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Sozialpsychologie (Fach) / 6, Stereotype und Vorurteile (Lektion)

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Diese Lektion wurde von SarahMeissner erstellt.

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  • Stereotypen und Vorurteile =treten in vielen verschiedenen Bereichen auf =für den Menschen ist es einfacher, andere vorschnell in Kategorien einzuordnen (soziale Orientierungshilfe); diese sind oft falsch und entsprechen nicht der Realität
  • Kategorisierung -verallgemeinerung unzähliger Ereignisse -bestimmte Zusammenhänge sing wichtig für uns (dunkle Wolken + Regen) -jede Kategorie hat emotionalen Bezug -Stereotype werden genutzt, um Bauchgefühl zu bestätigen -Kategorisierung ist natürlich, kann aber durch Über-Vereinfachung ein Vorurteil bilden -Mitgliedern einer bestimmten Gruppe werden bestimmte Eigenschaften zugesprochen individuelle Unterschiede zwischen Menschen werden dabei außer Betracht gelassen können negativ, neutral, positiv sein
  • Funktionen der Stereotypen  -strukturieren Umwelt -bewerten Gruppen -Abgrenzung zu anderen Gruppen -Entscheidungshilfe über angemessene Reaktionen -Rechtfertigung von Intergruppenbeziehungen
  • Vorurteil -alltagssprachlich: vorab wertendes Urteil, das eine Handlung leitet Zwischenergebnis während der Entwicklung eines Urteils -psychologisch: bezeichnet Einstellung gegenüber Gruppen, mit negativen affektiven (Feindseligkeit), kognitiven (Stereotypen) und Verhaltenskomponenten (Diekriminierung) Eine Einstellung bzw. Orientierung gegenüber einer Gruppe (bzw. ihren Mitgliedern), die sie direkt oder indirekt abwertet, oft aus Eigeninteresse oder zum Nutzen der eigenen Gruppe -Definition: ->Ohne Prüfung objektiver Tatsachen voreilig gefasst oder übernommen, meist von feindseligen Gefühlen geprägte Meinung
  • Allport-Skala =Erklärung der Entwicklung und Erscheinungsformen eines Vorurteils 1. Verleumdung =allgemeine Weitergabe von Vorurteilen an andere z.B. durch spöttische Äußerungen und Witze   2. Vermeidung = Vorurteil ist so stark, dass Person abgelehntes Ding/Person meidet, eigene Umwege oder Unannehmlichkeiten werden in Kauf genommen   3. Diskriminierung = aktive Beteiligung an Ausgrenzung z.B. aktives Meiden von bestimmten Berufen, sozialen Einrichtungen, politischen Rechten   4. Körperliche Gewaltanwendung = Verknüpfung von Vorurteilen mit gesteigerten Emotionen z.B. Gewaltausübung gegenüber abgelehnter Person   5. Vernichtung  extremste Ausübung von Gewalt aufgrund von Vorurteilen z.B. Massen- oder Völkermorde aus dem 3. Reich
  • Kontinuum-Modell Von Susan Fiske & Steven Neuberg, 1990 „Kontinuum“ = Kontinuierlich, lückenlos; Welcher Informationsweg wird wann gewählt -Eindrucksbildung wird als Prozess verstanden von kategoriebasierten Bewertungen zu individulisierter Eindrucksbildung Fortschreiten entlang des Kontinuums ist abhängig von Motivation und Aufmerksamkeitsfaktoren ! nur wenn Motivation groß genug ist, kommt durch kontrollierte Informationsverarbeitung eine individuelle Eindrucksbildung zustande dann sind kategorisierbare Informationen nur noch ein kleiner Aspekt unter vielen -Personen von geringem Interesse werden überwiegend kategorienbasiert bewertet -Person hoher Relevanz: -Fokussierung der Aufmerksamkeit auf persönliche Eigenschaften -> langer Weg des individualisierten Eindrucks beginnt
  • Fazit Stereotype und Vorurteile -Vorurteile sind häufig, aber nicht prinzipiell negativ belastet und für den Menschen in Form von Kategorien sogar notwendig -Betrachter sind in gewissen Umfang in der Lage, zu entscheiden wie sie gegenüber andern reagieren -wenn Vorurteile zu unausgeglichenem Machtgefüge und extremen Spannungen führen, müssen politische Rahmenbedingungen (Gesetze) und Programme zur Bekämpfung dieser Vorurteile eingesetzt werden
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