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Sozialpsychologie (Fach) / 7, Kultur und interkulturelle Pychologie (Lektion)

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Diese Lektion wurde von SarahMeissner erstellt.

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  • Warum ist interkulturelle Psychologie wichtig? -Interkulturelle Zusammenarbeit im eigenen Land erhöhen -Anzahl der ausländischen Mitarbeiter steigt -> multikulturelle Teams -Wettbewerbsvorteil durch angemessenen Umgang -mehr internationale Gemeinschaftsunternehmen
  • Definition Kultur =typisches Orientierungssystem, aus spezifischen Symbolen gebildet = beeinflusst das Wahrnehmen, Denken, Werten und Handeln aller Mitglieder und definiert deren Zugehörigkeit zur Gesellschaft -Wirkungsweise: ->bietet Orientierung bei Kommunikation und Interaktion ->Problem: andere Kulturen = andere Werte, wenn wir uns dessen nicht bewusst sind, verstehen wir Verhalten falsch -Einfluss auf Verhalten: -> lenkt Verhalten, legt es aber nicht fest (individuelle Persönlichkeit hat ebenfalls großen Einfluss) - „typische Verhaltensweisen“ können vorausgesagt werden
  • Selbstkonstruktion =Prozess wird gesteuert von aktivem Konstruktionsprozess (in sozialer Umwelt) und wie man sich selbst gerne sieht ! Kernkonzepte representieren das Selbst -Unterscheidung zwischen 1. Independente Selbstkonstruktion Abgrenzung von sozialem Kontext, stärker in individualistischen Kulturen Person definiert sich als autonome Einheit, betont Einzigartigkeit Selbstevaluation entsteht durch sozialen Vergleich Kernkonzepte des inneren Merkmale des Selbst am wichtigsten 2. interdependente Selbstkonstruktion verbunden mit sozialem Kontext, stärker in kollektivistischen Kulturen Person sieht Identität vorwiegend in Verbundenheit mit Menschen Selbst wird auf Basis von Beziehungen definiert Kernkonzepte an Schnittstellen zwischen Selbst und anderen representieren das Selbst
  • Unterschied bei Verhaltensweisen in kollektivistischen und individualistischen Kulturen -Individualistische Kulturen: keine Unterscheidung in Kommunikation der Eigengruppe und der Fremdgruppe eher bereit auch außenstehenden zu Vertrauen direkter Informationsaustausch in Verhandlungen -Kollektivistischen Kulturen: Kommunikation in Eigengruppe stärker, haben Gefühl, Eigengruppe besser zu verstehen Entstehen von Vertrauen dauert länger und ist gegenüber Außenstehenden geringer indirekter Informationsaustausch in Verhandlungen, Konflikte werden vermieden ! erfolgreich kulturübergreifende Beziehungen fordern, dass eigenes Verhalten angepasst wird
  • Kulturelle Einflüsse auf Verhaltensweise in Gruppen -Konformität (Bond & Smith, 1996) -> Linienvergleich, Menschen aus individualistischen Kulturen entscheiden sich eher gegen die allgemeine Meinung, bei Menschen aus kollektivistischen Kulturen stimmen eher der Menschheit zu. -> bei kollektivistischen Kulturen Konformität am Größten Soziales Faulenzen (Early, 1993) Menschen aus individualistischen Kulturen erledigen weniger Aufgaben, wenn sie unter kollektivistischen Bedingungen arbeiten mussten Menschen aus kollektivistischen Kulturen arbeiteten in Fremdgruppe schlechter als in Eigengruppe, bei individualistischen Gleich (schlecht)
  • Modellvorstellung der Kulturen vergleichenden Psychologie Gerd Hofstede, 1980 -Power Distance -wie sehr Mitarbeiter ungleiche Verteilung von Macht akzeptieren und erwarten -Individualismus vs. Kollektivismus Trennt jemand strikt zwischen persönlichen und gesellschaftlichen Dingen oder zeigt generelle Loyalität? -Maskulinität vs. Feminität klare Trennung zwischen Geschlechterrollen? -Unsicherheitsvermeidung (Uncertainty Avoidance) Grad, zu dem sich Menschen von nicht eindeutigen Situationen bedroht fühlen unsichere Situationen durch Regeln und Normen versuchen aufzulösen -Langzeitorientierung (long Term Orientation) Grad, wie langfristig bzw. kurzfristig Mitglieder einer Kultur denken ! Problem: Abstraktionsniveau zu hoch um Rückschlüsse zu schließen ! praktikableres Modell: Kulturstandard-Modell von Thomas, 1996
  • Kulturstandard-Modell von Thomas, 1996 -Kulturstandards bieten Orientierung, auch als Bewertungs- und Verhaltensstandards bezeichnet -z.B. in Deutschland: Pünktlichkeit, Ordnung -Kritik: ->Kulturstandards als „Gegenpol“ zur eigenen Kultur Herleitung zum Teil nicht nachvollziehbar Stereotypisierung kann Vorurteile fördern ->Kultur lässt sich in ihrer Gesamtheit nicht durch ein paar Kulturstandards beschreiben -Nutzen: -> Orientierungshilfe und Sensibilisierung gegenüber anderen Kulturen/Verhaltensweisen -> interkulturelles Lernen als fortdauernder, nicht abschließbarer Prozess
  • Interkulturelle Kompetenz …zeigt sich in der Fähigkeit, die kulturelle Bedingtheit der Wahrnehmung, des Urteilens, des Empfindens und des Handelns bei sich selbst und bei anderen Personen zu erfassen, zu respektieren, zu würdigen und produktiv zu nutzen (laut Thomas, 2003) -Voraussetzung für interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit -Interkulturelle Kompetenz = Resultat eines Lern- und Entwicklungsprozesses = gelerntes spezifisch einsetzen können ->entsteht erst nach mehreren Entwicklungsphasen Phasenmodell interkulturelle Kompetenz 1. Ausgangsbedingungen Personale- und Umweltfaktoren 2. Prozessverlauf ->Interkulturelle Konfrontation -> Interkulturelle Erfahrung -> Interkulturelles Lernen -> Interkulturelles Verstehen 3. Resultate / Wirkung -> Interkulturelle Kompetenz Interkultureller Kompetenzerwerb ist verbunden mit:  -Horizonterweiterung -Selbstkonzeptveränderung -soziale Kompetenzerhöhung -Reflexivität -Selbstwirksamkeit
  • Phasenmodell interkulturelle Kompetenz 1. Ausgangsbedingungen Personale- und Umweltfaktoren 2. Prozessverlauf ->Interkulturelle Konfrontation-> Interkulturelle Erfahrung-> Interkulturelles Lernen-> Interkulturelles Verstehen 3. Resultate / Wirkung -> Interkulturelle Kompetenz Interkultureller Kompetenzerwerb ist verbunden mit:  -Horizonterweiterung -Selbstkonzeptveränderung -soziale Kompetenzerhöhung -Reflexivität -Selbstwirksamkeit
  • Kulturschock: Ursachen: Gefühl der Ablehnung durch Angehörige der Gastkultur Verunsicherung hinsichtlich eigener Identität und Rolle Überwältigung durch Ausmaß von Andersartigkeit Hilflosigkeit aufgrund fehlender Bewältigungsmöglichkeiten Symptome: -körperliche Verfassung: Schlafstörungen, Appetitlosigkeit -Bereich des Erlebens: Verärgerung und Misstrauen gegenüber Gastkultur, Wutausbrüche, Selbstmitleid, Entwurzelung -Verhalten: Leistungsdefizite, Kreativitätsabfall, Abkapselung, erhöhter Alkoholkonsum
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