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SCM (Fach) / VL4 (Lektion)

Revenue Management

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  • Definition Revenue Management Revenue Management umfasst eine Reihe von quantitativen Methoden zur Entscheidungsunterstützung über Annahme oder Ablehnung unsicherer, zetlich verteilter eintreffender Nachfrage unterschiedlicher Wertigkeit. Dabei wird das Ziel verfolgt, die in einem begrenzten Zeitraum verfügbare, unflexible Kapazität möglichst effizient zu nutzen
  • Arten von Revenue Management Preisbasiertes Revenue Management: Preisanpassung als primäre Entscheidungsvariable (Dynamic Pricing) Mengenbasiertes Revenue Management: Bestands- und Kapazitätsaallokation als primäre Entscheidungsvariable (Revenue Management im engeren Sinne)
  • Anwendungsvoraussetzungen für Revenue Management unflexible Kapazität hohe Fixkosten Nichtlagerfähige ("verderbliche") Kapazität Heterogenität der Kunden bzw. unterschiedliche Wertigkeit der Anfragen Prognosefähigkeit zeitliche Variation und Unsicherheit der Nachfrage Kapazität im Voraus belegbar Datenverfügbarkeit und Informationssysteme Managementkultur
  • Instrumente Überbuchung (Kompromiss zw. verschwendeter und fehlender Kapazität) Preisdifferenzierung (Anpassung der Preise an Zahlungsbereitschaft) Kapazitätssteuerung (Aufteilung der Kapazitäten auf verschiedene Kundensegmente)
  • Bildung von Kundensegmenten Zeitliche Differenzierung (Buchungs-/Nutzungszeitraum) Regionale Differenzierung (Flughafen vs. Supermarkt) Flexibilität (z.B. Stornierbarkeit) Gruppenzugehörigkeit (z.B. Student, Rentner..) Produkt- Dienstleistungsvariation (Lizenzvarianten etc.) Differenzierung darf nicht einfach zu überwinden sein
  • Preisdifferenzierung unter Sicherheit Annahme: Nachfrage hängt vom Preis ab Lineare Preis/Absatzfunktion Di(pi)=Ai-Bipi Mathemathisches Modell: Max SUM( (pi-c)*Di(pi) Kapazitätsrestriktion Di<=Q Nicht-Negative Nachfrage Di>=0
  • Kapazitätsallokation unter Unsicherheit Unterschiede in Bezug auf Zahlungsbereitschaft und Kaufverhalten konkurrieren um Kapazität - Idee: Reservierung von Kapazität (Kontigent) für unsichere hochpreisige Nachfrage Zielkonflikt: Spill (zu wenige Kapa) oder Spoilage (verfallen von Kapa)
  • Littlewood-Kalkül Kalkül des erwarteten Grenzertrags - Expected Marginal Revenue (EMR) Annahme: Fixe Kapazität Zwei Produktklassen (Nachfragesegmente) mit Preisen p1>p2 Unsichere Nachfrage Realisierung der Nachfrage nach Segment 2 vor der Nachfrage nach Segment 1 Bestimmung der "Schutzgrenze" y1 sodass erwarteter Grenzertrag von Segment dem grenzertrag von Segment 2 entspricht
  • Littlewoods Regeln p2=p1*P(D1>=y1*) y1*=µ1+sigma1*F-1s(1-p2/p1) Verallgemeinerung auf n Klassen  Dynamische Programmierung
  • Dynamischer Preisanpassungsalgorithmus Math. Programm mit Restverkauf und berücksichtigt explizit die Abweichng der tatsächlichen Nachfrage von der prognositizierten Nachfrage Lösen Modell für t=1 Beobachten der tatsächlichen Verkäufe D1 Lösen für t=2 mit dem Anfangsbestand I2=I1-D1 Weiter bei Punkt 2 mit D2....
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  • Überbuchung unter Unsicherheit Häufig treten Kunden vom Kauf zurück - Auslastung des Angebots sinkt - Wegen kurzfristigkeit nicht mehr anbietbar - Überbuchung Optmiale Überbuchung: O*=µC+sigmaC*F-1(s*) Wahrscheinlichkeit, dass Kunden "vertröstet" werden müssen: s*=CU/(CU+CO)
  • Bid-Price Control Berechnung von Opportunitätskosten (Mindestdeckungsbeiträgen) durch Multiplikation der Kapazitätsinanspruchnahme mit den Schattenpreien (Bid-Prices) aus der Produktionsprogrammplanung Forderung der Auftragsannahme: Deckungsbeitrag des Auftrags ist größer gleich Opportunitätskosten