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Klinische Master (Fach) / Therapie (Lektion)

Pharmazeutische Therapie

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  • Neuroleptika greifen in die synaptische Erregungsübertragung des Gehirns ein, indem sie die Übertragung des Neurotransmitters Dopamin hemmen, so dass dieser die postsynaptischen Rezeptoren nicht mehr aktivieren kann. Dadurch wirken sie teilweise beruhigend und sollen psychotischen Zuständen aller Art entgegenwirken. Zusätzlich können Neuroleptika mit Rezeptoren für Serotonin, Acetylcholin, Histamin und Noradrenalin interagieren. Atypische Neuroleptika wie beispielsweise Olanzapin, Quetiapin und Risperidon wurden bei Traumapatienten mit psychotischer Symptomatik (z. B. wahnhafte Störungen) oder bei unzureichender Wirksamkeit der SSRI eingesetzt. In diesen Fällen konnte eine Symptombesserung erzielt werden, allerdings fehlen bisher randomisierte und kontrollierte Studien. Zudem besitzen Neuroleptika v. a. in höheren Dosierungen ein größeres Nebenwirkungspotential im Vergleich zu Antidepressiva.
  • SSRI Antidepressiva (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) SSRIs blockieren die Wiederaufnahme von Serotonin in den Nervenzellen und sorgen dafür, dass ein Serotoninmangel ausgeglichen wird. Sie werden mittlerweile zur Akut-, wie auch zur Langzeitbehandlung bei PTBS bevorzugt. Im Gegensatz zu trizyklischen Antidepressiva sind sie im Allgemeinen verträglicher und haben insbesondere keine anticholinergen Nebenwirkungen.