beeinflussen lassen -biases: -Lebhaftigkeit = Schätzung wird durch Lebhaftigkeit der Vorstellung / Erinnerung verzerrt -Präsenz des Ereignisses = je häufiger man von etwas hört, desto höher fallen die Schätzungen aus, da der Abruf leichter ist -Ereignisverknüpfung = Häufigkeit des gemeinsamen Auftretens wird überschätzt ? Wie können Fehlurteile vermieden werden? Förderung einer systematischen/kontrollierten (im Gegensatz zu einer heuristischen/automatischen) Informationsverarbeitung Verdeutlichen der Irrelevanz der Leichtigkeitsempfindung für das aktuelle Urteil (z.B. Rothman & Schwarz, 1998; Schwarz & Vaughn, 2002)  • Diagnostizieren der Gründe für die Leichtigkeit des Abrufs (Situationseinflüsse, Expertenwissen, Urteilsgewohnheit)
  • -Ankerheuristiken nach Kahnemann und Tversky -eine zufällig in Kontext auftauchende Information wird als Basis für eine Schätzung genommen ! „die ist auch echt crass, einige der bekanntesten“             ! Anker muss keinen sachlogischen Bezug zur Fragestellung haben -biases: -Fehleinschätzung numerischer Größen -Verzerrung von Erinnerung -fehlerhafte oder unzureichende Vorstellung -wo treten sie auf? -Gerichtsurteile, Leistungsbeurteilungen, Selbsteinschätzung, Schätzaufgaben, Verhandlungsergebnisse -wodurch können Fehlurteile vermieden werden? -meist immun gegenüber aktiven Gegenmaßnahmen -„Gegengewicht“ suchen = Inhalte, die dem Anker widersprechen
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