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Klinische Master (Fach) / Demenz (Lektion)

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Diese Lektion wurde von makem erstellt.

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  • „mnestische Funktionen“ Gedächtnis und Erinnerung → ermöglichen Erfahrenes zu behalten & wieder zu erinnern
  • Störung der mnestischen Funktionen Merkstörungen → mangelhafte/ausbleibende EngrammbildungErinnerungsstörungen → Störung der Wiedererinnerung von bereits gespeicherten Inhalten
  • Demenz Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit einem Verlust der geistigen Funktionen wie Denken, Erinnern, Orientierung und Verknüpfen von Denkinhalten einhergehen und die dazu führen, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können primäre Demenz (hirnorganisch/kortikal), neurodegenerative Veränderungen (Alzheimer-Demenz = Neurodegenerative Demenz) oder vaskulär oder gemischt, ca. 90% sekundäre Demenz (nicht-hirnorganisch), ausgelöst durch Depression/ Medikamente/ Alkoholsucht, ca. 10%
  • Demenzielles Syndrom ICD10 Abnahme des Gedächtnisses Beeinträchtigung in min. einem weiteren neuropsychologischen Teilbereich (z.B. Störung der Urteilsfähigkeit, der Orientierung etc.) Alltragsrelevante Einschränkung der Lebensführung Fortschreitender Verlust einer zuvor erreichten kognitiven Fähigkeit Betroffene Hirnregionen v.a. Großhirnrinde & Hippocampus
  • Klinische Kriterien für ein leichtes demenzielles Syndrom Herabgesetztes Lernen neuer Inhalte z.B. Vergessen von Terminen, Verlegen von Dingen Soziale Aktivitäten & Arbeit eingeschränkt Fähigkeit, unabhängig zu leben aber weitestgehend erhalten
  • Klinische Kriterien für ein mittleres demenzielles Syndrom Neue Informationen werden nur gelegentlich und wenn, dann kurz behalten Unfähigkeit der Betroffenen zu erinnern, wo sie leben, was sie kürzlich getan haben oder wie vertraute Personen heißen Selbstständige Lebensführung ist erheblich eingeschränkt, nur noch einfache häusliche Tätigkeiten können verrichtet werden
  • Klinische Kriterien für ein schweres demenzielles Syndrom Schwerer Gedächtnisverlust, nur Fragmente von früher Erlerntem bleiben erhalten Selbst enge Verwandte werden nicht mehr erkannt Ständige Betreuung und Pflege nötig Motorische Fähigkeiten zunehmend gestört Persönliche Hygiene kann nicht allein aufrechterhalten werden
  • DSM 5 – Neurokognitive Störungen (NCD) Neurokognitive Domänen Komplexe Aufmerksamkeit z.B. bei schwerer NCD: vermehrte Probleme in Umgebungen mit mehreren Reizquellen Exekutivfunktion z.B. kann sich nur auf jeweils eine Tätigkeit fokussieren Lernen und Gedächtnis z.B. wiederholt sich im Gespräch, oft in derselben Unterhaltung Sprache z.B. deutliche Schwierigkeiten mit der Sprachproduktion oder dem Sprachverständnis „sie wissen schon, was ich meine“ Perzeptiv-motorisch z.B. hat deutliche Schwierigkeiten bei normalen, vertrauten Aktivitäten oder beim Navigieren in vertrauter Umgebung Soziale Kognition z.B. Verhalten widerspricht deutlich sozialen Normen, zeigt sich unsensibel gegenüber sozialen Anstandsregeln, verfolgt Ziele ohne Rücksicht auf Familie oder Freunde
  • Prävalenz Steigt mit zunehmenden AlterLänder mit hohem Einkommen: 5-10% Variation im 7. Lebensjahrzehnt, steigt danach mind. Bis 25%7%     65-73 Jahre53%     75-84 Jahre40%     über 85 JahreAnteil an allen Demenzen 60 bis zu über 90%  ?Leichte Erkrankung: großer Anteil bei leichten kognitiven Störungen (MCI) ? Ggf. je nach Kultur/Sozioökonomie schwer entdeckbar, da Gedächtnisverlust als normal angesehen oder niedrige kognitive Anforderungen für Ältere oder sehr geringes Ausbildungsniveau
  • Komorbidität Meistens sind Betroffene bereits Ältere mit zahlreichen Erkrankungen Häufig mit zerebrovaskulären Erkrankungen NCD aufgrund multipler Ätiologien
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  • Alzheimer-Demenz häufigste Form der Demenzerkrankungen es setzen sich plaques im Gehirn ab, die Beta-Amyloid-Peptid-Ablagerungen erzeugen Stören Verbindungen zwischen Neuronen, diese sterben langsam ab Bei der Behandlung der Alzheimer-Demenz ist es wichtig, die Störungen im Bereich der Botenstoffe durch Gabe von Antidementiva (z.B. Memantine) positiv zu beeinflussen.
  • Vaskuläre Demenz Durchblutungsstörungen Hier kann es zu plötzlichen Verschlechterungen der Hirnleistung und zur schlaganfallartigen Symptomatik kommen.
  • Ursachen Alzheimer Absterben von Gehirnzellen, was z.B. in einem Computertomogramm als Schrumpfung des Gehirns erkennbar werden kann. Wie es dazu kommt, ist noch immer nicht vollständig geklärt. Doch man weiß inzwischen, dass sich im Laufe der Krankheit immer mehr der bereits von Alois Alzheimer beschriebenen Eiweiß-Spaltprodukte – Amyloide genannt – im Gehirn ablagern. Sie behindern die Reizübertragung zwischen den Nervenzellen, die für Lernprozesse, Orientierung und Gedächtnisleistungen unerlässlich ist.
  • Ursachen sekundäre Demenz Stoffwechselstörung SD-Erkrankung vitamin B12 Mangel Alkoholismus - Korsakow-Syndrom
  • Korsakow-Syndrom Form der Amnesie Vergessen von alten und vermehrt von neuen Gedächtnisinhalten ausgelöst durch Alkoholismus, andere psychotrope Substanzen, Schädelhirntrauma - kann sekundäre Demenz auslösen bei Alkoholikern ist die Vorstufe von Korsakow-Syndrom die Wernicke-Enzephalopathie
  • Wernicke-Enzephalopathie Vorstufe von Korsakow-Syndrom Alkoholiker decken Kalorienbedarf hauptsächlich über Alkohol Vitamin B1-Mangel (Thiamin) aber auch bei Morbus Crohn zb anschließende Mischform: Wernicke-Korsakow-Syndrom
  • primäre neurodegenerative Demenz Morbus Alzheimer Morbus Pick Demenz bei Parkinson Demenz bei Chorea Huntington