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Diff. Psych (Fach) / biologische Theorien (Lektion)
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- Menschenbild? -bilogische dispositionen vermitteln über lernprozesse die persönlichkeitsentwicklungen - es gibt einen direkten zusammenhang zwischen körperlichen (biologisch) verankerten Merkmalen und Persönlichkeitseigenschaften - dies wird heute zurückgeführt auf eine individuelle ansprechbarkeit neurobiologischer systeme (bsp. Extraversion) - somit hat hat unsere Persönlichkeit eine biologische Basis, ist aber nicht vollständig angeboren (Temperament ist weitgehend angeboren, charakter entwickelt sich durch Lernprozessen)
- Biopsychologische Theorien - nicht nur das nervensystem wird betrachtet auch motorische, hormonelles und Herzkreislauf sowie Immunsystem - Persönlichkeitsunterschiede können sich auch auf biologische systeme außerhalb des Nervensystems beziehen -Wechselwirkung des Nervensystems mit Herzkreislauf, hormonelles und Immunsystem werden mit einbezogen
- Psychische Funktionen -Limbisches System als Sitz der Emotionen - Rechte Gehirnhälfte als Sitz des Rationsw. - Psychische Funktionen lassen sich nciht auf einzelne Hirngebiete eingrenzen (Erregungs und Hemmungsprozesse beteiligt -Neben räumlicher Zuordnung, Prozesse auf biochemische Systeme zu beziehen -Derzeit ca. 6o veschiedene Substanzen die an der menschlichen Informationsverarbeitung beteiligt sind
- Persönlichkeitsrelevante Substanzen -Dopamin: Anreizmotivation -Serotonin: Stimmungsregulation -Adrenalin: Angriff bzw Flucht - Testosteron: männliche Attribute - Östrogene:weibliche Attribute -Oxytocin: Stillen, Beruhigung, Sexualität
- Temperamente Physiologisch bedingte unterschiede führen zu verschiedenen Temperamenten
- Eigenschaften von Temperament Affekt(emotion) Aktivierung Aufmerksamkeit
- Temperament wurde von Wilhelm Wundt durch 2 Dimensionen beschrieben: -Stärke der Gemütsbewegungen - Schnelligkeit des Wechsels der Gemütsbewegung
- Hans Eyseneck analysierte zwei Dimensionen, die denen von Wundt entsprachen: E= Extraversion (extravertiert vs introvertiert)- entsprach der Stärke der Gemütsbewegungen N=Neurotizismus (isntabil vs stabild) - entsprach "Schnelligkeit des Wechsels der Gemütsbewegungen"
- Intraversion/ Extraversion - Extravertierte haben u.a. die Tendenz, mehr auf die Außenwelt als auf die eigene Person gerichtet zu sein; lieber in Gesellschaft als alleine zu sein - Introvertierte, so Eysenck, hätten eine niedrigere physiolosche Aktivierungsschwelle als Extravertierte, sodass sie bereits in Situationen mit niedrigem Aktivierungspotenzial überdurchschnittlich aktiviert seien -Eysenck bezog Extraversion dementsprechend auf Unterschiede in der Aktivierbarkeit des ARAS das Teil eines ausgedehnten, diffusen Neuronennetzwerks im Hirnstamm ist - Auch behauptete Eysenck dasss emotional labile Menschen auf Angst oder stressauslösende Situation stärker mit limbischer Aktivierung reagieren als emotional stabile
- Kernaussagen Verhalten und Persönlichkeit sind in Teilen geprägt durch genetische Vererbung und Unterschiede im neuroendokrinologischen System Erregung im Gehirn hat Auswirkungen auf das Temperament: Extrovertierte Menschen weisen ein realtiv niedriges Niveau an Gehirnaktivierung auf und suchen deshalb nach Stimulation. Introvertierte Menschen haben ein hohes Niveau der Erregung und ziehen sich deshalb aus stark stimulierenden Umgebungen zurück Zwillingsstudien ermöglichen eine Abschätzung des genetischen Anteils an Persönlichkeit und Verhalten Eysenck: alle Eigenschaften lassen sich aus drei biologischen Systemen herleiten: Extraversion, Neurotizismus, Biologische Einflüsse wie Gifte und Krankheiten können die Persönlichkeit beeinflussen
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- Wie ensteht Verhalten? -Verhalten ist eine Reaktion auf situative Reizbedingungen, die durch Persönlichkeitseigenschaften moderiert und modulliert wird - Diese Eigenschaften sind nicht deskriptive (aus beobachtetem Verhalten erschließbare) Konnstrukte, sondern es liegen ihnen neurobiologische Systeme zugrunde -Neurobiologische systeme machen Person sensibel für spezifische Reize, leiten deren Verarbeitung und steuern Reaktionen -Bei Eigenschaftsbegriffen (extraversion, Ängstlichkeit...) handelt es sich um komplexe neuropsychologische Prozesse
- Wie entstehen interindividuelle Verhaltensunterschiede? -Neurobiologische Systeme sprechen bei unterschiedlichen Personen verschieden leicht auf reize an -Ängstlichkeit bspw. wird durch eine erhöhte Sensivität des Behavioral Inhibition System BIS erklärt -Aktiviert werden diese Systeme durch konditionierte Hinweise auf Bestrafung und Nichtbelohnung -Individuelle Unterschiede in neurobiologischen Systemparametern sind teilweise genetisch bedingt, können durch Erfahrung verändert werden
- Bedeutung für die aktuelle Persönlichkeitsforschung ? -Zusammenhänge zwischen psychischen Phänomenen und körperlichen Prozessen wurden bereits in Philosophie und Medizin der Antike angenommen, Bsp: Rotes Blut (heiter, aktiv), Weißer Schleim(passiv, schwerfällig), Schwarze Gallenflüssigkeit( tarurig, nachdenklich), Gelbe Gallenflüssigkeit (reizbar und erregbar) -Empirischer Nachweis vermuteter Zusammenhänge war wegen fehlender Methoden nicht möglich -Biologische untersuchungstechniken und Messmethoden haben große Fortschritte gemacht -Ziel gegenwärtiger Forschung: Persönlichkeitseigenschaften in Verbindung zu Prozessen der Informationsverarbeitung und Verhaltenssteuerung biologisch zu erklären -Biologische Untersuchungen erforden hohen Einsatz an Technik, Zeit und Geld
- Genetische Prädisposition zum Beobachtungslernen (Die Klassische Studie Cook& Mineka 1989) Forscher zeigten verschiedenen Gruppen von Rhesusaffen, die im Zoo aufgewachsen waren und nie zuvor eine Spielzeugschlange, ein Spielzeug Krokodil, einen Spielzeughasen oder eine Plastikblume gesehen hatten, mehrfach ein Videofilm, in dem ein Artgenosse ängstlich oder mit großer Angst auf einen dieser vier Reize reagierte. Vor und nach diesem Lernexperiment wurden die Versuchstiere mit den im Filmgezeigten Reizen direkt konfrontiert: Filme, in denen der Artgenossen nicht ängstlich auf Schlange, Krokodil, Haseoder Blume reagiert hatte, hinterließen keine Wirkung: die Versuchstiere reagierten wie vor dem Experiment nicht ängstlich. Reagierte der Artgenossen hoch ängstlich auf den Hasen oder die Blume, ließsie das ebenfalls unbeeindruckt. Hatten sie aber ihren Artgenossen zuvor ängstlich gegenüber der Schlange oder dem Krokodil reagieren sehen, reagierten sie nun auch selbst mit Angst. Die Angst wurde also nur bestimmten Reizen gegenüber erworben. Dieses Ergebnis ist behavioristisch nicht erklärbar Evolutionsbiologisch betrachtet ergibt es aber viel Sinn, weil Schlangen und Krokodile hoch gefährlich für Säugetiere sind, Hasen und Blumen jedoch nicht. Es scheint sich im Verlauf der Evolution eine genetische Prädisposition zum Erlernen von Angst gegenüber solchen Reizen herausgebildet zu haben, die ind er evolutionären Vergangenheit Gefahr signalisierten Menschliches Lernen ist wesentlich von Persönlichkeitseigenschaften desLernenden abhängig. Von daher nimmt die Persönlichkeit Einfluss auf den Lernprozess.
- Kernaussagen Persönlichkeitsunterschiede sind Ergebnisse von Lernerfahrungen Die Person ist eine Black Box mit innerpsychischen Prozessen. Persönlichkeit istder individuelle Set von Reiz-Reaktionsschemata. Nur diese beobachtbarenProzesse zwischen Individuum und Umwelt werden betrachtet Lernende sind Opfer ihrer Lernbedingungen. Es gibt keinen freien Willen Lernen findet durch klassisches Konditionieren, operantes Konditionieren undBeobachtungslernen statt.
- Wie entsteht Verhalten ? Jedes Verhalten ist gelernt (mit Ausnahme der von angeborenen Reflexxen) Lernprozesse verknüpfen spezifische Reize mit spezifischen Reaktionen
- Wie entstehen interindividuelle Verhaltensunterschiede? Menschen wachsen in unterschiedlichen Umwelten auf, die unterschiedliche Reizkonstellationen beinhalten Hierdurch werden unterschiedliche Reaktionen entwickelt Menschen lernen dadurch auch von unterschiedlichen Modellen Jeder Mensch hat seine eigene „Lerngeschichte“ – so entsteht individuelles Verhalten
- Bedeutung für die Persönlichkeitsforschung Nach wie vor große Bedeutung, z. B. Kognitive Verhaltenstherapie Es ist unbestritten, dass Menschen lernende Organismen sind Lehren und Lernen sind wichtige Tätigkeiten unseres individuellen und gemeinschaftlichen Lebens Lerntheorien haben sich in besonderem Maße um die Formulierung von wissenschaftlichen, empirisch prüfbaren Theorien bemüht Lerntheorien bilden die Grundlage für Interventionsmaßnahmen (Verhaltenstherapie) Kritikpunkte sind die strikte Einschränkung der Persönlichkeit auf Lernprozesse und die mangelhafte empirische Erfassbarkeit individueller Lernprozesse.