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Klinische Master (Fach) / Zwangsstörungen (Lektion)

und verwandte Störungen

Diese Lektion wurde von makem erstellt.

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  • Zwangsstörung entweder Zwangsgedanken, -handlungen oder beides Zeitintensiv (mehr als 1 Std am Tag mind. 2 Wochen) Zusatzcodierungen: (gilt für alle Störungsbilder dieses Kapitels) mit guter oder angemessener Einsichtmit wenig Einsichtmit fehlender Einsicht/ Wahnhaften Überzeugungen
  • Zwangsgedanken: immer wiederkehrende und anhaltende Gedanken, Impulse oder Vorstellungen, die im Krankheitsverlauf mindestens zeitweilig als aufdringlich und ungewollt empfunden werden - ausgeprägte Angst und Unbehagen Person versucht GEdanken, Impulse und Vorstellungen zu ignorieren oder zu unterdrücken oder mithilfe anderer Gedanken und Handlungen zu neutralisieren
  • Zwangshandlungen wiederholte Verhaltensweisen (Händewaschen, Ordnen) oder mentale Handlungen (Beten, Zählen) zu denen sich Personen als Reaktion auf Zwangsgedanken oder aufgrund streng zu befolgender Regeln gezwungen fühlt Verhaltensweisen / Mentale Handlungen dienen dazu Angst oder Unbehagen zu verhindern oder zu reduzieren - stehen jedoch nicht in realistischem Bezug zu dem , was sie zu neutralisieren oder verhindern versuchen
  • Risikofaktoren Zwangsstörung negative Emotionalität, Verhaltenshemmungkörperlicher und sexueller MissbrauchVerwandte ersten Grades doppelt so hohes Risiko
  • Zwangsstörung Abgrenzung zu Angststörungen beziehen sich auf reale Situationen /Objekte, bei Zwangsstörung irrationaler, skurriler und magischer Natur Major Depression grübeln ist stimmungskongruent und ist nicht an zwangshandlungen gebunden Essstörungen Zwangsgedanken beziehen sich nicht auf GEwicht und Essen zwanghafte PS umfasst ein beständiges und allgegenwärtiges maladaptives Muster von exzessivem Perfektionismus und rigider Kontrolle Komorbidität: Angststörung, depressive oder bipolare Störung
  • Körperdysmorphe Störung übermäßige Beschäftigung mit einem oder mehreren wahrgenommenen Mängeln oder Defekten im äußeren Erscheinungsbild, die für andere nicht erkennbar sind oder geringfügig erscheinen wiederholende Verhaltensweisen wie Überprüfung im Spiegel, übermäßige Körperpflege, Rückversicherungsverhalten oder mentale handlungen (Vergleich des Aussehens mit dem von Anderen) Zusatzcodierung: mit Muskeldysmorphie (Körper scheint zu klein und zu unmuskulös) häufig Beziehungsideen oder wahn (andere Menschen verspotten sie), niedriger Selbstwert
  • Körperdysmorphe Störungen Auftreten und Risikofaktoren 12-Monats-Prävalenz: 1,8 % Erstmanifestation: 12 Risikofaktoren: Vernachlässigung und Missbrauch in Kindheit erhöhte vererbbarkeit
  • Pathologisches Horten Anhaltende Schwierigkeit Gegenstände wegzuwerfen oder sich von ihnen zu trennen (unabhängig von tatsächlichem Wert) Schwierigkeit ist zurückzuführen auf das empfundene Bedürfnis die Gegenstände aufheben zu müssen und auf ein mit dem Wegwerfen verbundenes Unbehagen führt zu einer Anhäufung von Dingen, die aktive Wohnbereiche überfüllen und vermüllen und ursprüngliche Nutzung erheblich beeinträchtigen Zusatzcodierung: mit exzessiver Beschaffung - Kaufen, Sammeln frei verfügbarer Gegenstände (bei 80 - 90 %)
  • Pathologisches Horten Auftreten und Risikofaktoren Auftreten selten Erstmanifestation: 11 - ab Mitte 20 beginnen sie die Betroffenen im Alltag zu beeinträchtigen Frauen und Männer gleich betroffen Risikofaktoren: Unentschlossenheit Stressoren und traumatische Lebensereignisse 50 % Verwandte mit gleicher Problematik
  • Trichotillomanie (pathologisches Herausreißen) wiederkehrendes Herausreißen der Haare, was zu Haarausfall führt wiederholte Versuche, das Herausreißen zu lassen oder einzuschränken kann von ritualen begleitete werden (bestimmte Art von Haaren, Untersuchung des Herausgerissenen Haares) ausgelöst durch Gefühl der Angst oder Langeweile, Gefühl von Spannung kann vorausgehen
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  • Trichotillomanie Abgrenzung zu Psychotische Störung Haare werden im Wahn entfernt Zwangsstörungen Komorbidität: Major Depression und Dermatillomanie
  • Dermatillomanie (pathologisches Herauszupfen/ -quetschen) wiederkehrendes Zupfen /Quetschen der Haut mit Hautverletzungen als Folge wiederholte Versuche dieses einzuschränken [durch Rituale geprägt (spezielle Art Haut, schlucken der Hautpartikel)] 12-Monats-Prävalenz 1,4 % Erstmanifestation: nach Pubertät ¾ Frauen
  • Dermatillomanie Abgrenzung zu Körperdysmorphe Störungen häufiges Händewaschen und Hautmanipulationen als Folge des Missempfinden bezüglich der Haut Artifizielle Störung Verletzung der Haut ist als Selbstschädigung intendiert Komorbidität: Zwangsstörungen, Trichotillomanie, Major Depression