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Virologie (Fach) / Tiermedizin (Lektion)
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- Allg. 1 Was sind Viren? - die kleinsten infektiösen Einheiten (30 - 300nm) - vermehren sich nur in lebenden Organismen - bestehen aus RNA oder DNA - sind von Eiweißmolekülen eingekapselt & z.T. von einer Membran (unbehüllt/ behüllt)
- Allg. 2. Beschreibe die Eigenschaften von Viren gegenüber Bakterien Antibiotika wirkt bei Viren nicht, aber bei Bakterien Viren können sich nur in lebenden Organismen vermehren, Bakterien schon Viren haben keine 2 Teilung, aber Bakterien Viren haben keine DNA & RNA, aber Bakterien Viren haben keine Ribosomen, im Gegensatz zu Bakterien Interferone sind wirksam gegen Viren, bei Bakterien nicht
- Allg. 3. Nenne die 4 Hauptbestandteile, aus denen Viren aufgebaut sind? 1. virale Nukleinsäure- alle Genome sind haploid mit Ausnahme der Retroviren- DNA/ RNA kann als Einzel- & als Doppelstrang vorliegen- DNA/ RNS kann infektiös sein 2. virale Proteine- Strukturproteine bilden Viruspartikel-> zum Schutz des Genoms, Liganden zur Anheftung an Rezeptoren, Transkriptase bei minus Strang Viren- nichtstrukuturproteine in der infizierten Zelle-> Enzyme für Transkriptase & Vermehrung, Proteasen 3. virale Lipide- bei behüllten Viren v.a. Phospholipide & Cholesterin 4. virale Kohlenhydrate- Glykoproteine, Glykolipide & Polysaccharide
- Allg. 6. Beschreibe die Formen von Viren & die unterschiedlichen Symmetrien? Helikal (Vgl mit Wendeltreppe) Isohedral (aus mehreren 3ecken,mit kleinen "Nadeln" dran) Icosahedral (aus mehreren 3ecken) Teilung bei 180° (2 strahlig), bei 120° (3 strahlig) oder bei 70° (5 strahlig)
- 5. Was ist die Triangulationszahl (T)? Die Zahl, die beschreibt aus wie vielen Proteinen & Dreiecken ein ikosaedrisches Kapsid gebildet wird. Ein gleichseitiges Dreieck wird aus 3 gleichen Proteinen gebildet. Das kleinste Ikosaeder besteht aus 20 Dreiecken, also aus 60 Proteinen. Diese Zahl ist mit T=1 festgesetzt. Ein Ikosaeder das größer ist hat ein ganzzahliges Vielfaches vom T, also gibt es z.B.bei T=16 960 Proteine.
- 6. Wovon ist die helikale Symmetrie abhängig? Die Länge von dem Zylinder ist direkt von den Nukleinsäuren abhängig. Die Breite von den Kapsomeren.
- 7. Beschreibe den Aufbau von einem Rhabdovirus? Innen ist das Protein. Darum ist das Ribonukleokapsid gewickelt & außen sind Glykoproteine & eine Matrix.
- Allg. 8. Nenne je 3 Bsp. für unbehüllte & behüllte kubische Symmetrie. unbehüllt: Papillomaviren, Adenoviren & Rotaviren behüllt: Rötelnviren, Hepatitis B Viren & Herpes Viren
- Allg. 9. Nenne Bsp. für unbehüllte & behüllte helikale Symmetrie. unbehüllt: Tabakmosaikviren behüllt: Influenza-, Masern- & Ebolaviren
- Allg. 10. Nenne Bsp. für behüllte & unbehüllte komplexe Symmetrie. unbehüllt: Bakterienviren/ Bakteriophagen behüllt: Pockenviren & HIV Viren
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- Allg. 11. Wann entsteht eine Infektionskrankheit? Sie ensteht, wenn ein virulenter Stamm einer pathogenen Erregerspezies ein für die Infektion disponiertes Lebewesen einer empfänglichen Wirtsspezies infiziert-> Stamm muss virulent sein & der Erreger pathogen-> der Wirt muss dispositioniert & empfänglich sein
- Allg. 12. Beschreibe die Schritte der Virusvermehrung. 1. Adsorption: Ligand/ Rezeptor2. Penetration: Endozytose, Translokation & Fusion3. Entpacken, Uncoating4. Replikation: Transkription, Translation & Genomvermehrung5. Reifung & Zsm.bau von Viruspartikeln (DI Partikel)6. Freisetzung: Zell Lyse, Knospung & Exozytose
- Allg. 13. Was kann aus dem viralen Erbgut entstehen & wie? Replikation: Kopien des viralen Erbguts werden erstellt & diese werden mit Nichtstruktur- & Strukturproteinen zu neuen Viruspartikeln Transkription: zu mRNA & dann Translation zu Proteinen
- 30. Wie kommt das Virus in die Zelle? Endozytose oder durch Fusion an der Plasmamembran Fusion: durch Fusionsproteine (wenn die Viren ein Membranhülle haben), oder durch ein membranprenetrierendes Virusprotein, dessen Struktur aufgbrochen werden muss, damit das virale Genom freigesetzt wird
- Allg.14. Beschreibe die Virusausbreitung. 1. Infektion über die Körper OF (R) & Infiltration des Virus in einen Lymphknoten (R) 2. Weiterleitung vom Lymphknoten in das Blutsystem 3. Von dort aus in das KM, die Leber, Milz & oder in Blutgefäße (überall R) 4. Dann über das BG System in den Respirationstrakt, die Haut, die Niere oder das Gehirn (überall R) -> je nach Virus sind unterschiedliche Organe betroffen R= Replikation
- Allg. 15. Beschreibe den zeitlichen Verlauf bei einer akuten Virusifektion (2 Typen) Einphasige Virusifektion: Kontakt mit Erreger führt zu grippeähnlichen Symptomen (Virämie für ca 2 Wo) & IgM´s werden nach 2 Wochen ausgeschüttet (unspezifische Immunantwort), nach 3 Wo werden IgG´s gebildet & die Infektion klingt ab Zweiphasige Virusinfektion: die ersten 3 Wo verlaufen wie bei der 1phasigen Infektion ab, dann folgt nach 3Wo eine 2 Phase, bei der die Organe mit betroffen sind. T Zellen & IgG´s werden dabei eingesetzt & es kann zur Organmifestation kommen, abklingen nach 4 Wo, Klinik ist stärker als in der 1 Phase
- Allg. 16. Beschreibe den Verlauf von Virusinfektionen bei einem persistierenden Erkrankung. latent: Infektion tritt immer wieder auf (z.B. beim Herpesvirus) chron.: Infektion tritt dauerhaft auf ohne Symptome & führt am Ende zum Tod durch akute Phase (lymphozytäre Choriomeningitits), kann aber auch eine akute Infekt. sein, die Erreger dauerhaft ausschüttet (z.B. die Maul- & Klauenseuche) -> auch immer wieder kehrende akute Schübe sind möglich (z.B. Masern)
- Allg. 17. Wie kann man Viren einteilen? DNA oder RNA segmentiert oder nicht Polarität ja oder nein Einzel- oder Doppelstrang reverse Transkriptase ja oder nein
- Allg. 18. Definiere die Begriffe Epidemie, Pandemie & Endemie. Pandemie: zeitliche gehäuftes & weit verbreitetes (in mehreren Ländern/ Kontinenten) auftreten einer Virusinfektion-> Panzootie Epidemie: zeitlich gehäuft & begrenzt, nur in einem Gebiet auftretende Virusinfektion-> bei Tieren Epizootie Endemie: bei einer Spezies/ Menschgruppe oder in einer Region andauernd vermehrtes aufkommen von einem Virus-> bei Tieren Enzootie
- Allg. 19. Definiere die Begriffe Morbidität, Mortalität & Letalität Mortlität= vermehrtes auftreten von Todesfällen innerhalb einer PopulationLetalität= vermehrte Todesfälle innerhalb der Gruppe infizierter IndividuenMorbilität= Krankheitshäufigkeit bezogen auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe
- Allg. 20. Definiere die Begriffe Prävelenz & Inzidenz. Prävelenz: Anteil der Erkrankten innerhalb einer gegebenen Zeitperiode Inzidenz: Rate der Neuerkrankungen innerhalb einer gegebenen Zeitperiode
- Allg. 21. Was ist eine Tierseuche? Eine hochinfektiöse, sich meist schnell ausbreitende Krankheit, die gesetzlich von Interesse ist & meist den Menschen mit betrifft. Im Tierseuchengesetz reguliert
- Allg. 22. Beschreibe die Anzeigepflicht. Was? Ausbruch UND Verdacht einer Tierseuche Wer? Besitzer & alle die Umgang mit den Tieren haben Wo? örtlichem Lebensmittelüberwachungs- & Veterinäramt
- Allg. 22. Welche Viren sind Anzeigepflichtig? Affenpockenafrikan. Schw.pestInfektiöse Anämie der Pfd.Aujeszyklische Krankheit bei Rd. & Schw.Blauzungenkrankheitbovines Herpes Virus Typ 1bovine Virus DiarrhoeEbolavirusEnzootische bovine Leukosehochpathogene aviäre InfluenzaInfekt. West Nil Virus beim Vg. & Pfd.Infektiöse Hämatopoetische Nekrose der SalmonidenKoi- Herpesvirus Infektion der KarpfenLumpy Skin DiseaseMaul- & KlauenseucheNew Castle Diseaseniedrigpathogene aviäre Influenza bei gehaltenen VögelnPest der kl Wdk.Pfd.enzephalomyelitisPockenseuche der SchafeRifttal FieberSchweinepestStomatitis vesicularisTollwutvesikuläre Schw.krankheitvirale hämorrhag. Septikämie
- Allg. 23. Beschreibe die Meldepflicht. gut zu diagnostizierende Krankheiten, die für den Überblick dokumentiert werden müssen Was? Krankheit Wo? Die nach Landesrecht zuständige Behörde Wer? Tierärzte, Leiter der Veterinäruntersuchungsämter & Leiter der Tiergesundheitsämter
- 24. Welche Krankheiten sind meldepflichtig? equine Virus Arteritis InfektionGumboro KrankheitInfektiöse Laryngoracheitis des Gf.Maedi/ VisnaMarksche Krankheitniedrg pathogene aviäre Influenza der WildvögelSäugerpockenSchmallenberg VirusTransmissible Gastroenteritis vom Schw.Vogelpocken
- Allg. 25. Nenne 4 verschiedene Mechanismen der Änderung des viralen Erbguts. Mutation, Hypermutation, Rekombination & Reassortierung
- 26. Beschreibe die Picornaviridae & nenne die Virus - Genera (Gemeinsamkeiten & Differenzierung) (9). - pico= klein, rna= RNA- kleine (ca. 30nm), unbehüllte Viren die aus einer Einzelstrang RNA Strang, mit + Polarität bestehen - Synthese eines Polyproteins aus der genom. RNA- aus 4 Strukturproteinen (VP1 -4), ikosahedrale Struktur - Genera: Apht (Maul- & Klauenseuche Virus & equine/ bovine Rhinitis)-, Cardio (Enzephalomyokarditis Virus)-, Entero-, Hepato-, Erbo-, Tescho-, Parecho-, Kobu- & Tremovirus-> alle haben eine hohe Wiederstandsfähigkeit gegenüber Desinfektionsmitteln-> Differenzierung durch pH & Dichte
- 27. Picornaviren - Beschreibe die Übertragung vom Hepatitis A Virus, die Diagnostik & von der Maul- & Klauenseuche & darf man impfen? Hepatitis A:- Übertragung: fäkal, oral, über dreckiges TrinkwasserDiagnostik: anti NSP blocking ELISA Maul- & Klauenseuche:- Übetragung: hoch kontagiös, direkt (kontakt im Stall) & aerogen (über weite Strecken, bis 100km)- Diagnostik: -> bis zu 3Mo in der Maul- SH nachweisbar, ist ein akute bzw. persistierende Infektion -> durch PCR & ELISA nachweisbar -> Sero- & Subtypisierung möglich, Einsatz von Vakzinen- Impfung ist nicht erlaubt
- 28. Nenne Anzeige- & Meldepflichtige Picornaviren Anzeigepflichtig: Maul- & Klauenseuche
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- 29. Beschreibe DIVA. DIVA= differential infekted from vaccinate animals-> zur Differenzierung geimpften & infizierten Tieren
- 32. Beschreibe die Astroviridae allgemein & nenne die wichtigsten Erkrankungen. - unbehüllte Viruspartikel mit icosahedraler Symmetre, Einzelstrang RNA, + Polarität & nicht segmentiert- Aufbau: T=3, außen VP27 & 25 (Vgl. mit Noppen am Ringen), den Ring bildet das VP 34- 28- 30nm groß Erkrankungen: - aviäres, animales, felines & humanes Astrovirus- aviäres Nephritis Astrovirus
- 33. Astrovirus - Beschreibe die Übertragung, Ausscheidungszeit, Virusvermehrung & die Diagnostik bei den Mamastroviren & die molekulare Pathogenese, die Übertragung und ggf. Impfung bei dem Avastrovirus. Mamastroviren: Übertragung: fäkal - oralAusscheidungszeit: ~2WoVirusvermehrung: in Epithelzellen der Zottenbasis des DuodenumDagnostik: Erregernachweis im Kot (PCR) Avastroviren: Moleuklare Pathogenese: Capsidprotein kann Zell- Zell Vbg zerstören -> Verlust der Barrierefunktion führt zur DiarrhoeÜbertragung: horizontal (innerhalb einer Wirtsgruppe) & vertikal (Infizierung von der Mutter auf das Kind)Impfung: derzeit keine
- 34. Togaviridae - Beschreibe den Aufbau, die Genera (mit Erkrankungen) & die Vermehrung. Aufbau: behülltes RNA Virus, das nicht segmentiert ist & ein Genom hat, am 5` Ende liegt die Cap Struktur, am 3` Ende der Poly A Schwanz -> das Genom dient als messenger RNA für die Translation-> außen "Noppen" Trimer of E1 & E2, dann die Membran & dann das Kapsid Protein- ca. 60nm groß Genera: Alphavirus (VEEV, EEEV, WEEV & Arthritis) & Rubivirus (Rubella Virus) Vermehrung: die genomische RNA ist infektiös, nicht Struktur Proteine werden von der genomischen RNA translatiert & durch Virus - Wirtsproteasen gespalten, Strukturproteine werden als Polyproteine von einer subgenomischen RNA translatiert
- 35. Togavirirdae - Nenne Anzeige- & Meldepflchtige Krankheiten Anzeigepflicht:Venezualische equine Enzephalitis Virus (VEEV)Western equine Enzephalitis Virus (WEEV)Eastern equine Enzephalitis Virus (EEEV)
- 36. Togaviridae: Beschreibe die Übertragung, die Pathogenese & die Diagnostik bei den einzelnen Krankheiten VEEV: Übetragung:- Enzootischer Zyklus: zwischen kleinen Nagern & der Stechmücke, nur slten Übertragung auf Säugetiere- Epizootischer Zyklus: Übetragung auf Säugetiere in Endemgebieten, von der Mücke auf das Pferd, von dem wieder auf die Mücke & so auf den Menschen & andersherum auch (Mensch -> Mücke -> Pferd), die Zahl der Viren steigt in diesem Zyklus stark anPathogenese: Virus kommt nach der Infektion in die Endothelzellen der Blut Hirn Schranke im ZNA EEEV: Übertragung: - Enzootischer Zyklus: zwischen Sumpfvogel & Mücke, selten auch von der Mücke auf Fasane oder Wildvögel- Epizootischer Zyklus: von der Mücke zum Menschen oder zum Pferd, selten- Überwinterung unbekanntPathogenese: Virus passiert direkt die Blu- Hirn Schranke & infiziert die Basalganlien & die neuronalen Zellen des Stammhirns, sehr häufig ZNS Symptome WEEV: Übertragung: ähnlich zum EEEVEntsteht aus dem Vorläufer vom EEEV Diagnostik (bei allen gleich): Virusanzucht & Anreicherung, Hämagglunitationshemmtest, PCR, ELISA & Immunhistochemie-> CAVE: Virämie beträgt nur 3T Impfstoff (für alle): in der Humanmedizin keiner, in der USA in der Tiermedizin
- 37. Togavirirdae - Beschreibe die Übertragung, Diagnose & Impfung von Chikungunya, Sindbad Virus. ChikungunyaÜbertragung: - urbaner Zyklus: vom Mensch zum Mensch (selten)- sylvatischer Zyklus: vom Mensch zum TierImpfung: bisher keineDiagnose: mit Blutuntersuchung, PCR & ELISA/ Neutralisationstest Sindbad Virus:Übertragung durch Mücken, Hauptwirt sind Vögel, von den Mücken zum Mensch oder Pferd Impfung: beim Mensch mit inaktivierten Vakzine, beim Pfd auch & lebende
- 38. Flaviviridae - Beschreibe den Aufbau des Virus & nenne die 2 wichtigsten dazu gehörigen Erkrankungen Aufbau:- "flavus"= gelb- behüllte Einzelstrang RNA Viren, mit + Polarität, nicht segmentiert, mit ichosahedraler Symmetrie, T= 3 Kapsid- verursacht die Gelbfieber Krankheit- aus 10 Proteinen: 3 Strukturproteine & 7 Nichtstrukturproteine-40- 60nm groß Erkrankungen: West Nils Virus & Usutus
- 39. Flaviviridae - West Nil Virus- Beschreibe die Übertragung (auch Usutu Virus, Diagnose & Impfung. West Nil Virus (WNV):- Übertragung: vom Vogel (i.d.R. symptomlos) zur Mücke (Vektor), von der Mücke zum Mensch (80% ohne Symptome, 20% West Nil Fieber, <1% Meningitis) oder Pferd (40% Mortalität)- Diagnose:mit Sekreten & Exkreten, PCR, ELISA & Virusisolierung in Zellkultur & Brutei- Impfung: Mensch inaktivierte & beim Pferd inaktivierte & lebend Impfstoffe Usutu Virus:- Übertragung: ähnlich zum WNV, Vektoren sind Mücken & Vögel, Fehlwirte die Menschen, Pferde, Hunde & Wildschweine
- 40. Pestiviridae - Beschreibe die Genomorganisation, den Aufbau & die Einteilung der Krankheiten. Genomorganisation:- das Genomic polyprotein hat eine Cap Struktur zur Bdg der Ribosomen- besondere Bestandteile sind die Proteasen Npro= Nicht Struktur Autoprotease inhibiert die Interferon Abwehr & das Glykoprortein Erns das die Funktion der RNS Aktivität besitzt +ssRNA, linear, unbehüllt & linear Aufbau:- 3 Hüllenproteine: E1, E2 & Erns - um die RNA liegt ein Ring aus Kapsidproteinen Krankheiten:- bovine viral diarrhoe virus (BVDV Typ 1& 2) -> Rind & Schaf- classical swine fever virus -> Schwein- border disease Virus -> bei Schafen & Wildwdk. (auch Rd.)- unsassigned pestivirus
- 41. Pestiviridae - Beschreibe die Übertragung, Diagnostik, Verlaufsformen & wirtschaftlichen Einflüsse der klassischen Schweinpest (KSP). Übertragung: Tierkontakt, Personenverkehr, ungenügende Erhitzung, Transportfahrzeuge & infizierte Wildschweine Verlaufsformen- akut: fieberhafte Allg.ekrkanung, Petechien & plötzliche Todesfälle- chronisch: Fieber, Durchfall & Verstopfung im Wechsel, ZNS Symptomatik, Husten, Abmagern, Aborte, Tod trotz Immunantwort nach 1- 3 Monaten Diagnostik:- direkter Erregernachweis: Nachweis in Tonsillen, Lymphknoten, Milz, Niere & Blut, Ag Nachweis oder RT- PCR- indirekter: Antikörpernachweis aus dem Serum (dauert länger)- PCR ist das Mittel der Wahl (aber ANZEIGEPFLICHTIGE Erkakrankung die nicht in jedem Labor nachgewiesen werden darf) wirtschaftl. Schäden: sehr groß, denn ist 1 Tier im Bestand infiziert, werden alle anderen gekeult (mehrer 100Mio Euro Schäden & mehrere Mio Tiere nach 1990 getötet)
- 42. Pestiviridae - Beschreibe die Möglichkeiten & Ansätze der Immunissierung bei der KSP & der BVDV. KSP: Wildschweine: werden oral immunisiert, seit 2009 keine aufgetretenen Fälle-> Wichtig: Kontinuität der Bekämpfung, verbesserte Diagnostik & Fallwilduntersuchungen-> Lebendvaccine werden mit Mais ausgelegt, sodass die Wildschweine diese fressen Bekämpfungsstrategie in der EU:- geimpfte Tiere haben Ak, aber alle Tiere mit Ak sind potentielle Virusträger-> nur von Tieren ohne Ak, die nicht infiziert sind geht keine Gefahr aus= IMPFVERBOT (Seuchenfreiheit = Ak Freiheit)- Ziel: 100% Seuchenfreiheit durch konsequentes Keulen mögliche neue Strategie:- Impfgebot: Virusträger werden so reduziert, Seuchenfreiheit müsste dann durch die Virusfreiheit definiert werden BVDV: - DIVA (differentiate infected from vaccinated animals) Strategie wird hier angewendet -> Ziel: die Ak die durch die Impfung entstanden sind können von den Ak unterschieden werden, die infizierte Tiere haben- Das E2 Protein dient als Unterscheidungsmerkmal - Option für Bekämpfungsstrategie:-> Keulen einer infizierten Herde & Impfen im 1000m Radius mit konventionellem & im 3000m Radius mit markiertem Impfstoff & dann Kontrolle mit ELISA & RT- PCR
- 43. Pestiviridae - Nenne Anzeigepflichtige &/oder Meldepflichtige Erkrankungen der Flaviviridae. Anzeigepflichtige Erkrankungen: bovine virus diarrhoe virus (BVDV) & klass. Schweinepest (KSP)
- 44. Pestiviridae - Beschreibe das Problem der diaplazentären Übertragung, der persistent infizierten Tiere (PI) & der Mutation beim BVDV. - Übertragung von der Mutter auf das Kalb während der Schwangerschaft (diaplazentäre Übertragung) oder postnatale Infektion, je nach Zeitpunkt der Infektion untersch. Auswirkungen:-> PI Tiere: in den ersten 4Mo, Aborte, Missbildungen & Immuntoleranz sind auch möglich-> normale Tiere: nach den ersten 5Mo, wenn das Kalb ein Immunsystem aufgebaut hat -> KEINE PI - PI Tiere: sind klinisch viele Jahre unauffällig, sind aber kontinuierliche Virusausscheider & bekommen auch PI Kälber - bei einer Mutation zum zytopathogenen Biotyp kommt es zum Tod des Tieres (wenn ein freies NS3 gespalten wird aus einem NS2, NS3 Komplex) -> defekte Viren die pathogen sind
- 44. Pestiviridae - Erkläre das Problem der diagnostischen Lücke beim PI Kalb, beim BVDV. - nach der Geburt hat das Kalb maternale Ak von der Mutter, würde es zu diesem Zeipunkt geimpft werden, dann würde die Impfung keinen Erfolg haben, da die maternalen Ak gegen die Impfstoffe vorgehen würden- der Nachweis von Virus Ag ist in dieser Phase völlig normal -> Problem in der Diagnostik- man muss den richtigen Zeitpunkt abwarten, wo keine maternalen Ak mehr da sind= immunologische Lücke
- 45. Pestiviridae - Beschreibe die BVDV Diagnostik. - Nachweis von Virus Ag: PCR, ELISA, Virusisoloierung & Durchflusszytometrie- " von Ak: Ak- ELISA, Serumneutralisationstest - beim ELISA & de PCR werden Hautbiopsien benutzt oder Serum, Plasma, EDTA Blut, hier gibt es keine diagnostische Lücke (da man hier Ag nachweist & keine Ak) - evtl. ist die Ohrstanzuntersuchung eine Lsg., aber Problem der Hygiene & ob es tauglich für Massenetriebe ist
- 46. Pestiviridae - Nenne die 3 wichtigsten Strategien um BVDV auszurotten. 1. Status (Erkennen der PI Tiere) 2. Intervention (Eliminieren der PI Tiere) 3. Prävention (Verhinderung der Neuansteckung, Impfen)
- 47. Flaviviridae - Sind Impfstoffe für die BVDV zugelassen? ja Tot- & Lebendimpfstoffe
- 48.Coronavirdae - Beschreibe den Aufbau, die Eigenschaften & die Lage der Viren. Eigenschaften:- gehört zur Ordnung der Nidovirales- behüllter Viruspartikel, mit helikaler Symmetrie, nicht segmentiert, behüllter, +, einzelsträngiger RNA Virus- aus 4-5 Strukturproteinen & 6-14 ORF´s die für 16 Nichtstrukturproteine kodieren- 120 - 160nm groß Aufbau: - außen Ring aus großen Spikeproteine & dazwischen die kleinere Hämagglutinesterase- darin kleinerer Ring aus Envelopeproteinen, Nukleoproteinen & Membranproteinen- innen liegt die RNA Lage: in den Zotten (mittig) der Payer Platten im Ileum Genom: 2 Unterfamilien & 4 Genera- Coronavirinae: Genus Alphacoronarvirus, Betacoronarvirus & Gammacoronarvirus- Torovirinae: Genus Torovirus
- 49. Coronavirdae - Beschreibe die Übertragbare Gastroenteritis nach ihrer Übertragung, Wirtstiere & ihrem Nachweis. Wirtstiere:- Hauptwirt: Schwein, Hund, Katze & Fuchs kann es zu klin inapparenten Infektionen kommen Übertragung: direkt von Tier zu Tier, meistens oral oder aerogen & indirekte Übertragung (z.B. über Futternäpfe) Nachweis: Immunfluoreszenz, Virusanzüchtung in der Zellkultur, PCR, ELISA oder mit dem Serumneutralisationstest