4

Allgemeine und Biopsychologie (Fach) / 12, Emotion & Motivation (Lektion)

.

Diese Lektion wurde von SarahMeissner erstellt.

Lektion lernen

  • Was sind Emotionen? Eine phänomenologische Definition - objektgerichteter Zustand Emotionen beziehen sich meist auf Objekte (sich freuen über, von ... enttäuscht sein).  Objektlose Emotionen werden meist nicht als vollwertig empfunden. -verändertes Erleben  Jede Emotion fühlt sich anders an (Qualität).  Emotionen ändern auch Wahrnehmung und Gedanken (nachts im Wald spazieren gehen). -körperliche Erregung Herzschlag, Blutdruck, Atemfrequenz, Schweißdrüsenaktivität ändern sich.  Aktivität von Magen und Darm ändern sich -verändertes Verhalten Ärger führt zu Angriff, Furcht zu Flucht.  Traurigkeit lässt die Tränen fließen.  Freude drängt zu Bewegung und Lachen.
  • Abgrenzung Affekt – Gefühl – Emotion - Stimmung alle sind bewertende Stellungnahmen eines Organismus zu seiner Umwelt Affekt  Kurze, intensive Gefühlszustände, die starke Verhaltenstendenzen besitzen (vgl. Affekttaten vor Gericht)  objektbezogen  Emotion  weniger intensiv als Affekt, halten dafür aber länger an  objektbezogen  Stimmung  geringere Intensität und längere Dauer als Emotionen  fehlende Objektbezogenheit  Gefühl  erlebnisbezogener Aspekt einer Emotion (subjektive Komponente)
  • Verhaltensorientierte Emotionstheorie Albert lernt, Angst zu haben Experiment von Watson & Rayner (1920) zur Angstinduktion durch Konditionierung.  Albert wurde im Alter von 9 Monaten auf Angstreflexe getestet: Hammerschlag löst Angst aus, eine weiße Ratte nicht.  Konditionierungsphase: Wenn Albert sich der Ratte nähert, ertönt der Hammerschlag. Folge: Starke Angstreaktion: Hinfallen, im Bett verstecken.  Generalisierung: Albert zeigt Angstreaktionen auch bei ähnlichen Objekten wie z.B. bei weißem Kaninchen. Stabilität: Auch einen Monat später zeigt er dieselbe Furchtreaktion Peter verlernt, Angst zu haben Experiment von Jones (1924) zur Angstreduktion durch Konditionierung.  Der dreijährige Peter hatte Angst vor Ratten, Kaninchen, Fell, Federn usw. Ursache war unbekannt.  Gegenkonditionierung: Paarung des Angstreizes mit einem positiven Reiz, der eine angenehme Reaktion hervorruft. Während Peter aß, wurde ein Kaninchen in den Raum gebracht. Die Entfernung wurde immer weiter reduziert. Zum Schluss konnte er das Kaninchen streicheln.  Modelllernen: In einigen Sitzungen waren andere Kinder anwesend, die mit dem Kaninchen spielten und Peter sah zu.  Systematische Desensibilisierung ist noch heute eine wichtige Methode der Verhaltenstherapie.
  • Lazarus Appraisal Modell Appraisal = Bewertung, Beurteilung = Die Einschätzung einer Situation oder eines Objektes bezüglich des Einflusses auf die eigene Person und das Wohlergehen =laufen sehr schnell, nicht reflexiv und oft automatisch ab.  ! Appraisalmuster lösen unterschiedliche Emotionen aus. auslösende Situationsreize führen zu primärer Appraisal primärer Appraisal: Bedeutung. Zielrelevanz und Art der Ego-Beteiligung Sekundäres Appraisal: Bewältigung. Verschuldung oder Verdienst, Bewältigungspotential: Copingmöglichkeit zur Situationsverbesserung, Zukunftserwartung Emotion; führt eventuell zu reappraisal (Neubewertung der Sitauund somit zurück zum primären Appraisation) Coping-Strategien: Problemorientierte Bewältigung: Aktivitäten zur Verbesserung der Situation – diese selbst ändern.  Emotionsorientiere Bewältigung: Veränderung der mit der Situation verbundenen Emotionen – Bezug ändern.
Anzeige