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SCM (Fach) / VL3 (Lektion)

Koordination und Kollaboration

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  • Definition Supply Chain Koordination Verbesserung der Supply Chain Gewinne durch zielgerichtetes Handeln auf allen Stufen der Supply Chain Anreizsetzung, sodass die lokal optimalen Entscheidungen den global optimalen Entscheidungen in Hinblick auf die gesamte Supply Chain entsprechen Hemnisse: Lokale Optimierung (Double Marginalization), Informationsasymmetrie
  • Kontrakttheorie Verträge setzen Anreize, die die verschiedenen Stufen der Supply Chain trotz unterschiedlicher Zielsetzungen dazu bringen, sich gesamtoptimal zu verhalten Lokale Pläne global abstimmen
  • Vorgehensweise Kontrakttheorie Klassifikation der Entscheidungssituation Entwicklung eines Vertrags Evaluation der Effizienz Parametrierung und Implementierung
  • Stufen der Entwicklung eines Vertrags Festlegung der Entscheidungsgewalt Festelgung der Vertragsparameter (Preis-/Rabatt-Gestaltung, Bestellmengengestaltung) All/Marginal-Unit Discount, Bestellmengenrabatt (Hockeyschläger Phänomen) Vereinbarung von Mindestmengen/Mengenflexibilität, Rückkäufe/-nahme, Engpässe Sonstige Anforderungen (Lieferzeit, Qualität)
  • Mögliche Nachfrageszenarien Sichere Nachfrage Preissensitive Nachfrage unsichere Nachfrage
  • Newsboy-Modell Annahmen: Unsichere Nachfrage mit Normalverteilung N(µ,sigma) gegeben Produkt "verfällt" nach der Saison Bestellung und Lieferung vor Beginn der Saison Hersteller fertigt genau die Auftragsmenge Abwägung aus Überdeckung CO und Unterdeckung CU
  • Newsboy-Modell - Formel CSL* = CU/(CU+CO) = F(Q*) Q* = F-1(CSL*) = F-1s(CSL*)*sigma+µ
  • Unsichere Nachfrage - Formeln Gewinne Gewinn des Händlers: GM(Q*)=(p-cR)*µ-K(Q*)=(p-cR)*µ-(CU+CO)*fs(z)*sigma Gewinn des Herstellers: GR(Q*)=Q**(cR-cM)
  • Fazit Umsatzbeteiligung Erhöht Produktverfügbarkeit mit höherem SC-Gewinn Beide können je nach Ausgestaltung profitieren Keine Rücksendungen notwendig Gewinn und Überbestandskosten von Händler sinken Informationsinfrastuktur notwendig zum Erfassen der Käufe beim Hersteller
  • Fazit Rückkaufvertrag Erhöht Produktverfügbarkeit Je höher die Stückkosten, umso höher kann der Rückkaufpreis sein Bei hohen Rücksendekosten nicht zu empfehlen
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  • Fazit Losgrößenbasierte Mengenrabatte Führen im Falle von Massenprodukten zu einer Koordination der SC Erhöht Losgrßen und Umschlagsbestände Bei sehr hohen bestellfixen Kosten können losgrößenbasierte Rabatte zu besseren Ergebnissen führen als volumenbasierte Rabatte
  • Fazit Volumenbasierte Mengenrabatte/2-teilige Verträge Führen grundsätzlich zu einer besseren Koordination der SC Kann am Ende der betrachteten Periode zu künstlich großen Bestellungen kommen, um Rabatte auszunutzen - dagegen hilft volumenbasierter Mengenrabatt mit rollierender Planung
  • Übersicht der Kollaborationskonzepte Prozessgetriebene Kollaborationskonzepte Information Sharing (IS) Continous Replenishment Programs (CRP) Vendor Managed Inventory (VMI) Collabirative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR) Technologiegetriebene Kollaborationskonzepte Elektronische Marktplätze Tracking and Tracing Kollaborative Supply Chain Management-Systeme
  • Potenziale und Probleme bei Prozessgetriebenen Kollaborationskonzepten Potenziale Weitergabe von PoS-Daten zum Hersteller Verbesserung der Hersteller-Prognosen Verbesserte Abstimmung von Angebot und Nachfrage Erhöhung des Supply Chain Profits bei Beachtung von Händler und Hersteller-Margen Probleme Weitergabe und gemeinsame Nutzung zum Teil vertraulicher Daten Verkauf von Konkurrenzprodukten durch Händler
  • Prinzip des Information Sharing Händler stellt dem Hersteller Informationen hinsichtlich der Nachfrage und der Bestände zur Verfügung Händler muss weiterhin Bestellungen platzieren
  • Prinzip des Continous Replenishment Programs (CRP) Hersteller füllt regelmäßig Bestände beim Händler auf Auffüllung auf Basis von PoS- bzw. Lagerbestandsdaten Bestände sind im Eigentum des Händlers
  • Prinzip des Vendor Managed Inventors (VMI) Hersteller übernimmt das Bestandsmanagement beim Händler Planung auf Basis von PoS-Daten Beständ sind häufig im Besitz des Herstellers bis zum Verkauf der Produkte
  • Prinzip des Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR) Gemeinsame Planung, Prognose und Bestandsplanung durch Händler und Hersteller
  • CPFR Referenzmodell Strategy and Planning: Regeln der Kollaboration; Gemeinsamer Geschäftsplan Demand & Supply Management: Nachfrageprognose, PLanung von Bestellungen und Lieferungen Execution: Tätigen von Bestellungen und Erfüllung dieser Analysis: Identifikation von Ausnahmen, Messung von Metriken