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Sozialpsychologie (Fach) / 2, Aggression (Lektion)

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Diese Lektion wurde von SarahMeissner erstellt.

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  • Definition von Aggression: ! Willensabsicht jemandem Schaden zuzufügen ! es wird in Kauf genommen, sich selbst zu schaden, nur damit Gegner nicht das bekommt, was er will ! oft Folge von Konflikt (=wargenommene Unvereinbarkeeit von Zielen zweier oder mehrerer Partner) ! instrumentelle Aggression: Aggression als "Mittel zum Zweck" Kosten-Nutzen Abwägung langfristiges, übergeordnetes Ziel (z.B. taktisches Foul, Motiv: mastery) wahrgenommene Alternativen aber, wer nichts zu verlieren hat, handelt schneller aggressiv ! feindselige Aggression durch Provokation, Bedrohung des Selbst oder zugehörigen Gruppe, auch durch Ausgrenzung keine Kosten-Nutzen Abwägung hohe Aggression kann schnell zu Missachtung offensichticher Risiken für einen Selbst führen hoher Selbstwert => schnelle Aggression
  • Erklärung der Frustrations-Aggressions Hypothese ! Dollard, 1939: => Erleben von Frustration führt zu aggressivem Verhalten ! Aggression stets ein Ergebnis von Frustration !Berkowitz, 1989: => Frustration führt nur zu aggressivem Verhalten, wenn damit negative Gefühle verbunden sind (kognitiiv-neoassozionistisches Modell) => negative Gefühle = Unwohlsein bei hohen Temperaturen "Long Hot Summer Effekt"; Schmerz, Furcht, Gereiztheit, Müdigkeit
  • Definiere instrumentelle Aggression Aggression als "Mittel zum Zweck" Kosten-Nutzen Abwägung langfristiges, übergeordnetes Ziel (z.B. taktisches Foul; Motiv: mastery) wahrgenommene Alternativen, aber wer nichts zu verlieren hat, handelt schneller agressiv
  • Definiere feindselige Aggression durch Provokation, Bedrohung von einem Selbst oder von zugehöriger Gruppe, oder durch Ausgrenzung keine Kosten-Nutzen Abwägung extreme Aggression kann zu Missachtung offensichtlicher Risiken führen hoher Selbstwert => schnellere Aggression
  • Normen und Aggression -fast alle Gesellschaften reguieren Gewalt durch Normen -kulturell vermittelte hinweisreize machen Aggression zugänglicher -z.B. "Waffeneffekt" = schon der bloße Anblick einer Waffe erhöht Zugänglichkeit aggressiver Gedanken. => höhere Wahrscheinlichkeit, aggressives Veralten tatsächlich zu zeigen
  • Lerntheorien zur Aggression -Vorbilder für Aggression -4 Schritte Modell, Lernen durch Beobachtung -Vorbilder für Aggression:  Mediengewalt (Aggression von Vorbildern vermitteln, dass Aggression angemessen und erfolgreich ist, dies übertragen wir auf uns selbst) Kinder als Zeugen häuslicher Gewalt -Lernen durch Beobachtung: (4 Schritte, die kognitives und operantes Lernen kombinieren) Aufmerksamkeit = Person nimmt Handlung eines anderen wahr Behalten = Person speichert das Wahrgenommene im Gedächtnis Reproduktion = Person führt Handlung aus, die das Wahrgenommene kopiert Motivation = Konsequenzen bestimmen die Wirklichkeit, dass die Person Handlungen erneut ausführt
  • "Bobo Doll Studies" -von Bandura, 1965 -Modellperson zeigt aggressiven Verhalten gegenüber einer Puppe ("Bobo"), Kind schaut dabei zu und wird danach selbst vor Puppe gesetzt/gestellt -3 Versuchsbedingungen: Modellperson wird bestraft Modellperson erhält keine Konsequenzen Modellperson wird belohnt =>Beobachtung positiver Konsequenz nicht notwendig, Verhalten wird imitiert;                     bei folgender Sanktion für Modellperson wird verhalten nur in Teilen imitiert => Gleichgeschlechtliche Orientierung > Gegengeschlechtliche Orientierung
  • Biologischer Ansatz von Aggression (4) - "survival f the fittest" = aggressives Verhalten als Vorteil  in evolutionärer Selektion -Amygdala = wird in empfundener Gefahrensituation aktiviert, steigert aggressives Verhalten -Serotonin = Störung der Serotoninproduktion in Bauchspeicheldrüse => emotionale Hemmung wird unterbunden => aggressiveres Verhalten -Testosteron = hat keine Bewiesene Steigerung der Aggression zur Folge; beim Tier eindeutig ja, beim Menschen ist dies nicht eindeutig
  • Mediengewalt und Aggression (4) -positive Korrelation zwischen Konsum von Mediengewalt und Gewaltbereitschaft -erleichternde Bedingungen zur Gewaltbereitschaft: Wirksamkeit: Ob Wirkung von Aggression erfolgreich war Normativität: Ob auch "die Guten" aggressives Verhalten zeigten Relevanz: Wie gut konnte man sich in Film hineinversetzen (je realitätsnäher der Film ist, desto "wirkungsvoller") Emfänglichkeit: wie leicht beeinflussbar ist die Person -Länsschnittstudie Huesmann, 1986 Voliebe für gewalthaltige Fernsehprogramme im Alter von 8 Jahren = guter Prädiktor für Aggressivität und Gewaltkriminalität im Alter von 30 Jahren Aber!: Gefundlage von "Killerspielen" nicht eindeutig
  • Aufrechterhaltung oder Eskalation von Konflikten (2) -Kommunikation: meist eher kontraproduktiv, da Parteien sich gegenseitig hochschaukeln -Drohhaltung: Verfestigung der einzelnen Positionen, vor allem bei wechselseitigem Drohpotential
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  • Methoden zur Konfliktlösung und/oder Aggressionsminderung (3) -Wahrnehmung und Reaktion verändern aggressive Hinweisreize entfernen alternative Interpretation fördern vor allem bei zwei einzelnen Personen (sprichwörtlich bis 10 zählen) Empathie fördern -Intervention durch Drittte "Meditation" = Dritte als vermittler helfen Komunikationsprobleme zu überwinden "Arbbitration" Dritte als Schiedsrichter oder Schlichter entscheiden und schlagen Lösung vor -Konflikte durch Verhandlung lösen Verhandlung = wechselseitige Kommunikation zwische Konfliktarteien, mit dm Ziel, eine Vereinbarung zu erreichen
  • Erkläre verschiedene Arten der Konfliktlösung -"win-lose" = auferlegte Lösung durch Sieger des Konflikts -"Split the difference" = Verteilungslösung (Komproiss) -"win-win" = integrative Lösung bei der beide Parteien sich als Sieger sehen, manchmal aber nicht möglich
  • Aggression und Bezug zu den 8 Grundprinzipien -subjektive Konstruktion der Realität (= Aggression und Konflikt oft eine Folge von subjektiver Wahrnehmung) -Universitalität sozialer Einflüsse (= soziale Normen und Gruppenzugehörigkeit beeinflussen Aggression und Konflikt) -Mastery  (= Aussicht uf objektive Belohnung führt oft zu instrumenteller Aggression oder Intergroups Konflikten) -Connectedness (= mangelnder respekt und Bedrohun der Gruppenidentität lösen feindselige Aggressionen und Konflikte zwischen Gruppen aus) -Valuing Me & Mine (= positive Bewertung der Eigengruppe + Abwertung der anderen Gruppe verstärkt Konflikte) -Konservatismus (= Konflikte haben sich selbst aufrechterhaltende Merkmale) -Superficial vs. depth (= Unterschied in der Verarbeitungstiefe, systematische Verarbeitung kann Aggressionen reduzieren, indem es alternative Lösungen anzeigt